Kalk

Kalke entstehen beim Brennen von Kalkstein. Sie werden vorwiegend als Bindemittel für Mörtel verwendet. Hohe Temperaturen entziehen dem Rohmaterial Wasser. Beim anschließenden Löschen mit Wasser zerfällt der Kalkstein zu feinen Kalkteilchen. Kalkteig (Sumpfkalk) ist pastenförmig und kann auch für Kalkanstriche verwendet werden. Kalkhydrat dagegen ist pulverförmig. Diese Kalke nennt man Luftkalke, weil sie nur mit dem Kohlendioxid aus der Luft erhärten, wozu sie einige Wochen brauchen. Mörtel aus Luftkalken sind aus diesem Grund für Reparaturarbeiten meist nicht geeignet.

 

Um druckfestere und schneller erhärtende Mörtel herstellen zu können, verarbeitet man Kalke zu hydraulischen und hochhydraulischen Kalken. Hydraulische Kalke erhärten auch ohne Luftzufuhr und sogar unter Wasser. Hochhydraulische Kalke ergeben einen noch belastbareren Mörtel. Putz- und Mauerbinder (PM-Binder) sind den hochhydraulischen Kalken in ihren Eigenschaften vergleichbar. Aufgrund ihres breiten Einsatzbereichs sind für den Heimwerker insbesondere hochhydraulische Kalke oder Putz- und Mauerbinder zu empfehlen.


Spezialglossar: Wände renovieren, Bindemittel

Heimwerker Lexikon

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