10 Tipps für den nachhaltigen Kauf von Überwachungskameras

In Zeiten von steigenden Einbruchszahlen bei einer äußerst geringen Aufklärungsquote ist die Sicherheit in den eigenen vier Wänden für viele Bürger in Deutschland ein sehr wichtiges Thema geworden. Dabei greifen die Menschen zunehmend auf moderne Technik in Form von Überwachungskameras zurück, beherzigen dabei jedoch des Öfteren nicht einmal die einfachsten Tipps.

Die Montage von Überwachungskameras kann sogar in Eigenregie bewerkstelligt werden.
Hochwertige Modelle sehen nicht nur gut aus, sondern wirken präventiv.

Tipp 1: Genug Kameras

Unabhängig davon, welche Überwachungskameras Sie sich zulegen, sollten Sie stets darauf achten, genug Kameras zu erwerben, sodass alle relevanten Räume und Plätze visuell erfasst sind. Die Zahl der intakten Überwachungskameras ist in letzter Zeit in den Haushalten nicht umsonst gestiegen. Nichtsdestotrotz muss natürlich nicht jeder Bereich des Grundstücks aufgezeichnet werden, aber zumindest kein Zugang zum Haus sollte ausgenommen sein, da Langfinger über diese Wege ins Haus gelangen. In den vier Wänden sollte es zumindest eine Kamera pro 20 Quadratmeter sein, dies ist aber auch abhängig von Blickwinkel und Position.

Tipp 2: Richtiger Energiebezug

Es klingt banal, aber die korrekte Stromversorgung ist bei den Überwachungskameras ein wichtiges Thema. Nicht selten kommen minderwertige Kabel zum Einsatz oder die Stromzufuhr wird bei der initialen Planungsphase komplett missachtet. Hochwertige Kabel in diesem Sektor sind sogenannte Niederspannungskabel, die jedoch nur dann verwendet werden sollten, wenn keine erhöhten Anforderungen an die stromzehrende Nachtsicht gestellt werden. Eine neuartige, elegante Lösung der Stromversorgung besteht in der Nutzung von Solarenergie, die obendrein noch die natürlichen Ressourcen schonen kann.

Tipp 3: Vorhandenes Frühwarnsystem

Wenn Sie sich bei den höherwertigen Überwachungskameras umschauen, werden Sie feststellen, dass manche von Ihnen auch ein Frühwarnsystem inkludiert haben. Hierbei handelt es sich um eine intelligente Kombination aus Überwachungskamera und Rauchmelder, sodass ein noch umfangreicherer Schutz entsteht. Der Teil des Rauchmelders reagiert dabei in den meisten Fällen empfindlich auf Rauchpartikel, die in das Gerät einströmen. Denn dies führt dazu, dass ein kleiner Infrarotstrahl im Inneren des Gerätes gebrochen wird. Die gebrochenen Infrarotstrahlen treffen dann auf einen speziellen Sensor, der sodann den Alarm auslöst.

Tipp 4: Ausreichende Auflösung

Die Beachtung des nächsten Tipps hätte in vielen Praxisfällen dazu geführt, dass bei nicht vorhandener präventiver Wirkung die Aufklärung einer entsprechenden Tat im Nachhinein ermöglicht oder zumindest wesentlich vereinfacht worden wäre. Die Rede ist von einer ausreichenden Kameraauflösung. Für diese ist der in der Kamera verbaute Sensor maßgeblich und der sollte im Jahr 2017 nicht mehr unter dem HD-Standard auflösen. Im Gegensatz zu früheren PAL-Kameras sorgt der Einsatz der hochwertigen HD-Modelle für schärfere Bilder, dass gezoomt werden kann und vor allem auch Gesichter erkennbar werden.

Tipp 5: Hochwertige Ausführung

Ebenfalls obligatorisch sollte zumindest aus theoretischer Sicht die Verwendung von qualitativ hochwertigen Überwachungskameras sein. Sofern kein entsprechendes Budget vorhanden ist, ist wenigstens auf ein solides Mittelklasse-Modell zurückzugreifen. Die Gründe für diese Empfehlung sind vielfältig und liegen zum Beispiel in einer nicht ausreichenden Schärfe bei zu günstigen Modellen begründet. Darüber hinaus sind Billigprodukte wesentlich anfälliger gegenüber Defekten und lassen sich auch erheblich schlechter und manchmal sogar gar nicht mehr reparieren.

Tipp 6: Passender Bildwinkel

Genauso wie es das A und O ist, genug Kameras zu kaufen, sollten Sie bereits vor dem Kauf überlegen, wo die Kameras positioniert werden sollen und anhand dessen auf den Blickwinkel Acht geben. Dieser ist abhängig von der Brennweite der in der Kamera eingebauten Linse und lässt sich visuell mit der Begutachtung von Testbildern vor dem Kauf beurteilen. Sofern Sie sich in Bezug auf die Art und Weise der persönlichen Verwendung noch unsicher sind, können Sie in entscheidendem Maße von Kameras mit einem variablen Blickwinkel profitieren. Vergleichbar sind diese mit einem Zoom-Objektiv an einer klassischen Kamera.

Tipp 7: Auffällige Erscheinung

Der nächste Tipp klingt auf den ersten Blick paradox, denn warum sollten Sie eine möglichst auffällige Überwachungskamera erwerben, wenn Sie doch die Diebe auf frischer Tat erwischen wollen? Der Gedanke hinter diesem Ratschlag ist die präventive Wirkung durch die offensichtliche Videoüberwachung eines Grundstückes. Einbrecher gehen besonders gerne ihrem Handwerk nach, wenn sie sich unbeobachtet fühlen und keine Konfrontation erwarten müssen. Wenn sie die Wahl haben zwischen einem mit Kameras bewachten Haus und einem ohne Videoüberwachung, werden sie immer das zweite bevorzugen.

Tipp 8: Kein Ton

Nicht minder paradox klingt auch die Empfehlung, nur solche Überwachungskameras zu erwerben, die lediglich bewegte Bilder ohne den dazugehörigen Ton aufzeichnen. Wenngleich die Aufklärung von etlichen Straftaten durch eine vorhandene Tonaufnahme erleichtert werden könnte, so ist dies in Deutschland leider verboten. Die Konsequenz daraus ist nämlich ein Beweisverwertungsverbot des rechtswidrig angefertigten Bildmaterials vor Gericht. Generell ist der Einsatz von Überwachungskameras aber ohnehin mit ein wenig Vorsicht zu genießen.

Tipp 9: Korrekte Positionierung

Eine vernünftige Positionierung ist bei dem Einsatz einer Überwachungskamera enorm wichtig. Es gibt die Faustregel, dass die Anbringung 1,5 Meter höher sein sollte, als die maximale Entfernung des Überwachungsbereichs. Dies führt einerseits dazu, dass Gesichter auf dem Videomaterial immer noch gut erkannt werden können, andererseits aber auch der gesamte Bereich übersichtlich dargestellt wird. Des Weiteren wird durch eine ausreichend hohe Position verhindert, dass Kameras versehentlich beschädigt oder sogar vor der Begehung eines Einbruchs bewusst sabotiert werden können.

Tipp 10: Gute Nachtsicht

Der letzte Tipp knüpft wiederum an die bereits unter Punkt 2 erläuterte adäquate Energieversorgung an und befürwortet eine gute Nachtsicht. Neben der Verwendung eines hochwertigen Kabels hat die eigentliche Qualität der Kamera hierauf die größte Auswirkung. Sie sollte also insbesondere einen lichtempfindlichen Sensor und ein lichtstarkes Linsensystem besitzen. Genauso wichtig ist das Vorhandensein von genügend LEDs, die den gefilmten Bereich unterstützend ausleuchten. Wie viele es sein müssen, hängt wiederum davon ab, wie groß und weit der Blickwinkel und wie stark eine einzelne LED ist.

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