Vom Bastler zum DIY-Profi: Sieben Wege, mit dem Hobby Geld zu verdienen

Selbstmachen macht Spaß - damit etwas dazu zu verdienen, noch viel mehr. Um mit dem Hobby Geld zu verdienen, braucht es eine clevere Idee und solide Fähigkeiten. Wer diese allerdings beherrscht und einiges beachtet, dem eröffnet sich eine neue Einkommensquelle. Dabei lassen sich viele Stücke prinzipiell zu Geld machen.

Individuelle Näharbeiten können leicht verkauft werden
Selbst gemachte Kosmetik für die natürliche Pflege

DIY und Heimwerken liegen im Trend: Upcycling und Bastelideen sind überall im Internet zu finden und haben es in den letzten Jahren durchaus aus der Ecke der Kinderbespaßung heraus geschafft. Auch junge Leute begeben sich vermehrt daran, ihr handwerkliches Geschick auszutesten und sich so das eine oder andere individuelle Stück anzufertigen – sei es Schmuck, Kleidung oder ein Möbelstück für die Wohnung. Manche Fähigkeiten lassen sich dabei sogar zu Geld machen, wenn die Professionalität stimmt und das Interesse für das fertige Produkt vorhanden ist. Kleine Märkte und Online Portale sind dann mögliche Verkaufsplattformen und bieten eine kleine Einkommensquelle mit dem Hobby, auch wenn dabei gewisse Richtlinien zu beachten sind. Mit welchen Produkten das prinzipiell geht und wie die eigenen Fähigkeiten ausgebaut werden können, haben wir hier zusammengefasst.

Kleine Näh-Arbeiten

Eine Wickeltasche, ein Quilt für die Couch, Kissenbezüge oder auch Mäppchen für die Nähutensilien: Mit kleinen Stoffaccessoires können individuelle Stücke gefertigt werden, die besonders bei anderen Frauen gut ankommen und das Leben manchmal erleichtern. Wer sich clevere Konzepte überlegt, hat durchaus die Chance, die Handarbeiten hinterher auch zu verkaufen. Sind die Schnittmuster dafür einmal angelegt, braucht es nur noch regelmäßig neuen Stoff, der das Angebot vielfältig und interessant macht und so eine Bandbreite an Kunden anspricht. Mit Routine geht die Arbeit leicht von der Hand, die kleinen Stücke sind schnell genäht. Besonders DaWanda oder Kinderflohmärkte eignen sich dann als Absatz-Markt für solche Projekte. Der Bekanntenkreis ist ebenfalls oft voll mit potenziellen Abnehmern. Hier einmal darauf aufmerksam zu machen, dass die Näharbeiten auch käuflich zu erwerben sind, führt sicherlich zu ersten Erfolgen.

Ledertaschen

Wem einfacher Stoff nicht hochwertig genug ist, der kann sich auch an Leder begeben. Damit sind qualitativ hochwertige Stücke zu erstellen, die im Alltag richtig Freude bereiten und auch keine komplizierten Schnittmuster benötigen. Einfache Beuteltaschen oder Shopper sind recht einfach hergestellt und kommen in klassischen Schnitten immer gut an. Der Lederfachhandel verkauft ganze Häute, die zu Hause mit einer soliden Nähmaschine und einer Ledernadel zu Taschen verarbeitet werden können. Da Leder immer seine Fans findet, ist auch hier der Kreis für potenzielle Abnehmer groß. Die Anschaffungskosten sind hier zwar etwas höher, können am Ende jedoch auch den höheren Verkaufspreis rechtfertigen. Durch die große Bandbreite an Lederfärbungen, Stärken und Verarbeitungsweisen ergeben sich auch hier unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten, die für viele Kunden interessant sind.

Kleidung

Die Nähmaschinen-Handhabung sitzt und die ersten Kleider für den eigenen Kleiderschrank sind schon genäht? Dann bietet es sich geradezu an, diesen Service auch guten Freunden anzubieten. Ein Kleid, das ganz nach den eigenen Vorstellungen genäht wurde, hat schließlich eine ganz große Chance, das neue Lieblingsstück zu werden. Da die eigene Arbeitszeit hier nicht so teuer zu berechnen ist wie die eines Maßschneiders, kommt bestimmt die eine oder andere Freundin darauf zurück. Vorrausetzung ist dafür natürlich immer, dass die Freude am Nähen erhalten bleibt – sonst kann schnell Frust über die vielen Stunden vor der Nähmaschine aufkommen, was das Hobby zunichtemachen würde.

Goldschmiede-Arbeiten

Nichts für „von zu Hause aus“, aber eine wirklich tolle Sache für Hobby-DIY-ler ist ein Goldschmiede-Kurs. Hier wird von einem Goldschmiede-Meister das Know-How zu seinem täglichen Handwerk vermittelt. Die Arbeit mit den hochwertigen Materialien kann schon mal in Ehrfurcht versetzen, führt aber am Ende dazu, das individueller, genau nach den eigenen Vorstellungen gefertigter Schmuck entsteht. Diese geben auch tolle Do It Yourself Geschenke für wichtige Feierlichkeiten ab, wie beispielsweise die Konfirmation oder Verlobung des eigenen Kindes, die Hochzeit der besten Freundin oder ähnliches. Bis der Schritt vom Kursteilnehmer zur eigenen Werkstatt zu Hause getan ist, ist es zwar ein langer Weg – mit einem Kurs wird er aber zumindest begonnen und kann eine ganz neue Leidenschaft wecken.

Skulpturen

Wer sich gerne mit bildender Kunst beschäftigt, der findet oft seinen Weg zur Bildhauerei. Mit Hammer und Meißel, Feilen und Schnitzwerkzeugen werden hier aus Holz oder Stein Skulpturen herausgearbeitet. Abstrakt oder konkret: Viele Kunstliebhaber schätzen die feinen Werke. Auch simple Arbeiten wie Sterne, die aus einer Holzscheibe herausgeschnitten werden, finden saisonal ihre Abnehmer und bieten sich so zur Mitnahme auf kleinere Weihnachtsmärkte, zum Verkauf beim Floristen oder dem Weihnachtsbaumhändler an.

Kosmetika

Auch ohne Kunstfertigkeiten ist es möglich, selbst etwas herzustellen. Kosmetika sind eine feine Sache, die viele Leute schätzen – besonders wenn sie hausgemacht sind und aus wertvollen Zutaten bestehen. Die Freiheit von Lösemitteln und Konservierungsstoffen und die Verwendung von ausschließlich natürlichen Stoffen kommt dem „Bio“-Bewusstsein sehr entgegen, weswegen gut gemachte Produkte durchaus ihre Abnehmer finden. Cremes, Selbstgemachte Peelings oder Seife – das potenzielle Sortiment umfasst viele Produkte und lässt sich stets durchs Experimentieren und das Ausprobieren neuer Rezepte ausweiten.

Möbel im Shabby-Chic-Look

Die Couch ist aus Paletten gebaut, das Bett ebenso und die Terrassenmöbel sind gerade in Planung: Wer sich gerne mit Möbeln auseinander setzt und große Stücke schafft, der kann auch diese gewinnbringend verkaufen. Dabei können sowohl vorhandene Rohstoffe zu Möbeln zusammengesetzt werden – wie bei den Paletten-Möbeln oder Weinkistenregalen der Fall – oder bereits bestehende Stücke umgearbeitet werden. Durch das Abschleifen und Neuanstreichen von alten Möbeln können beispielsweise Stücke im Shabby-Chic-Look entstehen, die sicherlich ihre Liebhaber finden. Die Rohstoffe dazu sind häufig auf dem Flohmarkt oder bei Möbelfundgruben zu finden. Auch Anbieter für Haushaltsauflösungen bieten häufig alte Stücke zum Kauf an, die sich genau dafür eignen.

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