Der Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 im Test

Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3

Jeder Testbericht wirft sicher Fragen auf. Der Test des Niederdruckreinigers Mobile Outdoor Cleaner OC 3 von Kärcher beginnt jedoch ganz speziell:

  • Was ist ein Niederdruckreiniger?
  • Ein Hochdruckreiniger mit weniger Druck?
  • Wofür braucht man ein solches Gerät?
  • Was bringt der mobile Einsatz?

Als Tester möchte ich mich von den Fragen nicht ausnehmen. Auch mir ist ein Niederdruckreiniger völlig unbekannt und ich kann mit dem Begriff nichts anfangen. Um so interessanter sollte sich dieser Test gestalten.

Momentan habe ich noch keine genaue Vorstellung wofür ich den kleinen Kärcher einsetzten könnte, aber Schritt für Schritt werde ich mich mit den Fragen auseinandersetzen und sicher zu einem eindeutigen Ergebnis gelangen: Ist der Mobile Outdoor Cleaner OC 3 so praktisch, wie er von Kärcher beschrieben wird?

Technische Daten

(Herstellerangaben)

  • Arbeitsdruck – 0,5 Mpa
  • Wassertank – 4 l
  • maximale Durchflussmenge – 2 l/min
  • maximale Ansaughöhe 0,5 m
  • Akku – 6 V Lithium-Ion
  • Akkulaufzeit – etwa 15 min
  • Akkuladezeit – etwa 3 h
  • Schalldruckpegel – 69 dB(A)
  • Abmaße – 235 x 277 x 202 mm
  • Arbeitstemperatur – 0 - 40 °C

Was ist ein Niederdruckreiniger?

Wie eingangs beschrieben, ist mir ein solches Gerät bisher unbekannt und leider bietet auch die Recherche im Internet wenig Anhaltspunkte. Lediglich größere Industriegeräte werden hier gelistet. Der Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 scheint demnach etwas neuartiges zu sein, was es in dieser Form bisher nicht gab.

Kärcher Mobile Outdoor Cleaner - Verpackung
Kärcher Mobile Outdoor Cleaner - Verpackung

Die Begriffdefinition erscheint allerdings recht eindeutig. Der Hochdruckreiniger reinigt mittels hohem Wasserdruck, wonach ein Niederdruckreiniger ähnliches mit einem geringeren Wasserdruck erreichen soll. Eine mobile Variante ermöglicht es natürlich, seine Stiefel oder sein Fahrrad direkt am Einsatzort von Schmutz und Schlamm zu befreien, sodass das mögliche Transportmittel – Bus, Bahn, Auto – nicht unter dem Geländeeinsatz leidet.

Nur wie soll man sich die Reinigung vorstellen? Hat man einen kleinen Kanister in der Hand und lässt das Wasser nur über sein Fahrrad laufen oder wird das Pumpen einer Pump-Flasche überflüssig und das Wasser zerstäubt? Die beworbenen Einsatzgebiete versprechen jedenfalls einen breiten Einsatzbereich und, dass sich sogar Schlamm auf dem Profil eines Mountain-Bikes spülen lässt.

Um ein weiteres Rätselraten zu ersparen, nehme ich jetzt den Karton vom Schreibtisch, begebe mich damit in die Werkstatt und anschließend sicher in den Garten. Das Wetter lädt zu einem ausgiebigen Test ein.

Die Verpackung verspricht einen kleinen und mobilen Einsatz

Übersichtlicher Lieferumfang
Übersichtlicher Lieferumfang

Der Name „ Mobile Outdoor Cleaner“ verspricht einen mobilen Einsatz und dementsprechend fällt auch die Verpackung mit circa 38 x 28 x 26 cm recht handlich aus.

Äußerlich wirbt sie in erster Linie mit einem vielfältigen Einsatz für Fahrräder, Schuhe, Werkzeug, Kinderwagen..... Aber auch nähere Produktdetails und technische Daten sind dem Aufdruck zu entnehmen. Hier stocke ich das erste mal. Eine Durchflussmenge von maximal 2 l/min bei einem Tankinhalt von 4 l entsprechen einer rechnerischen Arbeitszeit von 2 min. Macht das Sinn? Ich bin gespannt, wie sich das in der Praxis bewährt.

Aber weiter zum Inneren der Verpackung und dem Lieferumfang. Dieser ist recht überschaubar und sicher im Karton untergebracht. Auf den ersten Blick wird der OC 3, eine kleine Schachtel mit dem Netzteil und eine Bedienungsanleitung sichtbar. Alles sicher zwischen Styropor-Stücken fixiert. Mehr ist erst einmal nicht zu sehen und das Auspacken damit schnell erledigt.

Eine mächtig dicke Bedienungsanleitung

Die Bedienungsanleitung lässt mit 172 Seiten einen großen Funktionsumfang vermuten, der deutsche Teil beschränkt sich allerdings auf kurze 6 Seiten und die restlichen werden für weitere Sprachen benötigt.

Eine kurze aber übersichtliche Bedienungsanleitung
Eine kurze aber übersichtliche Bedienungsanleitung

Diese sechs Seiten sind jedoch absolut ausreichend. Im Einband sorgt eine deutliche Bebilderung mit Nummerierung der einzelnen Teile für eine gute Übersicht und auch optionales Zubehör ist aufgeführt. Praktisch ist, dass das Zubehör mittels Sternchen als solches gekennzeichnet wurde und damit ersichtlich ist, dass es bei Bedarf zusätzlich erworben werden muss.

Nach den Sicherheitshinweisen (in Großschrift) folgen alle relevanten Hinweise zum Umgang mit dem mobilen Kärcher. Auch das optionale Zubehör wird hierbei beschrieben. Der Bedienungsanleitung kann somit alles entnommen werden was nötig ist und sie erfüllt ihren Zweck zu 100 %.

Prinzipiell bin ich zwar dafür, unterschiedliche Sprachen auf mehrere Bedienungsanleitungen zu verteilen, um nur den wichtigen Teil aufheben zu müssen, beim OC 3 sollte jedoch ein einmaliges Lesen der Bedienungsanleitung ausreichend sein und sie muss nicht dauerhaft eingelagert werden.

Der erste Eindruck und Funktionen des Kärchers OC 3

Der Outdoor Cleaner erscheint im typischen schwarz/gelb und passt sich daher dem üblichen Design von Kärcher an. Der große Gummi-Verschluss des Wassertanks wirkt zwar irgendwie wie ein „Ersatzverschluss“, aber insgesamt erweckt der OC 3 einen soliden Eindruck und man kann schon sagen, dass er gut aussieht. Er ist nicht nur ein Stück Technik, hier haben auch Designer gearbeitet.

Schickes Design mit Gummiverschluss
Schickes Design mit Gummiverschluss

Der Funktionsumfang ist natürlich nicht riesig und daher gibt es auch wenig Bedienfunktionen zu beurteilen. In erster Linie muss natürlich der Tank befüllt werden. Hierzu wird der zweiteilige Griffbügel nach oben gezogen. Zweiteilig, da dieser zum einen den gesamten Kärcher trägt und zum anderen einen zweiten Bügel für den Tank enthält.

Das Anheben des Griffbügels gestaltet sich noch etwas hakelig und benötigt zwei Hände, was sich aber sicher nach einigem Gebrauch legen wird. Ist der Bügel vollständig ausgezogen, kann der obere Teil nach vorne geklappt und der Tank am eigenen Griff entnommen werden. Das bereitet keinerlei Probleme.

Der Tank ist recht flach und handlich, sodass er sich einfach an fast jedem Waschbecken oder der Spüle befüllen lässt. Der Gummiverschluss ist dagegen etwas fummelig. Öffnen lässt er sich zwar leicht, aber das Verschließen ist schon umständlicher. Hintergrund ist sicherlich eine Variante, die abdichtet, Luft einlässt und für Outdooreinsätze geeignet ist. Ein Schraubverschluss mit Unterdruckmechanik wäre hier weniger sinnvoll, zumal ein solcher Deckel deutlich höher wäre. Ich freunde mich also mit der Gummi-Variante an.

Zweiteiliger Bügel zum Tragen und Öffnen
Zweiteiliger Bügel zum Tragen und Öffnen
Tank lässt sich leicht entnehmen
Tank lässt sich leicht entnehmen

Der Zusammenbau nach dem Befüllen gestaltet sich wieder recht einfach. Hierzu wird der Druckschlauch nach hinten gelegt (Düse entnehmen und auf die Druckpistole setzen nicht vergessen) und der Tank in umgedrehter Reihenfolge wieder aufgesetzt.

So ganz zufrieden bin ich mit dem Griffbügel nicht und ich bin mir auch (noch) nicht sicher, ob die Kombination aus Tragegriff und Tankverriegelung so günstig ist. Der Grund für diese Variante ist sicherlich der hohe Schwerpunkt des Tankes. Wäre der Griff nur am unteren Teil der Pumpeneinheit angebracht, würde der obere Tank den gesamten Kärcher beim Tragen ständig kippen lassen. Der zusätzliche Griff am Tank sorgt stattdessen aber für einen guten Tragekomfort. Eventuell wäre es besser, den Tank unten anzubringen. Somit wäre der Schwerpunkt im unteren Teil und der Tank ließe sich bei Bedarf gegen einen größeren tauschen.

Zubehör gut verstaut
Zubehör gut verstaut
Schlauch nach außen legen
Schlauch nach außen legen
Den Tank wieder aufsetzen
Den Tank wieder aufsetzen

Akku, Ladezeit und Akku-Laufzeit

Kleines aber ausreichendes Netzteil
Kleines aber ausreichendes Netzteil
Hinter einer Gummidichtung die Ladebuchse
Hinter einer Gummidichtung die Ladebuchse

Verbaut ist ein 6 Volt Lithium-Ionen-Akku, der nach meinem Ermessen über eine ausreichende Leistung verfügen sollte. Die Kapazität (Speichermenge) des Akkus ist leider nicht angegeben. Stattdessen wird mit 15 Minuten geworben, was für den Einsatzzweck absolut ok ist. Für zeitintensivere Arbeiten sollte man zu einem größeren Gerät greifen.

Das Netzteil zur Ladung des Akkus fällt mit 0,6 A recht klein aus und auch die angegebene Ladezeit wirkt mit etwa 3 Stunden nicht gerade zeitgemäß. In Anbetracht der angedachten Verwendung, halte ich diese Kombination aber für durchaus sinnvoll. Es wird zwar häufig mit einem Schnellladegerät geworben, aber dass eine schnelle Ladung den Akku strapaziert und damit die Lebenszeit verkürzt, wird gerne verschwiegen.

Der Mobile Outdoor Cleaner OC 3 von Kärcher ist dafür gedacht, ihn bei Outdoor-Einsätzen dabei zu haben und beispielsweise das verschmutze Mountainbike vorm Verladen zu reinigen. Bis zum nächsten Einsatz vergehen vermutlich Tage. Es bringt demnach keine Vorteile, wenn sich der Akku in 30 Minuten laden lässt. Es schont ihn jedoch, wenn auf eine Schnellladung verzichtet wird.

An der doch recht langen Ladezeit ist somit nichts auszusetzen und auch der Ladevorgang gestaltet sich einfach. Ein Gummideckel verschließt die Ladebuchse und schützt sie vor Feuchtigkeit. Wird das Ladekabel eingeführt, beginnt der Ladevorgang, was durch eine LED signalisiert wird. Diese zeigt ebenso an, wann geladen werden muss oder der Akku seine Ladekapazität erreicht hat. Praktisch wäre eventuell noch ein 12 Volt Anschluss für die KFZ-Bordspannung, um bei Bedarf auch mobil laden zu können. Da wäre gerade dann angebracht, wenn sich der Akku dem Ende neigt, dieses aber noch nicht signalisiert wird. Eine Akku-Anzeige besitzt der OC 3 leider nicht, was ich bei Li-Ionen-Akkus generell für sinnvoll halte.

Der Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 im Einsatzbereich

Flach und mit großer Öffnung lässt sich der Tank leicht befüllen
Flach und mit großer Öffnung lässt sich der Tank leicht befüllen

Nachdem alle Teile begutachtet und der Akku geladen wurde, kann der erste Einsatz erfolgen. Bereits beim Studieren der Verpackung fiel die Kombination aus 4 Liter Tankinhalt und 2 L/min Durchflussmenge nicht unbedingt positiv auf, da dieses einen maximalen Arbeitseinsatz von etwa 2 Minuten bedeutet.

Der erste Test beläuft sich daher darauf, die tatsächlich mögliche Arbeitszeit zu überprüfen. Ich habe also den Tank gefüllt, mich vor die Spüle in der Werkstatt gestellt und die Zeit gestoppt. Nach einer Minute wurde es mir schon ein wenig viel und nach 2 Minuten und 8 Sekunden war dann tatsächlich Schluss. 2 Minuten klingen nach einer sehr kurzen Zeit. Steht man jedoch da und lässt das Wasser einfach nur laufen, können die sehr lang werden und gedanklich lässt sich damit vermutlich doch ein ganzes Fahrrad reinigen. Ich betrachte jetzt die 2 Minuten nicht mehr mit ganz so großer Skepsis. Was sich in der Zeit tatsächlich erreichen lässt, werden die folgenden praktischen Einsätze zeigen.

Der erste Test an Kinderspielzeug

Ich muss gestehen, dass ich kein großer Outdoor-Fan in Bezug auf Mountainbiking und ähnlichen Aktivitäten bin. Daher begrenze ich meine Testobjekte auf typische Einsätze im Haus, Hof und Garten. Hierzu gehören natürlich auch Kinder und ihr Spielzeug, welches gerne mal im Freien lagert und Wind und Wetter ausgesetzt ist.

Ein Hochdruckreiniger würde hier vermutlich mehr Schaden anrichten, anstatt zu reinigen. Daher sollte der Kärcher Niederdruckreiniger das ideale Hilfsmittel sein.

Abgelagerter Schmutz löst sich leicht...
Abgelagerter Schmutz löst sich leicht...
...tiefe Verunreinigungen bleiben jedoch.
...tiefe Verunreinigungen bleiben jedoch.

Die Reinigung zeigt sich nur bedingt, da die Oberflächen des Spielhauses doch schon sehr gelitten haben und der Schmutz in die poröse Oberfläche eingezogen ist. Schmutz der sich durch Regen auf der Oberfläche abgelagert hat, wird jedoch gut entfernt.

Gut finde ich den Einsatz hierfür auf jeden Fall. Welches Kind hat schon Lust das Spielzeug mit Eimer und Lappen zu putzen. Den OC 3 kann ich meinen Kindern bedenkenlos in die Hand geben. Sorgen muss ich mir eher um die Streitereien machen, wer von beiden als erstes putzen darf.

Ideal zum Reinigen von Kinderspielzeug
Ideal zum Reinigen von Kinderspielzeug
Das macht sicher auch den Kindern Spaß
Das macht sicher auch den Kindern Spaß

Härterer Einsatz am Auto

Auch wenn der Kärcher Mobile Outdoor Cleaner für Kinder relativ ungefährlich ist, soll er natürlich kein Spielzeug sein. Daher ist im nächsten Test unser Auto dran.

Nicht für die Großreinigung aber für ein schnelles Abspülen
Nicht für die Großreinigung aber für ein schnelles Abspülen

Nach dem Winter, gestreuten Straßen und unserem unbefestigten Parkplatz, sieht man ihm den täglichen Einsatz an. Natürlich lässt sich mit einem solchen mobilen Gerät kein ganzes Auto waschen, nach einem Geländeeinsatz sollten jedoch wenigstens Matschspritzer und ähnliches entfernt werden.

Hierzu habe ich einen Blick in den Radkasten geworfen, in dem sich doch einiges an Schmutz und auch Gras festgesetzt hat. Streusalz hat natürlich zusätzlich für eine hartnäckige Verschmutzung gesorgt.

Nachdem ich festgestellt hatte, dass ich den kleinen Kärcher auch in Kinderhände geben kann, war ich etwas skeptisch, dass ich Erfolg bei einer Reinigung haben werde. Doch ich wurde überrascht.

Klar sieht der Radkasten anschließend nicht, wie nach einer Komplettwäsche aus, es ist jedoch deutlich zu sehen, wie einiges ausgewaschen wurde. Frische Verschmutzungen, wie sie im Gelände entstehen, sollten demnach kein großes Problem sein.

Verschmutzung durch Straße, Streusalz und unbefestigten Parkplatz
Verschmutzung durch Straße, Streusalz und unbefestigten Parkplatz
Ein erstaunlich gutes Ergebnis
Ein erstaunlich gutes Ergebnis

Auch wenn ich denke, dass der Outdoor Cleaner für solche Einsätze nicht gedacht und auch nicht gewappnet ist, konnte er den Test überraschend gut abschließen.

Mit dem Hund und dem Mobile Outdoor Cleaner im Spiel

Laut Werbung von Kärcher soll der kleine Niederdruckreiniger auch gut für Hundepfoten geeignet sein, in denen nach einem Spaziergang so manches hängen bleiben kann. Das möchte ich an unserem Boxer gerne ausprobieren.

Wie man an den bisherigen Bildern zum Test jedoch sieht, fand dieser am ersten richtig warmen (15 °C) und sonnigen Tag in diesem Jahr statt. Wir haben schließlich noch Winter. Leider gefällt auch unserem Hund das tolle Wetter und wenn er das Wetter erst mal genießt, ist er weder zu bremsen, noch „tot zu kriegen“, wie man so schön sagt. Auch nach viel Spiel und ausgiebigem Toben, ließ er sich nicht dazu bewegen, sich die Pfoten reinigen zu lassen. Er war einfach zu aufgedreht.

Auf ein Reinigen der Pfoten ließ sich unser Hund nicht ein,
Auf ein Reinigen der Pfoten ließ sich unser Hund nicht ein,
dafür gefiel im die neue Trinkwasser-Quelle.
dafür gefiel im die neue Trinkwasser-Quelle.

Jachtern macht aber durstig und unser Boxer liebt es auch, aus dem Gartenschlauch zu trinken. So konnte ich ihn doch noch dazu überreden, Bekanntschaft mit dem Kärcher zu schließen. Auch wenn dieses nicht im geplanten Sinne geschah. Es zeigt aber, dass der Niederdruck absolut ungefährlich im Einsatz mit Hunden ist.

Reinigung nach dem Arbeitseinsatz

Kommen wir zum typischen Einsatzbereich. Man(n) kommt aus den Garten, hat die Stiefel voller Matsch und hinterlässt auf dem gepflasterten Hof unschöne Spuren.

Keine Herausforderung aber äußerst praktisch
Keine Herausforderung aber äußerst praktisch

Das geht natürlich nicht und die Stiefel sollten vorher vom Matsch befreit werden. Hierfür ist der Kärcher ideal. Ohne Probleme spült er alles ab und auch die Sohlen werden wieder sauber.

Sicher ließe sich hierfür auch der Gartenschlauch nutzen, aber der muss mitunter erst ausgerollt werden, ist nicht überall griffbereit, manche Gärten liegen außerhalb und besitzen keinen Stromanschluss für die Pumpe.... Situationen gibt es viele, in denen ein mit Akku betriebenes Gerät seine Vorteile ausspielen kann. Der Akkuschrauber ist schließlich auch das beliebteste Werkzeug, obwohl es netzgebundene Schraubwerkzeuge gibt.

Verschmutzte Stiefel sind natürlich keine große Herausforderung und die Aufgabe wurde problemlos gemeistert, vorteilhaft erwies sich jedoch der sehr gezielt einsetzbare Wasserstrahl des Kärchers. Damit kann sogar der Schaft gut gereinigt werden, ohne dass die Hosenbeine baden gehen. Klein, handlich, kein Wasser läuft beim Transport aus und auch bei der Reinigung bekommt man keine nassen Hände – die Vorteile sprechen klar für den Kärcher gegenüber den Wasserschlauch oder anderen Hilfsmitteln.

Abschluss im praktischen Einsatz

Abschließend lässt sich festhalten, dass der kleine Kärcher Spaß macht und sich sicher noch einige Einsatzgebiete ergeben werden. Beispielhaft wäre die äußere Fensterreinigung am Haus. Mit dem OC 3 den groben Schmutz entfernen und anschließend die Scheiben mit einem Fenstersauger trocknen oder schnell mal die Blumen mit Wasser versorgen, zu denen der Gartenschlauch nicht reicht.

Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 macht Spaß
Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 macht Spaß

Der anfänglich bemängelte kleine Tankinhalt wurde bei den Tests glatt vergessen. 4 L sind mehr als gedacht und für alle gezeigten Tests (einschließlich der Spielerei mit dem Hund) wurde nur einmal nachgetankt. Der Akku hielt durch und hat sich überhaupt nicht gemeldet.

Etwas störend erwies sich jedoch der noch immer recht schwergängige Griff, der zwei Hände benötigt, um ihn zu heben und zum Tragen zu nutzen. Mit regelmäßiger Bewegung wird sich hoffentlich bald legen. Was sich dagegen nicht legen wird, ist eine vermisste Halterung für die Druckpistole. Ist diese unter dem Wassertank verstaut, ist der Kärcher gut zu transportieren, wird der Wasserschlauch jedoch nach außen gelegt, muss dieser mit dem Handstück zusätzlich gehalten werden. Ein Halterung wäre mehr als praktisch, Um den Kärcher auch mit einer Hand tragen zu können.

Gerne hätte ich den Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 mit einem Dauertest bis zum Akku-Limit gebracht, wozu äußerst praktisches Zubehör erhältlich ist. Besonders hätte mich hierzu ein Ansaugschlauch gereizt, mit dem der Kärcher sogar Wasser aus einem Eimer, einem Bach oder einer Pfütze nutzen kann. Leider ist der OC 3 gerade erst frisch auf dem Markt und das Zubehör noch nicht überall erhältlich. Als praktisches Zubehör sollte er jedoch damit erweitert werden.

Fazit: Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 im Test

Der Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 ist ein Niederdruckreiniger und mit einem Hochdruckreiniger nicht zu vergleichen! Dessen sollte sich jeder bewusst sein, der sich zum Kauf entschließt. Es darf daher nicht erwartet werden, dass sich der kleine Akku-Kärcher durch harte Schmutz-Krusten frisst oder die Terrasse reinigt. 5 Bar sind etwas mehr als der Druck der Wasserleitung, die durch eine kleine Düse gepresst werden, um gezielt kleine Reinigungsarbeiten zu übernehmen.

Kärcher Mobile Outdoor Cleaner Testsiegel

Diese Arbeit macht der Mobile Outdoor Cleaner OC 3 von Kärcher sehr gut und technisch gibt es nichts auszusetzen. 5 Bar bilden die Grenze zwischen einer guten Reinigung und dem sicheren Einsatz an Hundepfoten oder Nutzung durch Kinder, die ihr Gartenspielzeug säubern. Der sehr klein wirkende Tank für 4 Liter Wasser, erwies sich im Test als recht ausreichend, wobei dennoch die Möglichkeit wünschenswert wäre, einen größeren zu nutzen. Die Akku-Leistung von etwa 15 Minuten Arbeitszeit wird dabei eher zur Nebensache, da längere Arbeitseinsätze eher kaum zu erwarten sind.

Auch wenn es technisch nichts zu bemängeln gibt, erreicht der Mobile Outdoor Cleaner OC 3 von Kärcher keine fünf Sterne, was sich aber größtenteils auf Verbesserungsvorschläge bezieht. Er bildet eine neue Form der Druckreiniger und es gibt noch einige Dinge, die gerne im Nachfolgemodell verbessert werden können. Es "Kinderkrankheiten" zu nennen, wäre nicht richtig, da es keine richtigen Krankheiten oder Fehler sind. Daher der Ausdruck Verbesserungen. Beispielhaft wären der etwas hakelige Tragegriff, eine fehlende Halterung für die Druckpistole, die nicht vorhandene Lademöglichkeit im Fahrzeug, eine Akku-Zustandsanzeige oder der fummelige Tankverschluss. Wer sich an den kleinen Punkten nicht stört und Ideen für gute Einsätze hat, wird vom OC 3 begeistert sein. Qualitativ gibt es – wie bei Kärcher gewohnt – nichts auszusetzen.

Das Einsatzgebiet des kleinen Kärchers ist dabei so vielfältig, dass die Bilder auf der Verpackung oder der Homepage von Kärcher nur als Beispiele zu sehen sind. Überall, wo fließendes Wasser benötigt wird, kann der kleine Kärcher zum Vorteil werden. Als Reinigungsgerät muss er dabei sicher nicht immer gesehen werden.

Die wirklich guten vier Sterne hat sich der Mobile Outdoor Cleaner OC 3 redlich verdient und erhält damit unsere Kaufempfehlung.

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