Saugroboter Test: Wisch- und Saugroboter ILIFE V80

Saugroboter Test: Wisch- und Saugroboter ILIFE V80

Vor geraumer Zeit hatte ich meinen ersten Saugroboter im Test. Dieser musste bei einem leeren Akku gesucht und an das Ladekabel angeschlossen werden. Zum Starten gab es einen einfachen Kippschalter und anschließend fuhr er, bis der Akku leer war. Ich war begeistert.

Heute, nach einem Jahr, würde er mich vermutlich nicht mehr so faszinieren. Moderne Saugroboter lassen sich programmieren, fahren selbstständig an die Ladestation, vermessen die Räume und planen den Verfahrweg oder wischen nebenbei gleich noch durch. Wie gut sind solche Saugroboter und welchen Saugroboter soll ich mir kaufen? Die Fragen sind nicht so einfach zu beantworten, da nicht jeder alle möglichen Funktionen benötigt.

Unsere Tests bieten die Möglichkeit, Saugroboter zu vergleichen und abzuwägen, welcher zu den eigenen Bedürfnissen passt. Im heutigen Test der Saug-Wisch-Roboter V80 von ILIFE.

Technische Daten ILIFE V80

(Herstellerangaben)

Größe Wassertank:300 ml
Größe Staubbehälter:750 ml
Abmessungen:Durchmesser 330 mm, Höhe 80 mm
Gewicht:2700 g
Akku:14,4 V Li-Ion 2,6 Ah
Filter:2-fach-Partikelfilter, Feinpartikel-Filter
Lautstärke :bis 68 Dezibel
Ladezeit: bis 300 Minuten
Laufzeit:100 Minuten (im Test 128 Minuten)

Warum steht auf dem Karton V8s, wenn der Saugroboter V80 heißt?

Genau vor dieser Frage stand ich auch und musste mich informieren. Überall steht V80, auf dem Karton des gelieferten Modells aber V8s. Die Erklärung ist recht einfach – Der Saugroboter wird für den asiatischen Markt mit der Bezeichnung V8s produziert und daher werdet Ihr ihn in diversen Online-Shops auch unter dieser Bezeichnung finden. Speziell für Deutschland heißt er jedoch V80. Unterschiede wird es bis auf die Bezeichnung, Sprache der Beschriftungen oder Bedienungsanleitung vermutlich nicht geben.

Der erste Eindruck ist sehr gut.

Bereits die Verpackung beziehungsweise der Inhalt zeigt sich sehr ordentlich und perfekt verpackt. Jedes Teil hat seinen Platz und ist sicher aufbewahrt. Nichts fällt rum und kann beim Transport Schaden nehmen.

Gut aufgeräumter und umfangreicher Inhalt.
Gut aufgeräumter und umfangreicher Inhalt.

Zum Lieferumfang gehören:

  • Saugroboter ILIFE V80
  • Ladestation
  • Fernbedienung
  • Netzteil für die Ladestation oder direktes Laden
  • Wassertank für die Wischfunktion
  • Wischtuch zum Einsatz als Wischroboter
  • Reinigungswerkzeug
  • Bedienungsanleitung in acht Sprachen
  • zwei Bürstensätze
  • Hocheffizient-Filter (HEPA-Filter)

Ein umfangreicher Aufbau ist nicht nötig. Es müssen lediglich die beiden Seitenbürsten angesteckt und die Ladestation mit Strom versorgt werden. Was dabei auffällt, sind die farblich unterschiedlichen Bürsten, die an ihren entsprechend gekennzeichneten Halterungen links und rechts platziert werden müssen. Nach genauerem Hinschauen, sind die Borsten leicht schräg angeordnet und benötigen ihre entsprechende Drehrichtung – ob das besondere Vorzüge bringt, ist schwer zu prüfen.

Offensichtliche Vorzüge bieten dagegen die federnd gelagerten Antriebsräder. Sie ermöglichen auch dann einen guten Antrieb, wenn der Saugroboter größere Hindernisse, wie Türschwellen überwinden muss und dabei im vorderen Bereich angehoben wird.

Gut gefällt mir die Möglichkeit, den Staubroboter auch manuell laden zu können, wofür er neben dem Hauptschalter eine zusätzliche Ladebuchse besitzt. Natürlich hofft man, dass er immer selbstständig in die Ladestation fährt, aber eine alternative Lademöglichkeit zu haben, ist sicher nicht verkehrt. Hat die Ladestation einen Defekt, kann der Sauger weiterhin genutzt werden.

Gefederte Antriebsräder sorgen für einen guten Gripp.
Gefederte Antriebsräder sorgen für einen guten Gripp.
Neben der Ladestation kann der V80 direkt geladen werden.
Neben der Ladestation kann der V80 direkt geladen werden.

Insgesamt gefällt der Saugroboter ILIFE V80 auf den ersten Blick sehr gut. Er ist gut verarbeitet und sieht auch schick aus. Das Gewicht fällt mit 2,7 kg recht leicht aus, was aber weder positiv noch negativ zu bewerten ist. Je schwerer ein Saugroboter ist, desto sicherer bewegt er sich auf unterschiedlichen Untergründen, muss jedoch auch die Akkuleistung besitzen, das Eigengewicht ausdauernd zu bewegen. Angegeben sind 100 Minuten, was ich im Praxistest natürlich prüfen werde.

Eine schicke und praktische Ladestation

Die Ladestation eines Saugroboters findet meist wenig Beachtung, da sie "nur" zum Laden des Akkus benötigt wird. Dennoch darf man ihr gerne etwas mehr Aufmerksamkeit schenken, das hat sie zumindest dann verdient, wenn sie so gut, wie bei ILIFE aussieht.

Aber die Optik ist nicht alles, auch wenn die Ladestation genau das Teil ist, welches dauerhaft und immer gut sichtbar positioniert werden muss. Die Ladestation des ILIFE V80 bietet mehr:

  • Die Ladestation muss möglichst zentral aufgestellt werden, damit sie vom Saugroboter schnell zu finden ist. Das bedeutet aber auch, dass sie ein Hindernis bildet, gegen das der Staubsauger regelmäßig fahren wird. Wird die Ladestation dabei verschoben, kann das die nächste Heimfahrt und damit den Ladezyklus behindern. Beim V80 mache ich mir da recht wenig Sorgen. Gummierte Füße und eine sehr flache "Auffahrrampe" sorgen für einen sehr sicheren Stand und wenig Angriffsfläche.
  • Die Zuleitung besteht aus einem Steckernetzteil mit einem recht dünnen Kabel. Dieses lässt sich gut in/unter der Ladestation verlegen und wahlweise nach links oder rechts abführen. Hierdurch steht die Ladestation gerade an der Wand, was die Standfestigkeit erhöht. Zusätzlich ermöglicht das eine gute Verlegung des Kabels, welches sogar unter die Sockelleiste passt. So versteckt wird es nicht von den Bürsten des Saugers ergriffen und aufgewickelt.
Das Kabel lässt sich gut in der Ladestation verlegen.
Das Kabel lässt sich gut in der Ladestation verlegen.
Seitlich ausgeführt, verschwindet es in der Sockelleiste.
Seitlich ausgeführt, verschwindet es in der Sockelleiste.

Einrichtung und Programmierung

Mit dem Positionieren der Ladestation und dem Anstecken der Bürsten an den Sauger, ist dieser auch schon einsatzbereit und kann theoretisch gestartet werden. Wie bei allen neuen Akku-Geräten empfiehlt es sich aber, den Akku über Nacht zu laden und dann erst den ersten Betrieb aufzunehmen. Da es sich laut Beschreibung aber um einen Lithium-Ionen-Akku handelt, passiert auch nichts, wenn der Sauger sofort etwas ausprobiert wird. Man(n) ist schließlich neugierig auf die neue Technik.

Der Auswahl stehen mehrere unterschiedliche Fahrverhalten des Saugroboters:

Der Start kann täglich zu einer anderen Zeit erfolgen.
Der Start kann täglich zu einer anderen Zeit erfolgen.
  • Automodus - schaltet automatisch zwischen den Varianten um und reinigt so jeden Bereich.
  • Punkt-Modus - fährt spiralförmig um den Startpunkt und reinigt diesen gründlich.
  • Kantenmodus - umfährt die äußeren Kanten des Bereiches.
  • Wegplanung Modus - fährt die zu reinigende Fläche im Zick-Zack ab und umfährt dabei Hindernisse.

Ehrlich gesagt, habe ich (so lange ich Saugroboter nutze) noch nie den Punkt- oder Randmodus genutzt. Möchte ich eine punktuelle Reinigung, bin ich mit einem Handsauger einfach schneller und ist trotz einer regelmäßigen Arbeit des Saugroboters eine extra Randreinigung notwendig, macht er seine Arbeit offenbar nicht richtig. Daher könnte ich auf diese Funktionen verzichten. Aber sie sind da und das wird ganz sicher nicht negativ bewertet.

Eine Funktion, auf die ich nicht verzichten möchte, ist die Programmierung, die für jeden Wochentag unterschiedlich ausfallen kann. Das hat den Vorteil, dass der Saugbetrieb dem eigenen Tagesablauf angepasst werden kann und beispielsweise Wochentags früher beginnt als am Wochenende. Schön wäre es, wenn auch eine mehrfache Nutzung pro Tag möglich wäre. Darauf müssen wir leider verzichten.

Der ILIFE V80 Saugroboter im praktischen Test

Im praktischen Test muss der Staubsaugroboter täglich unser Wohnzimmer mit offener Küche und den Flur (etwa 70 m²) saugen. Als besondere Belastung kommen drei weibliche Wesen dazu, die allesamt lange Haare haben und diese mitunter auch auf dem Boden hinterlassen, sowie ein großer Hund (Boxer), der reichlich Haare verliert. Ist der ILIVE V80 ein Saugroboter für Tierhaare?

Mit unterschiedlichen Böden kommt der V80 gut zurecht.
Mit unterschiedlichen Böden kommt der V80 gut zurecht.

Da eine tägliche Programmierung möglich ist, wird diese natürlich auch genutzt. Montag bis Freitag nimmt der V80 gemeinsam mit mir 8:00 Uhr die Arbeit auf. So habe ich vorher die Zeit, eventuell herumliegendes Spielzeug einzusammeln und in der Küche die Stühle hoch zu stellen. Das Wochenende lassen wir etwas ruhiger angehen und den Saugroboter erst 10:00 Uhr starten. Dann sind wir mit dem Frühstück fertig und er kann unsere Krümel beseitigen.

Davon, den V80 während des Frühstücks laufen zu lassen, sind wir schnell wieder abgekommen. Mit bis zu 68 Dezibel gehört er nicht zu den leisesten Modellen und ist beim Essen eher störend. Die Lautstärke steht jedoch immer im Verhältnis zur Saugleistung und die ist sehr hoch. Bisher hatte ich keinen kräftigeren Saugroboter im Test. Wer also echte Saugkraft möchte, der muss leider damit leben, dass ein solcher Sauger auch etwas lauter ist. Dank der Programmierung lassen sich die Saugzeiten aber so legen, dass die Sauggeräusche niemanden stören. Und das ist am Wochenende nach dem Frühstück, wenn der Haushalt ansteht. Ebenso könnte man hier die Programmierung weglassen und den Sauger manuell starten.

Die kräftige Saugleistung sorgt dafür, dass wirklich gründlich gereinigt wird. Das konnten wir bereits nach den ersten Testläufen feststellen. Ohne Probleme wurden alle Hundehaare aufgesaugt und das Aufwickeln der langen Haare an den Bürsten hielt sich in Grenzen. Die Bürsten sind auch hart genug, dass sie durch aufgewickelte Haare nicht zerknäult werden.

Neben der enormen Saugleistung begeistert vor allem das Fahrverhalten des ILIFE Haushaltsroboters. Wer einen Saugroboter besitzt kennt sicher die Bögen, die viele Saugroboter bei der Randreinigung vollführen. Immer wieder wird ein kleiner Halbkreis gefahren, bis der Sauger Wandkontakt hat, sich dreht und zum nächsten Bogen ansetzt (rote Linie im Bild). Anders beim ILIFE V80 – Er setzt zwar ebenso an der Wand an, fährt diese dann aber parallel ab (grüne Linie im Bild) und korrigiert dabei sogar kleine Absätze. Ich vermute Sensoren im vorderen und hinteren Bereich des Saugers messen den Abstand zur Wand und halten diesen kontinuierlich gleich. Diese Form der Randreinigung ist äußert effektiv, da es weder unnötige Verfahrwege, noch ausgelassene Stellen gibt. Es ist regelrecht faszinierend, ihn dabei zu beobachten, wie er seinen Weg exakt der Wandfläche anpasst.

Der Rand wird exakt parallel abgefahren.
Der Rand wird exakt parallel abgefahren.
Mit 8 cm passt der ILIFE unter viele Schränke.
Mit 8 cm passt der ILIFE V80 unter viele Schränke.

Interessant ist auch die Art und Weise, wie die gesamte Fläche gereinigt wird. Viele Sauger arbeiten nach dem Chaosprinzip – sie fahren gegen ein Hindernis, drehen sich und fahren in eine andere Richtung. Diese Form wird meist in zeitlichen Intervallen mit einer Punkt- und Randreinigung kombiniert. Bis der Sauger jedoch die gesamte Fläche abgefahren hat, kann einiges an Zeit verstreichen, da alle Bereiche nur zufällig abgefahren werden. Der ILIFE V80 misst den Raum zwar nicht aus, wie manch andere Modelle, er fährt jedoch den Rand ab und unterteilt den Raum in Vierecke, die er anschließend einzeln reinigt. Da ein kleinerer Bereich viel schneller und mit weniger Fahrwegen gesaugt ist, wird auch insgesamt weniger Zeit benötigt, um mit Sicherheit jeden Punkt eines Raumes zu saugen. Als Vergleich: Wer manuell saugt, läuft auch nicht mit dem Staubsauger lange Wege von Wand zu Wand, sondern legt sich in Gedanken einen Bereich fest, saugt diesen und geht zum nächsten über. Nach genau demselben Prinzip arbeitet der V80 von ILIFE und das mit einem überzeugenden Ergebnis.

Wie eingangs erwähnt, interessiert mich auch die Akkuleistung und wie lange der Sauger im aktiven Betrieb durchhält. Dabei habe ich festgestellt, dass sich die angegebenen 100 Minuten offensichtlich auf die Turbo-Saugstufe beziehen. In der etwas schwächeren und leiseren Gangart erreicht er problemlos auch etwas über zwei Stunden Saugzeit. Mehr Zeit braucht es nicht, um unsere 70 m² Testfläche zu saugen. Dabei ist die einfache Saugstufe absolut ausreichend.

Eine große Staubkassette mit einer großen Klappe

Ja die Staubkassette hat eine große Klappe, die kann sie sich aber auch leisten. Schließlich nimmt sie 750 ml Schmutz auf und dieser muss auch wieder entfernt werden. Interessant und praktisch finde ich den Magnetverschluss der Klappe. Dadurch ist der Staubbehälter leicht zu öffnen und ebenso schnell zu schließen. Es gibt keine komplizierten oder umständlichen Verriegelungen.

Leichte Entnahme der Kassette mit Rastfunktion.
Leichte Entnahme der Staubkassette.
Unter einem Deckel liegt der Feinstaubfilter.
Unter einem Deckel der Feinstaubfilter.
Leichte Entnahme und Reinigung
Kann zur Reinigung entnommen werden.

Auch die gesamte Staubkassette lässt sich zum Leeren leicht entnehmen. Etwas auf die Verriegelung drücken und sie kann aus dem Gehäuse gezogen werden. Mir bisher unbekannt, war die Variante, den Saugmotor in der Staubkassette unterzubringen. Das schafft beim Wechsel zum Wischroboter natürlich Platz, da hierbei der Saugmotor nicht benötigt wird.

Gut gefällt ebenso die große Fläche des Feinstaubfilters. Je größer sie ist, desto weniger Verlust der Saugleistung ist bei Staubablagerungen zu erwarten. Entnommen wird der Filter von oben, indem nur ein Deckel geöffnet wird. So lässt er sich reinigen und auch der Vorfilter, sowie eine feinmaschige Sieb-Einlage kann von Verunreinigungen befreit werden.

Ausreichend Platz zur Schmutzaufnahme.
Ausreichend Platz zur Schmutzaufnahme.
Die Saugkraft presst den Schmutz förmlich.
Die Saugkraft presst den Schmutz förmlich.
Gleichmäßige Staubverteilung.
Gleichmäßige Staubverteilung.

Insgesamt gefällt mir das System und vor allem die Größe der Kassette sehr gut. Selbst bei unserem großen Hund, der reichlich Haare verliert, muss die Staubkassette nicht täglich geleert werden. Der ILIFE V80 ist tatsächlich ein Saugroboter für Tierhaare.

Wischen mit dem Saugroboter?

Prinzipiell bin ich nicht der Überzeugung, dass ein automatischer Staubsauger auch gut wischen kann. Wer manuell wischt, kann gezielt an Flecken arbeiten, bei Bedarf mit mehr Druck arbeiten, spült den Wischlappen zwischendurch aus und wechselt das Wischwasser. Ein Wisch- Saugroboter ist dazu nicht in der Lage. Daher dürfen auch keine erstklassigen Wischergebnisse erwartet werden – was ich in meinem Test auch nicht mache. Vielmehr geht es um das Handling und die Effizienz beim Wischvorgang.

Eine Pumpe sorgt für die Befeuchtung.
Eine Pumpe sorgt für die Befeuchtung.
Der Tank fasst 300 ml Wischwasser.
Der Tank fasst 300 ml Wischwasser.
Der Tank ersetzt den Staubbehälter.
Der Tank ersetzt den Staubbehälter.

Die Vorbereitungen fallen einfach aus und gehen schnell, da der vorbereitet Wischwassertank nur gegen die Staubkassette ausgetauscht werden muss. Zuvor wird das Wischtuch befestigt und der Wassertank befüllt. Dies geschieht über eine kleine Öffnung mit Gummiverschluss. Am Tank befindet sich zur korrekten Befüllung zwar eine Füllstandsanzeige, diese wird jedoch nicht wirklich benötigt, da sich der Tank nicht überfüllen lässt.

Interessant finde ich, dass sich im Tank ein kleines elektrisches Magnetventil (oder eine Pumpe) befindet, welches für eine gleichmäßige Befeuchtung sorgt. Das Wasser kann also nicht unkontrolliert entweichen und lässt sich sogar regulieren.

Die Reinigung erfolgt nach System und effektiv.
Die Reinigung erfolgt nach System aber nicht gründlich genug.

Das Wischergebnis zeigt sich – wie erwartet – mit mäßigem Erfolg und vorhandene Flecken werden nicht entfernt. Aber das habe ich auch nicht erwartet. Betrachten wir uns dagegen den Wischvorgang etwas genauer, denn der überrascht.

Wie beim automatischen Saugen, verfährt der ILIFE V80 nach System. Hierzu beginnt er am Ausgangspunkt, zieht parallel seine Bahnen und kehrt zum Ausgangspunkt zurück. Hindernisse werden dabei erkannt, umfahren und Bereiche dazwischen anschließend ausgefahren. Man kann sich also sicher sein, dass jede Stelle abgefahren wird.

Leider können sich dabei Fehler einschleichen, denn bleibt seitlich nicht viel freier Platz zum Fahren, können Hindernisse schon mal als Wand registriert werden und der Bereich dahinter wird nicht gewischt. Ebenso scheint der Wischroboter nur für nicht allzu große Räume gedacht zu sein. Bei einer Länge oder Breite von etwa 8 m ist Schluss und der V80 schließt den zu wischenden Bereich ab. Unser Wohnzimmer ist knapp 10 m lang und alles über 8 m wird nicht gewischt. Nach Rücksprache wird aber bereits an der Lösung des Problems gearbeitet.

Die Befeuchtung des Wischtuches erfolgt dank Steuerung sehr gleichmäßig, für meinen Geschmack aber zu wenig. Hinter dem Wischroboter bleiben kleine trockene Streifen. Zufällig – in der Bedienungsanleitung nicht zu finden – habe ich festgestellt, dass sich die Wassermenge mit der Turbo-Taste der Fernbedienung in drei Stufen verstellen lässt. Aber auch auf höchster Stufe konnte das Ergebnis keine Perfektion erreichen. Insgesamt kann der Wischvorgang zwar noch verbessert werden, ist aber gut durchdacht. Das Wischergebnis ist dabei einem Saugroboter entsprechend und kann nicht mit dem manuellen Wischen zu verglichen werden.

Fazit: Wisch- und Saugroboter ILIFE V80

Auch wenn der ILIFE V80 die Bezeichnung "Wisch- und Saugroboter" trägt, kann die Wischfunktion nur bedingt überzeugen. Diese wurde zwar mit einer funktionellen und systematischen Fahrfunktion ausgestattet und auch die Wasserzufuhr setzt mit einer elektronischen Regelung neue Highlights, jedoch darf von einem feuchten Lappen, der über den Boden gezogen wird, nicht zu viel erwartet werden. Angetrocknete Flecken lassen sich damit nicht entfernen – einem Saugroboter mit Wischfunktion sind hierbei einfach Grenzen gesetzt. Innerhalb dieser Grenzen, wurde die Wischfunktion jedoch sehr gut umgesetzt.

Saugroboter Test: Wisch- und Saugroboter ILIFE V80

Als Saugroboter glänzt der ILIFE V80 auf ganzer Linie. Angefangen bei einer optisch ansprechenden und vor allem praktischen Ladestation, die das Kabel verschwinden lässt und sicher an ihrem Platz stehen bleibt.

Sehr gut umgesetzt wurde die Steuerungsmöglichkeit, die eine täglich unterschiedliche Programmierung erlaubt, eine Turbo-Saugstufe besitzt und ebenso eine Rand- oder Punktreinigung gestattet. Damit der eingesaugte Schmutz verschwindet, besitzt der V80 eine sehr große Staubkassette, die selbst mit Tierhaaren nicht überfordert ist und sich dank eines Magnetverschlusses leicht leeren lässt. 

Der Feinstaubfilter besitzt eine große Oberfläche, wodurch auch bei einem vollen Staubbehälter kein Saugkraftverlusst festgestellt werden konnte. Leicht lässt er sich ausklopfen oder mit Druckluft reinigen und ist wieder einsatzbereit. Laut Angaben des Herstellers, sollte er dennoch monatlich ausgewechselt werden. Entsprechende Preise waren während des Testes noch nicht bekannt.

Unter den bisher getesteten Saugrobotern wäre der ILIFE V80 bisher mein Testsieger. Er ist zwar nicht gerade angenehm leise, jedoch steigt die Lautstärke proportional mit der Saugleistung und davon hat der V80 mehr als genug. In Kombination mit einem sehr großen Staubbehälter ist er der ideale Saugroboter für Tierhaare oder Haushalte in denen mit einem höheren Schmutzaufkommen zu rechnen ist. Wer mit dem Saugroboter auch wischen möchte, findet eine sehr gut umgesetzte Wischfunktion vor, sollte jedoch keine große Fleckenentfernung erwarten. Um regelmäßig nur mal feucht durchzuwischen, ist er jedoch ein guter und dabei auch leiser Begleiter.

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