LUPUSEC - XT2 Plus Alarmanlage und Smart Home im Praxis-Test

Lupus XT2 Plus - Alarmanlage und Smart Home Test

Alarmanlagen gibt es, wie Sand am Meer und wer nur spezielle Punkte, wie Alarmierung per Anruf, komfortable Bedienbarkeit oder kinderleichte Installation in den Vordergrund stellt, wird sicher auch bei günstigen Modellen fündig. Bewiesen werden, konnte das bereits in den letzten Tests verschiedener Anlagen.

Doch mit immer besser werdender Technik steigen auch die Ansprüche. Jetzt soll die Alarmanlage nicht nur per Anruf alarmieren (GSM Alarmanlage), sondern ebenso per App bedienbar sein, eine Videoüberwachung bieten und sogar Smart Home Aufgaben übernehmen.

Hierfür steht heute die LUPUSEC - XT2 Plus Alarmanlage im Test. Dass LUPUS Elektronisc perfekte Alarmanlagen bauen kann, haben sie bereits im letzten Test der LUPUSEC - XT1 bewiesen. Daher lasse ich heute die Alarmtechnik (fast) komplett außen vor und konzentriere mich ausschließlich auf die Möglichkeiten der Smart Home Steuerung. Ich gehe zuversichtlich davon aus, dass die Alarmfunktionen mindestens ebenso gut funktionieren, wie beim letzten Test der XT1.

Testgebiet und Projektbeschreibung

Ein Steuerelement oder einen Sensor auszupacken, anzuschließen und zu sagen "funktioniert" ist das eine. Es stellt jedoch keine besondere Herausforderung für eine Alarmanlage dar.

Ein kleines Bad mit Waschmaschine und Trockner.
Ein kleines Bad mit Waschmaschine und Trockner.
Das Hauswasserwerk und darüber der Lüfter.
Das Hauswasserwerk und darüber der Lüfter

Sicherheitssysteme und Smart Home Steuerungen müssen individuell sein und sich den Gegebenheiten anpassen lassen. Und genau hier setzen wir an. Ich habe eine Vorstellung und die LUPUSEC - XT2 Plus muss im Test beweisen, ob sie diese Vorstellung umsetzen kann. 

Da ich aktuell meine Werkstatt beziehungsweise die anliegende Küche und das kleine Bad umbaue, ergibt sich hier das ideale Testgebiet. Sämtliche Vorbauwände wurden entfernt, der Putz ausgebessert und mit Reibeputz veredelt. Hinzu kam eine neue Trennwand, die Küche und Bad teilt. Im Bad befindet sich das Hauswasserwerk für den Garten, eine Toilette und ebenso haben Waschmaschine und Trockner ihren Platz gefunden.

Das Bad ist sehr klein und besitzt leider kein Fenster. Stattdessen soll ein Lüfter in der Wand die verbrauchte Luft nach außen pusten. Läuft jedoch der Trockner, reicht der Lüfter nicht aus und es wird schnell warm im kleinen Bad. Die XT2 Plus soll hier zeigen, wie komfortabel vor zu hohen Temperaturen geschützt und gezielt für Lüftung gesorgt werden kann. Wie und in welcher Form sie das macht, wird sich sicher beim Kennenlernen der Anlage und der Möglichkeiten ergeben. Ich kann jetzt schon versprechen, dass es nicht bei Lüfter an - Lüfter aus bleiben wird.

Das Hauswasserwerk lässt sich nur per Funk bedienen.
Das Hauswasserwerk lässt sich nur per Funk bedienen.
Die neue Küche bietet einen guten Test-Arbeitsplatz.
Die neue Küche bietet einen guten Test-Arbeitsplatz.

Das Testmaterial im Alarmanlagen Test

Zur Verfügung steht mir eine gute Grundausstattung an Sensoren und Funkschaltern, die vermutlich nicht alle benötigt werden. Ob und wie sie ihren Einsatz finden, wird sich im Test ergeben. Im Vordergrund steht nicht, die Verarbeitung und das Aussehen der einzelnen Zubehörteile, sondern wie sie zusammen arbeiten und wie individuell sie sich einsetzen lassen.

Natürlich gehört zu einer modernen Alarmanlage auch eine Videoüberwachung, die für den Test zwar nicht benötigt wird, aber ebenfalls zeigen soll, was sie kann. Gerade für Technik-Fans ein "Muss-Zubehör".

Das Testmaterial im Überblick:

Das umfangreiche Testpaket
Das umfangreiche Testpaket
  • LUPUSEC - XT2 Plus Zentrale
  • LUPUSNET HD - LE200 WLAN - schwenkbare Kamera für innen
  • LUPUSNET HD - LE201 WLAN - wetterfeste Kamera für außen
  • LUPUSEC - Fenster- / Türkontakt
  • LUPUSEC - PIR Bewegungsmelder
  • LUPUSEC - Rauchmelder (bereits im letzten Test enthalten und daher nicht eingesetzt)
  • LUPUSEC - Universal IR Fernbedienung
  • LUPUSEC - 12/24V Funkrelais
  • LUPUSEC - Rollladenrelais (nicht eingesetzt)
  • LUPUSEC - Funksteckdose mit Stromzähler und ZigBee Repeater
  • LUPUSEC - Keypad V2 (bereits im letzten Test enthalten und daher nicht eingesetzt)
  • LUPUSEC - Temperatursensor

Die Installation der XT2 Plus Zentrale

Die Basiseinheit erscheint im gewohnten weißen Kleid und lässt sich stehend oder an der Wand montiert nutzen. Gut gefällt mir hierbei bereits die Befestigungsschiene. Statt, wie üblich zwei Schrauben in die Wand zu drehen und anschließend zu hoffen, dass der Abstand auch wirklich stimmt, wird eine Halterung an der Wand befestigt, in die die Zentrale eingehangen werden kann. Der Abstand der Aufhänger stimmt somit zu 100 %.

Zur Inbetriebnahme muss die Zentrale am Netzteil angeschlossen und mit dem Netzwerk verbunden werden. Zusätzlich wird hinter einer Gummiabdeckung der mögliche Akku-Betrieb aktiviert. Fertig, die LUPUSEC - XT2 Plus ist einsatzbereit und kann per IP im Browser aufgerufen werden. Um die richtige IP zu finden, kann entweder in der Auflistung des Routers nachgesehen oder die mitgelieferte Software zum Auffinden im Netzwerk vorhandener LUPUSEC-Geräte genutzt werden.

Beim Aufrufen der gefundenen IP meldet sich eine Passwortabfrage mit standardisiertem Passwort. Anschließend wird man aufgefordert, das Passwort zu ändern, was ich sehr gut finde. Nur so kann auch die nötige Sicherheit garantiert werden.

Sämtliche Anschlusskabel gehören zum Lieferumfang.
Sämtliche Anschlusskabel gehören zum Lieferumfang.
Neu: Die LUPUSEC XT2 ist GSM tauglich.
Neu: Die LUPUSEC XT2 ist GSM tauglich.

Die Oberfläche der XT2 Plus öffnet sich übersichtlich im modernen Kachel-Format. Man sollte sich jedoch nicht zu sehr an den Anblick gewöhnen, denn die Zentrale bietet einen ganz besonderen Luxus, auf den ich später noch eingehen werde. Wie sicher jeder, klicke ich mich erst mal durch die verschiedenen Menüs, finde Einstellungen zur Sprache, Uhrzeit und was man sonst so ohne Grundkenntnisse einstellen kann. Insgesamt erschlägt einen jedoch der Umfang fast und es steht fest, dass nur durch ausprobieren sicher nicht alles optimal genutzt werden kann.

Zum Glück steht eine sehr gute Bedienungsanleitung zur Verfügung, die auf sämtliche Menüpunkte eingeht. Dabei zeigt sich jedoch auch, dass die Software einer ständigen Aktualisierung unterliegt. Mitunter gibt es kleine Unterschiede zwischen der Beschreibung und den tatsächlichen Funktionen. Diese sind aber leicht zu erkennen und im Zuge von Updates verständlich.

Installation der Sensoren und Funkschalter

Da die LUPUSEC - XT2 Plus als einzelne Basiseinheit kommt, sind keine Sensoren vorinstalliert. Jedes optionale Zubehör muss separat mit der Zentrale verbunden werden. Aufgrund einer einfachen Menüführung stellt das jedoch keine große Herausforderung dar.

Die Funksteckdose ist für Feuchtraumdosen nicht geeignet.
Nicht für jede Steckdose mit Deckel geeignet.
Jeder Sensor wird mit Kurzanleitung geliefert.
Jeder Sensor wird mit Kurzanleitung geliefert.
Der Temperatursensor lies sich nicht so leicht öffnen.
Der Temperatursensor lies sich nicht so leicht öffnen.
Zu jedem Sensor gibt es ausreichend Befestigungsmaterial.
Genug Befestigungsmaterial für jeden Sensor.
Eindeutige Anschlussbelegung für das 12/14 V Funkrelais.
Eindeutige Anschlussbelegung für das 12/14 V Funkrelais.
Die Universal IR Fernbedienung gestattet 5 Geräte mit 8 Funktionen.
Die Universal IR Fernbedienung gestattet 5 Geräte mit 8 Funktionen.

Unter dem Menüpunkt "Sensoren" kann sämtliches Zubehör schnell und übersichtlich verwaltet werden. Ein Klick auf "Hinzufügen" - "Start" und schon ist die Zentrale empfangsbereit. Wie der jeweilige Sensor sein Erkennungssignal sendet, ist in der Bedienungsanleitung der XT2 ebenso zu finden, wie in der Kurzanleitung des Sensors. In den meisten Fällen muss dieser mit einer Schraube geöffnet und ein Taster für einige Sekunden gedrückt werden. Die Zentrale quittiert die Erkennung mit einem Signalton und zeigt den gefundenen Sensor an. Mit der Bestätigung kann bereits der nächste hinzugefügt werden.

Fehler sind hierbei bis auf einen Fall nicht aufgetreten. Der Temperatursensor wurde auch nach etlichen Versuchen nicht erkannt. Zeit den Kundendienst zu testen.

Die Nummer der Service-Zentrale ist schnell auf der Homepage von LUPUS Electronics zu finden und ist eine einfache Festnetznummer. Große Kosten entstehen somit nicht. Nach einer kurzen Menüführung musste ich doch eine ganze Weile warten, bis sich ein freier Mitarbeiter meldete. Durch meine kurze Schilderung des Problems hatte er nur eine Erklärung - Der Sensor passt nicht zur XT2. Ein Vergleich der Bestellnummer bestätigte das. Da ich selbst die Bestellung aufgegeben habe, lag der Fehler also bei mir. Zwei Tage später war der richtige Temperatursensor bei mir und dieser wurde auch sofort von der Zentrale erkannt.

Durchweg konnten alle Sensoren und Funkschalter durch eine hervorragende Qualität glänzen. Zu jedem Gerät gibt es ausreichend Befestigungsmaterial – teils zum Kleben, teils zum Schrauben und teilweise auch beides. Die einzigen kleinen Mankos, die mir aufgefallen sind, betreffen die Funksteckdose, bei der das Gehäuse mit dem Deckel meiner Feuchtraumdose kollidierte und das etwas problematische Öffnen des Temperatursensors. Nach dem Lockern der Schraube besitzt er zusätzlich eine kleine Klemmung, die jedoch so gut hielt, dass ich Angst hatte, etwas abzubrechen. Das Gehäuse ist aber sehr stabil und somit blieb alles heile.

Die Sensoren sind aber nicht nur sehr stabil. Jegliches Zubehör, welches dem Einbruchschutz dient, besitzt zusätzlich eine Sabotagesicherung. Ein kleiner Taster, der auslöst, sowie das Gerät von seinem Montageplatz entfernt wird. Wird dieser Schutz nicht benötigt, lässt er sich in der Zentrale deaktivieren.

Smart Home mit der LUPUSEC - XT2 Plus

Nachdem alle Sensoren und Funkschalter angemeldet wurden, kann mit der Smart Home Steuerung gespielt werden. Ja, gespielt! Wer (wie ich) Spaß an der Einrichtung und dem Ausprobieren hat, kann sich hier tagelang beschäftigen. Es gibt so viele Möglichkeiten, Sensoren untereinander oder mit Schaltern und Funktionen zu verknüpfen, dass der Spielraum kaum begrenzt wird. Zwar wird hierfür etwas Einarbeitung benötigt – ich kenne sicher noch immer nicht alle Möglichkeiten – aber mit der Zeit versteht man das If-Then-Else-Prinzip und es ergeben sich weitere Möglichkeiten, die ausprobiert werden wollen.

Ein Klick und eine neue Regel wird eröffnet.
Ein Klick und eine neue Regel wird eröffnet.
Eine "Bedingung" wird mit einer "Aktion" verknüpft.
Eine "Bedingung" wird mit einer "Aktion" verknüpft.
Die fertige Regel einem Profil zuordnen. Fertig!
Die fertige Regel einem Profil zuordnen. Fertig!

Das einstellen einer Regel ist im Grunde recht einfach:

  1. Schritt: Im Menü Smarthome/Automation wird eine neue Regel geöffnet.
  2. Schritt: Zum Ausfüllen gibt man der Regel einen Namen und trägt eine Bedingung ein. Im Beispiel ist der Auslöser der Bewegungsmelder in der Area 1, der nur ausgewertet werden soll, wenn die Alarmfunktion deaktiviert ist. Im Zeitplan lässt sich regeln, ob die Funktion immer oder zeitlich begrenzt ausgeführt werden soll. Letztendlich wird aus den reichlichen Vorgaben eine Aktion ausgewählt. Hier wurde das Funkrelais 12/24V (der Lüfter im Bad) für 5 Minuten aktiviert.
  3. Als letztes muss die erstellte Regel einem Profil zugewiesen werden. Die verschiedenen Profile ermöglichen es, die Regeln an verschiedene Situationen oder Personen anzupassen. Erstellt sich Position A beispielsweise seine Regeln für Lüftung und Raumtemperatur, kann Person B ein eigenes Profil mit anderen Temperaturen erstellen.

Am Ende habe ich etliche Regeln erstellt und kombiniert. Hier zeigt sich, welch gewaltiges Tool in der LUPUSEC - XT2 Plus steckt und, dass die Möglichkeiten schier endlos sind. Mit jeder erstellten Regel ergeben sich neue Ideen und Möglichkeiten. Wem das noch nicht reicht, der kann Regeln zu Gruppen verbinden oder verschiedene Szenarien erstellen, in denen er wiederum Aktionen kombiniert. Dabei beschränken sich die Regeln oder ausgeführten Aktionen nicht nur auf die Smart Home Technik, auch sämtliche Alarmfunktionen können integriert werden.

Ich habe mich jedoch auf die Temperatur- und Lüfter-Steuerung beschränkt und selbst hierzu bereits einen großen Satz verschiedener Regeln erstellt:

Mit wenigen Mitteln lassen sich verschiedenste Regeln erstellen.
  1. Damit der Lüfter das Bad und die Werkstatt lüftet (die Werkstatt der einzige Raum, in dem geraucht werden darf) aktiviert der Bewegungsmelder in der Werkstatt den Lüfter jeweils für 5 Minuten.
  2. Ein Türkontakt wurde an der Badtür befestigt. Nutzt jemand das WC und schließt die Tür hinter sich, wird der Lüfter für 2 Minuten aktiviert.
  3. Die Werkstatt samt Küche und Bad heizt sich im Sommer schnell auf. Daher schaltet der Temperatursensor am Tag beim Erreichen von 30° C Raumtemperatur den Lüfter permanent ein.
  4. Um an warmen Tagen die Kühle der Nacht zu nutzen, aktiviert sich nachts der Lüfter, wenn im Raum die Temperatur über 25 °C liegt.
  5. Zusätzlich soll beim Gebrauch des Trockners vor zu großer Temperatur gewarnt und geschützt werden. Erreicht die Raumtemperatur 35 °C wird zur Sicherheit die Funksteckdose und damit der Trockner ausgeschaltet.
  6. Bei Temperaturen von über 40 °C wird es gefährlich und der Feueralarm ausgelöst.
  7. Da sich das kleine Bad recht schnell beim Nutzen des Trockners erwärmt, ist es wichtig, dass die Tür offen bleibt. Daher funktioniert die Funksteckdose (Trockner) nur, wenn der Türkontakt offen meldet.
  8. Meldet der Türkontakt, dass die Badtür geschlossen ist, schaltet sich die Steckdose und damit der Trockner aus.
  9. Nun soll sich aber nicht bei jedem Toilettengang der Trockner ausschalten. Daher gibt es eine zusätzliche Regel, die Regel 8 für 30 Minuten deaktiviert und 30 Minuten gestattet, den Trockner bei geschlossener Tür zu betreiben.
  10. Die letzte Regel hat nichts mit der Badtemperatur zu tun und steuert die Universal IR Fernbedienung. Darauf werde ich noch genauer eingehen.

Nach all diesen Regeln, die lediglich die Lüftung und Temperatur im Bad steuern, zeigt sich, was bereits mit wenigen Sensoren (Temperatursensor, Bewegungsmelder und Türsensor) und nur zwei Funkschaltern möglich ist. Die Zentrale LUPUSEC - XT2 Plus ist einfach ein außerordentliches Werkzeug, das selbst unmögliches möglich macht. An eine Grenze bin ich hierbei noch lange nicht gestoßen. Ebenso habe ich noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgelotet. Selbst mir mit einer guten Auffassungsgabe für technische Geräte, gebe ich bestimmt zwei Wochen intensive Freizeitgestaltung, ehe ich wirklich alle Funktionen und Möglichkeiten kenne und beherrsche.

Funksteckdose mit Stromzähler - die Werte im Detail

Einen Verbraucher mittels Funksteckdose und App oder nach vorgegebenen Regeln zu schalten, kann schon sehr sinnvoll und praktisch sein, wie das Beispiel am Trockner zeigt. Interessant ist aber zu wissen, was so manches Gerät an Strom verschluckt. Das Ergebnis war in meinem Fall erschreckend. Etwa 2400 Watt benötigt der Trockner und kann je nach eingefüllter Menge eine Stunde laufen. Selbst das anschließende Lüften ohne Heizung verbraucht immer noch um die 200 Watt. Wenn ich die Funksteckdose vor den Fernseher klemme und die Werte auslese, bekommen die Kinder anschließend sicher ein Zeitlimit auferlegt.

Aufgezeichneter Stromverbrauch mit Funksteckdose
Aufgezeichneter Stromverbrauch mit Funksteckdose

Aber zurück zum Trockner, der laut der erstellten Regel 9 nur 30 Minuten bei geschlossener Tür laufen darf. Der aufgezeichnete Stromverbrauch lässt gut erkennen, dass diese Regelung funktioniert.

  •  15:12 Uhr wurde der Trockner bei geschlossener Tür gestartet. Die kurzen Unterbrechungen im Stromverbrauch entstehen, weil der Trockner in eine Richtung mit Heizung dreht und in geregelten Abständen rückwärts ohne Heizung, um ein Zusammenrollen der Wäsche zu verhindern.
  • 15:42 Uhr waren die erlaubten 30 Minuten um und die XT2 hat den Strom der Funksteckdose unterbrochen. Genau, wie festgelegt.
  • 15:47 Uhr habe ich den absichtlichen Fehler der geschlossenen Tür "bemerkt", diese geöffnet und den Trockner wieder gestartet.

Etwas verwundert hat mich die unterschiedliche Anzeige vor und nach der Unterbrechung. Wieso werden im zweiten Abschnitt die kurzen Unterbrechungen beim Heizen nicht angezeigt? Das könnte eine einfache Erklärung haben. Die Funksteckdose zeichnet vermutlich den Strom nicht kontinuierlich für jede Sekunde auf. Kurze Unterbrechungen dürften sich schon durch das Übertragen der Daten zur Zentrale ergeben. Zufällig sind vermutlich diese kurzen Unterbrechungen genau auf den Zeitpunkt gelandet, in dem der Trockner ohne Heizung rückwärts gedreht hat. Das wäre zumindest meine Vermutung.

Der Temperatursensor zur Kontrolle und Regulierung

Temperaturverlauf bei laufenden Kondenstrockner
Temperaturverlauf bei laufenden Kondenstrockner

Während des Testlaufs des Trockners bei geschlossener Badtür, zeichnete auch der Temperatursensor seine Werte auf. Zwar war es an diesem Tag nicht so warm, dass die Raumtemperatur einen kritischen Bereich erreicht, jedoch lässt sich anhand der aufgezeichneten Temperaturen der Testvorgang nachvollziehen.

  • 15:12 Uhr beim Start des Trockners betrug die Raumtemperatur noch konstante 20,75 °C.
  • 15:42 Uhr der Trockner läuft bei geschlossener Badtür und die Temperatur steigt auf 23,25 °C an.
  • 15:47 Uhr wird der Trockner wieder gestartet und die Badtür geöffnet. Die Raumtemperatur sinkt langsam wieder ab und pegelt sich bei 22,5 °C ein.

Der Temperatursensor misst sehr präzise und bestätigt den Ablauf des Stromzählers. Gut zu erkennen ist, dass bereits eine Laufzeit von 30 Minuten ausreicht, um das kleine Bad beim Trocknerbetrieb um 2,5 °C zu erwärmen. Was im ersten Moment nicht nach viel klingt, könnte nach einer Stunde und höheren Ausgangstemperaturen ganz andere Werte erreichen.

Interessant wird eine solche Kontrolle auch, wenn die Zeitleiste auf die Dauer einer Woche oder einem Monat eingestellt wird. So ließen sich gute Rückschlüsse ziehen, wie schnell das Bad ohne Heizung im Winter auskühlt und bei welcher Tagestemperatur in der Nacht Frostgefahr für die Leitungen besteht.

Die universal IR Fernbedienung - interessant, aber mir fehlen die Einsatzbereiche.

Die LUPUSEC universal IR Fernbedienung kann auf jede vorhandene Fernbedienung programmiert werden. Insgesamt stehen fünf Bereiche (Fernbedienungen) mit je acht Funktionen zur Verfügung. Es wäre aber ebenso möglich, alle 40 Schaltvorgänge auf beispielsweise zwei Fernbedienungen zu verteilen.

Die IR Fernbedienung schaltet die Außenkamera auf den Fernseher.
Die IR Fernbedienung schaltet die Außenkamera auf den Fernseher.

Mir persönlich fehlt dafür der besondere beziehungsweise effiziente Einsatz. Infrarotsignale können nur per "Sichtkontakt" übertragen werden. Es können demnach nur Geräte bedient werden, die sich in einem Raum befinden. Wer den Fernsehabend damit beginnt, den Fernseher, den DVD-Player und die Surround-Anlage mit separaten Fernbedienungen einzuschalten, könnte in diesem Fall alle Geräte gleichzeitig per App starten. Bei mir besteht der Bedarf nicht, da die gesamte TV-Anlage mittels Lichtschalter ein- und ausgeschaltet wird.

Mein Haushalt ist aber nur eine Beispiel und ein anderer hat eventuell andere Vorstellungen und Einsatzmöglichkeiten.

Eine interessante Möglichkeit habe ich dennoch gefunden und diese ist sogar recht spannend. Mein Fernseher in der Werkstatt verfügt über eine Bild-in-Bild Funktion und besitzt unzählige Anschlüsse (ein Monitor zur Überwachung). Einer wird vom Receiver genutzt und einer vom Laptop.

Eine einfache Regel in der Zentrale gibt an, dass beim Auslösen des Bewegungsmelders im Außenbereich ein Signal der universal IR Fernbedienung an den Monitor geschickt wird. Dieses Signal aktiviert die Bild-in-Bild Funktion und blendet das Bild der Außenkamera ein. Eine tolle Möglichkeit, um jederzeit informiert zu sein. Eine zweite Regel könnte zeitversetzt die Fernbedienung erneut bedienen und die Kameraeinblendung nach kurzer Zeit wieder deaktivieren.

Technisch gesehen gibt es an der LUPUSEC Fernbedienung nichts auszusetzen. Das Anlernen ist einfach und es stehen mehr als ausreichende Programmierplätze zur Verfügung.

Kameras für innen und außen - nicht ganz einfach

Nicht direkt zur Zentraleinheit gehörend aber gut kombinierbar, sind die HD-LE200 WLAN (schwenkbare Innenkamera) und die HD-LE201 WLAN (wetterfeste Außenkamera). Beide Kameras sind eigenständige Netzwerk-Kameras und lassen sich individuell bedienen. Diese Tatsache macht sie zwar flexibel einsetzbar, erhöht mitunter aber auch die Schwierigkeiten die Daten gesichert an den Browser zu übertragen.

Ein toller Schnappschuss mit der LUPUSEC HD - LE201 WLAN
Ein toller Schnappschuss mit der LUPUSEC HD - LE201 WLAN

Während das Bild der Innenkamera LE200 sofort in Google Chrome angezeigt wurde, benötigte die LE201 eine zusätzliche Software, zu deren Installation man automatisch aufgefordert wird. Dieses Plugin für den Chrome-Browser öffnet sich jedoch in einem extra Fenster und zeigt die Video-Übertragung nicht im Browser selbst an. Unter FireFox wird ebenfalls ein zusätzliches Plugin benötigt, jedoch ließ es sich absolut nicht dazu bewegen ein Bild zu zeigen. Immer wieder kam die Aufforderung, die benötigte Software zu installieren. Der Microsoft I-Explorer zeigt ohne ein Plugin die Videoübertragung an, integriert diese jedoch nicht in die Software der XT2 Plus. Teilweise ergaben sich auch Unterschiede zwischen verschiedenen Rechnern, obwohl alle Windows 10 und Google Chrome nutzen. Das lässt darauf schließen, dass es hier um verschiedenste Sicherheitseinstellungen und Möglichkeiten der Browser geht. Wer selbst Internetseiten programmiert (hierüber werden die Kameras aufgerufen) kennt sicher das Problem. Es ist nur sehr schwer möglich einen Internetauftritt auf verschiedensten Browsern einheitlich darzustellen. Kommen noch Animationen und verschlüsselte Datenübertragungen dazu, wird es fast unmöglich. Funktioniert es endlich, kommt sicher wieder ein Sicherheitsupdate und das Spiel beginnt von Vorne.

Eine gute Sicht bei absoluter Dunkelheit.
Eine gute Sicht bei absoluter Dunkelheit.
Gute Farbwiedergabe bei Tageslicht.
Gute Farbwiedergabe bei Tageslicht.

Aber kommen wir zur guten Seite zurück. Zur Integration der Videobilder in die Smart Home Technik der LUPUSEC - XT2 Plus, muss das Videobild nicht separat aufgerufen werden. Hierzu wird das Kamerabild per URL direkt eingebunden und in die Software der XT2 Plus übernommen. Dieses funktionierte in Chrome nach vorgegebenen URLs recht gut. Lediglich die Tatsache, dass nicht die volle Bildqualität genutzt wird, schmälert das Vergnügen etwas. Zur Überwachung ist die Übertragung jedoch immer noch absolut ausreichend. Schließlich reden wir hier von HD-Kameras, die beide bei Tag und bei Nacht erstklassige Videos liefern.

Mit der eigenen Software lässt sich die LE200 perfekt steuern.
Mit der eigenen Software lässt sich die LE200 perfekt steuern.
Eine gute Ausleuchtung bei leichten Farbabweichungen.
Eine gute Ausleuchtung bei leichten Farbabweichungen.

Insgesamt können beide Kameras mit wirklich perfekten Bildern überzeugen. Die Tatsache, dass sie verschlüsselt über den Browser aufgerufen werden, kann jedoch zu Komplikationen in unterschiedlichen Browsern bei verschiedenen Einstellungen führen. Eine App, wie sie im Tablet oder Smartphone perfekt funktioniert, könnte da sicher Abhilfe schaffen.

Grid - die LUPUSEC - XT2 Software, so gewaltig, wie die Smart Home Funktionen

In der Software der Alarmanlage alle wichtigen Daten oder die Kamera-Einbindung zu sehen ist praktisch und sinnvoll. Was aber, wenn man sich diese Anzeige selbst anpassen kann? Wenn sich alle Symbole verschieben, vergrößern, verkleiner oder farblich anpassen lassen? Wenn es sogar möglich ist, selbst zu entscheiden, welche Sensoren, Schaltkontakte und Alarmzustände man sehen möchte oder nicht. Wenn sich so fünf verschiedene Profile erstellen lassen?

Dann spreche ich von einer absolut ausgereiften Software. Es ist genial sie zu nutzen. Wie lässt sich Smart Home besser umsetzen? Wer sich sein Haus damit umfangreich ausstattet, kann in jedem Raum ein Tablet an die Wand hängen und sich darauf eine eigens für den Raum zusammengestellt Übersicht anzeigen lassen. Dann sind vom Büro aus die Kameras zu sehen, kann im Schlafzimmer das Licht gedimmt und die Alarmanlage aktiviert werden, während im Flur alle Alarmfunktionen und das Wetter angezeigt werden. Wer mag, kann auch Alexa integrieren, um Sprachbefehle zu nutzen. Wie eingangs erwähnt, es vergehen Tage, ehe alle Funktionen ausgetestet werden können.

Profil 1 gibt einen großen Überblick
Profil 1 gibt einen großen Überblick
Profil 2 zeigt nur die Kameras
Profil 2 zeigt nur die Kameras
Profil 3 listet Statusmeldungen auf
Profil 3 listet Statusmeldungen auf

Ich habe beispielhaft drei verschiedene Ansichten erstellt. Die erste zeigt einen großen Überblick, die zweite konzentriert sich auf die Kameras und in der dritten sind wichtige Statusmeldungen zu finden.

Den gesamten Umfang zu demonstrieren und hier zu erklären, würde zu lange dauern. Daher möchte ich das Video des Herstellers LUPUS Electronics einbinden. Das trifft es eigentlich gut und stellt einige Möglichkeiten vor.

Fazit: LUPUSEC - XT2 Plus Smart Home im Praxistest

Gewaltig! Das dürfte das beste Wort sein, um die Funktionen und Möglichkeiten der XT2 Plus zu beschreiben. Wer sich gerne mit Technik beschäftigt, dürfte Tage vor der Steuerung verbringen, um alle Möglichkeiten auszutesten.

Dass LUPUS Electronics eine sehr gute Alarmanlage mit perfektem Sicherheitsstandard bauen können, haben sie bereits in unserem ersten Test der XT1 bewiesen. Daher sollte die Alarmfunktion im aktuellen Test außen vor bleiben. Stattdessen haben wir uns auf die Smart Home Funktion konzentriert und versucht ein mögliches Szenario so komfortabel wie möglich einzurichten. 

Geplant war eine Temperatur- und Lüftersteuerung in einem kleinen Bad mit Wäschetrockner. Daraus geworden ist eine mehr als umfangreiche Regelung nach allen möglichen Eventualitäten, die auftreten könnten. Allein an ein paar wenigen Sensoren und Schaltkontakten bewies die LUPUSEC XT2 Plus, dass die Steuerungsmöglichkeiten unbegrenzt sind. Hat man irgendwann beschlossen, dass genug Regeln erstellt wurden und jede Situation so perfekt, wie nur möglich gestaltet wurde, beginnt das Einrichten der Bedienoberfläche, die ebenso keine Wünsche offen lässt. Jede Anzeige lässt sich individuell gestalten, verschieben, verändern, ein- oder ausblenden. Ein "geht nicht" gibt es nicht. Selbst beim Betrachten der Bilder fiel uns auf, dass wir die Integration der Fritz!Box und Anruferkennung nicht beschrieben haben. Es würde einfach den Rahmen sprengen, jede Möglichkeit hier aufzulisten.

Kleine Schwächen leistete sich lediglich die Außenkamera LUPUSNET HD - LE201 WLAN bei der Browserintegration. Das Problem ist aber vermutlich in den verschiedenen Browsern und der damit erschwerten gesicherten Verbindung zu suchen. In der Steuerung der XT2 Plus bereiteten beide Kameras keine Probleme und lieferten perfekte Bilder.

Unsere Kaufempfehlung? Auf jeden Fall. Nach mehreren getesteten Alarmanlagen (teilweise mit Hausautomation) lieferte keine eine so perfekte Software, die wirklich alle Wünsche abdeckt. Fehler sucht man in der Steuerung vergeblich.

LUPUSEC XT2 online kaufen

LUPUSEC XT2 Plus SmartHome Funk Alarmanlage mit..

LUPUSEC-XT2 ist das Smart-Home Alarmsystem von LUPUS-Electronics, eines der modernsten Funk-Systeme (keinerlei Kabelverlegung) für Gebäudesicherheit...

Preis: EUR 488,00


LUPUSEC - Fenster- / Türkontakt

Die 2 Megapixel LUPUSNET HD - LE923 Kamera wird den höchsten professionellen Anforderungen gerecht. Ihre hervorragende Ausstattung verbunden mit der...

Preis: EUR 39,94


Lupus Electronics LUPUS LUPUSEC - XT Keypad

LUPUS Electronics LUPUSEC - XT Keypad, Kompatibel mit XT1, XT2 und XT2 Plus, Das Funk-Keypad ermöglicht das Scharf- / Unscharfschalten Ihrer...

Preis: EUR 82,90


Übertrage Bewertung...

Bewertung: 4.0 von 5. 1 Bewertung(en). Zur Bewertung auf die Sterne klicken.

Kommentar hinzufügen (oder Link vorschlagen)

Haben Sie eine Anmerkung zu diesem Artikel oder möchten Sie uns eine passende Anleitung zur Verlinkung vorschlagen? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!





Sicherheitsabfrage*




* Pflichtfeld  | Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.


Bildnachweis
1. "Lupus XT2 Plus - Alarmanlage und Smart Home Test"
2. "Ein kleines Bad mit Waschmaschine und Trockner."
3. "Das Hauswasserwerk und darüber der Lüfter."
4. "Das Hauswasserwerk lässt sich nur per Funk bedienen."
5. "Die neue Küche bietet einen guten Test-Arbeitsplatz."
6. "Das umfangreiche Testpaket"
7. "Sämtliche Anschlusskabel gehören zum Lieferumfang."
8. "Neu: Die LUPUSEC XT2 ist GSM tauglich."
9. "Die Funksteckdose ist für Feuchtraumdosen nicht geeignet."
10. "Jeder Sensor wird mit Kurzanleitung geliefert."
11. "Der Temperatursensor lies sich nicht so leicht öffnen."
12. "Zu jedem Sensor gibt es ausreichend Befestigungsmaterial."
13. "Eindeutige Anschlussbelegung für das 12/14 V Funkrelais."
14. "Die Universal IR Fernbedienung gestattet 5 Geräte mit 8 Funktionen."
15. "Ein Klick und eine neue Regel wird eröffnet."
16. "Eine "Bedingung" wird mit einer "Aktion" verknüpft."
17. "Die fertige Regel einem Profil zuordnen. Fertig!"
18. "Mit wenigen Mitteln lassen sich verschiedenste Regeln erstellen."
19. "Aufgezeichneter Stromverbrauch mit Funksteckdose"
20. "Temperaturverlauf bei laufenden Kondenstrockner"
21. "Die IR Fernbedienung schaltet die Außenkamera auf den Fernseher."
22. "Ein toller Schnappschuss mit der LUPUSEC HD - LE201 WLAN"
23. "Eine gute Sicht bei absoluter Dunkelheit."
24. "Gute Farbwiedergabe bei Tageslicht."
25. "Mit der eigenen Software lässt sich die LE200 perfekt steuern."
26. "Eine gute Ausleuchtung bei leichten Farbabweichungen."
27. "Profil 1 gibt einen großen Überblick"
28. "Profil 2 zeigt nur die Kameras"
29. "Profil 3 listet Statusmeldungen auf"
30. ""

Am meisten gelesen

Ihr Werkzeug in unserem Test

Ich teste für Sie

Sie sind Werkzeughersteller und möchten Ihr Werkzeug von einem Heimwerker getestet wissen? Oder betreiben Sie einen Shop und möchten Ihren Kunden zeigen, dass Sie gute Qualität verkaufen?

Dann melden Sie sich bei mir und Sie erfahren alles Wichtige über unsere Testberichte.

Opens window for sending emailriccardo.duering@heimwerker.de