Elektrosägen & Schneider

Stichsägen-Kaufberatung: Die beste Stichsäge für Ihre Zwecke

stichsaege-funktion

Stichsägen gehören zu jeder Grundausstattung einer Werkstatt. Mit ihnen lassen sich Konturen ebenso schneiden, wir lange Geraden. Hierfür sollte jedoch auf die Qualität geachtet werden. Günstige Stichsägen neigen dazu unter Belastung zu verlaufen, sodass trotz Führung kaum gerade Schnitte möglich sind.

Der besondere Vorteil einer Stichsäge licht jedoch im einseitig gespannten Sägeblatt, mit dem sich auch Ausschnitte und vor allem exakte Ecken sägen lassen. Benötigt wird lediglich ein vorgebohrtes Loch mit der Größe des Sägeblattes.

Mit einer Stichsäge lassen sich fast alle Materialien bearbeiten und extrem lange Sägeblätter ermöglichen sogar das Kürzen von dicken Blaken oder kleinen Bäumen. Die Kraft vieler Sägen ist hierfür absolut ausreichend und die Pruduktpalette enorm groß.

Auf Heimwerker.de bieten wir Ihnen eine ausführliche Kaufberatung für die Stichsäge. Hier erfahren Sie, welche Ausstattungen unverzichtbar sind und wo die Unterschiede zwischen Bügel- und Knaufgriff liegen.

1. Interessantes zur Geschichte der Stichsäge

stichsaege-erfinder

Der Erfinder der Stichsäge wurde von den Bewegungen einer Nähmaschine inspiriert.

Werkzeuge zur Holzbearbeitung gibt es schon ziemlich lange, die Erfindung der Stichsäge benötigte jedoch ihre Zeit und ist dem Schweizer Albert Kaufmann zu verdanken. Heute gilt zumeist das Unternehmen Bosch als Erfinder und Urheber des praktischen Werkzeuges, was jedoch nur bedingt stimmt.

Albert Kaufmann war Mitarbeiter der Scintilla AG und hatte seine zündende Idee beim Betrachten der Nähmaschine seiner Frau. Ein Sägeblatt, dass sich mit einem elektrischen Antrieb auf und ab bewegt. Die Scintilla AG stellte das Patent ein und produzierte die ersten Stichsägen mit der Bezeichnungt “Lesto-Stichsäge” für den Heimwerker.

Fast zehn Jahre später wurde die Scintilla AG durch Bosch übernommen. Der echte Erfinder ist somit nicht Bosch, sondern die Scintilla AG, die inzwischen zur Robert Bosch GmbH gehört.

2. Funktionsweise der Stichsäge

stichsaege-0
Umwandlung der Drehbewegung in eine geradlinige Bewegung

Die Funktion eines Verbrennungsmotors und die Umwandlung der geradlinigen Bewegung des Kolbens in eine Drehbewegung ist fast jedem geläufig. Noch deutlicher wird die Bewegungsumwandlung jedoch bei einer Dampflok, da hier die Hubbewegung deutlich an den Rädern sichtbar ist.

Der sich geradlinig bewegende Kolben treibt eine Pleuelstange an, die beweglich mit einem Rad verbunden ist. Die Hin- und Herbewegung der Pleuelstange versetzt das Rad in eine Drehbewegung und wandelt so die Bewegungsart um. Gleiches passiert umgedreht bei einer Nähmaschine oder Stichsäge. Die Drehbewegung des Motors wird durch eine daran befestigte Pleuelstange in eine geradlinige Bewegung umgewandelt. Es entsteht die Hubbewegung der Stichsäge.

Zumindest beschreibt das die Funktion der ersten Modelle. Heute besitzen Stichsägen deutlich mehr Möglichkeiten und werden daher häufig als Pendel-Hub-Stichsäge bezeichnet. Welche Ausstattungsmerkmale eine Stichsäge besitzen kann, soll der nächste Absatz beschreiben.

3. Pendelhub und weiteres Zubehör einer Stichsäge

stichsaege-pendelhub

Bei den meisten Stichsägen lässt sich der Pendelhub verstellen.

Die anfängliche einfache Hub-Bewegung der Stichsäge beziehungsweise des Stichsägeblattes besitzt einen entscheidenden Nachteil. Ein Sägeblatt schneidet nur in eine Richtung – wird das Blatt zurückgezogen, schleift es mit dem Zahnrücken über das zu trennende Material. Was einerseits die Zähne schneller abnutzt, führt anderseits auch zu einer besonderen Wärmeentwicklung, die weder dem Sägeblatt noch dem Material zugute kommt.

Daher wurde der Stichsäge zum eigentlichen Hub eine Pendelbewegung hinzugefügt. Diese sorgt dafür, dass das Sägeblatt in Schnittrichtung gegen das Material gedrückt wird und bei der Rückwärtsbewegung von diesem abhebt. Bei gut ausgestatteten Stichsägen lässt sich die Pendelbewegung in mehreren Stufen verstellen. Ohne Pendelhub wird die Schnittfläche sehr sauber und das Sägeblatt lässt sich leicht um Konturen führen. Je größer die Pendelbewegung eingestellt wird, desto größer ist der Arbeitsfortschritt, worunter jedoch die Schnittqualität leiden kann.

Wie Bohrmaschinen und Akkuschrauber besitzen auch viele Stichsägen einen sogenannten Gasgebeschalter. Dieser ermöglicht es mit etwas Fingerspitzengefühl die Drehzahl des Motors und damit die Hubgeschwindigkeit des Sägeblattes zu verändern. Diese Möglichkeit ist besonders wichtig, wenn unterschiedliche Materialien mit der Säge gesägt werden sollen.

Mitunter ist es jedoch schwer, die exakte Geschwindigkeit beim Sägevorgang zu halten, sodass Stichsägen mit einer Drehzahlvoreinstellung bei intensiver Nutzung einen besonderen Vorteil besitzen.

Tipp: Je härter das zu schneidende Material ist, je langsamer sollte die Hubbewegung (Schnittgeschwindigkeit) sein und so geringer muss die Pendelbewegung eingestellt werden.

3.1. Werkzeugloser Sägeblattwechsel

stichsaege-saegeblatt-wechsel

Der werkzeuglose Sägeblattwechsel ist praktisch, unterstützt jedoch nicht immer jedes Sägeblatt.

Sie nennen sich SDS-Aufnahme, Schnellspannbügel oder besitzen andere herstellereigene Bezeichnungen – Gemeint ist in allen Fällen ein werkzeugloser Sägeblattwechsel, der heute schon zu einer Standardausstattung gehört. Hierbei wird das Sägeblatt durch eine Verriegelung oder einem Federmechanismus gespannt und braucht zur Werkzeugentnahme nur entsichert werden.

Der Vorteil liegt hier nicht nur in einer einfacheren Handhabung und der Zeitersparung beim Wechseln des Sägeblattes, das Sägeblatt wird ebenso passgenau und gerade gehalten, was bei älteren Spannmethoden mittels Spannschrauben kaum möglich war.

Der werkzeuglose Sägeblattwechsel setzt in vielen Fällen jedoch besondere Sägeblattaufnahmen voraus, sodass nicht immer alle Sägeblätter aller Hersteller genutzt werden können.

Hinweis: Ein weiterer Nachteil kann mitunter die Umsetzung der Schnellspannvorrichtung sein. Gerade günstige Hersteller neigen dazu diese recht einfach zu gestallten, sodass eindringender Sägestaub bald zu einer erschwerten Funktion oder gar zum Klemmen der Spannvorrichtung führt. Hier sollte man auf Erfahrungen und Testberichte setzen.

3.2. Bessere Schnittführung durch Laser

stichsaege-laser

Eine Stichsäge mit Laser (hier rot eingezeichnet), der die Schnittgenauigkeit erleichtert.

Laserpointer und andere Laser-Anzeigegeräte lassen sich mit aktueller Technik besonders klein, stromsparend und kostengünstig umsetzen. Es ist daher verständlich, dass viele Werkzeughersteller auf diese Technik setzen und ihre Werkzeuge mit einer Laser-Schnittanzeige ausstatten.

Gerade bei einer Stichsäge sollte man hier aber nicht zu viel erwarten, was nicht unbedingt an der Qualität der Laseranzeige liegt. Die Stichsäge ermöglicht es, Kurven und Rundungen zu sägen und lässt sich hierfür in sehr kleinen Radien bewegen. Ohne Anschlag oder Führungsschiene ist es daher nur sehr schwer möglich, exakt gerade Schnitte auszuführen.

Kleinste Änderungen in der Haltung beeinflussen bereits den Schnittverlauf. Eine Laser-Schnittanzeige kann diese Veränderungen kaum vorhersehen noch ausgleichen. Sie kann zwar in Kombination die Schnittrichtung vorgeben, Ungenauigkeiten lassen sich damit jedoch nicht vermeiden. Vorteilhaft ist eine Laser-Schnittanzeige jedoch beim groben Trennen großer Platten. Da die Markierung des Lasers bereits vor der Säge zu sehen ist, lässt sich recht einfach die Schnittrichtung einstellen und ein gewünschter Schnittpunkt anpeilen.

Hinweis: Neben der Laserführung gibt es auch weitere Vorrichtungen zur besseren Schnittführung, wie beispielsweise Bosch CutControl, welches mit mehreren Markierungen gleichzeitig für Gehrungsschnitte geeignet ist.

3.3. Absaug- oder Blasfunktion

Die Absaug- oder Späne-Blasfunktion ist bei einer Stichsäge besonders wichtig. Die Stichsäge dient in er vielen Fällen dem Schneiden von Konturen oder Ausschnitten. Lange gerade Schnitte werden eher selten genutzt, sodass bei der Stichsäge eine Führungsschiene oder ein Parallelanschlag selten zum Einsatz kommt.

Das Sägen nach Anriss erfordert jedoch, dass Arbeitsfläche stets frei von Spänen sein muss und so der Schnittverlauf ständig dem Anriss angepasst werden kann. Die Kombination mit einem Staubsauger ist zwar in sehr vielen Fällen sinnvoll, der zumeist sehr starre Saugschlauch erschwert jedoch die exakte Führung der Stichsäge.

Tipp: Vorteilhafter kann hier eine Blasfunktion sein, die die Späne direkt vor dem Sägeblatt von der Werkstückoberfläche und somit vom Anriss weg bläst. Bei einer umfangreichen Sägearbeit ist wenn möglich, natürlich die Absaugung vorzuziehen.

4. Stichsäge mit Bügelgriff oder Knaufgriff?

Wer hier nach einer Antwort sucht, wird endlos viele Diskussionen und Meinungen finden, die sich vermutlich nie einig werden. Beide Varianten haben bei Hand- und bei Heimwerkern ihren Platz gefunden und Vor-, sowie Nachteile. Für welche man sich entscheidet, liegt letztendlich an jedem selbst und den geplanten Einsatzzwecken. Daher werden hier beide vorgestellt:

4.1. Stichsäge mit Bügelgriff

stichsaege-buegelgriff

Bei einer Stichsäge mit Bügelgriff lässt sich die Schnittgeschwindigkeit besonders leicht einstellen.

Sie ist der Klassiker und daher eine sehr verbreitete Variante, die für viele einfach die Grundform einer Stichsäge darstellt. Daher ist sie hauptsächlich im Baumarkt und bei Heimwerkern zu finden.

Der Griff befindet sich, wie der Name sagt, als Bügel oberhalb der Säge, wodurch sie höher als eine Säge mit Knaufgriff ist. Ihr Vorteil liegt in einer bequemen Halteposition, wenn man sich deutlich höher als der Sägepunkt befindet. Beispielsweise gebeugt über den Arbeitsplatz.

Der Einschalter ist leicht zu bedienen und auch auch die Schnittgeschwindigkeit kann während des Schneidvorganges variiert werden. Die Bügelgriffsäge eignet sich daher zum “schnellen Gebrauch”, wie er beim Sägen von Leisten oder einfachen Schnittaufgaben vorkommt. Auch Metalle lassen sich aufgrund der leicht anpassbaren Schnittgeschwindigkeit gut sägen.

Die relativ hohe Bauform und vor allem die hohe Griffposition erschwert natürlich die exakte Führung. Recht leicht kann eine Bügelgriffsäge seitlich gekippt werden und es entstehen keine rechtwinkligen Schnitte. Auch das Kontursägen wird durch die große Entfernung zwischen Haltegriff und Sägeblatt etwas benachteiligt.

  • bequeme Halteposition
  • Schalter leicht zu bedienen
  • Schnittgeschwindigkeit lässt sich schnell einstellen
  • große Entfernung zwischen Sägobjekt und Griff
  • exakte Führung wird dadurch schwerer

4.2. Stichsäge mit Knaufgriff

stichsaege-knaufgriff

Eine Stichsäge mit Knaufgriff eignet sich eher für längere Sägearbeiten.

Wer häufig in Firmen unterwegs ist oder das Werkzeug von vielen Handwerkern betrachtet, wird sehr häufig Stichsägen mit einem Knaufgriff sehen. Wobei der Knauf in dem Sinne selten wirklich als Griff ausgeprägt ist. Vielmehr nimmt er die Mechanik zur Umwandlung der Drehbewegung in eine senkrechte Hubbewegung auf.

Zum Halten wird der Knaufgriff lediglich beim Sägen mit beiden Händen genutzt. Mit einer Hand wird die Säge am abgerundeten Grundkörper gehalten, wodurch sich eine sehr niedrige Halteposition zum Werkstück ergibt. Das ermöglicht ein sicheres Führen und ein Kippeln der Säge ist kaum möglicht.

Der fehlende Bügel sorgt zusätzlich für weniger Platzbedarf beim Transportieren. Die abgerundete Bauform ermöglicht es die Säge auf Kopf zu halten und unter dem Werkstück entlang zu führen. Sinnvoll ist diese Halteposition, wenn Materialien mit empfindlicher Oberfläche gesägt werden. Mit einer Bügelgriffsäge ist diese Schnittposition kaum möglich.

er Stichsäge mit Knaufgriff befindet sich der Motor. Damit dieser gut umfasst werden kann, muss das Gehäuse so klein, wie möglich gehalten werden. Aus diesem Grund und aus der nicht vorgegebenen Halteposition besitzen Stichsägen mit Knaufgriff keinen typischen Gasgebe-Schalter. Sie müssen mit einer möglichen Drehzahlvorgabe bereits vor dem Schnitt eingeschaltet werden.

Ein sofortiger Stillstand beim Loslassen der Säge ist somit ebenfalls nicht gegeben (möglich über Sicherheitsschalter). Die Stichsäge mit Knaufgriff eignet sich daher eher für längere Sägearbeiten. Häufiges Ein- und Ausschalten, wie es beim Sägen von schmalen Leisten oder kleinen Konturen nötig ist, gestaltet sich eher umständlich.

  • sichere Führung durch Nähe zum Werkstück
  • kleiner Platzbedarf
  • Säge lässt sich gut über Kopf halten
  • für längere Schnittarbeiten
  • Drehzahlvorgabe nur vor dem Schnitt möglich
  • sofortiger Stillstand nur über Sicherheitsschalter
  • für kleine Konturen eher ungeeignet

5. Das richtige Sägeblatt für einen sauberen Schnitt

stichsaege-saegeblaetter

Die Auswahl des Sägeblattes richtet sich nicht nur nach Material, sondern auch ausgeführtem Schnitt.

Ein gutes Schnittergebnis wird in erster Linie von einem guten Werkzeug bestimmt, was sich gerade bei der Stichsäge in das verwendete Modell, aber auch dem eingesetzten Sägeblatt unterteilt. Gerade bei einer Stichsäge werden Qualitätsunterschiede schnell spürbar und all zu günstige Schnäppchen entpuppen sich schnell als Fehleinkauf.

Gleiches gilt natürlich für die verwendeten Sägeblätter, wobei sich hierbei Qualitätsunterschiede eher in der Standzeit bemerkbar machen. Wer selten mal Kunststoff sägt, muss nicht zum teuersten Hersteller greifen, hier reichen durchaus günstige Sägeblätter.

Entscheidend ist dagegen die Verwendung der richtigen und dem Material angepassten Sägeblätter. Hier ist die Auswahl enorm und jeder Heimwerker sollte zumindest eine kleine Auswahl an unterschiedlichen Sägeblättern besitzen.

Einige wichtige möchten wir Ihnen hier auf Heimwerker.de vorstellen:

Sägeblatt-Typ Eigenschaften
Sägeblatt für Kurvenschnitte
  • Schnittrichtung des Blattes muss sich leicht verändern lassen
  • darf nicht zu breit sein
  • Kurvenblätter sind sehr schmal gestaltet, Zähne sind im Wechsel nach außen gebogen
  • Sägeschnitt lässt sich leicht in einem engen Radius drehen
Sägeblatt für Aluminium
  • Aluminium neigt bei mechanischer Bearbeitung zum verkleben
  • Aluminium-Sägeblatt benötigt zwischen Zähnen reichlich Platz für Sägespäne
  • auch hier Zähne abwechselnd gebogen, um noch mehr Platz zu gewährleisten
Sägeblatt für Metall
  • Metall fester und härter als andere Materialien, Stichsäge wird höher belastet
  • geringe Belastung durch besonders kleine Zähne ermöglicht
Sägeblatt für Holz
  • Holz ist hier nicht gleich Holz, unterschieden wird unter anderem zwischen Weichholz (Kiefer, Fichte, Lärche) und Hartholz (Eiche, Buche, Birke)
  • weitere Ausführungen für beschichtetes Holz, Laminat, Multiplexplatten und mehr
  • Sägeblätter für Stichsägen auf Amazon.de ansehen »

5.1. Schaftformen verschiedener Hersteller

stichsaege-saegeblaett-schaft

Die meisten Hersteller nutzen den T-Schaft – deswegen finden Sie für diesen Typen eine größere Auswahl.

Es ist im allgemeinen üblich, dass Hersteller gerne ihr eigenes Süppchen kochen, um ihre Kunden bei der Verwendung von Werkzeugen an die eigene Marke zu binden. Mitunter werden auch Werkzeuge zeitgleich an unterschiedlichen Orten entwickelt, sodass verschiedene Werkzeugaufnahmen entstehen. Ein deutliches Beispiel sind hierfür die Sägeblattschäfte, die hauptsächlich in zwei verschiedene Formen aufgeteilt werden – in T-Schaft und U-Schaft.

Inzwischen setzt die Mehrheit auf den T-Schaft beziehungsweise ermöglicht es, dass beide Schaftformen genutzt werden können. Ein gutes Beispiel, in dem Firmen nicht nur gegeneinander arbeiten.

Die Mehrheit an der T-Schaft-Variante erreicht gleichzeitig ein größeres Angebot an passenden Sägeblättern, sodass es Sinn macht, beim Kauf einer Stichsäge auf diese Variante oder die Möglichkeit beide Formen zu nutzen gesetzt werden sollte.

Schaft-Form Hersteller/Marken
U-Schaft Black+Decker, Kress, Stayer, Skil, Ryobi, Power Base
T-Schaft AEG, Atlas Copco, Bosch, Black+Decker, DeWalt, Elu, Festool, Flex, Hitachi, Kress, Mafell, Makita, Metabo, Protool,

6. Ryobi vs. Bosch Blau – welche Werkzeug-Marke ist besser für mich geeignet?

Wenn es um Stichsägen geht, ist die Vielfalt unter den Modellen riesig und oft nicht leicht zu durchschauen.

Ganz ähnlich verhält es sich auch bei den Herstellern der entsprechenden Geräte: AEG, Bosch, Black+Decker, DeWalt, Festool, Flex, Hitachi, Kress, Mafell, Makita, Metabo, Protool, Ryobi – die Auswahl unter den Elektrowerkzeug-Herstellern ist lässt keine Wünsche offen.

Manchmal bleiben jedoch viele Fragen offen: Welchen Hersteller soll ich wählen? Wo gibt es die beste Qualität, wo das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

Gerade, wenn man auf absehbare Zeit mehrere Geräte anschaffen möchte, ist es oft schlau, einem Hersteller „treu“ zu bleiben. Grund sind die meist herstellerspezifischen Akkusysteme, die untereinander nicht kompatibel sind. Heimwerker.de beleuchtet für Sie heute einmal zwei der weitverbreiteten Hersteller: Ryobi und Bosch Professional, oft auch als „Bosch Blau“ bezeichnet. Grund ist die Verwechslungsgefahr mit grünen Bosch-Geräten, die vom gleichen Hersteller produziert werden, jedoch eher auf den gelegentlichen Hobbygebrauch und eine weniger professionelle Berufsgruppe abzielen.

6.1. Welche Marke ist besser?

Beim Vergleich Ryobi vs. Bosch Professional gibt es kein Schwarz und Weiß.

Die Frage nach dem besten Hersteller lässt sich an vielen, meist sehr subjektiven Gesichtspunkten, festmachen.

Zunächst einmal ist die Frage nach dem Gerät zu klären, denn nicht alle Geräte eines Herstellers sind immer in absolut identischer Qualität verarbeitet.

Der Vergleich „Ryobi vs. Bosch Blau: Handkreissäge kann also etwa ganz anders ausfallen als der Test „Ryobi vs. Bosch Blau: Akku-Trennschleifer“. Ob Winkelschleifer oder Akku-Kreissäge: Den Vergleich sollten Sie stets mit Blick auf das konkrete Gerät machen und so auch Ihre Auswahl treffen. Sowohl Bosch Blau Akkugeräte als auch Ryobi Akkugeräte existieren in einer qualitativ durchaus nicht immer homogenen Vielzahl.

Betrachtet man jedoch den Durchschnitt aller erhältlichen Geräte, lässt sich vorsichtig ein Fazit ziehen: Generell reicht die Ryobi-Qualität in recht großen Bereichen nicht an die der blauen Konkurrenz heran. Auch diese Tatsache hat jedoch kaum Aussagegehalt darüber, welche Marke nun „besser“ ist: Für den Berufshandwerker, der jeden Tag tausende Schrauben festzieht und hunderte Bretter sägt, ist sicher ein Bosch Profi-Werkzeug Akkuschrauber oder eine Bosch Akku-Stichsäge besser geeignet. Dafür ist dann aber auch der entsprechende Preis fällig.

Ein eher laienhafter Heimwerker wird sicherlich zufriedener sein, wenn er womöglich nur die Hälfte oder zwei Drittel des Preises für etwa einen Ryobi-Akkuschrauber aufbringen muss und trotzdem ein Gerät findet, welches seinen geringeren Ansprüchen ebenso genügt.

6.2. Welches Zubehör gibt es?

Auch hier lässt sich keine klare Aussage treffen, die sich auf alle angebotenen Geräte bezieht. Bosch ist als Hersteller mit seinen Bosch Akku 18V-Systemen im Bereich der 18V-Akkus relativ weitläufig aufgestellt, doch auch von Ryobi gibt es etwa die Ryobi Akku 18V 5.0-Systeme.

Insbesondere sehr gängige Werkzeuge wie Winkelschleifer, Akkuschrauber oder Stichsägen kommen außerdem fast immer und bei allen Herstellern mit einer entsprechend großen Auswahl an Zubehör, sodass hier eigentlich nicht auf besondere markenspezifische Eigenheiten geachtet werden muss.

Lediglich bei Spezialwerkzeug könnte das Angebot an Zubehör eventuell einen größeren Faktor bei der Kaufentscheidung darstellen, doch auch hier kommt es dann eher auf das bestimmte Gerät als auf den Hersteller an sich an.

Um ein Fazit ziehen zu können (welches natürlich als sehr generell erkannt werden muss): Für Hobbyheimwerker und Gelegenheitsschrauber ist ein Blick auf das Ryobi-Produktlineup unter Umständen sinnvoll. Hier finden sich meist preisgünstigere Geräte als bei Bosch Professional, auch wenn dann bei der Qualität eventuell leichte Abstriche gemacht werden müssen.

Ein professioneller Handwerker mit den entsprechenden Ansprüchen wird jedoch kaum um einen Griff zu qualitativ hochwertigerem Werkzeug wie etwa von Bosch Blau umhinkommen. Heimwerker.de wünscht viel Spaß beim Bohren, Schrauben, Sägen und den anderen Tätigkeiten, die Sie mit Ihrem neuen Gerät bewerkstelligen können!