Zierpflanzen

Stauden richtig überwintern: 6 Tipps und Tricks

  • Winterharte Stauden zu überwintern ist relativ einfach. Einen gezielten Frostschutz benötigen Stauden erst bei Dauerfrost ohne Schneefall. Eine Decke aus Herbstlaub kann hier schon genügen, um die Stauden vor dem Austrocknen zu bewahren.
  • Die meisten Stauden sollten im Herbst nicht geschnitten werden. Das eigene Laub bietet Ihnen Schutz und Nahrung und kann auch kleinen Tieren wie Mäusen einen Unterschlupf gewähren.
  • Ziergräser gehören ebenfalls zu den Stauden und müssen demnach auch nicht geschnitten werden. Damit Regenwasser gut an den Pflanzen entlanglaufen kann, können Sie lange Halme der Pflanze zusammenbinden.

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Die meisten Stauden zählen zu den winterharten Gewächsen und überstehen unbeschadet den Frost und die Witterung bis zum Frühling. Empfindlichere Sorten sollten Gartenbesitzer jedoch im Winterquartier überwintern lassen oder sie mit einem Frostschutz abdecken, sodass die zarten Wurzeln keinen Schaden nehmen.

Besonders anfällig sind immergrüne Stauden, schützen Sie diese mit einem zusätzlichen Verdunstungsschutz in Form von Falllaub und Reisig. Zudem ist es wichtig, die Pflanzen vor dem Winter zu gießen, vermeiden Sie jedoch anhaltende Staunässe.

Lesen Sie in der folgenden Anleitung auf Heimwerker.de, wie Sie unterschiedliche Staudenarten optimal auf den Winter vorbereiten und was es dabei für Hobbygärtner zu beachten gibt.

1. Auch winterharte Stauden benötigen Frostschutz

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Die Schneeschicht auf Ihren Stauden sollte nicht entfernt werden, sie dient als Isolationsschicht.

Die meisten Staudenarten zählen zu den winterharten Gewächsen und können ohne Probleme die kalte Jahreszeit im Freien verbringen. Dennoch sind die Wurzeln der Pflanzen sehr empfindlich und sollten vor anhaltender Kälte und Eis geschützt werden, um keine Frostschäden zu erleiden.

Besonders problematisch sind lange Kälteperioden ohne Schneefall. Die Schneedecke dient als natürliche Isolationsschicht, fehlt diese, kommt es zu Kältefrösten und übermäßiger Sonneneinstrahlung, die durchaus negativ sein kann, weil der Boden noch gefroren ist.

Kleinere Pflanzen lassen sich einfach in einem Kübel umtopfen und in das geschützt Winterquartier bringen. Hier eignet sich der Keller oder die Garage besonders gut, da die klimatischen Bedingungen ideal sind.

Größere Stauden im freien Beet erfordern jedoch einen gezielten Frostschutz, wie er auch bei schweren Kübelpflanzen zum Einsatz kommt. Auch bei Jungpflanzen oder nach einer erfolgten Neupflanzung wird gezielt vor Kälte geschützt.

Hinweis: Vereinzelte Nachfröste schaden den winterfesten Gewächsen nicht, so werden Stauden erst bei Dauerfrösten ohne Schneefall winterfest gemacht, denn selbst im November können noch zweistellige Temperaturen erreicht werden, die Schutzschicht wäre hier kontraproduktiv und könnte eine Pilzinfektion oder Schädlingsbefall begünstigen.

2. Stauden im Winter zurückschneiden?

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Stauden werden vor dem Wintereinbruch nicht geschnitten.

Generell gilt: Stauden werden im Herbst nicht geschnitten. Die oberirdischen Pflanzenteile der meisten Staudenarten sterben im Winter ab, einzig die unterirdische Basis samt der Wurzeln überwintert im Boden und treibt im Frühjahr wieder aus. Daher sind Hobbygärtner daran interessiert, die Wurzeln durch den Erhalt des Herbstlaubes gezielt zu schützen.

Eine Ausnahme bilden besonders hochwachsende Stauden, die im Spätherbst in sich zusammenfallen und vor dem Winter bodennah abgeschnitten werden. Auch die Pfingstrose wird bereits nach der Herbstfärbung im Dezember in Bodennähe abgeschnitten, da Pilzerreger das Laub der Staudenart gerne zum Überwintern nutzen.

Schneiden Sie früh austreibende Staudenarten, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Einige Sorten können dann im Spätsommer ein zweites Mal blühen. So lassen sich mindestens drei Gründe nennen, warum Sie Ihre Stauden im Herbst nicht schneiden sollten:

  1. Das alte Laub dient der Pflanzenbasis und den empfindlichen Wurzeln als zusätzlicher Winterschutz.
  2. Insekten und kleinere Nützlinge finden in den Stängeln der Stauden einen Unterschlupf für den Winter.
  3. Verdorrte Samenstände werden durch ihre außergewöhnlichen Formen im winterlichen Garten zum Blickfang.

3. Stauden vor dem ersten Frost gießen

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Um Ihre Stauden winterfest zu machen, kann auch ein Garten- oder Wintervlies dienen.

Trotz der Kälte benötigen Stauden im Winter ausreichend Wasser. Zwar ist die Menge wesentlich geringer als in den wärmeren Jahrenzeiten, dennoch nehmen sie durch Wassermangel oder falsches Gießen Schaden.

Eingerollte Blätter singnalisieren den einsetzenden Wassermangel. Idealerweise gießen Gartenbesitzer die Stauden gründlich vor dem ersten Frost und schützen sie durch ein Gartenvlies vor zu viel Sonnenlicht.

Achten Sie jedoch darauf, dass es nicht zu Staunässe kommt. Besonders Stauden in Kübelhaltung leiden unter anhaltender Feuchtigkeit, das Wasserabflussloch des Topfes wird daher stets freigehalten.

Bei einer Beetpflanzung kann eine zusätzliche Drainageschicht aus Sand im Pflanzloch der Entstehung von Staunässe entgegenwirken.

Tipp: Nässeempfindliche Stauden lassen sich leicht mit einer perforierten Folie für einen regelmäßigen Luftaustausch abdecken und so vor übermäßiger Feuchtigkeit schützen.

4. Immergrüne Stauden vor dem Vertrocknen bewahren

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Herbstlaub eignet sich ideal als temperaturregulierende Schutzschicht an der Staudenbasis.

Immergrüne Stauden an Trockenmauern und in Steingärten in Südlage sind im Winter besonders gefährdet, wenn es zu langen Frostperioden ohne Schneefall, aber mit überdurchschnittlich viel Sonnenstrahlung kommt.

Durch das Sonnenlicht sind die Pflanzen ständigen Temperaturschwankungen und einer hohen UV-Belastung ausgesetzt und verfallen nicht in die gewohnte Winterstarre.

Im Vergleich zu anderen Staudenarten sterben die immergrünen Pflanzen im Winter nicht ab. Bei einer fehlenden isolierenden Schneeschicht und anhaltendem Frost werden oberirdische Pflanzenteile durch intensive Sonneneinstrahlung aufgetaut und die Verdunstung setzt ein. Da der Boden jedoch noch gefroren ist, können die Wurzeln kein Wasser aufnehmen und die Stauden vertrocknen.

Sorgen Sie daher für einen zusätzlichen Verdunstungsschutz für die Stauden bestehend aus Fichtenreisig, Stroh oder einer Laubdecke. Verteilen Sie diese temperaturregulierende Schutzschicht um die Stängelbasis, so sind die Wurzeln optimal geschützt.

Zu den immergrünen Stauden zählen beispielsweise die Christrose (Helleborus niger), das Purpurglöckchen (Heuchera), die Traubenlilie (Liriope muscari) und der wilde Feldthymian (Thymus serpyllum).

Achtung: Auch Mäuse und andere Schädlinge überwintern gerne unter der wärmenden Laubdecke und bei zu warmer Witterung droht Pilzbefall. Warten Sie daher mit dieser Schutzmaßnahme, bis es zu Dauerfrösten ohne Schneefall kommt. Jetzt ist die Gefahr einer Pilzinfektion nur noch sehr gering.

5. Stauden in Töpfen und Kübeln überwintern

Waldstauden im Winter schützen

Hier fällt die winterliche Gartenpflege entsprechend leicht aus: Lassen Sie die Blätter einfach liegen und Ihren Stauden wird es im Winter an nichts mangeln. Zudem schützt die Laubschicht die frühblühenden Jungpflanzen im Frühjahr vor nächtlichen Frösten.

Viele weniger ausladenden Staudenarten eignen sich hervorragend für eine Kübelpflanzung auf dem Balkon oder der Terrasse. Obwohl die krautigen Pflanzen besonders robust sind, benötigen sie einen gezielten Winterschutz, da die Topfpflanzen deutlich kälteren Temperaturen ausgesetzt sind als die Stauden im Beet.

Wenn möglich, überwintern Sie empfindlichere Stauden im Topf in kühlen Räumen wie dem Keller oder an der Nordseite des Hauses und bieten ihnen dann eine zusätzliche Isolationsschicht zum kalten Boden in Form von dicken Styroporplatten.

Da Kübelpflanzen auch im Winter regelmäßig bewässert werden, muss das Abflussloch jedoch stets frei bleiben, ansonsten kommt es schnell zu Staunässe und faulenden Wurzeln. Schneiden Sie daher ein kleines Loch in die Mitte des Styropors. Eine zusätzliche Luftpolsterfolie schützt zudem die empfindlichen Wurzeln.

Hinweis: Luftpolsterfolien werden immer um den Blumentopf, und nicht um die Pflanze selbst gewickelt, da diese im Winter abstirbt. Wenn sie oberirdische, immergrüne Pflanzenteile zusätzlich schützen wollen, setzen Sie auf spezielle Pflanzenvliesstoffe aus dem Fachhandel.

Alternativ können mehrere Kübelpflanzen eng zusammengestellt und die entstandenen Zwischenräume mit Reisig, Laub und Pflanzenerde aufgefüllt werden.

Widerstandsfähige Stauden lassen sich in frostfesten Blumentöpfe aber auch samt Kübel problemlos in das Blumenbeet eingraben und im Frühjahr wieder ausheben. Bedecken Sie auch bei dieser Methode die Erde wieder mit einer weiteren Schutzschicht aus Laub oder Stroh. So sind Ihre Stauden auch im Kübel über den Winter ideal geschützt.

6. Ziergräser winterfest machen

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Ziergräser bieten kleinen Tieren im Winter Schutz vor Fressfeinden und der Kälte.

Auch Ziergräser zählen zu den Stauden. Wenn die Hauptblütezeit der Gräser im Winter allmählich vorbei ist, neigen viele Hobbygärtner dazu, die Ziergräser bereits im November oder Dezember bodennah abzuschneiden.

Generell gilt bei Ziergräsern jedoch der Grundsatz, dass sie erst im folgenden Frühjahr, idealerweise im April geschnitten werden, da die Blätter und Blütenstände die Pflanze zusätzlich vor Frost schützen.

Binden Sie lange Halme, wie etwa beim Pampasgras, oder ausladende Pflanzenteile mit breiten Bändern zusammen. So kann das Regenwasser außen an der Pflanze entlanglaufen und im Boden versickern.

Zudem werden Gräser im Winter nicht geschnitten, weil sie eine Nahrungsquelle für kleine Nagetiere darstellen und einen Schutzraum für Vögel und kleine Nutztiere bilden, die auf der Suche nach Futter und Wärme den winterlichen Garten besuchen kommen.