Haustür

Haustüren und Außentüren – Klöntür aus Holz

haustuer-introDer Kauf einer Haustür verlangt viel Vorbereitung, lassen Sie sich deshalb gut bei den Werkstoffen und dem Zubehör beraten.

Haus- und Mehrzwecktüren werden in unterschiedlichen Werkstoffen angeboten. Das Aussehen und die Optik ist ebenfalls ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung. Ebenfalls sind Sonderanfertigungen möglich.

Über alle diese Aspekte sollten Sie sich von einem Fachverkäufer beraten lassen. Im Folgenden erfahren Sie wissenswertes Informationen, die Sie voraba bedenken sollten.

1. Haustüren – woaruf Sie achten sollten

Die Haustür bildet eine Trennungslinie zwischen der Außenwelt und unserem Privatleben, sprich wo wir wohnen und unser Leben gestalten. Wir achten darauf und treffen Vorsorge, dass Fremde und Unbefugte die Grenzen nicht verletzen oder überschreiten.

Die Haustür steht dabei immer im Vordergrund. Sie ist das am stärksten frequentierte Element eines Hauses und muss den Ansprüchen entsprechend konstruiert werden, besonders dann, wenn die Türen mit Oberlicht, Seitenteilen oder auf Sondermaß produziert werden.

Heutzutage werden immer mehr Mehrzweck-Haustüren, die einen einfacheren Türenaufbau haben, angeboten und verkauft.

Hier sollte aber auch besonders auf die Serienausstattung wie 5-fach-Verriegelung, verstellbare Türbänder sowie auf die Verarbeitung geachtet werden.

2. Türwerkstoffe und Türgestaltung

copy-of-tueren2.1. Werkstoffe

Haus- und Mehrzwecktüren werden in unterschiedlichen Werkstoffen angeboten. Die Werkstoffe sind bei diesen Produkten Holz, Kunststoff oder Aluminium. In den letzten Jahren entwickelte sich eindeutig ein Trend zu den Kunststofftüren.

Wichtig ist bei Kunststofftüren, dass die angebotene Tür einem umlaufenden Stahlkern besitzt, da Kunststoff ein dehnbares Material ist, das Kälte- und Wärmeauswirkungen unterliegt. Wichtige Serienausstattungen bezüglich der Stabilität sind, neben dem Stahlkern, verstellbare 3-D-Bänder sowie Versteifungswinkel an den Türflügel-Ecken.

Holztüren werden auch in unterschiedlichen Endbehandlungen (Farben) angeboten. Wichtig ist hier, dass die Türen grundiert und nicht roh geliefert werden. Aluminiumtüren sollten thermisch-getrennte Profile aufweisen, damit ausgestattet bei wechselnden Temperaturen (im Winter) kein Schwitzwasser im Innenraum zu beklagen ist.

2.2. Gestaltung

Die Gestaltung einer Haustür, das Aussehen und die Optik, ist ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung des Heimwerkers. In vielen Fällen ist es eine gemeinsame Entscheidung der Familie.

In den letzten Jahren entwickelten die Hersteller eine ganze Menge an Zubehörteilen, die auch bei der Gestaltung der Tür eine große Rolle spielen, um den verschiedensten Geschmacksrichtungen der Käufer gerecht zu werden.

Mit dem Erwerb einer Tür inklusive Zarge ist nur eine von mehreren Kaufentscheidungen getroffen. In der Regel werden noch Produkte aus der Eisenwarenabteilung wie Beschläge, Schlösser und diverse Sicherheitseinrichtungen benötigt.

3. Türaufbau

Wir unterscheiden bei der Haustür, wie auch beim Fenster, Blend- und Flügelrahmen, die ebenfalls ähnliche Funktionen übernehmen. Bei größeren Öffnungen können Haustüren mit ein oder zwei Seitenteilen und Oberlicht versehen werden. Seitenteile werden in verschiedenen Varianten produziert.

Auch sind Sonderanfertigungen bei kleineren Maßen möglich sowie die Verriegelungsart, wie 5-fach- oder 3-fach-Schlösser, was einen wichtigen Sicherheitsaspekt bei Haustüren darstellt.

4. Klöntür: zweiteilige Haustür

fachwerkhaus-kloentuer-2Dänische Klöntüren haben eine lange Tradition und waren schon immer Ausdruck von Gemütlichkeit und Offenheit. Sie sind zweigeteilt, d.h. die obere und untere Hälfte kann unabhängig voneinander geöffnet und geschlossen werden.

So konnte schon der mittelalterliche Stadtbewohner in Deutschland die oberste Türhälfte aufklappen, sich hinauslehnen und mit den Nachbarn bzw den Vorbeigehenden sich bequem unterhalten (klönen). Kinder und Haustiere konnten obendrein so nicht entwischen…

Diese traditionelle Türform passt aber auch zur modernen Lebensweise unserer Zeit besonders gut. Durch Ihre kombinierte Funktion macht die Klöntüre eine effektive Belüftung möglich, ohne dass die Tür komplett geöffnet werden muss. Kleinkinder können krabbeln und der Hund bleibt draußen. Und fest steht auch – heutzutage wird viel zu wenig gut-nachbarschaftlich geklönt.

palmen-kloentuer-1Die legendären Klöntüren könnten sogar ein wenig zur Verbesserung der Gesprächskultur beitragen… Gefertigt nach alter Handwerkstradition entsprechen die dänischen Klöntüren von Frovin selbstverständlich auch allen Anforderungen moderner Bautechnik und Wärmedämmung.

Sie sind deshalb sowohl für Renovierung als auch Neubau als Eingangstüren, Nebeneingangstüren und Terrassentüren – ja sogar als Innenraumtüren hervorragend geeignet.

Diese Türen werden ausschließlich aus feinjährigem skandinavischem Kiefernholz gefertigt. Feinjährige Kiefer ist härter als die mitteleuropäische Variante. Sie besitzt einen hohen Anteil an Inhaltsstoffen, wie z.B. an Harzen und Fetten, die dem Holz eine hohe Widerstandsfähigkeit verleihen.

Und dass Klöntüren 100 Jahre und länger halten, kann man an vielen alten Fachwerkhäusern sehen.

Praktisch und schön: Dänische Klöntüren genießen zu Recht einen legendären Ruf. Mit viel Liebe fürs Detail in verschiedenen pfiffigen Varianten gefertigt, sind Sie als Eingangs- oder Terrassentür eine Bereicherung für jedes Haus. Die klassische Bauweise garantiert Sicherheit und Wertbeständigkeit.

5. Neue Haustür einbauen: Tipps und Tricks für ein schönes Ergebnis

Wie Sie sehen, ist die Wahl einer neuen Haustür nicht immer ganz einfach und mit einigen Fragen verbunden, die Sie sich beantworten sollten, bevor die Wahl auf eine bestimmte neue Haustür fällt.

Doch irgendwann sind alle Wünsche und Fragen beantwortet und Sie haben die perfekte Haustür gefunden. Doch was dann? Wie wird eine Haustür überhaupt eingebaut? Und mit welchen Mitteln kann man die Laibung einer Haustür verkleiden, wenn diese nicht zu 100 % in den Türausschnitt passt?

Diese und weitere Fragen beantwortet Ihnen Heimwerker.de im Folgenden, sodass ihrer neuen Haustür nichts mehr im Wege steht.

5.1. Ich habe eine neue Haustür, kann ich diese auch selbst einbauen?

Diese Frage sollten Sie sich am besten direkt während der Auswahl Ihrer zukünftigen Haustür stellen. Denn viele Fachmärkte und auch Onlinehändler verkaufen Ihnen nicht nur die Tür, sondern bieten im gleichen Zug direkt einen Montage-Service an, der dazu bestellt werden kann und Ihnen eine funktionstüchtige neue Tür ermöglicht, ohne viel dafür tun zu müssen. Andere Händler vermitteln auch an Handwerker weiter, sodass die Suche nach einem Handwerksbetrieb für den Einbau der Tür meist nicht schwer ist.

Natürlich sind mit dem Einbauen lassen der Haustür Kosten verbunden. Wie hoch diese sind, hängt stets vom individuellen Betrieb ab. In Summe kommt aber für das Einbauen von Zargen, Schließeinrichtungen und die Justierung der Tür schnell einmal ein mittlerer dreistelliger Betrag zusammen. Diesen Preis will sich nicht jeder Wohnungs- oder Hauseigentümer leisten.

Tipp: Wenn es um mehrere Türen geht, kann es sich hin und wieder lohnen, einen im Schnitt günstigeren Gesamtpreis zu verhandeln. Bei einer einzelnen Tür müssen Sie jedoch selbst entscheiden, ob Ihnen der Einbau der Haustür den Preis wert ist.

5.2. Neue Haustür selbst einbauen – wie gehe ich am besten vor?

Einbau einer neuen Haustür

Bedenken Sie im Vorfeld, dass der Einbau einer neuen Tür zeitaufwendig ist und viele Arbeitsschritte erfordert.

Sie haben sich dazu entschlossen, den Einbau der neuen Haustür selbst vorzunehmen – doch wo fängt man überhaupt an? Die Montage einer Tür, besonders einer Eingangstür, ist nicht immer ganz einfach. Doch mit den folgenden Schritten sind Sie auf jeden Fall gut beraten, falls Sie den Einbau selbst vornehmen möchten.

Vor dem Einbau der neuen Tür sollten Sie zunächst einmal nichts überstürzen und in Ruhe alle nötigen Vorbereitungen treffen. Legen Sie sich das benötigte Werkzeug bereit und reinigen Sie möglichst gründlich die Umgebung, besonders die Laibungsöffnung der Tür, damit die Dichtungsbänder später möglichst guten Halt finden.

Was das Werkzeug betrifft, benötigen Sie eine (Schlag-)Bohrmaschine bzw. einen Schlagschrauber mit Stein- oder Holzbohrer in Größe 6, einen Zollstock, eine Bauschaumpistole und eine Wasserwaage zum Einbauen der neuen Haustür.

Um die neue Haustür einzubauen, sollten Sie mit einer Dauer von ca. drei Stunden rechnen. Wir empfehlen, den Einbau zu zweit vorzunehmen, da dies viele Arbeitsschritte deutlich erleichtert.

Auch die Haustür sollte anschließend für den Einbau vorbereitet werden, bevor es an die handwerklichen Tätigkeiten geht. Die meisten Haustüren werden vor dem Versand mit Schutzfolien versehen, damit während der Lieferung keine unschönen Kratzer entstehen. Diese Schutzfolien sollten Sie nun entfernen. Viele Heimwerker führen diesen Schritt aus Sorge vor Beschädigungen während der Montage erst zum Schluss aus, dann lassen die Schutzfolien sich jedoch nur schlecht und oft unvollständig entfernen. Führen Sie diesen Schritt daher zu Beginn aus und lassen Sie während dem Einbau Vorsicht walten. Dann müssen Sie auch keine Schäden an der Tür befürchten.

Tipp: Achten Sie außerdem darauf, dass die neue Tür nicht zu lange herumsteht, bevor die Schutzfolien abgezogen werden. Denn nach einigen Monaten trocknet der Kleber der Schutzfolien aus und lässt sich gegebenenfalls nicht mehr ohne Mühe rückstandslos entfernen.

Im nächsten Schritt muss der Türflügel aus dem Türrahmen ausgehängt werden. Manchmal ist die Tür während dem Versand mit Sicherungsstiften im Rahmen befestigt. Diese können mit einem Schraubendreher entfernt werden. Entfernen Sie nun auch die Stifte in den Türbändern, sodass die Tür ausgehängt werden kann.

Wenn Umgebung und Tür vorbereitet sind, kommt eine weitere zu treffende Entscheidung auf Sie zu: Die Art der Abdichtung für Ihre neue Haustür. Hier unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Abdichtungsarten:

  1. Die innere Abdichtung der Türen trennt das Außen- vom Raumklima. Sie muss daher dampf- und diffusionsdicht angelegt werden. Zu diesem Zweck können Sie Acrylverfugung oder eine dampfdichte Folie verwenden.
  2. Die mittlere Abdichtung der Haustüren erfolgt zwischen Wand und Türrahmen. Um Wärmebrücken zu verhindern, sollte der Zwischenraum vollständig mit einem wärmedämmenden Material ausgefüllt werden. Das kann mittels PU-Schaum oder anderen Isolationsmaterialien wie Mineralfaserbaustoffen, Baumwollzöpfen oder Rundschnüren erfolgen.
  3. Die äußere Abdichtung der Haustüren stellt eine Wetterschutzebene dar. Sie muss deswegen wasser- und regendicht, allerdings auch dampfdiffusionsoffen sein. Die Abdichtung erfolgt am besten mit einem vorkomprimierten Dichtungsband oder mit dampfdiffusionsoffener Folie. Alternativ können Sie die Fugen nach dem Einbau der Tür aber auch von außen mit Silikon verschließen.

Nun beginnt die eigentliche Montage der Tür. Mit diesem vierten Schritt wird der Türrahmen in die Laibungsöffnung der Hauswand eingesetzt. Dazu benötigen Sie eine Wasserwaage sowie Dichtungsband bzw. -folie. Zunächst wird innen und außen am Türrahmen die gewählte Dichtungsart angebracht. Wir erinnern uns: Innen die diffusionsdichte Folie, außen eine diffusionsoffene Folie oder ein Dichtungsband.

mann kontrolliert mit wasserwaage

Um den Türrahmen gerade einzusetzen, ist die Nutzung einer Wasserwaage unerlässlich.

Nun kann der Türrahmen eingesetzt werden. Hierbei sind Präzision und Geduld gefragt. Nutzen Sie die Wasserwaage und Unterlegscheiben, um den Türrahmen gerade einzusetzen. Selbst kleinste Neigungen führen später dazu, dass der Türflügel von alleine auf- oder zugeht oder die Tür sich nur schwer öffnen oder schließen lässt, weil sie etwa auf dem Boden aufkommt. Lassen Sie dem Türflügel daher ausreichend Luft und prüfen Sie den Spielraum, um eine einwandfreie Benutzung sicherzustellen.

Nachdem der Türrahmen eingesetzt und ausgerichtet ist, kann er in dieser Position verschraubt werden. Bohren Sie dazu mit einer Schlagbohrmaschine die Befestigungslöcher vor; je nach Material mit einem Holz- oder Steinbohrer mit sechs Millimetern Durchmesser. Dann können die Schrauben eingesetzt und festgeschraubt werden, bis sie bündig mit dem Türrahmen abschließen.

Im nächsten Schritt werden die Zwischenräume zwischen Türrahmen und Mauerwerk ausgeschäumt bzw. abgedichtet. Falls Sie sich für das Einbauen von Dichtband als äußere Abdichtung der Tür entschieden haben, sollten Sie mit diesem Schritt allerdings warten, bis das Dichtband sich vollständig mit dem Mauerwerk verbunden hat. Im Anschluss oder ansonsten kann der Hohlraum zwischen Laibung und Rahmen nun ausgeschäumt werden.

Hinweis: Falls Sie PU-Schaum verwenden, achten Sie auf eine vorsichtige Dosierung, da der Schaum stark aufquillt. Hier gilt die Devise: Lieber nacharbeiten als zu viel des Guten. Falls andere Abdichtungsmittel verwendet werden sollen, können diese entsprechend in den Hohlraum eingebracht werden.

Anschließend erfolgt die innere Abdichtung der Haustür. Dazu kann die innere Folie an das Mauerwerk geklebt bzw. entsprechend verfugt werden.

Nun haben Sie es fast geschafft, die Montage der Haustür ist beinahe abgeschlossen. Im letzten Schritt des Einbaus wird der Türflügel eingesetzt und justiert. Dazu werden die Bänder des Flügels mittig in die des Rahmens geschoben. Anschließend setzen Sie die Stifte, die im zweiten Schritt entfernt wurden, wieder vollständig ein, sodass die Tür sicher in ihren Scharnieren hält. Zum Schluss sollten Sie sorgfältig begutachten, ob die Tür sich einwandfrei öffnen und schließen lässt und ob die Dichtigkeit überall gewährleistet ist. Sollte das irgendwo nicht der Fall sein, muss gegebenenfalls nachjustiert werden.

5.3. Neue Haustür – Laibung verkleiden, wie geht das am besten?

Und nun? Die neue Haustür ist fertig eingebaut und justiert, doch zwischen Laibung und Türrahmen verbleibt noch immer der mit PU-Schaum oder anderen Dichtungsmitteln ausgefüllte, aber unschöne Hohlraum. Wie kaschiert man diesen am besten?

Hier bieten sich verschiedene Methoden an: Heimwerker berichten beispielsweise, den Zwischenraum erfolgreich und ansehnlich mit Schrankrückwänden aus dünnem Pressholz verkleidet zu haben. Auch OSB-Platten, auch bekannt als Grobspanplatten, lassen sich verwenden.

Für ein möglichst sauberes und gründliches Ergebnis sowie für einen sicheren Halt empfehlen wir jedoch das klassische Verputzen. Um zu verhindern, dass dabei die Tür in Mitleidenschaft gezogen wird, kann der Rahmen abgeklebt oder das Türblatt auch ausgehängt werden. Anschließend können Sie mit normalem Zementputz den Zwischenraum überdecken. Wenn Sie mögen, kann als letzte Schicht auch eine dünne Schicht Streichputz bis zum Türrahmen aufgetragen werden, besonders, falls die anliegende Wand ebenfalls eine solche Oberfläche trägt. So stellen Sie ein gleichmäßiges und ordentliches Ergebnis sicher.

Heimwerker.de wünscht viel Erfolg beim Montieren und viel Spaß mit der neuen Haustür!

Bildnachweise: 'Haustüre': (Originalbild), Adobe Stock/U. J. Alexander, Adobe Stock/jeremias münch (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)