Gartenmöbel

Holzmöbel pflegen: Tipps für die Pflege von Gartenmöbeln

  • Zur Pflege von Gartenmöbeln aus Holz stehen Ihnen Lasuren, Öle und Schutzfarben zur Verfügung. Wichtig ist hierbei, dass diese Feuchtigkeit abweisen und vor UV-Licht schützen.
  • Bereits behandelte Holzmöbel sollten Sie vor dem Auftragen einer Grundierung mit Schleifpapier anschleifen. So kann das Holzschutzmittel besser aus der Oberfläche haften.
  • Achten Sie auch auf Ihre Umwelt und verwenden Sie keine Pflege, die Lösungsmittel enthält. Diese können in das Grundwasser gelangen und so der Umwelt erheblich schaden.

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Ihre Holzelemente im Garten haben nach dem langen und frostigen Winter einen witterungsbedingten Angriff überstanden. Vor allem die Feuchtigkeit und anhaltende Kälte schaden Ihrem Holz und lassen es alt und ungepflegt aussehen.

Um nun beispielsweise Ihr Gartenholzhaus oder Ihre Gartenholzbank sinnvoll auf die Hitze des Sommers und Kälte des Winters vorzubereiten, bietet sich das Frühjahr an, denn diese Jahreszeit mit ihren milden Temperaturen stellt die richtige Voraussetzung für eine Auffrischung Ihres Holzes dar.

Die Natur atmet auf und verwandelt sich langsam von kargen Brauntönen in frische Grüntöne. Die Natur braucht hierbei kaum Hilfe – aber Ihr Holz schon.

Wir verraten Ihnen auf Heimwerker.de, wobei es bei einer Holzoberflächenbehandlung im Außenbereich nach einem langen Winter ankommt und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

1. Gartenmöbel regelmäßig pflegen – was ist zu tun?

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Bereits behandeltes Holzmöbel im Garten sollten Sie vor der Pflege anschleifen.

Bei bereits behandelten Holzoberflächen ist eine regelmäßige Renovierung wichtig für ein frisches, gesundes Aussehen Ihres Holzes.

Nachdem Sie Ihr Holz inspiziert haben – vor allem an Stellen, die besonders stark der Witterung ausgesetzt sind –, können nun die entdeckten Schäden (z. B. Vergrauungen) rechtzeitig ausgebessert werden.

Die Oberfläche muss gereinigt und leicht angeschliffen werden. Bei stark abgewitterten Hölzern sollten Sie alles bis zum gesunde Holz entfernen. So können auch Kratzer und Flecken entfernt werden.

Im Anschluss eine Holzschutz-Grundierung auftragen, besonders bei bläuegefährdeten Hölzern. Anschließend die entsprechende Endbeschichtung je nach Farbton und Wetterseite 2-3x streichen.

2. Warum muss eine rohe oder vergraute Oberfläche angeschliffen werden?

Achten Sie auf die Umwelt

Achten Sie darauf, dass Ihre Pflegeschutzmittel für Holzmittel frei von Lösungsmitteln und giftigen Dämpfen sind. Hierüber gibt Ihnen die Norm DIN EN 71-3 Aufklärung. Sie gibt an, wenn alle verwendeten Inhaltsstoffe unbedenklich sind.

Bei der Pflege von alten Holzmöbeln sind Schleifvorgänge notwendig, um das behandelte Holz auf neue Oberflächenbehandlungen vorzubereiten. Relevant ist beispielsweise das Abschleifen oder das Glätten der Oberfläche von grob verarbeitetem Holz.

Für ein gutes Anstrichergebnis ist auch ein Zwischenschliff zwischen dem ersten, zweiten und evtl. dritten Anstrich durchzuführen, denn durch den nassen Anstrichfilm richten sich einzelne Holzfasern auf. Dies ist vor allem bei wasserbasierten Anstrichmitteln der Fall.

Diese Fasern werden durch ein erneutes Schleifen gekappt. Zudem verbessert ein Zwischenschliff die Haftung des neuen Anstrichfilms am bereits getrockneten Film.

3. Die meist verwendeten Holzpflegeprodukte in der Übersicht

Auf Heimwerker.de möchten wir Ihnen noch einmal die drei Überkategorien der Holzschutzmittel näher vorstellen:

Holzpflege-Produkt Eigenschaften
Holzöl

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  • schützt vor UV-Licht und weiteren Witterungseinflüssen
  • Öl dringt tief in die Holzstruktur ein und wirkt so wasser- und schmutzabweisend
  • Holzmöbel mit Öl pflegen benötigt längere Zeit zum Trocknen
  • kann einfach mit einem Tuch aufgetragen werden
  • schützt nicht langfristig
Holzlasur

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  • lässt Holzmaserung durchscheinen
  • dünnschichtige Lasuren sind besonders ergiebig, dickschichte Lasuren sinnvoll, wenn Sie nicht tropfen dürfen
  • die meisten Holzlasuren sind ökologisch abbaubar
  • muss jährlich aufgetragen werden, es sei denn, Sie greifen zu einer Dauerschutz-Lasur
  • schützt vor UV-Licht und Witterungsbedingungen
Holzschutzfarbe

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  • bietet eine große Palette an Farbtönen für individuelle Gestaltung
  • Holzmaserung wird verdeckt, ist aber noch fühlbar
  • hält bis zu 7 Jahre
  • schützt vor UV-Licht und Feuchtigkeit

4. Wann ist der Schutz gegen Bläuebefall erforderlich?

Nur bei Nadelhölzern oder bestimmten Edelhölzern, wie z. B. Fichte, Tanne, Lärche, Light Red Meranti etc. ist dieser Schutz wirklich notwendig.

Die Grundierung ist bedingt durch die fehlenden Pigmente farblos und dringt besonders tief und somit pflegend in das Holz ein. Dies schont zudem die Umwelt, da durch dieses Eindringen der Substanzen weniger Wirkstoffe in Boden, Wasser oder Luft gelangen.

So wird’s gemacht: Rohe Nadelhölzer von außen 1x allseitig grundieren. Die Endbeschichtung, also die gewählte Holzlasur oder Holzfarbe, wird je nach Bewitterung 2-3x aufgetragen. Zwischen jeder Farb- bzw. Lasurschicht die Oberfläche wieder mit feinem Schleifpapier abschmirgeln.

5. Lösungen für die 3 häufigsten Holzschäden

1. Problem: Holzschäden am Möbelstück durch Feuchtigkeit

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Eine Holzlasur schützt Ihre Holzmöbel gegen Feuchtigkeit und UV-Licht.

Lösung: Wasserabweisende Lasuren oder Holzfarben. Diese bilden einen festen Film auf dem Holz, durch das Wasser nicht eindringen kann. Im Winter sollten Sie Möbel zusätzlich vor Schnee schützen.

2. Problem: Holzrisse durch starke Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung

Lösung: Die Endbeschichtungen wirken feuchtigkeitsregulierend und verhindern hierdurch die Bewegungen im Holz.

Wenn Sie sich jetzt um Ihr Holz kümmern, ist ihr Holz für eine optimale Beschichtung noch trocken genug. Im Spätherbst ist die Luftfeuchtigkeit schon wesentlich höher. Die jetzige Vorsorge bietet weitere Nutzen.

3. Problem: Verblasstes und vergrautes Holz bedingt durch UV-Strahlen

Lösung: Die Pigmentierung der Endbeschichtungen und die Kombination mit UV-Blockern bei den Lasuren beugen einem Vergrauen vor.

Hinweis: Die Farbtonpalette reicht von klassischen Holztönen bis hin zu individuellen Farbtönen für eine dekorative Gestaltung Ihrer Hölzer im Außenbereich.