Karneval- & Halloween-Deko

Kaneval - Geschichte und Ursprung

Der Karneval im Wandel der Jahrhunderte

Das Karnevals- und Faschingsfest blickt auf eine lange Tradition zurück. Es reicht vom antiken Rom bis nach Mesopotamien und findet seine Anfänge 5.000 Jahre vor Christi Geburt.

Natürlich haben sich viele Dinge geändert, aber der Grundgedanke war damals wie heute der selbe: Jeder konnte mitfeiern – egal, ob arm oder reich – und alle durften sich zu Wort melden, ohne eine Bestrafung zu fürchten – denn die gesellschaftliche Ordnung wurde für die Dauer der Festivitäten außer Kraft gesetzt.

Oft wurden sogar die Rollen innerhalb der Stände getauscht: Der Sklave verkleidete sich als Herr und ein Lord als Leibeigener.

Ebenso wollen heutzutage die Jecken mithilfe von Kostümen, Perücken und Schminke in die Haut einer anderen Person schlüpfen.

Über den genauen Ursprung und die Geschichte des Karnevals gibt es verschiedene Theorien. Eine lautet, dass der Kern in den heidnischen Bräuchen der Kelten, Römer und Griechen zu finden sei. Andere Überlieferungen zeigen den Ursprung in der christlichen Feier der Fastnacht – also in der Nacht vor dem Fastenbeginn.

Vermutlich wurden die heidnischen Bräuche und Sitten in die christlichen Feiern übernommen und bildeten so den Karneval, wie wir ihn heute kennen.

Die typischen Kostüme und Masken wären eine Erklärung dafür, denn im Frühjahr verkleideten sich die Kelten mit Masken der Fruchtbarkeitsgottheiten, um so den bösen Winterdämon zu vertreiben.

Weshalb die Fastnacht? – Eine kleine Geschichte des Karnevals

Aufwendige Masken sind schon viele Jahrhunderte Teil der traditionellen Karnevalsverkleidung.

Warum wird Karneval gefeiert und wie ist dieser Brauch entstanden? Wie lautet die Geschichte hinter dem Karneval? Was bedeuten Alaaf und Helau? Egal, ob Karneval, Fastnacht, Fasching oder Fastelovend – sieben Wochen vor Beginn der sechswöchigen Fastenzeit feiern Narren und Jecken noch einmal ausgiebig. Doch genau 46 Tage vor Ostern ist der Spuk wieder vorbei.

Aber wie ist der Karneval eigentlich entstanden? Wie sind die typischen Ausdrücke der Karnevalszeit entstanden und warum tragen wir bunte Kostüme?

Fragen wie diese beantwortet unsere kurze Geschichte des Karnevals und geht auch darauf ein, wie die katholische Kirche ihren Einfluss auf den Karneval ausübte.

Im Christentum begannen die ersten "Narrenfeste" im mittelalterlichen Europa des 12. bis 16. Jahrhunderts.

In Kirchen und Klöstern wurden Anfang Januar, am Epiphanias-Tag, Feste gefeiert – später verschob sich dies in die Fastnacht. Im Zeitraum der Feier wurden die strengen klösterlichen und kirchlichen Regeln ungestraft gebrochen und teilweise sogar verhöhnt.

Die Eselsmesse war ein fester Bestandteil: Tierkostüme wurden getragen, ein "Narrenbischof" hielt die Messe, Tierlaute und zweideutige Lieder ersetzten den Messgesang. Des Weiteren tauschten Kleriker ihren Rang mit denen von höheren Geistlichen und wählten ihren "Narrenpapst".

Doch wieso erlaubte die katholische Kirche ein solches Treiben?

Der Karneval in Venedig ist weltberühmt.

Es diente als mahnendes Negativbeispiel. Im deutschsprachigen Raum begann das Treiben der Fastnacht im 14. und 15. Jahrhundert.

Gotteslästernde Ausschweifungen zeigten eine nicht wünschenswerte Herrschaft des Teufels, die jedoch nur einen Tag andauerte und so die Vergänglichkeit des Teufels und des Menschen aufzeigte. Denn wie heute war auch damals am Aschermittwoch alles vorbei.

Und das feiernde Volk konnte die Fastenzeit mit Reue und Vergebung beginnen. Der Spruch der Fastenzeit "carne vale" – übersetzt: "Fleisch lebe wohl" – ist vermutlich der Ursprung des Wortes Karneval.

Während der Reformation verlor der Karneval seine Daseinsberechtigung. Die Fastenzeit wurde abgeschafft und verlor ihre Bräuche bei protestantischen Gläubigen.

In katholisch geprägten Gebieten überlebte die Bedeutung des Karnevals und zeigt noch heute den hohen Wert der Fastnacht in den betroffenen Gebieten.

Den heutigen Straßenkarneval haben wir den städtischen Handwerkszünften des 18. Jahrhunderts zu verdanken. Dort wurde sich jährlich verkleidet, um satirische Aufführungen in den Häusern reicher Bürger zu veranstalten.

Auf witzige und ironische Weise hatten sie so die Möglichkeit, an den Hierarchien der Stände zu rütteln und offen Kritik zu äußern – und wurden dafür sogar bewirtet.

Im 19. Jahrhundert übernahm das Bürgertum immer mehr Verantwortung für die Festveranstaltungen. Besonders in den Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz entstanden sehr schnell die ersten Karnevalsvereine, die bis heute regen Zulauf genießen.

Was bedeuten Alaaf und Helau?

Wenn der Kölner "Alaaf" ruft, dann meint er "all ab". "Kölle alaaf" heißt soviel wie "Köln vor allen oder allem anderen". Der Düsseldorfer Karnevalsruf "Helau" leitet sich wahrscheinlich aus dem Zuruf "hell auf (lachen)" her oder ist auf das christliche "Halleluja!" zurückzuführen.

Traditionelle Faschingskostüme

Heute begegnet man hauptsächlich modernen Karnevalskostümen – doch wie sehen eigentlich traditionelle Verkleidungen aus und woher stammen sie? Wir geben Ihnen wissenswerte Informationen an die Hand und liefern beeindruckende Fotobeispiele.

 

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