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Motorsensen Test: Benzin Motorsensen im Vergleich

  • Motorsensen eignen sich am besten dazu, auf Grünflächen Ordnung zu schaffen. Sie trimmen hohes Gras und Unkraut problemlos und werden auch für das Stutzen von Gestrüpp am Straßenrand eingesetzt.
  • Motorsensen werden entweder elektrisch, per Akku oder mit Benzin angetrieben. In diesem Text befassen wie uns speziell mit den Benzin-Motorsensen.
  • Beim Arbeiten mit der Motorsense sollten Sie immer auf die passende Schutzkleidung denken. Werfen Sie außerdem einen Blick auf das Gewicht des Gerätes – immerhin müssen Sie es die ganze Zeit tragen.

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Motorsensen sind die beste Möglichkeit, in einem verwilderten Garten mal richtig Ordnung zu schaffen. Hohes Gras, kleine Gehölze, Brombeerranken: Diese Geräte räumen auf. Wir haben für Sie fünf verschiedene Motorsensen getestet.

Diese lassen sich besonders gut und autark in großen Gärten einsetzen und bieten dank der verbauten Kettensägenmotoren eine hohe Leistungsfähigkeit.

Wir zeigen Ihnen, welche Sense richtig Kompost macht – in unserem Motorsensen-Vergleich:

1. Motorsensen mit Benzinmotor: Sicherheit und Wissenswertes

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Bei Arbeiten mit der Motorsense sollten Sie auf den richtigen Schutz für Ihre Hände, Ohren und Augen setzen.

Motorsensen mit Benzinmotor sind insbesondere bei größeren Grundstücken, Weideland und Grundstücken mit dichtem Baum– und Buschbestand nützlich.

Anders als ein Rasenmäher sind sie extrem beweglich und können auch in unzugänglichen Ecken das Grün anständig trimmen.

Je nach Leistung und Einsatzzweck können verschiedene Werkzeuge auf die Motorsense aufgesetzt werden: So ist bei dünnem bis mittlerem Gras der Fadenkopf das Mittel der Wahl.

Dieser “schlägt” mit rotierenden Nylonfäden das Gras ab. Auch im hohen Gras, an Bäumen und an Zäunen und Mauern lässt sich der Fadenkopf gut einsetzen, da er bei festeren Hindernissen nachgibt und diese nicht beschädigt.

Soll es gegen kleine Baumschösslinge oder gar Brombeerranken gehen, kann bei den meisten Motorsensen vorne ein Messer montiert werden.

Dies wird auch mit kleineren Gehölzen fertigt, darf allerdings nicht mit Steinen in Berührung geraten.

Optionale Aufsätze für Motorsensen sind Baumsägen- und Heckenscherenaufsätze; diese erleichtern die Arbeit bei langen und hohen Hecken oder bei der Pflege von Obstbäumen.

Achtung: Bei allen Anwendungen, die mit einer Motorsense durchgeführt werden, muss Lärm- und Augenschutz getragen werden. Umherfliegende Splitter und Steine können zum Verlust des Augenlichtes führen, der knatternde Motor erreicht bei Höchstleistung gefährlich hohe Schallpegel.

2. Motorsensen-Test-Kandidaten im Überblick

Gerät Leistung Gewicht Zubehör Preis (ca.)
Rotfuchs RS-2500MFS 0,7 kW 5 kg Fadenkopf, Sägekopf, Heckenscherenkopf, Schultergurt 150 €
Denqbar 3-PS
2,2 kW 7 kg Schultergurt, Fadenkopf 140 €
AL-KO BC 4125
0,85 kW 7,8 kg

Schultergurt, Fadenkopf

176 €
Einhell BG-BC 25
0,75 kW 8,63 kg Messer, Schultergurt, Fadenkopf 100 €
Wolf GTS 4-29 L
0,8 kW 6,7 kg Brille und Gehörschutz, Fadenkopf, Schultergurt 289 €

 

3. Motorsense Rotfuchs RS-2500MFS im Test: Die japanische Wollmilchsau

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Im Lieferumfang einer Motorsense von Rotfuchs ist auch ein gepolsterter Tragegurt mit dabei.

Er kann einfach alles, der Fuchs aus Japan: Sensen, sägen, schneiden – der Rotfuchs RS-2500MFS ist definitiv der Zubehörkönig des Tests. Wie lange das alles hält können wir allerdings nicht sagen: Hinter dem klangvollen deutschen Namen Rotfuchs versteckt sich der japanische Hersteller Zenoah.

Für den Langzeiteinsatz des Geräte unter schweren Bedingungen lässt dies nicht viel Gutes vermuten, auch der Preis ist mit dem umfangreichen Zubehör recht niedrig.

Doch er schneidet und mäht wie er soll, der rote Fuchs: Durch die Wiese gehts problemlos, auch längere Halme werden mit Fadenkopf und Messerblatt souverän abgeschnitten.

Der Motor ist zwar laut, aber zuverlässig und verbraucht durch den vergleichsweise kleineren Hubraum etwas weniger Kraftstoff. Hervorzuheben ist auch das niedrige Gewicht: 0,7 kW sind kein großer Unterschied zu den anderen Testkandidaten, 2 kg Gewicht hingegen schon.

Insgesamt kann man für den Rotfuchs durchaus eine Empfehlung aussprechen: Zwar aus Asien, aber keine Billigware und recht gut verarbeitet leistet er in mittleren Gärten gute Dienste. Vielleicht keine Anschaffung fürs Leben, aber funktionell und variabel.

  • leicht
  • enorm viel Zubehör
  • Verarbeitung ok
  • Haltbarkeit zweifelhaft
  • schwächster Motor im Test

4. Motorsense AL-KO BC 4125: Unaufällig, zuverlässig, haltbar

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Die Maschine von AL-KO ist die schwerste in unserem Vergleich.

Die AL-KO BC 4125 ist ein unauffälliges Gerät, das gute Leistungen bringt und in jeder Hinsicht im guten Durchschnitt liegt.

Die Sense arbeitet zwar laut, aber vibrationsarm und hat mit 0,85 kW den zweitstärksten Motor im Test. Der mitgelieferte Tragegurt ist akzeptabel, hat aber auch einiges zu schleppen: Mit 7,8 kg ist die AL-KO die zweitschwerste Sense im Test.

Abstriche gemacht werden müssen bei der Ausstattung: Wo die Billigangebote einen Baumsäge, eine Heckenschere und vieles mehr mitliefern, gibt es bei der BC 4125 nur einen Fadenkopf und ein Messer.

Beides ist aber gut verarbeitet, funktioniert und für den Hobby-Einsatz ausreichend dimensioniert. Auch mit kleinerem Gesträuch kommt die AL-KO-Sense gut zurecht.

Zusammengefasst kann die AL-KO BC 4125 durchaus empfohlen werden: Ein unauffälliger Begleiter für Ihren Garten.

  • gute Verarbeitung
  • guter Gurt
  • ansprechende Leistung
  • hohes Gewicht

5. Motorsense Einhell BG-BC25: Kampfpreis!

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Die Motorsense von Einhell überzeugt mit ihrem Preis.

Von Einhell ist man preiswertes gewohnt, diese 100 Euro sind allerdings schon etwas besonderes: Preislich deutlich unter den beiden Fernost-Produkten positioniert bietet Einhell seinen BC-25 Motorsense zum Kampfpreis an. Freilich: Ganz ohne Fernost kommt man auch bei Einhell zu diesem Preis nicht aus, Ersatzteilprobleme sind auch hier möglich.

Ansonsten macht das reichlich übergewichtige (8,6 kg!) “Maschinchen” seine Sache gar nicht so schlecht: Mit 0,75 kW oder einer deutschen Pferdestärke mäht es zuverlässig die Wiese, ihre Kanten und auch kleinere Büsche sorgfältig ab.

Der Motor ist qualitativ in Ordnung und verrichtet geräuschvoll, aber unauffällig seine Arbeit.

Insgesamt ist die Einhell-Sense aber durchaus eine Empfehlung wert: Wie lange das Gerät durchhält und ob man Ersatzteile kriegt ist zwar zweifelhaft, für gelegentliche Mäheinsätze sollte das Gerät aber problemlos tauglich sein.

  • günstiger Preis
  • Motor
  • keine optimale Verarbeitung
  • hohes Gewicht

6. Motorsense Wolf GTS 4-29 L: Hoher Preis mit hohen Erwartungen

“Ha, ein Markengerät”. Dies mögen Vertreter der Made-in-Germany Fraktion nun zum Ende unseres Tests ruhig ausrufen – so ganz stimmt das aber nicht.

Was da unter dem renommierten Namen “Wolf-Garten” vertrieben wird, ist in Wahrheit ein Produkt des US-Mutterkonzerns MTD. Spätestens beim Service muss dies dem Kunden auffallen – ob dies den Mehrpreis für das teuerste Gerät im Test rechtfertigen kann?

Eigentlich nicht unbedingt. Weder die Motorleistung noch das Gewicht noch die Verarbeitung der Wolf-Garten-Benzinsense sind überdurchschnittlich, das Gerät mäht und arbeitet ohne besondere Auffälligkeiten, aber nicht spektakulär gut.

Der mitgelieferte Schultergurt ist recht unbequem, die teils seltsam übersetzte Bedienungsanleitung gibt unnötige Rätsel auf.

Insgesamt hätte man da mehr erwartet: Immerhin ist Ersatzteilsicherheit durch den Mutterkonzern gewährleistet. Ansonsten kann diese Sense nichts, was die anderen nicht auch können.

  • Ersatzteilsicherheit
  • vergleichsweise recht geringes Gewicht
  • Verarbeitung
  • unbequemer Schultergurt
  • schlecht übersetzte Bedienungsanleitung

7. Motorsensen Vergleichssieger: Rotfuchs RS-2500 MFS

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In Tests überzeugen Geräte mit gutem Zubehör besonders.

Ein Vergleichssieger aus Fernost: Die Rotfuchs RS-2500 MFS  ist das rundeste Angebot im Test: Weder besonders teuer noch besonders billig bietet die Multifunktions-Motorsäge mehr fürs Geld als Ihre Konkurrenten.

Sie ist zuverlässig, leicht und mit akzepabler Leistung ausgestattet. In der Klasse bis 200 € durchaus ein Kauftipp.

Auch die AL-KO BC 4125 macht nichts falsch: Sie funktioniert, ist recht leistungsstark und fällt nicht negativ auf. Nur die Ausstattung ist etwas mager und, gemessen an Leistung und Maßen, ziemlich schwer.

Dafür hat diese Sense den besten Tragegurt im Test – bei allen anderen Geräten ließ dieser zu wünschen übrig.

7.1. Preis Leistungs Sieger – die Discount-Sense

Der Preis-Leistungs-Sieger in diesem Test ist die Einhell BG-BC 25-Motorsense – eigentlich nur wegen ihrem Preis. Sie ist erledigt ihre Aufgaben unspektakulär und halbwegs kraftvoll, die Verarbeitung ist gemessen am Preis ganz ordentlich.

Wer nur gelegentlich eine kleine bis mittelgroße Wiese mäht, ist mit der Einhell-Sense nicht schlecht bedient. Der Motor ist akzeptabel, die Bedienung in Ordnung. Kaufempfehlung bei schmalen Budget!