Kaufberatung zum Mundschutz Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Atemschutzmasken bieten zwar generell keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus, einige Arten sind allerdings wirkungsvoller als andere.
  • Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng und ohne Falten anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Laut diverser Studien der Stiftung Warentest bieten FFP3-Mundschutz-Masken grundsätzlich den besten Mundschutz gegen Viren, Bakterien und Pilzsporen und sind auch in der Lage, giftige, krebserregende und radioaktive Partikel zu filtern.

mundschutz-test

Atemschutzmasken sind seit Beginn der Corona-Pandemie längst fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Sie sollen in erster Linie verhindern, dass Infizierte andere Menschen über ausgeatmete Tröpfchen oder Aerosole mit Viren oder anderen Krankheitserregern anstecken.

Neben selbst genähten Mundschutz-Modellen aus Stoff, Einwegmasken aus Papier oder einem Mundschutz aus Plastik gibt es auch Masken in verschiedenen Schutzklassen, von denen jede einem anderen Zweck dient. In unserer Heimwerker.de Kaufberatung zum Mundschutz-Vergleich 2021 stellen wir Ihnen die wichtigsten Mundschutz-Arten im Detail vor und erklären, wie Sie richtig gehandhabt werden. Wir haben außerdem auch Einwegmasken getestet.

1. Mundschutz für Einsteiger: Wie wird eine Maske richtig getragen?

Frau legt Mundschutz an

Achten Sie bei der Anwendung Ihres Mundschutzes stets darauf, dass sie diesen korrekt anlegen und tragen, denn nur so ist eine ausreichende Schutzwirkung garantiert.

Damit Ihr Mundschutz Sie gegen Bakterien und Viren schützen kann, müssen Sie ihn auch richtig anwenden und tragen. Platzieren Sie Ihre Maske über Mund und Nase. Mithilfe des Nasenbügels (sofern vorhanden) können Sie Ihren Mundschutz so anpassen, dass er dicht und bequem anliegt.

Streichen Sie mit den Fingern am oberen Rand der Maske entlang nach hinten (so kann er nicht verrutschen) und streifen Sie die Bügel über die Ohren bzw. binden Sie die Bänder hinter dem Kopf zusammen. Der Mundschutz sollte am Ende so anliegen und fixiert sein, dass er auch nicht stört oder verrutschen kann, wenn Sie den Kopf bewegen oder sprechen.

Hat der Mundschutz Falten, ziehen Sie ihn von außen etwas auseinander und nach unten über das Kinn. Für eine ausreichende Wirkung müssen Mund und Nase immer vollständig bedeckt sein und an den Wangen sollte der Mundschutz ohne Falten möglichst dicht abschließen.

Gut zu wissen: Wenn Sie die Schutzmaske unterhalb der Nase tragen, die Nasenlöcher also frei sind, ist sie praktisch nutzlos.

Vermeiden Sie während des Tragens, den Mundschutz zu berühren, um keine Keime von Ihren Händen ins Gesicht zu befördern. Sollte Sie die Maske doch einmal versehentlich anfassen, waschen und desinfizieren Sie sich am besten sofort die Hände. Beachten Sie außerdem: Ein feuchter Mundschutz bietet ebenfalls keinen sicheren Schutz mehr und muss ausgewechselt werden.

2. Worin unterscheidet sich eine Atemschutz-Maske von einem Mundschutz?

Geprüft und zertifiziert?

Achten Sie immer darauf, dass der Mundschutz durch den Hersteller nach der Norm für medizinische Gesichtsmasken geprüft und zertifiziert ist. Nicht zertifizierte medizinische Masken sollten im beruflichen Bereich nicht verwendet werden.

Mundschutzmasken oder medizinische Gesichtsmasken bedecken Mund und Nase, dichten aber das Gesicht nicht vollständig ab. Dadurch schützen sie zwar andere vor einer Übertagung durch Spritzer oder Flüssigkeiten, nicht aber den Träger selbst. Atemschutz-Masken liegen im Gegensatz dazu eng am Gesicht an und dichten nahezu vollständig ab, wodurch Sie auch vor dem Einatmen kleinster Partikel (den sogenannten „Aerosolen“) geschützt sind.

Das Tragen einer Atemschutz-Maske in der Regel aber nur dann erforderlich, wenn Sie Kontakt zu infizierten Personen oder infektiösem Material haben (z.B. im Krankenhaus oder bei der Labordiagnostik). Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hat dazu eine Übersichtsgrafik erstellt, die Sie hier herunterladen können.

3. Munschutz im Test: Welche Arten von Mundschutz gibt es?

Neben einfachem Mundschutz aus Stoff (den sogenannten MNBs oder Community Masken) oder Einwegmasken gibt es auch Atemmasken, die nach unterschiedlichen Schutzklassen kategorisiert werden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die unterschiedlichen Kategorien, Ihre Schutzwirkung und ihre Schutzwirkung noch einmal im Detail:

Masken-Typ Beschreibung / Schutzwirkung
Mund-Nasen-Bedeckungen / Community Masken

selbst genähte Maske

  • Locker sitzende Masken, die industriell gefertigt oder aus handelsüblichen Stoffen selbst genäht werden.
  • Abmessungen können frei bestimmt und auf den Träger angepasst werden.
  • Mundschutz aus Jersey etc. kann mit der Kochwäsche gewaschen werden und ist somit wiederverwendbar.
  • Mund-Nasen-Bedeckungen schützen ausschließlich andere Menschen vor Tröpfchen und kleine Partikel, die beispielsweise beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden.
  • Ein Eigenschutz für den/die Träger/in konnte bisher nicht wissenschaftlich belegt werden. Aus diesem Grund können MNBs andere Schutzmaßnahmen (z.B. Hygiene und Abstandhalten) nicht ersetzen, sondern dienen lediglich zur Ergänzung.
Einwegmaske /OP-Maske

Einwegmaske / OP-Maske

  • Leichte und locker sitzende Masken mit oder ohne Nasenbügel zur Befestigung, die überwiegend im medizinischen Bereich eingesetzt und nach jeder Benutzung direkt entsorgt werden
  • OP-Masken sind speziell für den medizinischen Gebrauch entwickelt und laut BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) getestet und CE-zertifiziert.
  • Schutzwirkung analog zu Mund-Nasen-Bedeckungen / Community Masken.
Partikel-filtrierende Halbmasken (FFP-Masken)

FFP-Maske mit Filter

  • Dicht anliegende FFP-Masken filtern auch kleinste Partikel, Tröpfchen und Aerosole aus der Luft und schützen den Träger zuverlässig vor Viren. Sie sind als Varianten mit und ohne Ventil verfügbar
  • Masken ohne Ventil sind zwar primär für den Eigenschutz ausgelegt. Da sie aber sowohl die eingeatmete als auch die ausgeatmete Luft filtern bieten sie überdies auch einen Fremdschutz.
  • Masken mit Ventil filtern lediglich die eingeatmete Luft und bieten daher keinen Fremdschutz, dafür aber einen höheren Tragekomfort. Sie sind ausschließlich für einige wenige Anwendungsgebiete im medizinischen Bereich vorgesehen.
  • FFP-Atemschutzmasken werden in die drei Schutzklassen FFP1, FFP2 und FFP3 eingeteilt, die sich in erster Linie durch die Gesamtleckage (Undichtigkeit) unterscheiden.
  • Das RKI (Robert-Koch-Institut) empfiehlt zum Schutz vor Viren und Bakterien FFP2- und FFP3-Masken. Diese müssen laut BfArM die Anforderungen der Norm DIN-EN-149:2009-08 erfüllen und mit einem CE-Kennzeichen versehen sein.
  • Masken der Schutzklasse FFP1 besitzen eine Gesamtleckage von höchstens 25 Prozent und schützen vor ungiftigen und nicht-fibrogenen Stäuben. Sie bieten jedoch keinen vollständigen Schutz gegen Viren, Bakterien und andere schädliche Partikel und eignen sich daher nur als gewöhnlicher Arbeitsschutz.
  • Masken der Schutzklasse FFP2 besitzen eine Gesamtleckage von höchstens 11 Prozent und schützen vor festen und flüssigen Stäuben und Partikeln. Sie werden auch im medizinischen Bereich eingesetzt.
  • Masken der Schutzklasse FFP3 besitzen eine Gesamtleckage von höchstens 5 Prozent und schützen vor giftigen Schadstoffen und gesundheitsgefährdenden Stäuben und Partikeln. Sie bieten grundsätzlich den besten Schutz gegen Viren, Bakterien und Pilzsporen und sind auch in der Lage, giftige, krebserregende und radioaktive Partikel zu filtern.

4. Welche Vor- und Nachteile hat eine FFP-Atemschutzmaske im Vergleich zur einfachen MNB?

    Vorteile
  • höhere Schutzwirkung
  • langer haltbar (bis zu 8 Stunden, abhängig vom Einsatz)
  • es werden auch giftige, krebserregende und radioaktive Partikel gefiltert
  • die Masken können fester am Kopf justiert werden
    Nachteile
  • deutlich teuer als einfacher Mund-Nasen-Schutz
  • Maße können nicht frei gewählt werden
  • Masken mit Filterventil funktionieren nur in eine Richtung

5. Heimwerker.de DIY-Tipp: Kann man einen Mundschutz aus Socken selber machen?

Mundschutz-Test: Mädchen mit Gesichtsmaske

Je nach Bundesland gilt die Mundschutz-Pflicht für Kinder erst ab einem bestimmten Alter.

Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen, wie Sie sich einen Mundschutz aus einem Jersey-T-Shirt oder einem Stück Stoff ganz einfach selber machen können. Was viele nicht wissen: auch aus Socken lässt sich in weniger als 30 Sekunden ein prima Mundschutz basteln – ganz ohne Nähen!

Alles, was Sie dazu benötigen, sind eine Schere und eine einzelnen Socke. Diese sollte möglichst aus einem elastischen Material und natürlich frisch gewaschen sein.

Und so geht’s:

  1. Schneiden Sie die Socke in der Mitte durch.
  2. Nehmen Sie nun den unteren der beiden Teile und schneiden Sie eine Seite ein.
  3. Klappen Sie die Socke auf und falten Sie sie anschließend der Länge nach.
  4. Schneiden Sie an beiden Enden einen kleinen Schlitz.

Fertig ist Ihr Mundschutz ohne Nähen!

Jetzt können Sie Ihren Mundschutz aus Socken ganz einfach über Mund und Nase ziehen und mithilfe der beiden Schlitze an Ihren Ohren befestigen.

6. Ab wann gilt die Maskenpflicht für Kinder?

Je nach Bundesland gilt die Mundschutz-Pflicht für Kinder im öffentlichen Raum erst ab einem bestimmten Alter (z.B. ab 6 bzw. 7 Jahren). Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick, ab welchem Alter das Tragen einer MNB in den einzelnen Ländern verpflichtend ist:

Bundesland Maskenpflicht ab welchem Alter?
Baden-Württemberg 6 Jahre
Bayern 6 Jahre
Berlin 6 Jahre
Brandenburg 6 Jahre
Bremen 6 Jahre
Hamburg 7 Jahre
Hessen 6 Jahre
Mecklenburg-Vorpommern 6 Jahre
Niedersachen 6 Jahre
Nordrhein-Westfalen 6 Jahre
Rheinland-Pfalz 6 Jahre
Saarland 6 Jahre
Sachsen auch für Kleinkinder
Sachsen-Anhalt 2 Jahre
Schleswig-Holstein 6 Jahre
Thüringen 6 Jahre

7. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Mundschutz aus der Heimwerker.de-Redaktion

7.1. Wo kann ich einen Mundschutz kaufen?

Erste Anlaufstelle für den Erwerb eines günstigen Mundschutzes ist für viele Menschen die örtliche bzw. eine der zahlreichen Online-Apotheken. Aber es gibt nicht nur in der Apotheke Mundschutze: Auch Drogerien (z.B. dm oder Rossmann) und Discounter wie Aldi oder Lidl führen mittlerweile standardmäßig Einweg- und Community-Masken.

Darüber hinaus finden Sie entsprechende Angebote auch bei Amazon oder Ebay. Aufgrund der hohen Nachfrage kann es aber derzeit überall (auch bei Mundschutz aus Deutschland) zu Engpässen bei der Verfügbarkeit kommen.

7.2. Mundschutz-Reinigung im Test: Kann ich meinen Mundschutz in der Mikrowelle desinfizieren?

Das Verfahren wurde zwar amerikanischen Forschern in einer Studie erforscht, für den Hausgebrauch ist es allerdings nicht zu empfehlen, da viele Masken einen Bügel aus Metall besitzen. In der Mikrowelle kann dies zu einem Funkenschlag führen.

Stecken Sie Ihren textilen Mundschutz daher lieber in die Waschmaschine oder packen Sie ihn alternativ bei 80 °C in den Backofen.

7.3. Aus welchem Material sollte ein guter Mundschutz bestehen?

Selbstgenähte Mundschutz-Masken

Ein selbstgenähter Mundschutz ist waschbar und kann beliebig oft wiederverwendet werden.

Gerade bei selbst genähten Masken hängt ein Großteil der Schutzwirkung vom verwendeten Material ab.

Laut verschiedenen Mundschutz-Tests im Internet weist der beste Mundschutz (also der mit der höchsten Dichtigkeit) einen Kunststofffaseranteil aus Polypropylen auf oder besteht aus mehrlagigen Baumwollstoffen mit einer Lage aus Chiffon, Seide oder Flanell.

Die unterschiedlichen Stoffschichten reiben aneinander und laden sich dabei elektrostatisch auf, wodurch mehr Tröpfchen darin hängen bleiben. Die Mundschutz-Testsieger der meisten Mundschutz-Tests im Internet bestehen aus Baumwolle und Vlies.

7.4. Welche Marken und Hersteller für Mundschutz gibt es?

Inzwischen sind eine Menge Marken und Hersteller auf den Schutzmasken-Zug aufgesprungen und so ist es kaum verwunderlich, dass es neben einschlägig bekannten Namen wie Zofino, Think Ink, Plunge, BambiniWelt (von dem auch unser Vergleichssieger stammt) oder Medisana inzwischen auch Mundschutz aus Deutschland von Nike, oder Adidas und sogar einen Mundschutz aus Seide von Designern wie Gucci zu einem hohen Preis gibt.

Und auch in Sachen Farben und Muster sind längst keine Grenzen mehr gesetzt. So können Sie nicht aus einer Reihe unifarbener Mundschutz-Modelle (z.B. in Schwarz, Rot oder Blau), sondern auch aus zahlreichen verrückten Mustern und Motiven (z.B. für Weihnachten oder das Oktoberfest) auswählen.

Matze Knop Entertainment sagt zu unserem Vergleichssieger