Akku-Schrauber & Bohrer

Produkttest – Festool Akku-Bohrschrauber TXS Li 2,6-Set

Der Festool Akku-Bohrschrauber TXS Li 2,6 ist kein üblicher Bohrschrauber. Durch ein abnehmbares Schnellspannfutter und wechselbaren Aufsätzen wird er zum Akku-Bohrer, Akku-Schrauber und sogar zum Winkel-Bohrer und -schrauber. Das sind einige Möglichkeiten, die ihn von anderen Mitbewerbern unterscheidet.

Unser Testgerät hat die spezielle Bezeichnung "Festool Akku-Bohrschrauber TXS Li 2,6-Set". Die Betonung liegt in diesem Fall auf den Anhang "-Set". Dieser bedeutet, dass der TXS bereits den Winkelvorsatz als Zubehör enthält.

Ebenfalls enthält das Set zwei Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von 2,6 Ah, was für ausreichend Reserven reichen sollte. Das komplette Paket wird im gewohnten Systainer geliefert, welche sich bereits einen Namen gemacht haben und heute nicht zum Test gehören.

Technische Daten

Herstellerangaben

  • Akkuspannung 10,8 V
  • Gänge 2
  • Leerlaufdrehzahl 1./2. Gang 0-400/0-1200 min⁻¹
  • Bohrdurchmesser Holz/Stahl 12/8 mm
  • Drehmomenteinstellung 1./2. Gang 0.3 - 3.4 Nm
  • Max. Drehmoment Holz/Stahl 10/16 Nm
  • Bohrfutterspannweite 1 - 10 mm
  • Akkukapazität Li-Ion 2,6 Ah
  • Ladezeit Li-Ion 45 min
  • Gewicht mit Li-Ion 0,9 kg

Eine Bedienungsanleitung mit Raffinessen

Deutliche Grafiken erklären die Funktionen

An der Bedienungsanleitung lässt sich oft das Qualitätsmanagement des Herstellers erkennen. Wer lieblos ein Blatt mit Nennung der Bauteile beilegt, achtet meist auch beim Werkzeug nicht auf besondere Ansprüche.

Festool macht hier sehr positiv auf sich aufmerksam und liefert eine verständliche Bedienungsanleitung, die kaum Wünsche offen lässt.

Wenn wir ehrlich sind, lesen die Wenigsten die Sicherheitshinweise zu einem Produkt. So erachten wir es auch für sinnvoll, diese in einem extra Heft auszulagern, über dessen Verbleib jeder selbst entscheiden kann.

Die eigentliche Bedienungsanleitung kommt als kleines Buch in 14 Sprachen daher, was einen kleinen Nachteil mit sich bringt. Die Blätter sind untereinander verleimt und wenn man sie nicht an der gerade geöffneten Seite kräftig knickt, blättern sie selbstständig weiter oder wieder zu.

Unpraktisch, wenn man die Anleitung auf den Tisch legt und dabei die Funktionen gleichzeitig am Gerät testen möchte.Damit ist aber auch schon der einzige unschöne Punkt der Bedienungsanleitung genannt.

Alles Weitere besticht durch gute Umsetzung und sogar einer besonderen Innovation. Die Rückseite lässt sich an vorgegebenen Linien falzen und besitzt vorgestanzte Löcher, an denen die Bedienungsanleitung abgeheftet werden kann. Eine tolle Idee.

Ebenso toll ist der ausklappbare Bildbereich. Kein Hin- und Herblättern beim Lesen und der Kontrolle, welches Teil gerade gemeint ist. Ein großer Pluspunkt. Der enthaltene Text umfasst fünf Seiten und ist dabei übersichtlich aufgebaut und gut erklärt. Wer alles liest, sollte hinterher keine weiteren Fragen haben.

Der erste Eindruck ist anders

Festool TXS Li 2,6-Set im Systainer

Ein Heimwerker hat sicher schon so manchen Akku-Bohrschrauber in der Hand gehabt und ihm werden auf Anhieb ein paar Unterschiede auffallen.

  • Ein Schrauber mit 10,8 V besitzt einen Stabakku im Griff und lässt sich nicht abstellen.
  • Jeder vernünftige Schrauber hat zum sicheren Halt einen gummierten Griff oder gummierte Griffflächen.

Von diesen Gedanken lösen wir uns beim TXS. – Dieser Akku-Bohrschrauber hat eine ähnliche Bauform, wie die 14,4 V- oder 18 V-Klasse, lässt sich abstellen und besitzt keine abgesetzten gummierten Flächen.

Die Möglichkeit, ihn abstellen zu können, gefällt natürlich und unterscheidet ihn von seinen Mitbewerbern derselben Klasse. Ob die raue Grifffläche ausreichend ist oder die gummierte Fläche vermisst wird, zeigt der spätere Praxistest.

Der Akku sichert mit einem Stift den Gürtel-Clip

Die technischen Daten sehen auf den ersten Blick gleichwertig mit anderen Schraubern aus, liegen jedoch teilweise sogar unter vergleichbaren Markenmodellen, z. B. beim Drehmoment. Das verunsichert in dieser Preisklasse ein wenig und macht erst Recht auf den praktischen Test neugierig.

Die optische Erscheinung und sichtbare qualitativ hochwertige Verarbeitung muss dagegen absolut nicht verglichen werden.

Das Gehäuse des TXS Li's besteht aus zwei unterschiedlichen Materialien bzw. unterschiedlichen Materialoberflächen. Doch nirgendwo ist der Übergang spürbar, als wäre das Gehäuse nach dem Zusammenbau geschliffen wurden. Das zeugt von einer absolut passgenauen Fertigung und spiegelt den Wunsch nach einem qualitativ hochwertigen Gerät wieder.

Schnelle Ladestation mit Wandhalterung

Hochwertig ist auch das Zusammenspiel der einzelnen Aufsätze, welche sich alle leicht aufstecken und abnehmen lassen.

Heute fast schon zur Standardausstattung gehörend, ist die LED-Beleuchtung, die in diesem Fall allerdings besonders hell erscheint.

Nicht Standard ist der Gürtel-Clip, der wechselseitig angebracht werden kann, den aber vermutlich nicht jeder nutzten wird. Praktisch, dass man ihn entnehmen kann, ohne dass irgendwelche sichtbaren Befestigungspunkte am Werkzeug zu sehen sind. Durch eine ausgeklügelte Technik lässt er sich leicht anbringen und wird durch einen befestigten Akku gesichert. Der Gürtel-Clip löst sich ganz sicher nicht.

Die Ladestation glänzt nicht nur mit reichlich Leistung, welche die 2,6 Ah Akkus in 45 Minuten lädt, sie besitzt auch die Möglichkeit einer Wandmontage. Gerade im Werkstatteinsatz ein wichtiger Aspekt. Eine Leuchtdiode informiert dabei über die aktuelle Ladefunktion und warnt vor Fehlfunktionen.

Bohrfutter, Winkelvorsatz und Werkzeugfutter

In diesem Abschnitt möchten wir die drei beigelegten Aufsätze aus dem Systemzubehör von Festool vorstellen.

Schnellspannbohrfutter FastFix 10 mm
Winkelvorsatz CXS
CENTROTEC Werkzeugfutter

Bohrfutter

Ohne Aufsatz ist der TXS Li 2,6 ein Akku-Schrauber mit Bitaufnahme. Diese Variante garantiert eine sehr kurze Bauform, ermöglicht aber nur die Aufnahme von Bits und Bohrern mit einem Sechskantschaft.

Damit wäre dieses Werkzeug nur zum Schrauben aber nicht (oder nur bedingt) zum Bohren geeignet. Um den Einsatzbereich zu erweitern, lässt sich auf diese Aufnahme ein Schnellspannbohrfutter stecken, welches die Aufnahme von Bohrern bis zu einem Spanndurchmesser von 10 mm gestattet.

Das Bohrfutter FastFix lässt sich leicht und mit einer Hand durch Anheben eines Stellringes aufsetzen und lösen. Die Aufnahme sitzt so gut, dass sich das Futter darauf nicht seitlich bewegen lässt und somit auch einen perfekten Rundlauf besitzt.

Das Futter selbst ist trotz der Aufsteckfunktion nicht viel größer als vergleichbare Futter anderer Hersteller. Auch der gesamte Schrauber ist durch diese Möglichkeit nicht bedeutend größer.

Winkelvorsatz

Der Winkelvorsatz begeistert. Anders lässt es sich kaum ausdrücken. Dank eines Rasters lässt er sich in insgesamt 16 unterschiedlichen Positionen am Akkuschrauber anbringen.

Dabei handelt es sich nicht nur um einen Winkelaufsatz mit festem Futter, sondern um eine Winkelverlängerung der FastFix Schnittstelle. Das bedeutet, dass jedes Futter oder Werkzeug, welches direkt am Bohrschrauber angebracht werden kann, ebenso mit Winkelvorsatz nutzbar ist.

Die offene Bauweise des Winkelvorsatz ermöglicht auch weiterhin eine Verstellung der Drehmomentvorwahl und bietet gleichzeitig genug Fläche, um ihn als zusätzliche Grifffläche zu nutzen. Dadurch kann der TXS Li 2,6 auch in Kombination mit dem Winkelvorsatz sicher gehalten und geführt werden. Perfekt gelöst.

Werkzeugfutter

Das Werkzeugfutter WH-CE Centrotec dient zur Aufnahme von Werkzeugen aus dem Festool-Programm. Diese besitzen zwar ebenso den bekannten Sechskantschaft, sind aber minimal kleiner. Dadurch passen diese Werkzeuge zwar mit leichtem Spiel auch in Aufnahmen anderer Hersteller, umgedreht aber keine üblichen Bits und Bohrer mit Sechskantschaft in dieses Werkzeugfutter von Festool.

Das enttäuscht doch ein wenig, zumal dem Werkzeug nur eine passende magnetische Bithalterung beiliegt. Eine weitere Verwendung gibt es in der Grundausstattung nicht.

Ansonsten ist das Werkzeugfutter eine gute Idee. Die wenigsten reinen Schrauber mit Bitaufnahme bieten die Möglichkeit einer Verriegelung des Bits. Wird das Werkzeugfutter aufgesetzt, wird dieses am Gerät ebenso verriegelt, wie der Bit anschließend im Werkzeugfutter.

Schade, dass diese Funktion nur dem Zubehör von Festool gestattet ist. Wer bereits eine gute Ausstattung an Bits und Bohrer besitzt und diese nicht neu von Festool kaufen möchte, hat für das Werkzeugfutter wenig Verwendung.

Mögliche Kombinationen der Aufsätze in der Bildergalerie

Schnellspannbohrfutter
direkte Bitaufnahme
Werkzeugfutter
Winkelvorsatz CXS
16 Positionen

Praktische Erfahrungen mit dem Festool TXS Li 2,6

Perfekte Verarbeitung

Anfänglich machten wir uns Gedanken darüber, ob die raue Oberfläche am Griff ausreichend ist oder wir unsere gewohnten Gummieinsätze vermissen werden.

Im direkten Vergleich rutscht der TXS Li 2,6 schneller in der Hand als vergleichbare Modelle mit Gummieinsätzen. Durchgefallen sollte man meinen. Aber nein, dem ist nicht so.

Während der normalen Verwendung sind die Gedanken darüber völlig in Vergessenheit geraten und es gab nicht einen Punkt, an dem wir die dicken gummierten Flächen vermisst haben. So sicher, wie ein Griff damit auch ist, die etwas raue gummiartige Oberfläche des Festool Akku-Bohrschraubers ist völlig ausreichend und bietet auf Dauer deutlich weniger Profil für Schmutzeinlagerungen.

Etwas weniger Leistung als ein Vergleichsmodell

Mit der angegebenen Leistung steht der TXS Li 2,6 ein wenig hinter vergleichbaren Modellen, wie dem GSR 10,8-2-Li von Bosch, der in den technischen Daten fast das Doppelte an Drehmoment für den harten Schraubfall angibt. Den direkten Vergleich im weichen Schraubfall gewinnt zwar der Kleine blaue von Bosch, jedoch nicht so überzeugend, wie seine Daten hätten vermuten lassen.

Im Praxistest mussten beide Schrauber eine Schraube 7 x 110 mm in einen Holzbalken versenken. Der GRS von Bosch war zwar fast am Limit, erfüllte aber diese Aufgabe. Der Festool TXS Li 2,6 zog bereits ein paar Zentimeter vor dem Ziel die Notbremse.

Genug Leistung für einen 55 mm Fostnerbohrer

Zur Kontrolle versenkte anschließend der GSR 10,8-2-Li auch diese Schraube noch bündig. Im Punkt Drehmoment liegt der Festool damit hinter dem blauen Bosch. Nur wird diese Kraft immer benötigt und nicht vielleicht doch überbewertet?

Generell ist anzumerken, dass beide Schrauber nicht für solche Schrauben gedacht sind und auch in den technischen Daten nichts Anderes behauptet wird. Der Festool TXS Li 2,6 macht das, was er verspricht. Daher ist auch nichts Negatives aus diesem Vergleich zu lesen.

Hier darf jeder die technischen Daten vergleichen und für sich entscheiden, worauf er Wert legt. Für einen 50 mm Fostnerbohrer ist das Drehmoment ausreichend.

Im Vorteil ist der Festool ganz deutlich in seiner Bauform. Zwar wirkt er mit seinem flachen Akku etwas unförmiger, jedoch beeinflusst der Akku nicht die Handhabung.

Als Schrauber ohne Bohrfutter ist er kürzer als andere Akku-Bohrschrauber und bietet die Möglichkeit ihn abzustellen. Eine Besonderheit, welche gerade in der 10,8 V-Klasse oft vermisst wird. Wir nutzen sie, wodurch der TXS Li 2,6 schneller griffbereit ist und das Gehäuse auch bei einem schmutzigen Untergrund nicht so schnell leidet.

Gerade bei der Metallbearbeitung können herumliegende Metallspäne nicht nur zu Beschädigungen am Gehäuse führen, sondern auch zu Schnittverletzungen. Muss der Akku-Bohrschrauber nicht abgelegt werden, minimiert sich das Risiko. Damit ist der TXS Li 2,6 der ideale Begleiter, der mit seinen Aufsetzen kaum Grenzen im Einsatzbereich kennt.

Fazit zum Festool Akku-Bohrschrauber TXS Li 2,6-Set

Ein praktischer Systainer, der Name Festool und ein Akkuschrauber, der hält, was er verspricht. Dazu gibt es in der Ausstattung "-Set" Funktionen, die den Akkuschrauber nicht nur auf das Schrauben beschränkt.

Als reiner Akku-Schrauber bietet der TXS Li 2,6 einen extrem kurzen Kopf und lässt sich auch in engen Arbeitsbereichen gut einsetzen. Mit aufgesetztem Schnellspannbohrfutter wird aus dem Akku-Schrauber ein Akku-Bohrer, der mit 1200 min-1 ausreichend Drehzahl auch für kleine Bohrungen bietet.

Enorme Vorteile schafft der Winkelkopf, der so sicher und stabil sitzt, als wäre er fest mit dem Akku-Bohrschrauber verbunden. Zwei Akkus mit jeweils 2,6 Ah runden die Grundausstattung ab und garantieren einen langen unterbrechungsfreien Arbeitseinsatz.

Fehler oder Qualitätsmängel sucht man beim TXS 2,6 Li vergebens und kann sich nur an den vielen Einsatzmöglichkeiten erfreuen. Dazu hat man im TXS 2,6 Li endlich eine abstellbaren Akku-Bohrschrauber der 10,8 V-Klasse gefunden.

Einzig das Centrotec-Werkzeugfutter konnte nicht ganz überzeugen, was jedoch nicht an der Funktion liegt. Das Werkzeugfutter sitzt sicher auf dem Akku-Schrauber und hält ebenso sicher die aufgenommenen Werkzeuge.

Das gilt aber leider nur für spezielle Werkzeuge von Festool. Handelsübliche Bits oder Bohrer mit Sechskantschaft passen leider nicht in dieses Futter. Dafür gibt es einen halben Stern Abzug. Der Akku-Bohrschrauber TXS Li 2,6 alleine hätte sich volle fünf Sterne verdient.

 

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Aktuelles User-Feedback

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Kommentare
  • Hallo Markus,

    Vielen Dank für das Lob.

    In diesem Fall blieb das Testgerät nicht in unserem Besitz, sodass ein Langzeittest nicht möglich war. Prinzipiell sollte Dein genanntes Phänomen jedoch nicht auf Lithium-Ionen-Akkus zutreffen. Das Absinken der Akkuleistung macht sich eher bei älteren Akku-Varianten durch falsche Handhabung oder schlechte Qualität der Akkus bemerkbar

    Viele Grüße,
    Dein Team von heimwerker.de
    Redaktion - heimwerker.de 07.10.2016 14:00:59 antworten
  • Vielen Dank für den ausführlichen Bericht über diesen Akku-Bohrer. Was wünscht man sich mehr. Dennoch ist eine Frage bei mir offen geblieben. Habt ihr den Akku-Bohrer auch über längere Zeit getestet? Mich würde interessieren, wie sich die Akku-Leistung nach einigen Ladegängen und einigen Monaten der Benutzung verändert.

    Ich hatte selber schon einige Fabrikate, die nach knapp 6-12 Monaten extrem in der Leistung nachgelassen hatten, also in der Akkuleistung. Die Akkus haben plötzlich nur gut 50% der üblichen Zeit gehalten.
    Markus 06.10.2016 17:39:03 antworten
  • Hallo Lobito,

    bei der speziellen Aufnahme und der Verwendung von nur eigenen Werkzeugen geben wir Dir absolut recht und das missfiel uns auch. Das betrifft jedoch nur das CENTROTEC Werkzeugfutter, welches zusätzlich aufgesteckt wird. Wird das zusätzliche Futter nicht genutzt, passen alle handelsüblichen Bits und im Bohrfutter alle Bohrer. Daher gab es dafür nur einen kleinen Abzug.
    Ansonsten hält der TXS alle seine Versprechungen und bietet eine perfekte Verarbeitung. Ein Vergleichstest wäre sicher sinnvoll und schön, nur müssten uns, um fair beurteilen zu können, alle aktuellen Modelle einer Klasse vorliegen. Das ist leider nicht so einfach umzusetzen.

    Viele Grüße,
    Dein Team von heimwerker.de
    Redaktion - heimwerker.de 23.11.2015 10:40:12 antworten
  • Hallo Alias Banane,

    wir sehen das aus der Praxis etwas anders, mehr Power ist nicht immer besser. Wenn dem so wäre, würden alle nur noch 36 Volt Schrauber nutzen. Die Leistung muss zur Arbeit passen und da Festool exakte Angaben zur Leistung des Schraubers macht, sehen wir darin keinen Grund zur Beanstandung. Wem die Leistung reicht (das dürften mehr als genug sein) erhält ein super Gerät mit toller Ausstattung. Wem das angegebene Drehmoment nicht reicht, der muss zu einem anderen Schrauber greifen. Die Wahl steht jedem frei und anhand der offen angegeben Werte, ist es kein Grund zur Abwertung, wenn ein Schrauber mehr Leistung und ein anderer eventuell mehr Drehzahl vorweisen kann.

    Zu Deinem vorgeschlagenen Testbereichen:
    Eine Schraube mit exakt angegeben Maßen in einen Balken zu schrauben oder mit einem Forstnerbohrer ein bestimmtes Loch zu bohren, sind Werte, die jeder nachvollziehen kann. Du möchtest wissen, ob Dein Schrauber mehr oder weniger leistet? Dann versuche ebenso damit ein 50 mm Loch zu bohren oder die angegebene Schraube von 7 x 110 mm im Holz zu versenken. Damit hast Du einen direkten Vergleich Deines Schraubers zum Testmodell. Eine verrostete Mutter kann sich leicht lösen oder so fest sitzen, dass die Schraube abreißt. Einen Vergleich kann man daher selbst aus 20 angerosteten Muttern nicht ziehen. In unserem Test funktioniert es und beim nächsten, der durch unseren Test zum Kauf animiert wurde, eventuell nicht. Er fühlt sich anschließend schlecht beraten. Unsere Tests lassen sich jederzeit mit minimalen Abweichungen (Holz ist nicht homogen) wiederholen. Das Lösen einer angerosteten Schraube nicht.

    Viele Grüße,
    Dein Team von heimwerker.de
    Redaktion - heimwerker.de 23.11.2015 10:16:39 antworten
  • ich verwende hauptsächlich 18 V Schrauber, habe den CXS und den kleinen Makita jedoch auch, den CXS hatte ich mir auf Grund der Leistung des Makita mit 10,8 V und der dicken Ausstattung sowie Vertrauen in Festool zugelegt, ich wurde von der Leistung und der schnellen elektr. Abschaltung leider Enttäuscht, auch hakt es beim Wechsel der Aufsätze bedenklich..hoffe der TXS bietet dank der höheren A/h etwas mehr Leistung in Bezug der Ausdauer, handling ist ja beim CXS vor allem bei kleineren Verschraubungen toll und stehen tut er auch, leider keine Vergleichsangaben in eurem Test, das wäre ja das Nächstliegende, sollte man meinen, vor allem bei dem günstigeren Preis. Das jetzt keine herkömmlichen Werkzeuge ins Futter passen, wäre für mit ein triftiger Grund so ein Werkzeug nicht zu erwerben...denn wir haben so viele verschiedenen Werkzeuge von versch. Herstellern, da reicht es, daß die Akkus nur bei den selben Herstellern schon nur bedingt austauschbar sind, das werden wir mit den Werkzeugen nicht noch mehr verkomplizieren, auch in den so gelobten Systainer passen kaum Werkzeuge, ich empfinde so etwas schlicht als eine Zumutung seitens des eh schon oft überteuerten Herstellers,obwohl das mal meine erste Wahl war...sehe ich ihn nur noch in ganz wenigen Bereichen als Spitzenhersteller an, zwar gut durchdacht, aber in vielen Bereichen sind andere nicht schlechter aber flexibler und günstiger, was in den heutigen Zeiten bei immer knapper werdenden Gewinnen einen immer wichtigeren Faktor einnimmt...MfG lobito
    lobito 20.11.2015 17:56:52 antworten
  • Irgendwie fehlt der Preisvergleich und wegen geringerer Leistung als so manchem Konkurrenzprodukt müsste man noch einen halben Stern abziehen, denn mehr Power ist immer besser, nur ist klar, dass man nicht mit einem Forstnerbohrer rumwerkelt, stattdessen hätte man an etwas testen sollen, was man auch mit dem Akkuschrauber macht, wozu er gebaut ist, Schrauben fest anziehen zB. oder rostige Muttern auf rostigen Schrauben festziehen oder auf abgenutzem Gewinde wo dann schnell klar wird, wozu ein Akkuschrauber Power braucht.
    Alias Banane 06.11.2015 06:59:06 antworten
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