Zierpflanzen

Rosen pflanzen: 6 Tipps und Tricks für die Rosenpflege

  • Rosen bevorzugen einen sonnigen und luftigen Standort, stehen aber ungerne im prallen Sonnenlicht oder Windzug. Je nach Rosensorte gibt es auch noch weitere Besonderheiten, die Sie beachten müssen.
  • Sie sollten Rosen möglichst im Herbst pflanzen, denn zu dieser Jahreszeit erhalten Sie Pflanzen, die gerade frisch vom Feld kommen. So haben die Jungrosen ideale Voraussetzungen, um Wurzeln und Blüten zu bilden.
  • Bevor junge Rosen eingepflanzt werden, sollten Sie mit einer Gartenschere gekürzt werden. Danach werden die Pflanzen jedes Frühjahr in Form gebracht.

rosen pflanzen und pflegen

Tipps und Tricks: Rosen richtig pflanzen und pflegen. Die Rose gilt als die schönste Zierpflanze im Garten, als die Königin im Blumenbeet. Obwohl die Rose mit ihren Dornen einen robusten Eindruck vermittelt, reagiert sie empfindlich auf stehende Feuchtigkeit und starke Nachtfröste, obwohl viele Rosensorten auch als winterhart gelten. Schützen Sie besonders die sogenannte Veredlungsstelle, die knapp unter der Erdoberfläche zu finden ist.

Für eine dauerhafte Pflanzengesundheit gilt es zudem einige wesentliche Pflegetipps zu beachten. Auch die Pflanzung benötigt eine gewisse Vorbereitung, bevor wurzelnackte Rosen oder Containerpflanzen im Herbst ins Beet dürfen.

Im Folgenden erfahren Sie auf Heimwerker.de Wissenswertes rund um die Pflanzung und Pflege der schönen Rose. Zudem geben wir Ihnen eine Anleitung, wie Sie viele Jahrzehnte Freude an gesunden und blühfreudigen Rosen haben können und warum Sie auf eine Frühjahrspflanzung verzichten sollten.

1. Ansprüche und Standort der Rosen

Weiße Rose im Schatten

Rosen sollten möglichst nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt sein.

Rosen gedeihen am optimalen Standort viele Jahrzehnte, denn er beeinflusst nicht nur ein gesundes Pflanzenwachstum positiv, sondern ebenso auch die farbenfrohe Blütenfülle. Zudem sind Rosen deutlich krankheitsresistenter, wenn Sie den idealen Platz im Garten gefunden haben.

Hier gilt die Regel: Es gibt für jede Rose den passenden Standort, aber keine Rose für jeden Standort. Wenn Sie ein freies Plätzchen im Garten begrünen möchten, sollten Sie sich daher mit einer Kaufberatung nach passenden Rosensorten, wie beispielsweise Edelrosen. im Fachhandel erkundigen.

Generell empfehlen Experten einen sonnigen und luftigen Standort, an dem die Rosen nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt sind – gut geeignet sind Beete in östlicher oder westlicher Ausrichtung. Eine Südlage führt hingegen häufig zu einem ungesunden Hitzestau.

Zudem ist es wichtig, dass die Blätter nach Regenschauern schnell trocknen können, um umherfliegenden Pilzsporen keine Angriffsfläche zu bieten.

Achtung: Pflanzen Sie Rosen nie unter Bäume – hier droht ein Tropfenfall, der die zarten Bütenblätter anfälliger für Krankheitserreger macht.

1.1. Optimales Pflanzsubstrat

Frau pflanzt Rosen in Erde

Besonders junge Rosen benötigen einen nährstoffreichen Boden zum gedeihen.

Neben der idealen Lage spielt auch die richtige Bodenbeschaffenheit eine entscheidende Rolle, wenn Sie gesunde Rosen im Garten halten wollen. Rosen sind starkzehrende Pflanzen, die an einem Standort, an dem vor kurzer Zeit noch alte Rosenkulturen standen, nicht gedeihen können, weil der Boden vollständig ausgelaugt ist. Experten sprechen hier von einer sogenannten Bodenmüdigkeit.

Wenn Sie daher Jungpflanzen an einen alten Standort setzen möchten, muss das Erdreich weiträumig komplett mit humusreicher, frischer Pflanzenerde ausgetauscht werden, um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu ermöglichen.

Zudem sind Rosen Tiefwurzler und benötigen daher einen tiefgründigen, lockeren Boden. Auch in tieferen Regionen muss ein Wasserstau bereits präventiv verhindert werden. Hier kann ein Zusatz von Gesteinsmehl, Sand oder feinem Kiesel die Wasserdurchlässigkeit des Bodens optimieren. Auch schwere Lehmböden müssen auf diese Weise aufbereitet werden. Weiterhin empfehlen Experten für ein gesundes Pflanzenwachstum einen pH-Wert von 6-7.

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2. Vorteile einer Herbstpflanzung

Bei Rosen gilt es zwischen wurzelnackten Exemplaren und Containerware mit Wurzelballen zu unterscheiden. Pflanzen Sie Ihre Rosen immer im Herbst: Rosenfelder der Baumschulen werden jetzt geräumt, sodass wurzelnackte Pflanzen frisch vom Feld in den Garten umziehen können.

Wenn Sie bis zum Frühjahr warten, um Rosen zu kaufen, lagen die Pflanzen bereits einige Monate im Kühlhaus, was der Qualität schadet. Zudem sind jetzt sämtliche Neuzüchtungen vorrätig, wohingegen im Frühjahr viele Sorten bereits ausverkauft sein werden.

Weiterhin haben junge Rosen nach der Herbstpflanzung ausreichend Zeit, neue Wurzeln zu bilden und gut anzuwachsen – solche Exemplare haben gegenüber Frühjahrsrosen einen deutlichen Wachstumsvorsprung! Frostschäden sind über die kalten Monate nicht zu erwarten, da die meisten Neuzüchtungen winterhart sind, lediglich die Verdlungsstelle sollte mit etwas Reisig bedeckt werden.

3. Rosen richtig pflanzen

Rosen werden in Erde gesetzt

Vor der Pflanzung werden Triebe und Wurzeln für ein leichteres Anwachsen gekürzt.

Vor der Pflanzung werden sowohl wurzelnackte Rosen als auch Exemplare mit Topfballen in ein Wasserbad gestellt. Dabei sollte die Pflanze mindestens bis zur Veredlungsstelle im Wasser stehen.

Zudem stellt sich nicht nur die Frage wie, sondern auch wann Sie Rosen pflanzen. Wenn Sie im Herbst pflanzen, sollte die wurzelnackte Pflanze rund acht Stunden Wasser aufnehmen können, im Frühjahr empfehlen Experten eine Zeitspanne von rund 24 Stunden. Containerware wird so lange unter Wasser gehalten, bis der Ballen absingt und keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Nach dem Wässern werden die Triebe mit einer scharfen Gartenschere auf ca. 20 cm zurückgeschnitten, um die Verdunstungsfläche vor dem anstehenden Winter zu reduzieren – pro Trieb bleiben mindestens fünf Knospen erhalten.

Beschädigte, abgestorbene oder kranke Wurzelteile und sogenannte Drehwurzeln, die sich häufig zwischen Erde und Topf bilden, werden entfernt. Feinwurzeln bleiben hingegen erhalten.

Da Rosen tiefreichende, kräftige Wurzeln besitzen, muss das Pflanzloch so tief ausgehoben werden, dass keine Wurzelteile umgeknickt werden. Zudem muss die Veredlungsstelle der Zierblume rund 5 cm unter der Erdoberfläche liegen – nicht zu tief, aber auch nicht zu flach, das ist sehr wichtig für ein gesundes Wachstum.

Zudem ist die Veredlungsstelle so ausreichend vor Spannungsrissen im Winter geschützt. Der Aushub wird mit reifem Kompost oder Hornspänen aufbereitet und abschließend mit dem Fuß leicht verdichtet, um letzte Hohlräume im Erdreich zu schließen.

Tipp: Nach der Pflanzung muss die Rose reichlich angegossen werden. Hier hilft ein kleiner Gießrand, der aus Erde als Ring um die Pflanze angelegt wird – auf diese Weise kann das Wasser nicht seitlich abfließen und bis zu den tiefliegenden Wurzeln vordringen. Im Frühsommer können Sie den Rand wieder einebnen.

Als zusätzlichen Winterschutz empfehlen Experten das Anhäufeln der Rose. Das bedeutet, dass Sie um die Pflanze einen rund 15 cm hohen Erdhügel anschütten, um empfindliche Pflanzenteile vor Nachtfrösten zu schützen. Im milderen Frühjahr wird die Erde schließlich wieder entfernt. Besonders empfindliche Rosensorten können mit einem zusätzlichen Vliesstoff umwickelt werden.

4. Rosen wirksam pflegen

Rosen richtig düngen

Um den Bedürfnissen der Starkzehrer gerecht zu werden, sollten Sie zum Austrieb und erneut im Sommer organischen Dünger oder speziellen Langzeitdünger für Rosen reichen.

Rosen sind am richtigen Standort recht pflegeleicht. Dennoch gibt es einige Rosensorten, die weniger anfällig und daher für unerfahrene Hobbygärtner leichter zu halten sind. Generell vertragen Rosen Staunässe und Wassermangel nur schlecht.

Achten Sie daher darauf, dass das Substrat stets wasserdurchlässig und locker bleibt, sodass die tiefreichenden Wurzeln ausreichend Luft bekommen.

Sobald die oberste Erdschicht trocken ist, wird wieder bewässert. Besonders Jungpflanzen benötigen nach der Herbstpflanzung viel Wasser, um schnell und gut anwachsen zu können. Achten Sie darauf, dass Sie die Blüten und das Laub nicht benetzen, denn nasse Blätter machen die Rosen anfällig für Pilzerkrankungen.

Tipp: Eine zusätzliche Mulchschicht lässt das Bodenwasser langsamer verdunsten und optimiert die Bodenbeschaffenheit.

5. Rosen zur richtigen Zeit schneiden

Rosen werden gestutzt

Rosen sollten jedes Frühjahr gestutzt werden.

Rosen werden vor der Pflanzung eingekürzt, und erneut einmal jährlich im Frühjahr in Form gebracht und von alten Trieben befreit. Für den Auslichtungsschnitt entfernen Sie abgestorbenes oder krankes Holz sowie sich kreuzende oder berührende Triebe. Auch sogenannte Wildtriebe werden möglichst zeitig direkt am Ansatz abgeschnitten.

Nach einigen Standjahren wird der älteste Trieb an der Basis der Rose abgeschnitten. Diese Maßnahme fördert einen frischen Austrieb und erhält auf diese Weise die Vitalität und Blühfreudigkeit der Rose. Wenn Sie Verblühtes zudem regelmäßig auslichten, treibt die Rose viele neue Knospen aus.

Verwenden Sie stets scharfes und sauberes Schneidwerkzeug, um Quetschungen und Krankheitsübertragungen zu vermeiden. Im Fachhandel sind zu diesem Zweck spezielle Rosenscheren für optimale Schnittergebnisse erhältlich. Schneiden Sie Ihre Rosen zudem nie bei Regen oder prallem Sonnenschein – ein bedeckter, frostfreier Tag im Frühjahr eignet sich ideal.

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6. Rosen und Stauden gekonnt kombiniert

Ausreichende Pflanzabstände beachten

Stauden betonen die Schönheit der Rosen, dürfen die Königin im Beet aber nicht bedrängen. Es ist daher besonders wichtig, dass der Wurzelhals der Rose stets frei bleibt und dass die Stauden keine Wurzelkonkurrenz darstellen.

Die Rose gilt als die Königin unter den Blumen. Edel in ihrer Erscheinung thront sie im Blumenbeet und verstrahlt einen ganz besonderen Glanz.

Mit bewusst gewählten Stauden in unmittelbarer Rosennähe lassen sich die Einmaligkeit und Formschönheit beider Pflanzen gezielt hervorheben.

Besonders gerne werden kleinwüchsige Stauden zur Begrünung des Rosenbeetes gewählt. Viele Stammrosen und Rosenbäumchen bilden wunderschöne Blüten aus, der Untergrund bleibt jedoch kahl und unattraktiv. Mit immergrünen Bodendeckern oder ungewöhnlichen Blattschmuckstauden lässt sich der Rosenstamm und die dunkle Erde leicht kaschieren und somit gekonnt in Szene setzen.

So erhalten Sie in Ihrem Garten nicht nur eine beeindruckende Form- und Farbenvielfalt, sondern unterstützen den durch Monokulturen belasteten Gartenboden durch das Setzen vielfältiger Pflanzen.

6.1. Rosen und Lavendel kombinieren

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Rosen und Lavendelpflanzen profitieren voneinander und optimieren die Bodenbeschaffenheit.

Wussten Sie schon, dass die Kombination von Rosen und Lavendel ein absoluter Klassiker ist?

Dabei sind die Standortansprüche von Rosen und Lavendel eigentlich eher unterschiedlich: Rosen benötigen einen kräftigen, nährstoffreichen Boden, Lavendel dagegen liebt es eher karg und trocken.

Wenn Sie dennoch nicht auf diese klassische Zusammenstellung verzichten wollen, sollten Rosen und Lavendel in Gruppen mit ausreichendem Abstand zueinander gepflanzt werden, so lassen sich die unterschiedlichen Nährstoffansprüche besser berücksichtigen.

ußerdem ist es ratsam, Lavendel im Frühjahr regelmäßig kräftig zurückzuschneiden, um die Pflanze zu verjüngen und das ausladende Pflanzenwachstum besser zu kontrollieren.

Die Kombination von Lavendel und Rosen steht außerdem im Ruf, unliebsame Blattläuse fernzuhalten. Auch wenn dies nicht immer zutrifft, lohnt sich der Versuch in jedem Fall, schon aufgrund des attraktiven Bildes, das beide Pflanzensorten gemeinsam abgeben.

6.2. Gräser und Duftstauden als Rosenbegleiter

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Lange Halme unterschiedlicher Gräser betonen die prächtige Rosenblüte.

Es gibt viele weitere, gut geeignete Alternativen im Staudenreich, bei denen es sich ebenfalls lohnt, sie in Kombination mit Rosen anzupflanzen.

Versuchen Sie es doch einmal mit Salbei (Salvia nemorosa), der nach einem Rückschnitt nach der ersten Blüte ein zweites, manchmal sogar ein drittes Mal blüht. Flammenblume (Phlox paniculata) oder Ehrenpreis (Veronica spicata) sind weitere tolle und pflegeleichte Rosenbegleiter.

Auch hoch- und aufrechtwachsende Gräser bilden einen ansprechenden Kontrast zur dornigen Rose. Die filigrane Beschaffenheit der Wedel geben einem Rosenbeet beschwingte Leichtigkeit und fördern eine harmonische Natürlichkeit.

Besonders gut eignet sich das Reitgras (Calamagostis x acutiflora “Karl Förster”). Auch Chinaschilf (Miscanthus sinensis) sorgt mit seinem aufrechten Wuchs sowie den duftigen, silbrig weißen Blütenständen für Spannung und verlängert mit einer interessanten Herbstfärbung die Attraktivität des Beetes.

Tipp: Gräser werden im Herbst nicht geschnitten. Neben einer abwechslungsreichen Struktur gewährleisten sie so auch im Winter bei Rauhreif eine außergewöhnliche Optik.