Kaufberatung zum Santokumesser Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Santokumesser punkten in diversen Internet-Tests zu Kochmessern mit Schärfe, Griffigkeit und edlem Design. Die meisten Modelle haben Profi-Qualität, die Sie mit Blick auf das Material erkennen können.
  • Damaststahl ist das mit Abstand hochwertigeste Material für ein Santokumesser. Die besten Santokumesser sind darüber hinaus aus einem Stück geschmiedet, was für einen fugenlosen Übergang von der Klinge zum Griff sorgt.
  • Der Holzgriff sorgt dafür, dass das Santokumesser nicht spülmaschinenfest ist. Mit Blick auf die Länge der Klinge eignet sich das Santokumesser zum Schneiden von Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch.

santokumesser-test

Santoku ist ein Universalmesser für die drei am häufigsten in der Küche verwendeten Zutaten: Fleisch, Gemüse und Fisch. Sein Name bedeutet übersetzt auch so viel wie „die drei Tugenden“. Die breite Klinge macht die Handhabung sehr einfach. Worauf es darüber hinaus ankommt, wenn Sie ein Santokumesser kaufen möchten, haben Hobbyköche bereits in diversen Santokumesser-Tests im Internet verraten. Deren Tipps hat die Redaktion von Heimwerker.de recherchiert und in der folgenden Kaufberatung 2021 zusammengestellt.

1. Wie sieht ein Santokumesser aus?

Zum Vergleich

Europäische Messer sind meist in U-Form geschliffen und haben eine dickere Klinge. Das macht die Klingen robuster.

Der Griff eines Santokumessers ist schlank und hoch angesetzt. Die Oberkante der Klinge und die Oberseite des Griffs verlaufen in einer Linie, sodass die Finger zwischen Messergriff und Schneidunterlage viel Platz haben. Die Schneide ist fast ganz gerade, was das Schneiden unterschiedlicher Zutaten sehr erleichtert.

Allerdings ist der praktische Wiegeschnitt, wie er für Kräuter sehr vorteilhaft ist, nicht so gut möglich. Ein besonderes Kennzeichen ist der V-förmige Schliff der Klinge, wodurch das Messer besonders scharf wird. Einige Messer sind nur einseitig geschliffen. Für die Klingen verwenden die Hersteller einen besonders harten Stahl, der dennoch elastisch ist.

2. Welche verschiedenen Santokumesser gibt es?

Das klassische Santokumesser ist immer häufiger in europäischen Küchen zu finden. Dabei sind laut diversen Santokumesser-Tests im Internet leicht abgewandelte Formen entstanden wie die folgende Tabelle zeigt:

Messer-Typ Eigenschaften
kleine Santokumesser

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  • nicht länger als 17 cm
  • handlich
  • schneidet kleine Mengen
Santokumesser mit Kullenschliff

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  • Vertiefungen in der Klinge sorgen dafür, dass das Schnittgut nicht haften bleibt
  • leichteres Schneiden von Fleisch und Fisch
Santokumesser mit gehämmerter Klinge

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  • besonders scharf und robust
  • hohe Qualität
  • Schnittgut bleibt nicht haften

3. Santokumesser – wofür sind sie gedacht?

Die Frage, wofür Santokumesser eingesetzt werden, erklärt sich relativ leicht: Wie bei allem kommt es auch beim Kochen auf gutes Werkzeug an. Es macht einen großen Unterschied, ob ein stumpfes Messer das Gemüse zerquetscht oder ob ein hochwertiges, scharfes Messer das Gemüse akkurat zerschneidet. Mit einem Santokumesser macht das Kochen deutlich mehr Spaß, weil sich Lebensmittel leichter schneiden lassen und dabei appetitlich aussehen. Im Grunde genommen sind Santokumesser Allzweckmesser. Durch den spitzen Winkel beim Schleifen der Klinge lässt sich Gemüse besonders fein schneiden. Die Zutaten, wie Gemüse, Fleisch und Fisch, werden damit beim Schneiden nicht zerquetscht.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Hobbyköche in diversen Santokumesser-Tests im Internet sind sich einig: Die Messer sind nicht nur für Profis sehr gut geeignet. Auch unerfahrene Hobbyköche können damit sehr schnell gute Ergebnisse erzielen, weil sie einfach zu handhaben sind. Allerdings gibt es kaum Messer in der Kategorie der günstigen Santokumesser.

4. Welche Materialien eignen sich für ein Santokumesser laut Tests im Internet am besten?

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Das Material des Santokumessers bedingt die Schärfe, die Schnittfähigkeit und die Robustheit.

Europäische Hersteller verwenden sehr unterschiedliche Materialien für die Herstellung ihrer Santokumesser. Dabei zeigt sich, dass die Art des Stahls sowie die Lagen für einen deutlichen Qualitätsunterschied sorgen. Mehrlagige Klingen sind sehr hart, sehr schnitthaltig, zäh, robust und haben dennoch eine tolle Optik.

Allerdings können mehrlagige Klingen bei falscher Handhabung Schaden nehmen und ausbrechen. Ein ähnliches Dilemma zeigt sich auch bei Klingen aus Keramik: Sie sind hart, schnitthaltig, bleiben lange scharf, sind pflegeleicht und günstig. Allerdings sind sie unflexibel, anfällig für Schäden, wie etwa Ausbrüche. Keramikklingen haben beispielsweise Santokumesser von Sabatier.

4.1. Yasuki-Stahl, rostfreier Stahl und pulvermetallurgischer Stahl – drei Materialvarianten, drei unterschiedliche Materialeigenschaften

Sogenannter Yasuki-Stahl (dabei handelt es sich um traditionellen, aber nicht rostfreien Stahl) hat diese Vor- und Nachteile:

    Vorteile
  • extrem hart
  • sehr scharfe Klinge
  • schnitthaltig
  • leicht nachzuschärfen
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
    Nachteile
  • rostet leicht
  • braucht Pflege
  • Anwendungsfehler können das Messer beschädigen

Klassischer rostfreier Stahl ist die Materialgrundlage für Santokumesser von WMF oder Santokumesser von Wüsthof. Dieses Material bietet diese Vor- und Nachteile:

    Vorteile
  • rostfrei
  • braucht kaum Pflege
  • gute Schneideigenschaften und Härtegrade
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (bei Verzicht auf Damast-Optik)
    Nachteile
  • weniger hart als der originale, japanische Stahl
  • weniger scharf
  • weniger schnitthaltig

Pulvermetallurgischer Stahl ermöglicht durch eine individuelle Zusammensetzung höhere Schärfe- und Härtegrade. Das macht Messer weniger bruchanfällig. Allerdings ist die Herstellung teuer und aufwändig und die Messer lassen sich nicht von Anfängern schleifen.

4.2. Damast mit Kernlage und wilder Damast – das unterscheidet diese hochwertigen Materialien

Damast mit Kernlage ist im Grunde genommen kein echter Damast. Santokumesser von Zwilling gibt es beispielsweise als Damast-Santokumesser mit Kernlage. Dieses Material bietet folgende Vor- und Nachteile:

    Vorteile
  • sieht aus wie ein echtes Damastmesser
  • Schichten sorgen für mehr Elastizität
    Nachteile
  • harter Kern kann bei falscher Handhabung ebenfalls ausbrechen
  • hoher Produktionsaufwand für die Optik macht die Messer teuer

Wilder Damast ist das mitunter teuerste Material aus dem Damast-Santokumesser gearbeitet werden können. Vor allem die Herstellung macht dieses Material sehr kostenintensiv. Allerdings gibt es auch diverse Vorteile:

    Vorteile
  • Kombination aus verschiedenen Stahlsorten
  • tolle Optik durch das Damast-Muster
  • Santokumesser sind handgeschmiedet
  • langlebig
    Nachteile
  • sehr teuer (Damast-Santokumesser kosten im dreistelligen Bereich, nach oben hin gibt es kaum Grenzen)

Hinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Laut diversen Berichten in Santokumesser-Tests im Internet gelten Santokumesser mit Holzgriff als traditionelle Messer. Meist besteht der Griff aus Buchenholz, Olivenholz, Pflaumenholz, Ahorn-Wurzelholz, Walnussholz oder Magnolienholz. Kunststoffgriffe sind hingegen eher die Wahl von europäischen Herstellern.

5. Wie bekommen Sie ein Santokumesser wieder scharf?

santokumesser-kaufen

Mit einem japanischen Wasserstein lässt sich das Santokumesser gut schärfen. Das funktioniert allerdings nur bei hochwertigen Santokumessern.

Damit das Santokumesser sehr scharf bleibt, ist es notwendig, es von Zeit zu Zeit zu schärfen. Dazu eignet sich ein japanischer Wasserstein am besten. Dieser japanische Schleifstein ist ein Naturwasserstein, ein Schleifstein, der für sein schnelles Schärfvermögen bekannt ist.

Die Körnung sollte besonders fein sein. Zum Schärfen muss der Stein gut feucht sein. Mit kreisenden Bewegungen wird das Messer wieder scharf. Besonders stumpfe Messer, die lange Zeit vernachlässigt wurden, können zuerst mit einer groben Körnung zwischen 100 und 400 vor- und anschließend mit einem feineren Stein nachgeschliffen werden.

Da Santokumesser sehr scharf werden, ist äußerste Vorsicht beim Schärfen geboten, damit es nicht zu einem Unfall durch eine kleine Unachtsamkeit kommt.

Wichtiger Hinweis zum Santokumesser schärfen: Niemals einen Wetzstahl für das Schärfen eines Santokumessers verwenden. Nur mit einem japanischen Wasserstein werden hochwertige Santokumesser schnell wieder scharf.

6. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Santokumesser-Vergleich

6.1. Santokumesser – für was gibt es nicht rostfreie Messer?

Rostfreier Stahl lässt sich mit moderner Technologie ganz leicht herstellen. Doch viele Köche verwenden japanische Messer, die rosten können. Sie haben die Vorteile, dass sie besonders scharf sind und sich leicht nachschärfen lassen. Die Klingen weisen einen höheren Härtegrad auf und die Schneidkante ist besonders zäh und flexibel. Das trägt zu einer besseren Schneidfähigkeit bei.

6.2. Welche Marken bieten Santokumesser an?

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Das Santokumesser ist ein praktischer Allrounder in der Küche. Damit wird das Messer zum beliebten Küchenwerkzeug für Hobby- und Profiköche.

Die bekannten Hersteller von Küchenutensilien bieten mittlerweile ebenfalls Santokumesser an. Es gibt beispielsweise Santokumesser von Zwilling, Santokumesser von WMF, Santokumesser von Wüsthof, Santokumesser von Sabatier, Santokumesser von Henssler, Santokumesser von Kai Shun, Santokumesser von Kitchenaid, Santokumesser von Thomas, Santokumesser von Solingen und Santokumesser von Thermomix (also vom Hersteller Vorwerk). Auch weniger bekannte Namen, beispielsweise Nesmuk, Rösle und Tojiro haben Santokumesser im Sortiment. Die Stiftung Warentest hat Santokumesser zwar nicht selbst getestet, verweist aber auf einen Santokumesser-Testseiger von Zwilling. Günstige Santokumesser konnten beim Schneiden nicht überzeugen.

6.3. Wo sollten Sie Ihr Santokumesser aufbewahren?

Santokumesser gehören nicht in die Besteckschublade. Dafür sind sie zum einen zu scharf und es besteht eine hohe Verletzungsgefahr. Zum anderen ist das Messer dort eher Feuchtigkeit ausgesetzt. Ein Santokumesser-Set mit Messerblock ist beispielsweise eine gute Aufbewahrungsmöglichkeit. Einige Hersteller bieten auch spezielle Taschen oder Boxen als Zubehör an.

6.4. Wie schwer ist ein Santokumesser?

Ein schweres Messer erleichtert es, harte Materialien ohne viel Kraftaufwand zu schneiden. Ist ein Messer allerdings zu schwer, hat das schnellere Ermüdung zur Folge. Die besten Santokumesser wiegen unter 200 Gramm.

6.5. Wo gibt es Santokumesser zu kaufen?

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Zahlreiche bekannte Hersteller, wie etwa WMF, Wüsthof und Zwilling haben mittlerweile Santokumesser mit unterschiedlichen Klingernlängen im Sortiment.

Santokumesser gibt es mittlerweile in vielen Geschäften und Onlineshops zu kaufen. Bei den meisten Onlineshops erfolgt die Lieferung innerhalb weniger Tage. Wenn Sie ein handgeschmiedete Santokumesser suchen, sollten Sie sich an einen Shop wenden, der sich auf japanische Messer spezialisiert hat. Dadurch, dass sich diese Messer so großer Beliebtheit erfreuen, gibt es mittlerweile überall die unterschiedlichsten Angebote, hier und da gibt es sogar Santokumesser bei Aldi.

6.6. Worin unterscheiden sich Santokumesser aus Japan von den europäischen Santokumessern?

Santokumesser aus Asien sind von professionellen Schmieden in Handarbeit aus Damaststahl hergestellt. Das erklärt den hohen Preis für einzelne Messer. Dafür ist allerdings jedes Messer, egal, ob es sich um ein kleines Santokumesser oder ein Santokumesser mit einer Klinge über 14cm oder 18cm handelt, um ein Unikat. Santokumesser aus Europa sind günstiger, denn es handelt sich meist um industriell gefertigte Messer. Sie sind nur selten aus echtem Damaszenerstahl. Die Klinge ist nicht in V-Form, sondern in U-Form geschliffen. Insgesamt sind die europäischen Santokumesser robuster.

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