Zierpflanzen

Wassergarten: Wasserpflanzen pflanzen und pflegen

  • Wasserpflanzen unterschieden sich grundlegend in zwei Kategorien: Die untergetauchten Wasserpflanzen oder Schwimmblattpflanzen. Letztere eignen sich eher für einen Wassergarten, da Ihre Blätter und Blumen sichtbarer sind.
  • Freischwimmende Wasserpflanzen sind nicht mit Erde verwurzelt und können deswegen problemlos in Kübeln auf Terrasse oder Balkon gehalten werden.
  • Während beheimatete Pflanzen das ganze Jahr über im Wasser verweilen können, sollten Sie exotische Exemplare ins Haus holen.

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Wasserpflanzen sind Pflanzenarten, die ständig oder meistens im oder am Wasser leben. Entweder sie sind überwiegend unter der Wasseroberfläche (untergetauchte / submerse Pflanzen) oder die Planzen bzw. ihre Blätter und Blüten schwimmen auf der Wasseroberfläche (Schwimmblattpflanzen).

Für die Gestaltung eines kleinen Wasserbeckens kommen am ehesten die Schwimmblattpflanzen in Frage – sie unterteilen sich in freischwimmende Pflanzen und in im Schlamm wurzelnde Pflanzen, deren Schwimmblätter und Blüten nach oben treiben. Die für Sie passenden Pflanzen finden Sie in unserer Wasserpflanzen-Übersicht (siehe unten).

Wasserpflanzen sind sehr aktiv: Denken Sie nur an Schilf, Rohrkolben oder Seerosen. Wo diese Gräser und Stauden ungehindert wachsen können, wuchern sie eine Wasserstelle früher oder später zu.

Für Wasserbecken auf Balkon und Terrasse sind deshalb nur ausgewählte Arten geeignet, so haben sich zum Beispiel Wasserschwertlilien als pflegleichte und genügsame Wasserpflanzen bewährt. Sie blühen auch in kleinen Becken jedes Jahr im Frühjahr auf.

Auf Heimwerker.de erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das Thema Wasserpflanzen und Co.

1. Schwimmblattpflanzen – freischwimmende Pflanzen

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Schwimmende Wasserpflanzen können Sie auch in Kübeln und Töpfen halten.

Kleine Schwimmer wie der Schwimmfarn (Azolla), Wasserlinsen (Lemna) oder Wassersalat (Pistia) breiten sich sogar in flachen Schalen oder in Gläsern aus. Sie treiben auf der Oberfläche dahin und treiben weiße Wurzeln in das Wasser, die sie mit gelösten Nährstoffen und mit Flüssigkeit versorgen.

Viele schwimmende Wasserpflanzen bevorzugen einen sonnigen Standort, sind aber auch mit einem halbschattigen Zuhause zufrieden. Kalkarmes Wasser wird klar präferiert.

Für den Balkon oder Garten sind Kästen oder Kübel geeignet, die ihre Abdichtung durch eine Auskleidung mit Teichfolie bekommen.

Zum Schwimmfarn, Wasserlinsen etc. können Wasserhyazinthen (Eichhornia) gesellt werden, die im Sommer schöne blaue Blüten hervorbringen. Diese Exoten kommen in tropischen Ländern wild vor, wo sie selbst große Seen überwuchern.

In diesem Fall sind die Teichpflanzen eher lästig, als gerne gesehen. Ihr Ausbreitungsdrang stoppt aber vor nördlichen Regionen. Einige dieser Wasserpflanzen kann jede Wasserstelle gut vertragen. Wenn sie zu sehr wuchern, werden sie einfach abgefischt.

Hinweis: Abfischen von Schwimmern ist zum Überwintern von Wasserpflanzen ohnehin nötig oder sie kommen mitsamt dem Wasserbecken ins Haus. Das gilt übrigens auch für den Wassersalat und den Wasserfarn, die beide frostempfindlich sind.

Wasserlinsen können dagegen draußen bleiben, zumal sie auch in europäischen Teichen ganzjährig im Freien grünen. Die winzigen Pflänzchen erholen sich im Frühjahr wieder von Eis und Schnee.

2. Schwimmblattpflanzen – wurzelnde Wasserpflanzen richtig pflanzen

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Seerosen bilden lange Wurzeln bis auf den Grund des Wasser aus.

Neben den “Freischwimmern”, die wie die Wasserhyazinthe oder die Wassernuss auf Luftpolstern treiben, wurzeln andere Arten im Schlamm und treiben Schwimmblätter nach oben. Diese Wasserpflanzen können Sie besonders gut in Ihren Gartenteich pflanzen. Die Pflanzen benötigen eine Wassertiefe von mindestens 40 cm.

Die Zwergseerose (Nymphaea alba Minor) eigen sich sogar für flachere Wasserbecken auf dem Balkon, wenn sie ein möglichst tiefes Gefäß und eine ausreichende Bodenschicht bekommt.

Gewöhnliche Gartenerde, vorzugsweise lehmige Erde, ist dazu gut geeignet. Es muss kein spezielles Wasserpflanzensubstrat sein. Das gilt übrigens auch für andere im Boden wurzelnde Arten, die zwar nicht zu den Schwimmern zählen, die aber durchaus schöne Gewächse bilden.

Neben anderen lassen sich beispielsweise Wasserschwertlilien, Wollgras, Sumpfdotterblumen und Wasserhahnenfuß in Wasserbecken ansiedeln. Neben der Wasserversorgung brauchen diese Gewächse keine besondere Pflege. Die tropischen Arten müssen natürlich vor Kälte geschützt werden.

Bewegung im Wassergarten

Eine kleine Pumpe mit Sprudler kann Bewegung in einen größeren Wassergarten bringen. Eine Solarpumpe lässt sich per Solarmodul betreiben.

Jungpflanzen gibt es von allen Arten in der Wasserpflanzenabteilung von Gartenmärkten und Staudengärtnereien sowie in speziellen Wasserpflanzenbetrieben. Eine Bezugsquelle kann aber auch der eigene Gartenteich sein.

Im Frühjahr ist ohnehin eine gute Gelegenheit zur Teilung von Wasserpflanzen, wobei eine Menge Jungpflanzen zum Verschenken oder für kleine Wassergärten auf Balkonen, Terrassen oder auch andernorts im Garten anfallen.

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Ein Fass eignet sich wunderbar, um einen eigenen kleinen Wassergarten zu bauen.

3. Wassergärten: Pflege, Überwinterung und Gestaltung

Die Versorgung von kleinen Wassergärten im Weinfass oder Zinkkübel ist einfach. Vor allem muss regelmäßig das verdunstete Wasser nachgefüllt werden.

Entfernen Sie welke Blätter und andere Pflanzenteile. Schöne Samenstände etwa beim Rohrkolben oder beim Igelkolben bleiben natürlich erhalten.

Algen sind leicht in den Griff zu bekommen: Diese Wasserpflanzen lassen sich abfischen und kompostieren. Heimische Wasserpflanzen können im Winter draußen bleiben. Ihnen schadet es nicht, wenn das Wasser völlig zufriert.

Tipp: Wasserhyazinthen, Zwergseerosen, Wassersalat und andere Exoten oder frostempfindliche Hybriden brauchen im Winter einen frostfreien Platz im Haus. Sie kommen am besten wie Kübelpflanzen in einem hellen, aber kühlen Quartier durch die kalte Jahreszeit.

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