Gartenwege

Steintreppe – Treppe aus Stein pflastern mit Bruchstein

Steintreppe im Garten

Materialliste
  • Steine
  • Spaten
  • Schaufel
  • Kies
  • Natursteinmörtel
  • Wasser
  • Maurerkelle
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Gummihammer

Treppe pflastern mit Beton oder Bruchstein – Höhenunterschiede lassen sich im Garten mit Steintreppen dekorativ überwinden. Um diese anzulegen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Platten oder Blockstufen aus Beton, wie sie oft verwendet werden, sind eine gute Möglichkeit, massive und stabile Treppenstufen im Garten zu montieren. Eine schicke Alternative sind robuste, elegante oder farbenfrohe Natursteine – beispielsweise Bruchsteine. Sie liefern eine natürlichere Optik und sind besonders in mediterranen Gärten gerne gesehen.

Die große Anzahl von Steinarten und -formen gibt jedem Hobbyhandwerker endlos viele Möglichkeiten, die Steinarbeiten ganz nach Belieben durchzuführen. Im Folgenden finden Sie inspirierende Beispiele für schöne Treppen aus Stein.

1. Der richtige Stein für die Treppe

Histrorische Steintreppe
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Damit das Pflaster rutschfest und frostsicher ist, sollten die gewählten Natursteine möglichst flach, aber dennoch massiv sein. Das passende Aussehen liegt im Auge des Betrachters: Schiefer überzeugt durch seine extravaganten Bruchkanten, Gneis besticht durch die vielfältigen Mustervariationen, Granit ist sehr wetterfest und robust gegenüber UV-Bestrahlung und Frost.

Sehr schön zu verarbeiten, aber leider nicht frostsicher sind folgende Steinarten: Sandstein, Porphyr und Kalkstein. Es gilt daher bereits vorab zu entscheiden, welche Optik und Haptik man mit seinem Endprodukt erreichen möchte.

Information: Im Fachhandel werden Sie diesbezüglich umfassend beraten.

2. Der Treppenaufbau

Für eine Außentreppe gelten folgende Maße als Richtlinie für die Planung. Die Auftrittsbreite sollte bei mindestens 63 cm und die Auftrittstiefe bei etwa 29 cm liegen; die Tritthöhe sollte etwa 12 bis 15 cm betragen. So gerät man nicht ins Stolpern und der natürliche Gang wird nicht gestört.

Steintreppe als Hausaufgang
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3. Die Treppe pflastern

Beim Treppenbau arbeitet man sich sorgfältig von unten nach oben vor; das heißt, man beginnt ebenerdig mit der ersten Stufe. Mit einem Spaten wird zunächst die grobe Form der Treppe in den gewählten Hang gegraben und mit einer Schaufel ausgebessert.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass im ebenerdigen Boden – dort wo die erste Trittstufe hinkommen soll – eine kleine Grube benötigt wird. Die erste Trittstufe kann man nun 10 cm hoch mit Kies befüllen; danach wird dieser verdichtet und plan abgezogen. Um dem Werkstoff etwas Halt zu geben, hilft eine Schalung aus Holz weiter. Darauf wird Natursteinmörtel einige Zentimeter dick aufgetragen und mit einer Maurerkelle gleichmäßig verteilt. In diesem dicken Mörtelbett können die Steine gut ausgerichtet werden. Beim Ausrichten muss auf ein einheitliches Höhenniveau, eine einheitliche Tiefe und gleichbleibende Überstände geachtet werden – hier helfen Wasserwaage, Zollstock und Gummihammer weiter.

So arbeitet man sich Stufe für Stufe nach oben, bis die gesamte Treppe mit Steinen besetzt ist. Die Stufen werden mit einem Gefälle von 1 bis 2 cm nach vorn eingesetzt, damit sich Regen- oder Spritzwasser nicht auf den Stufen sammelt.

4. Steintreppe im Haus verschönern – Beratung und Anleitung

Wie Sie sehen, bietet der Bau einer Steintreppe im Außenbereich nahezu grenzenlose Möglichkeiten, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Was jedoch, wenn schon eine Steintreppe vorhanden ist, die sich noch dazu im Haus befindet, aber nicht mehr ansehnlich ist? Heimwerker.de beantwortet Ihnen die wichtigsten Fragen rund um die Steintreppen-Renovierung und -Sanierung.

4.1. Steintreppe im Haus erneuern – muss die alte Treppe weg?

Steintreppe verkleiden mit Holz oder Laminat

Bevor Sie eine Steintreppe abreißen und neu machen lassen, können Sie die Treppe mithilfe von Laminat verkleiden und das Ambiente im Haus verändern.

Das Problem ist weit verbreitet und sicherlich vielen Treppenbesitzern bekannt: Insbesondere ältere und in die Jahre gekommene Steintreppen sind oft nicht mehr ansehnlich und bereiten beim Betreten keine Freude. Die Marmortreppen mit bunten und chaotischen Waschbetonmustern der 60er Jahre mögen einmal modern gewesen sein, heute würde aber wohl kaum jemand eine solche Treppe bauen.

Umso verständlicher ist daher in vielen solcher Fälle der Wunsch nach einer neuen Treppe. Das muss aber nicht unbedingt sein. Denn: Der Komplettabriss einer alten Steintreppe im Haus ist nicht nur mit recht hohen Kosten und viel Aufwand verbunden, sondern meistens gar nicht nötig.

In vielen Fällen können Sie ihrer Stein- oder Betontreppe mit einfachen Mitteln ein komplettes Makeover verpassen und sie so nachhaltig verschönern.

4.2. Steintreppe verschönern: Welcher Weg ist der richtige?

Der beste Weg, eine alte Steintreppe zu renovieren, richtet sich ganz nach Ihren individuellen Vorstellungen. Heutzutage wünschen sich viele Treppenbesitzer einen eher schlichten und modernen Look auf Ihren Treppenstufen. Dieser lässt sich mit verschiedenen Materialien und Techniken verwirklichen.

Eine der einfachsten Methoden, eine Steintreppe zu sanieren, ist das Aufkleben von Fliesen. Wenn Sie sich für eine Optik aus vielen kleinen Fliesen entscheiden, müssen Sie diese gegebenenfalls nicht einmal mehr zurechtschneiden, sondern können die Stufen nach Herzenslust verzieren. Durch das Aufbringen größerer Fliesen auf alte Steintreppen lässt sich dafür ein ebenmäßigeres Bild erzeugen. Durch die riesige Auswahl kann einer gefliesten Treppe dabei jedes Aussehen verliehen werden – von modern und minimalistisch über helle, einladende Farben bis hin zu einem naturbelassenen Look etwa durch die Verwendung von Fliesen in Schieferoptik.

Möchten Sie eine alte Steintreppe im Haus durch Holz verschönern, bietet sich Laminat als Bodenbelag an. Eine Treppe in Holzoptik wirkt häufig gemütlicher und wohnlicher als geflieste Steintreppen; auch ein nahtloser Übergang von Treppen- zu Bodenbelag ist sehr einfach möglich, wenn auf beiden Oberflächen das gleiche Laminat verwendet wird.

Bei gewendelten Treppen ist das Aufbringen von Laminat dabei etwas aufwändiger als bei geraden Treppen, da die einzelnen Winkel auf das Laminat übertragen und dieses dann sauber zugeschnitten werden müssen. Einen sauberen Abschluss an den Treppenkanten lässt sich durch Stufenschienen erreichen, die einfach auf die passende Länge gekürzt werden können.

4.3. Kann ich Lack oder Linoleum benutzen, um meine Steintreppe zu renovieren?

Neben den beiden Möglichkeiten gibt es auch alternativ die Variante, eine alte Steintreppe zu lackieren. Am besten funktioniert dies bei sehr glatten Oberflächen wie beispielsweise auf Marmortreppen. Beim Lackieren einer alten Treppe wird aber nur sehr schwer ein so ebenmäßiges Bild entstehen, wie das Verkleiden mit Fliesen oder Laminat es ermöglicht. Das Risiko, dass Ihre Treppe nach dem Lackieren nur „angemalt“ aussieht, ist recht hoch, vor allem beim Lackieren durch unerfahrenere Heimwerker.

Auch das Aufkleben von Linoleum ist zwar einfach, auch lässt sich Linoleum besser zurechtschneiden als andere Treppenbeläge. Hier muss allerdings zwischen dem Aufwand und dem Ergebnis abgewogen werden – Linoleum ist einfach zu verarbeiten, bietet aber nur in den allerseltensten Fällen ein ebenso schönes Ergebnis wie Laminat oder Fliesen.

Unser Heimwerker.de-Tipp ist daher: Greifen Sie bei der Steintreppen-Renovierung ruhig zu Fliesen oder Laminat. Auch hier ist der Aufwand übersichtlich und das Ergebnis wird für sich selbst sprechen. Viel Erfolg!