Kaufberatung zum Wassermelder Test bzw. Vergleich 2022

Das Wichtigste in Kürze
  • Die besten Wassermelder arbeiten per Widerstandsmessung. Das bedeutet: Sobald Wasser zwischen die Messfühler gerät, entsteht eine Verbindung – und der Wassermelder schlägt Alarm.
  • Der Alarm sollte – so wünschen es sich die Nutzer in diversen Wassermelder-Tests im Internet – akustisch erfolgen. Wer bereits im smarten Zuhause lebt, sollte auf eine Smart-Home-Anschlussmöglichkeit achten.
  • Nach wie vor sind viele Wassermelder batteriebetrieben. Die Vorteile liegen dabei im flexiblen Einsatz des Wassermelders. Diesen ziehen die Nutzer laut diversen Wassermelder-Tests im Internet dem Stromanschluss vor.

wassermelder-test

Wenn es zuhause zu einer Überschwemmung kommt, geschieht dies meist unbemerkt. Grund dafür: Das Wasser tritt oft an Orten ein, die nicht ständig im Blick sind, wie bei der Waschmaschine im Keller, unter dem Küchenschrank oder neben einer Pumpe. Kleine Wasserwächter sind hier eine kostengünstige Lösung, um große Schäden zu verhindern. Die kleinen Geräte geben einen schrillenden Alarmton von sich, wenn sich die Katastrophe anbahnt. Moderne Wassermelder senden per WLAN ein Signal, meist eine Textnachricht auf das Smartphone.

Doch worauf kommt es an, wenn Sie einen Wassermelder kaufen möchten? Seitens der Hersteller bekommen sie vornehmlich klassische Kaufkriterien mitgeteilt – also Größe, Höhe, Breite, Länge, Gewicht, Design und Farbe. In diversen Wassermelder-Tests im Internet konnte die Redaktion von Heimwerker.de jedoch noch zahlreiche weitere Kaufkriterien recherchieren. Heimwerker erklärten beispielsweise, dass eine Kabellänge über fünf Metern wichtig sei sowie eine einfache Art der Montage. Nutzer berichteten davon, wie wichtig eine lange Batterie-Lebensdauer (von über fünf Jahren) sowie die Möglichkeit zur Vernetzung im Smart-Home sei.

Diese und viele weitere Hinweise hat die Redaktion von Heimwerker.de in der folgenden Kaufberatung 2022 ausformuliert und im Wassermelder-Vergleich übersichtlich dargestellt.

wassermelder-guenstig

Einen Wasserschaden zu beheben, ist eine aufwändige, teure und nervenzehrende Aufgabe. Oft müssen Trocknungsgeräte aufgestellt werden, die die Feuchtigkeit über Schläuche aus dem Boden ziehen. Das kann mehrere Woche dauern und geht mit einer ungemütlichen Wohn- und Geräuschkulisse einher. Die Investition in einen kleinen Wassermelder könnte das verhindern.

1. Was ist ein Wassermelder genau?

Rauchmelder kennt mittlerweile jeder. Sie rufen zwar nicht die Feuerwehr und löschen auch den Brand nicht, aber sie geben schon bei geringsten Anzeichen für ein Feuer ein akustisches Signal und haben so schon viele Leben gerettet.

wassermelder-sensor

Optisch und funktional erinnert der Wassermelder an einen Rauchmelder. Den Rauchmelder installieren Sie an der Decke. Der Alarm ertönt, sobald Rauch sich dem Gerät nähert. Den Wassermelder platzieren Sie in Fußbodennähe. Kommt Wasser an die Sensoren, ertönt hier das Warnsignal.

Ganz so dramatisch enden die wenigsten Wasserschäden, aber dennoch kann Wasser kostspielige Schäden anrichten. Daher ist ein Wassermelder eine lohnende Investition. Er warnt vor Wasser. Das kann beispielsweise ein Wassermelder im Keller sein oder ein Wassermelder für den Pumpenschacht. Er warnt, wenn bei starkem Regen Wasser in den Keller eindringt oder wenn der Schlauch der Waschmaschine oder des Geschirrspülers geplatzt ist und eine Überschwemmung droht. Der Wassermelder verhindert nicht, dass die Badewanne überläuft, aber er schlägt früh Alarm, sodass Sie Zeit haben, Schlimmeres zu verhindern.

Es gibt einfache, netzbetriebene Wassermelder oder batteriebetriebene Wassermelder. Beide erzeugen einen schrillen Alarmton, der garantiert in der ganzen Wohnung zu hören ist. Es gibt auch Wassermelder mit Abschaltung, die das betreffende Gerät dann auch wirklich abschalten, sodass die große Überflutung ausbleibt. Ein Wassermelder mit App schickt eine Info auf das Smartphone.

Wenn Sie einen Wassermelder für die Steckdose haben, stecken Sie diesen einfach in eine bodennahe Steckdose. Der eigentliche Wassermelder-Sensor ist ein kleines Kabel mit einem Fühler am Ende. Sobald der Sensor nass wird, löst er den Wassermelder-Alarm aus. Alternativ gibt es auch kleine Sensoren direkt unter dem Wassermelder. Sie stehen wie auf Stelzen direkt auf dem Boden und melden jede kleine Pfütze.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Sichern Sie die Sensoren immer mit Klebeband, egal ob es sich um ein Modell mit Kabel oder um ein auf dem Boden stehendes Modell handelt. Sonst könnte es passieren, dass die Warnung zu spät erfolgt.

wassermelder-mit-app

Verfügt der Wassermelder über Smart-Home-Technik kann der Alarm direkt auf dem Smartphone oder auf dem Tablet eintreffen.

2. Wie funktioniert ein Wassermelder und welche Arten von Meldern werden in Tests im Internet unterschieden?

Wassermelder mit Funk und Kabel oder Wassermelder mit Bodensensor funktionieren im Prinzip alle gleich. Am Gerät befinden sich zwei Kontakte, die ständig versuchen, sich miteinander zu verbinden. Kommt Wasser zwischen die Kontakte, schließt sich der Stromkreislauf, ein durchdringender Warnton ertönt oder das Gerät löst eine Info über die Wassermelder-App aus.

Grundsätzlich wird bei Wassermeldern in zwei Kategorien unterschieden: in Wassermelder mit Kabel und in Melder mit Akku.

Wassermelder-Typ Merkmale
Wassermelder mit Kabel

wassermelder-steckdose

  • Sensor des Wassermelders hängt oder liegt am Boden
  • einfach zu bedienen
  • ideal für Nischen oder direkt unter der Maschine
  • teilweise Wassermelder für die Steckdose
Wassermelder mit Akku

wassermelder-batteriebetrieben

  • Sensoren sitzen unter dem Wassermelder
  • praktisch überall aufstellbar
  • steigt die Überschwemmung schnell an, kann das Gerät Schaden nehmen
  • Energieversorgung mit Batterien oder Akkus

3. Was ist beim Kauf eines Wassermelders zu beachten?

Die verschiedenen Wassermelder sind entweder Wassermelder für die Steckdose, Wassermelder mit Batterien oder Akkus. Hier können Sie flexibel entscheiden, welche Variante am praktischsten ist. Einige Modelle sind Wlan-Wassermelder. Es gibt Funk-Wassermelder, Smart-Home-Wassermelder oder Wassermelder für die Fritzbox. Wenn Sie schon Smart-Home-Technologie verwenden, kann ein Wassermelder mit Alexa das System sinnvoll ergänzen.

Das sind die Unterschiede zwischen einem konventionellen Wassermelder und einem Smart-Home-Wassermelder:

Wassermelder-Art Eigenschaften
Konventioneller Wassermelder

wassermelder-batteriebetrieben

  • arbeiten unabhängig, wie die meisten Rauchmelder oder CO2-Messer
  • akustisches Signal nur bei Anwesenheit zuhause zu hören
  • bei Abwesenheit zwecklos
Smart-Home-Wassermelder

wassermelder-smart-home

  • moderne Funk-Wassermelder haben einen Wlan-Sender
  • lässt sich mit einem Heimnetzwerk verbinden
  • haben viele Zusatzfunktionen
  • geben die Möglichkeit, auch bei Abwesenheit etwas zu unternehmen

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Es ist sehr wichtig, dass Ihr neuer Wassermelder mit dem übrigen System kompatibel ist. Wenn Sie also die Smart-Home-Technologie von Apple nutzen, brauchen Sie unbedingt einen Homekit-Wassermelder, der ebenfalls von Apple ist.

wassermelder-wifi

Achten Sie darauf, dass Ihr Wassermelder mit Ihrer Smart-Home-Technik kompatibel ist. Dann haben Sie durchaus Vorteile mit einem Smart-Home-Wassermelder. Dieser informiert Sie via App sogar bei Abwesenheit, falls sich ein Wasserschaden anbahnt.

3.1. Welche Möglichkeiten der Stromversorgung gibt es?

Es gibt zwei Varianten von strombetriebenen Wassermeldern – den 230-V-Wassermelder und den 24-V-Wassermelder – sowie batteriebetriebene Wassermelder.

  • 230-V-Wassermelder, die einfach mit dem Strom aus der Steckdose funktionieren, sind besonders kostengünstig in Bezug auf die laufenden Kosten. Die Wassermelder mit 230-Volt-Anschluss haben jederzeit Strom und melden zuverlässig Wassereinbrüche. Sie fallen nicht aus, weil beispielsweise die Batterie unbemerkt leer geworden ist.
  • Es gibt auch 24-V-Wassermelder, die Sie direkt in Ihren Schaltschrank installieren. An diesen Wassermelder können Sie bis zu drei Sensoren anschließen. Für den Alarm hat der Wassermelder ein Relais. Oft gibt es diese Wassermelder im Set mit bis zu drei Sensoren.
  • Wassermelder mit Akku sind sehr günstig in der Anschaffung. Doch der laufende Aufwand und die Kosten für den Batterietausch sind oft höher, sodass sich der günstige Anschaffungspreis nicht immer bezahlt macht. Außerdem sind Batterien weder nachhaltig noch umweltschonend.

Per se einen Wassermelder zum Testsieger zu erklären, wäre sicherlich der falsche Ansatz, denn sowohl Wassermelder mit Strom als auch batteriebetriebene Wassermelder haben Vor- und Nachteile. In diversen Wassermelder-Tests im Internet findet der Wassermelder für die Steckdose nach wie vor viele Fans. Diese führen vor allem die folgenden Vor- und Nachteile an:

    Vorteile
  • geringe laufende Stromkosten
  • dauerhaft funktionsfähig
  • umweltfreundlich
  • kann nicht wegen leerer Batterien ausfallen
  • kein Aufwand für den Batterietausch
    Nachteile
  • fallen bei Stromausfall ebenfalls aus
  • brauchen eine bodennahe Steckdose
  • teurer in der Anschaffung
wassermelder-netzbetrieben

Ein Wassermelder für die Steckdose ist nur dann sinnvoll, wenn die Steckdose bodennah ist und sich im gefährdeten Raum befindet.

» Mehr Informationen

3.2. Welche Maße hat ein Wassermelder?

Design und Farbe

Wassermelder sind kleine, unscheinbare Geräte in kompaktem Design, meist in der Farbe Weiß. So wachen sie unauffällig darüber, dass kein größerer Wasserschaden entsteht.

Wassermelder zeichnen sich durch eine geringe Größe aus, sodass sie sich gut platzieren lassen. Der Bosch Wassermelder Smart Home BWA-1 beispielsweise hat eine Höhe von 25 mm, eine Breite und Tiefe von 75 x 75 mm. Sein Gewicht beträgt 62 g. Das Kabel, an dem der Wassersensor hängt, ist je nach Hersteller sehr kurz, mit 30 bis 50 cm. Es gibt auch großzügigere Hersteller, die ihre Wassermelder mit einem Kabel von 1,5 bis 3 m ausstatten.

» Mehr Informationen

4. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Wassermelder-Vergleich

4.1. Ist ein Wassermelder ein Ersatz für einen Wasserstopp?

wassermelder-mit-geraeteabschaltung

Der Wasserstop in der Waschmaschine ist – unabhängig vom Wassermelder im Keller – wichtig. Der Wasserstopp ist der erste Kontrollsensor, der anspringt, wenn Wasser an die falsche Stelle gelangt.

Es gibt einige Wassermelder, die mit Geräteabschaltung ausgestattet sind. Die meisten haben das allerdings nicht. Deshalb ist es sehr zu empfehlen, die Waschmaschine und den Geschirrspüler mit einem Aquastop auszustatten.

» Mehr Informationen

4.2. Welche Hersteller und Marken von Wassermeldern sind beliebt?

Die Wassermelder von Abus, AGS Homem, Homematic, KNX, Linkind, Xiaomi und Zigbee sind überall erhältlich.

Grundsätzlich raten wir Ihnen dazu, einen Blick in unseren Wassermelder-Vergleich zu werfen, anstatt einen günstigen Wassermelder im Angebot bei Discountern wie Aldi oder Lidl zu kaufen. Sie haben im stationären Handel kaum valide Vergleichsmöglichkeiten.

» Mehr Informationen

4.3. Gibt es spezielle Wassermelder für den Pumpensumpf?

Im Pumpensumpf kann es zu Kondenswasserbildung kommen. Einige Wassermelder für den Pumpenschacht reagieren besonders empfindlich und lösen dann schon einen Alarm aus. Hier sind Wassermelder mit Geräteabschaltung sinnvoll, die einen sogenannten Kugeltauschschalter haben.

» Mehr Informationen

4.4. Was ist das Besondere an Wassermeldern im Smart-Home?

wassermelder-alarm

Der Alarm einer Wassermelder-App erreicht Sie immer – egal ob Sie neben der Waschmaschine stehen oder in der Arbeit sind.

Die Wassermelder im Smart-Home informieren via App über einen Wasserschaden. Zusätzlich lassen sie sich so einrichten, dass beispielsweise auch ein bestimmtes Licht im Haus blinkt. Schließlich ist das Smartphone nicht immer und überall in unmittelbarer Reichweite.

Der Alarm kommt auch an, wenn Sie nicht zuhause sind. Dafür ist der Wassermelder per WiFi mit Ihrer Smart-Home-Zentrale verbunden oder der Wassermelder ist per Fritzbox angeschlossen.

» Mehr Informationen

4.5. Empfiehlt die Stiftung Warentest einen bestimmten Wassermelder?

Die Stiftung Warentest hat noch keinen Wassermelder-Test durchgeführt und kann demnach keinen Wassermelder-Testsieger empfehlen. Allerdings informieren die Verbraucherschützer online dazu, welche Versicherung im Fall eines Wasserschadens für den Schaden aufkommen könnte. Je nach Schadensursache könnte das die Wohngebäudeversicherung, die Hausratversicherung, die Privathaftpflichtversicherung oder die Elementarschadenversicherung sein.

» Mehr Informationen

4.6. Wie können Sie Fehlalarme vermeiden und abbrechen?

Wenn plötzlich der Alarm durch die Wohnung schrillt, laufen Sie eilends zu Ihrem Wassermelder. Wenn Sie dort beruhigt feststellen, dass nichts weiter passiert ist, als eine kleine Pfütze auf dem Fußboden, ist alles in Ordnung – bis auf den schrillenden Alarmton. Die meisten Wassermelder sind mit einem Knopf für die Abschaltung ausgestattet. Wenn Sie den Knopf drücken, hört der Alarmton sofort auf. Der Wassermelder bleibt für zehn Minuten außer Betrieb. Es gibt jedoch auch Modelle, bei denen Sie das Kabel herausziehen oder die Batterien entfernen müssen, damit sie wieder Ruhe geben.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Ein solcher Knopf ist auch sehr hilfreich, wenn Sie den Boden putzen. Sie lassen sich einfach für kurze Zeit ausschalten. Die Geräte mit Füßchen müssen Sie dafür vorübergehend hoch stellen.


» Mehr Informationen

Quellenverzeichnis

Bosch. (o. D.). Hilfe zum Wassermelder. bosch-smarthome.com. Abgerufen am 20. Dezember 2021, von https://www.bosch-smarthome.com/de/de/service/hilfe/hilfe-zum-produkt/hilfe-zum-wassermelder/

GartenTipps.com. (o. D.). Wassermelder Vergleich 2021. Abgerufen am 20. Dezember 2021, von https://www.gartentipps.com/vergleich/wassermelder/

Klein, U. (2021, 29. Juni). Wassermelder im Test Check – die besten Versand-Wasserwächter. homeandsmart.de. Abgerufen am 20. Dezember 2021, von https://www.homeandsmart.de/wassermelder-vergleich

Sichermeister-Redaktion. (o. D.). Wassermelder: Test & Empfehlungen. sichermeister.de. Abgerufen am 20. Dezember 2021, von https://www.sichermeister.de/wassermelder-test/

Stiftung Warentest. (2021, 19. April). Wasserschaden. Welche Versicherung wann zahlt. test.de. Abgerufen am 20. Dezember 2021, von https://www.test.de/Wasserschaden-Welche-Versicherung-wann-zahlt-5700777-0/