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Material- & Werkkunde

Werkzeugkoffer Test: Werkzeugkästen für Ihre Werkzeuge

Worin man sein Werkzeug aufbewahren möchte ist eine Frage, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Eine simple, labbrige Plastikkiste kann nicht die Antwort auf Qualitätswerkzeug sein, genausowenig wie Grabbeltischwerkzeug im edlen Rindsleder-Ambiente.

Jeder sollte die Werkzeugtasche haben, die zu ihm oder ihr passt. Wir haben den Test gemacht und wollen Ihnen zeigen, womit Sie lange und zuverlässig arbeiten können – mit Ihrem Werkzeugkoffer als Begleiter.

Testkandidaten im Überblick

Maße  in cm LxBxH Material Zubehör Funktionsprinzip Preis (€)
Son-Tools-Concept Werkzeugkoffer 55x22x30 Blech, lackiert Schloss, Anti-Rutsch-Einlagen Deckelfach mit Schubladen 42,00
AluPlus Toolcase 39x32x14 Alu, PVC veränderbare Sortierfächer Koffer 22,45
Hazet 190L-3 55x25x27 Kunststoff Kleinteileboxen, Aluschlösser Koffer mit Deckel und 2 schwenkbaren Einlagen 65,00
Gedore Werkzeugkoffer 43x20x29 Leder, Kunststoff, Alu Trageriemen, Alu-Eckprofile Lederkoffer mit Deckel und Einsätzen 161,30
Parat Parapro 6330 38x27x18
ABS-Kunststoff "Militärstandard": Luft-, Wasser- und Staubdicht Kunststoffkoffer mit Einsatz 114,40
Gedore Werkzeugkasten 21x53,5x22,5 Blech, lackiert Vorhängeschloss-Befestigung Scherenkasten mit 5 Fächern 120,70

Werkzeugkoffer mit Schubladen von Son-Tools-Concept

Clevere Idee: Einen Werkzeugkoffer mit Schubladen für viele Kleinteile werden viele Heimwerker als sehr praktisch empfinden.

Aus stabilem Blech gefertigt und mit Gleitschienen an den Schubladen versehen macht der Son-Tools-Concept-Koffer in blau einen sehr guten Eindruck. Alles ist leichtgängig und funktioniert, sogar ein Schloss ist bereits in den Kasten eingelassen.

Die vorhandenen Schubladen sind ideal für Kleinteile oder empfindliche Werkzeuge; man könnte diesen Kasten auch als mobiles Kleinteilelager benutzen.

Die Lackierung macht insgesamt einen guten Eindruck, natürlich ist die glatte Oberfläche nicht so unempfindlich gegenüber Kratzern wie z.B. Hammerschlaglack, die Qualität der Arbeit geht aber in Ordnung.

Die Blechqualität ist ebenfalls okay, insgesamt ist das Blech aber recht dünn, was zu Lasten der Verwindungssteifigkeit geht. Man sollte diesen Kasten auch nicht als Trittleiterersatz oder improvisierte Frühstückssitzbank nutzen: Dazu wirkt die Mechanik des Deckels und der Schubladen etwas zu filigran – hier richten gestandene deutsche Heimwerker Flurschaden an.

Schubladenkoffer Son-Tools-Concept: Pro und Contra

pro:

  • Schubladen: Hat sonst keiner
  • integriertes Schloss
  • Gleitschienenmechanik der Schubladen
  • für den Preis gute Verarbeitungsqualität

contra:

  • Lackbeschaffenheit
  • Blechdicke
  • etwas "filigraner" Eindruck

Alukoffer AluPlus-Toolcase: Die Basislösung?

Mattes Aluminium, schicker Aktenkofferlook: Was äußerlich nett daherkommt kann innerlich nur wenig überzeugen.

Der AluPlus-Toolcase, sicherlich preislich das Schnäppchen in unserem Test, kann hervorragend filigranes Elektronikwerkzeug durch die Gegend transportieren – für schwere Sachen wie Hammer, Ratsche und Ringschlüsselsatz ist dieser Koffer jedoch nicht geeignet.

Insgesamt ist der Koffer sehr leicht, was natürlich einen gewissen Tragekomfort bereitet. Vom schlecht entgrateten Plastikgriff ist dies allerdings nicht zu behaupten.

Das gesamte Trägermaterial des Koffers ist äußerst dünn und, pardon, wabbelig. Auch die Sortier-Trennwände, je nach Einsatzzweck verschiebbar, halten nicht unbedingt lange – schwere, kompakte Werkzeuge dürften Sie aus der Façon bringen.

Wer einen kleinen Zusatzkoffer für leichtere Werkzeuge braucht, kann hier gerne zugreifen. Für den Preis macht man nichts falsch. Ein richtiger Standalone-Werkzeugkoffer ist das AluPlus-Toolcase aber sicherlich nicht.

AluPlus-Toolcase: Pro und Contra

pro:

  • leicht
  • umsteckbare Innensortierfächer

contra:

  • schlechte Verarbeitung
  • fehlende Verwindungssteifigkeit
  • schlecht entgrateter (!) Plastikgriff
  • dünne Kofferschale
  • instabile Trennwände

Kunststoffkoffer Hazet 190L3 - Von Profis, für Profis

Kunststoffkoffer Hazet 190L3

Hazet steht für Qualitätswerkzeug aus Remscheid – mit diesem Anspruch tritt auch der stabile Kunststoffkoffer Hazet 190L3 an.

Hier rastet und passt alles auf Anhieb; es gibt genügend Fächer für Kleinkram und zwei sehr stabile Schlösser.

Ein solider Alu-Bügelgriff trägt den Koffer von Einsatzort zu Einsatzort, die beiden, an Scharnieren befestigten, Sortierfächer gleiten problemlos auf und zu.

Insgesamt ist der Hazet sehr ausgewogen: Er bietet viel Volumen, hat durch das leichte und gut verarbeitete Kunststoffgehäuse ein verhältnismäßig geringes Eigengewicht und verträgt auch den Transport größerer und schwererer Werkzeuge problemlos.

Dabei ist er obendrei nicht einmal teuer: Mit ca. 65,00 Euro ist er für ein Markenprodukt "made in Germany" verhältnismäßig preiswert; Garantie und Kundendienst inklusive.

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pro:

  • Verarbeitung
  • Preis
  • hohe Funktionalität
  • Gewicht
  • viele verschließbare Ablagen für Kleinkram
  • stabile Schlösser
  • stabiler, komfortabler Tragegriff

contra:

  • -

Lederwerkzeugkoffer von Gedore: Nobel und praktisch zugleich?

Lederwerkzeugkoffer von Gedore

Zweifellos ein stilvoller Hingucker: Der teuerste und zugleich sicherlich schönste Werkzeugkoffer in diesem Test kommt aus dem bergischen Remscheid und würde mit seinem rustikalen Rindsleder-Look auch ins Wohnzimmer passen.

Zwei stabile Schlösser sichern den Koffer vor unbeabsichtigter Eigen- und Fremdöffnung, ein Trageriemen als Alleinstellungsmerkmal des Gedore bietet eine hohe Transportfunktionalität.

Über allem steht freilich bei diesem edlen Koffer der recht hohe Preis: Alles, was der Gedore funktionell kann, können Kunststoffkisten auch.

Die Qualität und Verarbeitung des Produktes ist allerdings so dauerhaft angelegt, dass Sie bereits darüber nachdenken sollten, welcher von Ihren (zukünftigen) Enkeln den Koffer später einmal erben soll.

Fazit: Wer edles Werkzeug hat, sollte es in diesem Koffer aufbewahren. Für Wühltischschraubenzieher ist hier kein Platz!

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pro:

  • edle Optik
  • perfekte Verarbeitung
  • stabile, abschließbare Schlösser
  • Trageriemen

contra:

  • Preis

ABS-Werkzeugkoffer PARAT Parapro 6330: Rambos Werkzeugkasten

ABS-Werkzeugkoffer PARAT Parapro 6330

Mit diesem Koffer können Sie im Dschungel, in der Wüste und notfalls sogar unter Wasser heimwerken: Der PARAT Parapro 6330 ist, Zitat aus der Produktbeschreibung, "entsprechend dem Militärstandard" gefertigt, "nahezu unzerstörbar" und "mit Druckausgleichsventil". Noch Fragen?

Stealth-schwarz und panzer-wuchtig steht der Werkzeugkoffer vor seinem Besitzer, das stabile Schloss und die Wasserdichtigkeit lassen ihn zum idealen Begleiter von Bootseignern, Großwildjägern oder Hobbyrennfahrern werden.

Wahlweise mit und ohne Schaumeinlage ist er auch zum Transport sensibler Instrumente geeignet; durch die Stapelbarkeit von mehreren Parat-Boxen eignet er sich beispielsweise auch zum Transport von Ton- oder Kameraequipment.

Auch schweres und sperriges Werkzeug findet im Parapro 6330 Platz, um die Struktur des Gehäuses braucht man sich keine Sorgen zu machen. Das Schloss ist gut bedienbar, der Koffer geht leichtgängig auf und zu. Die Verarbeitungsqualität ist militärisch-korrekt, also hervorragend. Auf in den Kampf!

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pro:

  • "unzerstörbar"
  • leicht durch ABS-Kunststoff
  • gutes Zentralschloss
  • Wasser-, Staub- und Luftdicht

contra:

  • etwas klobige Optik
  • keine Sortierfächer

Blech-Werkzeugkasten von Gedore: Eisen für die Ewigkeit

Blech-Werkzeugkasten von Gedore

Der Blech-Werkzeugkasten von Gedore ist zweifellos das sich am längsten in Produktion befindliche Werkzeugbehältnis in diesem Test: Seit über 100 Jahren werden Werkzeugkästen aus Blech in dieser Scherenform gebaut.

Der Gedore ist ein besonders klassischer Vertreter seiner Spezies: Aus dickem Blech gefertigt, mit soliden Scharnieren und Hammerschlaglackierung signalisiert er wertige Beständigkeit aus allen fünf Sortierfächern.

Die Dauerhaftigkeit ist zweifelsohne der größte Vorteil der althergebrachten Blechbauweise, ihr Nachteil ist definitiv das hohe Gewicht: Beläd man den geräumigen Gedore vollständig mit schweren Eisenwerkzeugen ist ein starker Arm gefragt.

Zwar macht den Nieten und Scharnieren des Werkzeugkastens diese Belastung nichts aus, dem Schulter- und Ellbogengelenk des Trägers aber womöglich schon.

Auch der zweite Werkzeugkoffer der Remscheider Traditionsfirma in diesem Test wird Sie vermutlich um Längen überdauern. Wer einmal in einen solchen Kasten investiert hat, braucht dies im Leben kein zweites Mal zu tun. Vom Qualitätsanspruch her ist der Preis absolut gerechtfertig – Ihre Enkel werden es Ihnen danken!

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pro:

  • sehr gute Verarbeitungsqualität
  • viel Stauraum
  • leichtgängige Scharniere
  • äußerst robust

contra:

  • Gewicht
  • nicht billig

Vergleichssieger im Werkzeugkoffer-Test

Die Wahl ist nicht leichtgefallen: Insgesamt hat uns der Hazet 190L3 am meisten überzeugt. Für einen guten Werkzeugkoffer "made in Germany" ist er sicherlich nicht überteuert, er hat eine hervorragende Verarbeitungsqualität und viel Platz für Kleinteile und Kleimkram. Klare Kaufempfehlung.

Auf Platz zwei: Der Gedore Blechkasten. Einfach, traditionell und dauerhaft – so könnte man diesen Werkzeugkasten zusammenfassen. Das Stauvolumen überzeugt, die Mechanik ebenso. Auch ist die schöne, alte Blechoptik im Hammerschlaglack ein echter Hingucker. Wer das nötige Kleingeld hat: Auch hier ergeht eine klare Kaufempfehlung.

1. Platz: Hazet 190L3, Heimwerker.de Kaufempfehlung und Preis-Leistungssieger

Preis-Leistungs-Sieger Werkzeugkoffer Test

Leider gibt es diesmal keine Überraschung: Der Preis-Leistungssieger im Heimwerker.de-Werkzeugkoffer-Test ist ebenfalls der Hazet 190L3. Das schlüssige Gesamtkonzept überzeugt auch beim Preis.

 

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