Boden & Fliesen

Zementestrich verlegen und Zementestrich-Preise

Zementestrich ist die bekannteste und auch beliebteste Form des Estrichs in Deutschland.

Er besteht aus Zement, Sand oder Kies, Wasser und verschiedenen Zusatzstoffen. Er zeichnet sich besonders aus durch:

  • Beständigkeit gegen Feuchtigkeit und Nässe (ist also auch für Nassräume oder Außenbereiche geeignet)
  • gute Festigkeitswerte
  • einen hohen Verschleißwiderstand
  • eine Unempfindlichkeit gegenüber Hitze oder Kälte
  • seine Stabilität, auch bei schweren Lasten

Außerdem ist Zementestrich auch als Heizestrich geeignet.

Allerdings hat er auch zwei große Nachteile: Zementestrich verliert zum einen in der Trocknungsphase viel Feuchtigkeit, zieht sich also zusammen und lässt dadurch oft Risse entstehen. Und zum anderen dauert diese Aushärtphase rund 20 bis 30 Tage.

Benötigte Werkzeuge

Akkuschrauber
  • Abziehbrett
  • Handkreissäge
  • Reibebrett
  • Stahlglätter
  • Abziehschienen
  • Akkuschrauber
  • Maurerquast
  • Drahtbürste
  • Schaufel
  • Kelle
  • Wasserwaage

Zementestrich verlegen

Feuchtigkeitsmessgerät Estrich und weitere Baumaterialien

Hier finden Sie einige wichtige Tipps zum Verlegen von Zementestrich:

  1. Achten Sie darauf, dass die Temperatur im jeweiligen Raum immer über 5 Grad liegt!
  2. Verlegen Sie Estrich nur auf Flächen, die maximal 40 qm groß sind!
  3. Halten Sie den Estrich nach dem Einbau immer leicht feucht!
  4. Bauen Sie Scheinfugen ein, um die Rissbildung kontrollieren zu können!
  5. Betreten Sie den Belag erst, wenn der Wassergehalt unter 2% liegt!

Konstruktionsarten: Verbundestrich, Estrich auf Trennschicht, Schwimmender Estrich und Heizestrich

Je nach Verbindung des Estrichs zum tragenden Untergrund und ihrer Funktion unterscheidet man in vier verschiedene Verlegearten:

  • Verbundestrich
  • Estrich auf Trennschicht
  • Estrich auf Dämmschicht "Schwimmender Estrich"
  • Heizestrich

Verbundestrich

Verbundestrich wird die Verlegeart genannt, bei der der Estrich direkt auf dem Rohbeton aufliegt. Es gibt keine Trennschicht oder Dämmung; der Estrich ist stoffschlüssig mit dem Untergrund verbunden. Wichtig ist hier eine gründliche Untergrundvorbereitung, ansonsten entstehen Hohllagen.

Verbundestrich wird häufig für Garagen oder Kellerräume verwendet. Die durchschnittliche Dicke beträgt 20-70mm.

Estrich auf Trennschicht

Bei dieser Variante liegt zwischen Estrich und Beton eine Schicht, die eine Verbindung zwischen den beiden Elementen verhindert. Für diese Schicht geeignet sind sowohl Folie und Bitumpapier, als auch Rohglasvliesbahnen.

Diese Schicht sollte am besten zweilagig verlegt werden, damit der Estrich sich frei bewegen kann und Risse verhindert werden. Insgesamt gesehen ist dies dennoch die schadenträchtigste Verlegeart.

Estrich mit einer Trennschicht wird häufig für Trocken-, Heiz- oder Waschräume verwendet. Die durchschnittliche Dicke beträgt 35mm.

Schwimmender Estrich

Estrich auf einer Dämmschicht, oder auch schwimmender Estrich genannt, besteht aus drei Schichten: als Erstes eine Dämmschicht, als Zweites eine Dämmschichtabdeckung und zu guter Letzt der Estrich.

Durch die Schichtung verschiedener Materialien hat der Estrich keinerlei Kontakt mehr zum Untergrund.

Diese Variante ist gut, um Trittschalldämmung, Wärme- und Schallübertragung im Haus zu verbessern. Die durchschnittliche Dicke beträgt 35mm.

Heizestrich

Heizestrich wird genauso verlegt wie der schwimmende Estrich, außer dass hier in die obere Schicht der Dämmung die Rohrschlangen für die Fußbodenheizung gelegt werden.

Zementestrich: Preise

Die Preise für Zementestrich hängen von vielen Faktoren ab: Soll eine Fußbodenheizung installiert werden? Wie groß ist der Raum, in dem der Estrich verlegt werden soll? Wie dick soll er sein? Soll es ein Trocken- oder Fließestrich sein? Soll der Zementestrich direkt von einem Zementwerk geliefert werden oder wollen Sie ihn selber anrühren?

Erst, wenn Sie all diese Faktoren gründlich abgewägt haben, können Sie sich über einen endgültigen Preis informieren.

 

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