Gips & Zement

Zement: Zementherstellung und Spezialzement

Zement: Zementherstellung und Spezialzement

Quelle: Wikipedia; Autor: Stanislaw Skowron

Zement stammt von dem lateinischen Wort "caementum" also "Bruchstein" ab, denn schon die alten Römer bauten Gebäude aus zementähnlichem Material. Zement ist das weltweit wichtigste hydraulische Bindemittel für Beton und Mörtel. In Deutschland werden rund 350 Kg Zement pro Einwohner verarbeitet - und das jedes Jahr.

Zement wird mit Wasser angerührt und durch bestimmte chemische Reaktionen erstarrt es dann beim Trocknen. Es bleibt anschließend fest und dauerhaft, auch bei erneutem Kontakt mit Wasser.

Zementherstellung

Klinker (Quelle: Wikipedia; Autor: Macau500)

Zement besteht aus Kalkstein, Ton, Eisenerz und Hüttensand. Hinzu kommen außerdem Aluminium-, Eisen- und Calciumoxid und verschiedenen Sulfate. All diese Rohstoffe müssen erst einmal in Steinbrüchen abgebaut und in Brechern vorzerkleinert werden. Dieses Material wird dann zu den Zementwerken transportiert und dort dann weiter verarbeitet. In Rohmühlen wird alles zermahlen und getrocknet. Das daraus entstehende Rohmehl wird dann in einem Drehrohröfen zu Klinkern gebrannt. Mit Hilfe von Calciumsulfaten wird
die Erstarrungszeit gesteuert. So kann der Zement bei der Betonherstellung optimal verarbeitet werden und führt bei der Erhärtung zu einer hohen Leistungsfähigkeit. Anschließend müssen die Klinker runter kühlen und zusammen mit Gips zu Zement gemahlen werden.

Der größte Zementhersteller ist übrigens die Volksrepublik China.

"Zementestricht ist der beliebteste Estrich in Deutschland. Er zeichnet sich aus durch eine hohe Belastbarkeit, durch die Abwehr von Feuchtigkeit und einen hohen Verschleißwiderstand. Er besteht aus Zement, Sand oder Kies und Wasser plus Zusatzstoffen.

Erfahren Sie hier alles über Zementestrich verlegen und Zementestrich - Preise

Quelle: YouTube

Sie stehen vor der Entscheidung "Trockenestrich oder Fließestrich" und wissen nicht weiter? Wir zeigen Ihnen, wo die Vor- und die Nachteile der einzelnen Varianten liegen. Außerdem zeigen wir Ihnen hier, wie Sie Trockenestrich verlegen und auf was Sie im Bezug auf Fußbodenheizungen achten sollten.

Gelangen Sie hier zum Thema: Fließestrich und Trockenestrich

Quelle: Wikipedia; Autor: pt:Usuário:Manuel Anastácio
Quelle: pixelio.de, Autor: sublevel

Fliesen können durch Zementschleier abgenutzt und unschön aussehen. Wenn Ihr Steinmetz oder Ihr Fliesenleger auch gepatzt hat und nach dem Ausfugen die Fugenmasse nicht wieder fachgerecht entfernt hat, dann müssen Sie jetzt selber schauen, wie Sie den Zementschleier entfernen können. Wir helfen Ihnen und klären Sie auf Über Zementschleier-Reiniger und andere Hausmittelchen.

Lesen Sie weiter bei: Zementschleier entfernenZementmörtel eignet sich sowohl für Ausbesser-, Mauer- und Putzarbeiten im Innenbereich, als auch im Außenbereich. In Verbindung mit Kalkhydrat oder hydraulischem Kalk ist er außerdem extrem einfach zu verarbeiten. Lesen Sie hier, wofür Zement-Mörtel gebraucht wird, welche Eigenschaften er hat und wie Sie ihn verarbeiten und einfärben können.

Gelangen Sie hier zu: Zement-Mörtel verarbeiten

Spezialzement

Quelle: Wikipedia; Autor: Georg Burmester

Zement ist äußerst vielfältig. Er kann normale oder auch individuell auf den Anwender abgestimmte Eigenschaften aufweisen. Folgende Zementarten konnten sich etablieren:

  • Portlandzement: Der Begriff "Portlandzement" stammt von dem sogenannten Portland-Stein ab. Dieser Kalkstein wurde auf der Halbinsel Portland an der englischen Kanalküste als Werkstein abgebaut.
  • Trass-Zement
  • Weißzement: Weißzemente werden aus Rohstoffen hergestellt, die wenig Eisenoxid enthalten. Durch seine helle Farbe eignet er sich hervorragend zum Einfärben.
  • Tonerdezement: Dieser Zementtyp ähnelt dem Portlandzement sehr, enthält aber einen größeren Anteil an Aluminium, ist aber in Deutschland für tragende Strukturen nicht zugelassen.
  • Schnellzement: Schnellzement ist eine Mischung aus Portland- und Tonerdezement und ist für alle Montage- und Installationsarbeiten geeignet, bei denen es auf besonders schnelles Abbinden und schnelle Belastbarkeit ankommt. Die Verarbeitung dauert lediglich 3-4 Minuten; bereits nach 5 Minuten ist der Mörtel komplett erstarrt.
  • Faserzement: Faserzement wird meistens für Bau- und Konstruktionsprodukte verwendet.
  • Hochofenzement: Eine Art Portlandzement, der aber einen wesentlich höheren Sandanteil enthält. Bei der Produktion wird so weniger Energie benötigt und geringere CO2-Emissionen verursacht.
 

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Kommentare
  • Super Beitrag
    Gehhilfen komm 19.04.2015 11:52:20 antworten
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