Zierpflanzen

Zierapfel pflanzen: So pflanzen und pflegen Sie Ihren Zierapfelbaum richtig

  • Zieräpfel eignen sich nicht nur für die Pflanzung im eigenen Garten, als Zierapfel-Strauch fühlen sich Sorten wie Wintergold oder Cardinal auch im Kübel auf dem Balkon wohl.
  • Die Pflanzen präferieren einen hellen bis halbschattigen Standort, der gleichzeitig windgeschützt ist. Besonders Jungpflanzen sollten vor Trockenperioden geschützt werden.
  • Die beste Pflanzzeit für Zieräpfel ist im Frühjahr oder Herbst. Wichtig ist, dass der Boden frostfrei ist, damit die Wurzeln der Pflanze nicht beschädigt werden.

zierapfel-pflanzen

Zieräpfel wachsen dann, wenn die Äpfel der Apfelbäume bereits geerntet wurden und lassen den herbstlichen Garten mit ihren roten und gelben Mini-Äpfeln in bunten Farben erstrahlen. Der Zierapfelbaum oder Zwergapfelbaum sind in verschiedenen Sorten erhältlich und erfreut den Hobby-Gärtner gleich zweimal im Jahr.

Im Mai blüht er in weißen, rosafarbenen oder roten Blüten und im Herbst trägt er rote, orange oder gelbe Zieräpfel, die sogar essbar sind, jedoch ein bitteres Aroma als die herkömmlichen Apfelsorten haben. Dennoch sind sie vitaminreich, haben einen hohen Pektingehalt und werden zur Herstellung von Marmelade oder Gelee verwendet.

Im Folgenden erfahren Sie auf Heimwerker.de, wie Sie einen Zierapfelbaum pflanzen, ihn richtig pflegen und welche Zierapfel Sorten sich für welchen Standort eignen.

1. Zierapfel im Garten oder auf dem Balkon: Diese fünf Sorten sind besonders beliebt

Der Zierapfel gehört wie die Apfelbäume zur Gattung Malus und ist in verschiedenen gezüchteten Sorten erhältlich. Verschiedene Zieräpfel für den Kübel oder den Garten können Sie zur Saison im Gartencenter oder Baumschulen kaufen.

Zu den bekanntesten Malus-Sorten gehören:

Zierapfel-Sorte Eigenschaften
Wintergold
  • vier bis sechs Meter hoher Strauch
  • weiße bis rosafarbene Blüten
  • gelben Äpfeln
Red Sentinel
  • Kleinbaum mit einer Höhe von ca. vier bis fünf Metern
  • weiße Blüten
  • rote, säuerlichen Äpfeln
Butterball
  • Vier bis sechs Meter hoher Kleinbaum
  • weiß-rosafarbene Blüten
  • gelbe Äpfeln, die sich unter Sonne rötlich färben
Japanischer Zierapfel
  • Fünf bis acht Meter hoher Kleinbaum
  • weiß-dunkelrosafarbene Blüten
  • rote Äpfeln
Cardinal
  • Strauch mit einer Höhe von vier bis fünf Metern
  • kräftig pinke Blüten
  • dunkelrote Äpfel

2. Zierapfel pflanzen: Eine Anleitung in 3 Schritten

2.1. Der richtige Zeitpunkt und Standort

zierapfel-standort

Zieräpfel präferieren halbschattige, windgeschützte Standorte.

Wer Zieräpfel im eigenen Garten pflanzen möchte, hat die Wahl zwischen Zierapfelbäumen und -sträuchern. Die Pflanzzeit für Zieräpfel ist der Herbst, jedoch können die Setzlinge oder Jungbäume auch im Frühjahr gepflanzt werden. Wichtig ist dabei ein frostfreier Boden, damit der Baum tiefe Wurzeln bilden kann, bevor der Winter einsetzt.

Der ideale Standort für Zwerg- und Zierapfelbäume ist ein sonniger bis halbschattiger Platz im Garten. Je nach Sorte erreichen die Bäume und Sträucher eine Höhe zwischen 60 cm und zwölf Meter.

Trockenheit und Hitze verträgt der Zierapfel nicht, sodass sich seine Blütezeit verkürzt und die Blüten sowie Blätter verblassen. Ebenso sind die Blüten für Wind anfällig, weshalb ein windgeschützter Standort empfehlenswert ist.

Neben dem Pflanzen eines Zierapfel-Hochstammes im Garten können sie ebenfalls als Kübelpflanze auf den Balkon gestellt werden. Dafür eignen sich vor allem kleinere Sorten mit einer Wuchshöhe von bis zu einem Meter.

Bei beiden Anbau-Methoden ist auf einen durchlässigen, sandig bis lehmigen Boden zu achten, der möglichst pH-neutral und nährstoffreich sein sollte.

2.2. Das Pflanzloch ausheben und den Zierapfelbaum vorbereiten

Graben Sie am gewünschten Standort ein mindestens 50 cm tiefes Loch mit einem Durchmesser von etwa 60 cm. Unkraut und größere Steine werden nun aus der ausgehobenen Erde entfernt, anschließend wird sie aufgelockert und mit Kompost angereichert.

Ist der Boden extrem trocken, können Sie den Boden des Pflanzloches ausgiebig bewässern, so gelingt es dem Zierapfel, seine Wurzeln später besser auszubreiten.

Hinweis: Bevor Sie den Baum einpflanzen, sollte Sie Ihn einige Stunden vor der Pflanzung in ein Gefäß mit Wasser stellen. Kontrollieren Sie hierbei auch das Wurzelwerk und entfernen Sie beschädigte Wurzeln.

2.3. Zierapfel einpflanzen und gießen

Der Zierapfel wird nun ohne Container in das ausgegrabene Loch gesetzt, seine Veredelungsstelle sollte sich etwa eine handbreit unter dem Boden befinden. Nun füllen Sie die mit Kompost angereicherte Erde hinein und drücke Sie mit dem Fuß leicht an.

Gießen Sie den Baum erneut großzügig und vermeiden Sie auch in den nächsten Tagen, dass der Boden um ihn herum austrocknet.

3. Den Zierapfel richtig pflegen: Vermeiden Sie Trockenperioden

zierapfel-pflege

Zierapfelbäume oder -sträucher sind pflegeleicht und benötigen keine spezielle Vorbereitung für den Winter.

Unabhängig von der Sorte dürfen Zierapfelbäume und -sträucher nicht austrocknen. Sobald die obere Erdschicht trocken ist, sollten Hobby-Gärtner die Pflanze durchdringend gießen. Dabei ist zu beachten, dass überschüssiges Wasser bei Kübelpflanzen unten austreten kann, um Staunässe zu vermeiden.

Zur Vermeidung von Verfärbungen und Schimmel auf den Blättern, sollte das Laub beim Wässern nicht übergossen werden.

Regelmäßiges Düngen sorgt für eine ausreichende Versorgung mit Phosphor und Stickstoff. Ansonsten müssen Sie Zieräpfel nicht übermäßig pflegen und die meisten Sorte überstehen ohne weitere Vorkehrungen den Winter.

4. Zierapfel schneiden: Ein jährlicher Schnitt fördert das Wachstum

zierapfel-strauch

Zieräpfelsträucher sollten gelegentlich ausgelichtet werden.

In regelmäßigen Abständen erhalten jüngere Zierapfelbäume einen sog. Erziehungsschnitt, durch den sie in Form gebracht werden. Bei älteren Bäumen genügt es, diese gelegentlich aufzuasten und auszulichten.

Für einen schönen Wuchs ist es ratsam, den Zierapfel zweimal im Jahr zu schneiden: Im Sommer (Anfang Juni) und im Herbst (September oder Oktober). Vor allem bei einem älteren Hochstamm werden im Sommer die unteren Zweige entfernt, sodass der Baum im oberen Bereich der Krone weiterwächst und buschiger wird.

Jedoch sollten die Äste mit einem Abstand von ca. zehn Zentimetern zum Stamm abgesägt werden. Als Schutz vor Krankheiten werden die Schnittstellen anschließend mit einem Wundmittel behandelt.

Im Herbst wird die Krone des Zierapfelbaumes ausgelichtet. Auf diese Weise verhindert man, dass der Baum an den Seiten dünnere Triebe bildet und weniger Früchte trägt. Dabei entfernen Hobby-Gärtner abgestorbenes Holz und dickere Äste. Beim Auslichten sollte die Krone gleichmäßig beschnitten werden. An den Schnittstellen wird wiederum Wundmittel aufgetragen.

Ebenfalls werden Sträucher in regelmäßigen Abständen ausgelichtet. Hierbei schneidet man sich kreuzende oder deutlich herausragende Äste ca. einen Zentimeter oberhalb der Knospe ab.

Hinweis: Erkrankte und von Pilzen befallene Äste sowie Blätter sollten bei Bäumen und Sträuchern vollständig entfernt und in der Bio-Mülltonne – nicht auf dem Kompost – entsorgt werden.

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5. Zierapfel-FAQ: Was gibt es noch über Zieräpfel zu wissen?

5.1. Sind Zieräpfel essbar?

zierapfel-essbar

Zieräpfel sind essbar, schmecken in den meisten Fällen aber weniger bekömmlich als normale Tafeläpfel.

Die Miniäpfel des Zierapfelbaumes sind zwischen einem und vier Zentimeter groß und enthalten keine Giftstoffe, sodass sie essbar sind.

Im Gegensatz zu Tafeläpfeln haben sie ein allerdings herbes bis bitteres Aroma und werden hauptsächlich zum Basteln von Herbstkränzen oder für selbst gemachtes Gelee und Marmelade verwendet.

5.2. Wie schnell wächst ein Zierapfel?

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten und ist nicht nur von der Sorte, sondern auch von den örtlichen Gegebenheiten sowie der Pflege des Zierapfelstrauches oder -baumes abhängig.

Grob lässt sich allerdings sagen, dass Zierapfelbäume schneller wachsen als große Apfelbäume. Bei guten Bedingungen sind es etwa 40 – 80 cm pro Jahr. Ein Zierapfelstrauch wächst weniger schnell und schafft einen Wachstum von 20 – 30 cm.

5.3. Wie beuge ich Krankheiten meines Zierapfels vor?

Häufig entdecken Hobby-Gärtner braune, braun-grüne oder braun-graue Flecken auf den Mini-Äpfeln und dem Laub. Dabei handelt es sich um Apfelschorf (Venturia inaequalis), der durch den Schlauchpilz verursacht wird.

Im Frühjahr befinden sich die Pilzsporen auf dem über Herbst und Winter liegen gebliebenen Laub und breiten sich durch den Wind auf den nassen Blättern in der Baumkrone aus. Im Sommer greifen die Flecken schließlich auf die Zieräpfel über. Zur Vorbeugung sind befallene Zweige, Fallobst und Laub im Herbst zu entsorgen.

Tipp: Ein gelegentliches Auslichten hält die Krone luftiger und beschleunigt das Abtrocknen der Blätter.

Bildnachweise: adobe.stock/Hans Arnold Eberlein, adobe.stock/Birgit Puck, adobe.stock/MF1688, adobe.stock/Stefan Körber, adobe.stock/Dieter (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)