Bienen im Garten halten

Hobby-Imker können eigenen Honig ernten

Biene auf Blüte

Die in Mitteleuropa heimische Honigbiene gehört zu den staatbildenden Bienenarten und wird schon seit langer Zeit vom Menschen als Nutztier geschätzt und eingesetzt.

Die natürlichen Behausungen der Biene waren einst hohle Baumstämme oder windgeschützte Felsnischen. Heutzutage leben die domestizierten Honigbienen überwiegend in künstlich angelegten Bienenstöcken. Ein solcher Stock wird von Experten auch als Beute bezeichnet.

Die Bienenhaltung im heimischen Garten macht nicht nur Spaß, sie bringt auch viele Vorteile mit sich. Die fleißigen Fluginsekten liefern dem Menschen nicht nur wertvolle Produkte wie Honig und Bienenwachs, sondern sie dienen beim Ausschwärmen den Blütenpflanzen auch als wichtiger Bestäuber.

Die Honigbiene – ein Leben im Insektenstaat

Die Westliche Honigbiene ist die einzige in Mitteleuropa heimische Honigbiene, sie wird daher häufig auch einfach als Biene oder Honigbiene bezeichnet. Dennoch gibt es weltweit mehrere Bienenarten sowie zahlreiche Unterrassen mit verschiedenen Eigenarten und Sozialstrukturen.

Die Honigbiene zählt – im Vergleich zu den solitär lebenden Wildbienen – zu den staatbildenden Fluginsekten. In einem Bienenvolk können im Sommer bis zu 60.000 Tiere leben, dabei besteht der Großteil aus den weiblichen Arbeiterinnen, die für das Sammeln von Nektar und Pollen, die Verteidigung des Bienenstocks sowie die Aufzucht der Larven verantwortlich sind.

Bienenkönigin zwischen Arbeiterinnen
In jedem Bienenvolk lebt nur eine Bienenkönigin. Ihre Körperform ist auffällig lang.

Die stachellosen, männlichen Drohnen werden erst ab dem Frühsommer gezielt aufgezogen. Ihre Aufgabe im Insektenstaat ist die Paarung mit der Königin. Nach dem Paarungsflug sterben die Drohnen, alle überlebenden werden im Spätsommer durch die Arbeiterinnen wieder vertrieben, da die männlichen Tiere im restlichen Jahr als Arbeitskraft im Bienenvolk nicht länger benötigt werden.

Die Bienenkönigin kann bis zu 2.000 Eier pro Tag legen und erhält dabei die genetische Vielfalt der freilebenden Bienenvölker. Bevor schließlich eine neue Königin schlüpft, teilt sich das Bienenvolk: Während die eine Hälfte das Volk um die neue Königin im alten Stock bildet, schwärmen die anderen Tiere aus und gründen eine neue Kolonie mit junger Königin.

Für den Bau von Waben verfügen die Bienen über spezielle Wachsdrüsen an ihren Bauchringen. Hier können sie das benötigte Wachs in kleinen Mengen ausschwitzen. In den erstellten Waben werden schließlich die Larven aufgezogen und Pollen als Nahrungsquelle gelagert. Auch der von den Bienen aus Blütennektar gebildete Honig ist hier zu finden.

Bienen im eigenen Garten halten

Biene auf pinker Blüte
Die fleißigen Bienen sammeln die Pollen und dienen gleichzeitig als Bestäuber der Blütenpflanzen.

Ein Hobby-Imker ist stets daran interessiert, seinen Honigbienen eine wesensgemäße und artgerecht Behausung bereitzustellen. Denn neben einer Honigherstellung für den Eigenbedarf begeistern sich viele Menschen für das Wohl der fleißigen Tiere und für den Erhalt der durch die zunehmende Urbanisierung verdrängten Natur. Besonders in Industriegebieten und Großstädten ist ein Ansiedeln von Bienenvölkern daher erstrebenswert.

Diesbezüglich werden bereits seit einigen Jahren spezielle Bienen gezüchtet, die aufgrund ihrer Sanftmut und Schwarmträgheit für eine Haltung in Privatgärten und öffentlichen Parks ideal geeignet sind. Zudem sind der Erhalt der Vitalität und der Ausbau der Widerstandsfähigkeit der Honigbienen gesetzte Zuchtziele.

Viele Privatleute sind von der Bienenhaltung begeistert, rund 80 Prozent der Bienenstöcke in Deutschland befinden sich im Besitz von Hobby-Imkern. Bienen produzieren dabei nicht nur köstlichen Honig, sondern unterstützen und fördern das Pflanzenwachstum in der Umgebung.

Bienen zu halten bedeutet Verantwortung zu übernehmen

Bienen lassen sich domestizieren, aber niemals zähmen. Sie sollten die Anschaffung eines großen Bienenvolkes daher immer vorab mit Ihren Nachbarn abklären und sich bewusst machen, dass Sie die Verantwortung für das Wohlergehen mehrerer tausend Lebewesen tragen. Daher muss die geplante Bienenhaltung auch beim örtlichen Veterinäramt angemeldet werden.

Suchen Sie vorab Kontakt zu erfahrenen Imkern und lassen Sie sich ausgiebig beraten.

Der richtige Umgang mit Bienen

Fliegende Biene
Die Bienen fliegen gerne zu bunten Blumen und gelten als kaum aggressiv.

Ein Bienenvolk kann zur Schwarmzeit bis zu 60.000 Tiere umfassen. Obwohl die Fluginsekten als friedlebend und generell harmlos gelten, können sie sich durch spielende Kinder oder große Menschenansammlungen gestört oder sogar provoziert fühlen und ihren Stock verteidigen.

Auch wenn die großen Insekten keine akute Gefahr darstellen, fürchten sich viele Menschen vor schmerzhaften Stichen. Bienen stechen jedoch nur in äußersten Notsituationen zu, denn nach einem Stich müssen die fleißigen Arbeiterinnen sterben, weil ihr Stachel ausgerissen wird. Zudem sind Bienen im Vergleich zu Wespen friedliche Vegetarier, die kein Interesse am Grillgut haben.

Ein ausreichend großer Garten mit genügend Abstand zum nächsten Nachbarn ist somit eine Grundvoraussetzung für ein gefahrloses Halten von Honigbienen.

Dennoch sollten Sie bedenken, dass Bienen sich zwar domestizieren, aber niemals zähmen lassen. Entsprechend sollte man sich stets der Verantwortung bewusst sein und gezielte Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Die Fenster des Wohnhauses sollten beispielsweise mit Fliegenschutzgittern ausgestattet werden, damit sich keine Ihrer Honigbienen im Wohnzimmer verirrt. Darüber hinaus ist spezielle Schutzkleidung für jeden Imker absolute Pflicht, da Bienen sich bei Arbeiten am Bienenstock eventuell bedroht fühlen und Stiche nicht ausgeschlossen werden können.

Honigschleudern

Honig in Gläsern

Wenn Sie schon immer mal Ihren eigenen Honig produzieren wollten, dann sind Sie hier richtig, denn bei der Honigherstellung gibt es einige wichtige Arbeitsschritte zu beachten.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie beim Imkern vorgehen müssen, welche Sicherheitsvorkehrungen Sie treffen müssen und welches spezielle Equipment Sie zur eigenen Herstellung des süßen Goldes benötigen.

Lesen Sie hier Wissenswertes über das Honigschleudern: Honig selber herstellen

Bienenstock bauen

Bienenvolk auf Magazinen
In einem Bienenstock leben bis zu 60.000 Tiere.

Der Bienenstock dient den fleißigen Insekten als Behausung und Schutzraum zugleich: Hier lebt und arbeitet das Volk, der Nachwuchs wird aufgezogen und der süße Honig produziert. Wählen Sie die Holzkiste für den Stock nicht zu groß und gestalten Sie das Flugloch relativ klein – so erzielen Sie perfekte Voraussetzungen für den Bau der Waben. Zudem ist das Bienenvolk so gut gegen negative Einflüsse wie Regen, Kälte oder Schädlinge geschützt.

Der Aufbau eines Bienenstocks ist für jeden angehenden Hobby-Imker leicht nachvollziehbar. Es handelt sich meist um einen Holzkasten mit einer entsprechenden Öffnung für die anfliegenden Bienen. Dank eines aufklappbaren Deckels lässt sich der Bienenstock leicht von oben öffnen. Optional können Sie ein kleines Fenster aus Plexiglas einbauen, dieses bietet interessante Einblicke in das Bienenleben im Insektenstaat.

Der Fachbegriff für solch einen künstlich angelegten Bienenstock lautet Beute. Ursprünglich nutzten Imker geflochtene Bienenkörbe als Behausung für die fliegenden Insekten, jedoch haben sich die zweckmäßigeren Magazin-Beuten durchgesetzt. Die Magazine sind spezielle Holzrahmen, die von oben in den Holzkasten eingeschoben werden. In diese bauen die Bienen dann ihre Waben aus Bienenwachs, welche zur Speicherung der Honigvorräte und zur Aufzucht des Nachwuchses genutzt werden.

Das Material für den Bau Ihres Bienenstocks sollten Sie in jedem Baumarkt vorfinden und auch das Zusammensetzen der Bienenbehausung sollte für einen geübten Heimwerker keine große Herausforderung sein. Neben der Behausung benötigen Sie noch ein eigenes Bienenvolk, sowie eine entsprechende Schutzkleidung, eine Honigschleuder zur Honigernte und weiteres Imker-Equipment wie den Raucher für einen sicheren Umgang mit dem Bienenvolk.

Die Kosten sollten im Vorfeld also genau kalkuliert werden, damit Ihrem neuen Hobby nichts im Wege steht.

Bienenstöcke
Holzkisten mit einem kleinen Ausflugsloch dienen als Bienenstock im Garten. Form und Farbe können individuell gewählt werden.

Benötigtes Material:

  • Holzkiste mit Deckel (Kiste: ca. 1000x500x300 mm (LxBxH), Deckel: 500x400mm, idealerweise Fichtenholz, Materialstärke 25 mm)
  • 2 Holzleisten als Trägerleisten
  • 2 Schaniere für den Holzdeckel
  • Mittelwände aus Öko-Bienenwachs (vorgeprägte Wachsplatten)
  • pro Mittelwand acht schmale Holzleisten für die Magazin-Herstellung
  • Holzlasur (insekten- und umweltfreundlich)
  • Holzleim
  • Säge
  • Hammer und Nägel
  • nach Belieben: Plexiglasscheibe (als Sichtfenster im Deckel) und passende Schaniere

Holzkiste bauen

Bienen am Ausflugsloch
Das Ausflugsloch bildet den Eingang zum Bienenstock. Es sollte nicht zu groß und vor Regen geschützt sein.

Wenn Sie eine Holzkiste selber bauen wollen, sollten Sie sich an den Maßen 1000x500x300 mm (LxBxH) orientieren, um ein ideales Leben und Arbeiten im Bienenstock gewährleisten zu können. Der Deckel sollte dabei mindestens zehn Zentimeter nach vorne überstehen (500x400 mm), um das Ausflugsloch vor Regen und direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

Das Ausflugsloch des Bienenstocks befindet sich im oberen Drittel der Holzkiste und sollte ca. 2 cm hoch und einige Zentimeter breit sein. Ein zu großes Loch lässt zu viel Kälte und vermehrt Schädlinge eindringen. Alternativ kann das Anflugsloch auch am unteren Rand ausgesägt werden.

Befestigen Sie den Deckel mit zwei Schanieren an der Kistenrückwand,  um den Bienenstock leicht öffnen und die Honigwaben entnehmen zu können.

Tipp: Wenn Sie den Boden und die Rückwand der Kiste zusätzlich mit Spannverschlüssen stabilisieren, kann sich das Holz nicht so stark lockern oder sogar verziehen.

Kleben Sie mit Holzleim die passend geschnittenen Leisten an den oberen inneren Rand der Kiste. Hier werden später die vorgeprägten Wachsplatten in beweglichen Holzrahmen eingehängt, planen Sie also einen entsprechend großen Abstand zum Deckel ein. Alternativ können Sie die Trägerleisten auch stabiler mit kleinen Nägeln befestigen, denn die Magazine können mit zunehmender Honigmenge sehr schwer werden.

Wenn Sie ein Fenster in den Deckel einfügen wollen, sägen Sie ein passendes Loch aus und setzen Sie das Plexiglas fachgerecht ein. Achten Sie hierbei auf einen ausreichenden Schutz vor Feuchtigkeit. Den Holzausschnitt sollten Sie anschließend an den Kanten abschleifen und mit Hilfe zweier Schaniere wieder über dem Plexiglas befestigen, um den Stock vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Jetzt können Sie in das Bienenvolk hineinschauen, ohne den Stock zu öffnen.

Streichen Sie abschließend alle äußeren Flächen der Holzkiste mit umweltfreundlicher Holzlasur und beachten Sie die vom Hersteller ausgeschriebene Trocknungszeit. Durch die wasserabweisende Wirkung der Lasur kann Ihr Bienenstock das gesamte Jahr im Garten stehen bleiben.

Honigraum bauen

Bienen auf Magazin
In einem Bienenstock befinden sich mehrere Magazine. Hier entstehen die Honigwaben.

Die Bewegungsfreiheit der Bienen darf nicht zu sehr eingeschränkt werden, daher sollte nur ein Drittel des Innenraums zur Honigproduktion genutzt werden. Die beweglichen Magazine befinden sich idealerweise im hinteren Teil der Kiste, möglichst weit entfernt vom Ausflugsloch.

Zum Bau der Magazine befestigen Sie die vorgeformte Wachsplatte einfach auf vier Leisten. Achten Sie dabei auf die richtige Ausrichtung der Waben, die Spitzen der Sechsecke müssen nach unten zeigen.

Platzieren Sie die Wachsplatte mittig auf der oberen Leiste, sodass Sie links und rechts noch genügend Spielraum zum Hochheben haben. Befestigen Sie die Wachsplatte ringsum an den Holzleisten. Legen Sie jeweils eine weitere Leiste auf die untere und nageln Sie abschließend alles zusammen, sodass die Wachsplatte oben als auch unten von allen Seiten eingerahmt ist.

Achtung: Die Platten sind sehr empfindlich und brechen schnell. Bohren Sie kleine Löcher im Holz vor, das erleichtert das Festnageln. Die Wachsplatte sollte zudem nie in der Luft schweben, sondern immer gestützt aufliegen.

Hängen Sie die Rahmen samt Wachsplatten als Rohling in Ihre Bienenkiste – sie werden einfach auf die zuvor befestigten Leisten am oberen Innenrand aufgelegt und bleiben beweglich. Wählen Sie einen windgeschützten Standort im hinteren Teil des Gartens und stellen Sie den Bienenstock auf einen kleinen Tisch oder ein Holzpodest.

Ist ein Bienenschwarm eingezogen, werden die fleißigen Bienen mit der Honigproduktion beginnen. Viel Freude an der Bienenhaltung im eigenen Garten!

Selbst gebauter Bienenkasten

Vom einfachen Einwabenkasten über komfortable Bienenkästen bis hin zum kompletten Bienenstand. Wir haben die wichtigsten Bauanleitungen mit Bauplänen für Imker gesammelt. Außerdem gibt es Anleitungen zur Hygiene (gegen Varroa-Befall) und zur Honigverarbeitung. Zu den Bauplänen für Imker.

Immer mehr Stadtimker halten Bienen in der Stadt

Seit einigen Jahren nimmt bundesweit die Stadtimkerei zu: Privatleute und Unternehmen, aber auch kommunale Einrichtungen stellen Bienenstöcke in ihre Gärten oder auf ihre Dächer. Allein in Düsseldorf gibt es 1.100 Bienenvölker, in NRW 100.000 und in ganz Deutschland 800.000. „Das Imkern in der Stadt ist interessant, weil dort die Artenvielfalt von Pflanzen inzwischen größer ist als in der freien Landschaft", so Peter Menke von der Stiftung „Die grüne Stadt". „Wir begrüßen diese Entwicklung sehr, weil dies dazu beiträgt, Grünflächen und artenreich bepflanzte Räume im städtischen Umfeld zu erhalten und gleichzeitig das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise unterstützt wird."

Gesetze zur Bienenhaltung

Rechtliche Hinweise für Hobbyimker, die Bienen zuhause im Garten oder in der Stadt auf dem Balkon halten möchten.

Bienenhaltung auf dem eigenen Grundstück

Grundsätzlich darf jeder auf seinem eigenen Grundstück Bienen halten. Es gibt aber Einschränkungen: Für große, fest errichtete Bienenhäuser ist oft eine Baugenehmigung erforderlich. Weist der Bebauungsplan ein allgemeines Wohngebiet aus, kann bei übermäßiger Bienenhaltung die Baubehörde einschreiten – womöglich auf Beschwerden von Nachbarn hin. Selbst ein Holzgestell mit sechs Bienenstöcken wird als bauliche Anlage angesehen, die den Eigenarten des jeweiligen Baugebietes entsprechen (OVG Lüneburg, Az. 1 LA 166/04).

Wie viele Bienenstöcke in das Gebiet passen, entscheidet die Behörde. Dabei spielt es eine Rolle, ob die Bienenhaltung als ortsüblich gilt. Wer sich Bienen zulegen möchte, sollte sich daher zuvor an die Baubehörde wenden.

Wenn Mieter Bienen halten möchten

Andere Rechtsfragen tauchen auf, wenn es nicht um Bienenstöcke im eigenen Garten geht, sondern um einzelne Bienenvölker auf dem Balkon einer Mietwohnung. Das Amtsgericht Hamburg-Harburg (Az. 641 C 377/13) betont, dass Bienen keine Kleintiere sind, die Mieter ohne Zustimmung des Vermieters halten dürfen. Denn Kleintiere sind juristisch definiert als Tiere, die ortsfest in einem Käfig sitzen und nicht die Wohnung verlassen. „Bienenvölker dagegen schwärmen aus und gehen auf Nahrungssuche. Ihre Haltung auf dem Balkon gehört dem Urteil zufolge nicht mehr zur vertragsgemäßen Nutzung der Mietwohnung“, so die D.A.S. Juristin.Sie rät: „Vor dem Anschaffen eines Bienenvolkes sollten Interessierte daher die Zustimmung des Vermieters einholen."

Generell gilt: Es gibt keine allgemeine Vorschrift über den Abstand zwischen Bienenstock und Nachbargrundstücken oder öffentlichen Verkehrswegen. Welche baurechtlichen Regeln einzuhalten sind, richtet sich nach der Größe der Bienenbehausung. Empfehlenswert sind ein Abstand von mindestens fünf Metern zur Grundstücksgrenze und das Anlegen von Hecken, um die Flughöhe zu beeinflussen. „Wenn die Hobby-Imker bei der Aufstellung von Bienenvölkern im Rahmen dessen bleiben, was im jeweiligen Ort üblich ist und angemessen erscheint, müssen die Nachbarn in der Regel auch Beeinträchtigungen durch die Bienen erdulden – allerdings nur, solange diese zumutbar bleiben”, erklärt Michaela Rassat.

Um der guten Nachbarschaft willen empfiehlt sie, die Nachbarn im engeren Umkreis über das geplante Vorhaben zu informieren. Ein Glas Honig kann vielleicht später den einen oder anderen Nachbarn mit den neuen tierischen Mitbewohnern versöhnen. Wichtig zu wissen: Bienen sind nicht so aggressiv wie die im Sommer oft lästigen Wespen. Bienen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Und: Sie sind am süßen Apfelkuchen auf dem nachbarlichen Balkontisch nicht interessiert. Da Bienen nicht gerne vom hellen Tageslicht in die Dunkelheit fliegen, verirren sie sich auch selten in Wohnungen.

Wenn ein Bienenschwarm Schäden verursacht: Haftpflicht-Versicherung

Verschmutzte Gegenstände oder Arztkosten und Schmerzensgeld nach einem Bienenstich: Verursachen Bienen einen Schaden, muss der Imker ihn auch ersetzen. „Es lohnt sich, einen Blick in die private Haftpflichtpolice zu werfen. Denn in vielen Fällen sind Schäden durch Bienenhaltung abgedeckt”, so der Tipp der D.A.S. Juristin. Wenn nicht, empfiehlt sich eine Erweiterung des Versicherungsschutzes. Bienenhalter, die Mitglied in einem Verband sind, sind durch die Haftpflichtversicherung ihres Imkerlandesverbandes abgesichert.

Wie sich Neu-Imker vorbereiten sollten

Wer Bienen halten will, muss das gemäß der Bienenseuchenverordnung beim Veterinäramt seiner Gemeinde anmelden. Falls bestimmte ansteckende Krankheiten bei einem Tierbestand auftreten, haben Bienenhalter Anzeigepflichten. In einigen Bundesländern müssen Bienenhalter sich auch bei der Tierseuchenkasse anmelden. Obwohl Schulungen nicht vorgeschrieben sind, sollten sich Interessierte vor dem Start sowohl umfassendes theoretisches als auch praktisches Wissen aneignen. Eine Beratung durch den örtlichen Imkerverein ist empfehlenswert. Er ist nicht nur behilflich bei der Vermittlung von Bienenvölkern und Zubehör, sondern berät Imkerneulinge zum Beispiel auch bei der Standortsuche oder der Honigvermarktung. Außerdem veranstalten Imkerverbände Schulungen und Wochenendkurse. Gerade am Anfang kann auch ein Imker-Pate eine große Unterstützung sein: Er steht den Neulingen in der Anfangszeit als Mentor zur Seite.

Schwarmrecht

Das sogenannte Schwarmrecht, das in den §§ 961-964 des BGB geregelt ist, befasst sich mit dem Schwarm-Verfolgungsrecht des Imkers und beinhaltet Sonderregelungen des Eigentumsverlusts sowie des Aneignungsrechts für Bienenstöcke und Bienenschwärme. Demnach behält der Imker das Eigentum am Schwarm, solange er ihn verfolgt. Dabei darf er fremde Grundstücke betreten, haftet aber für dabei verursachte Schäden (§ 962 BGB). Findet ein Imker einen herrenlosen Schwarm, ist es seiner.

(Quelle: D.A.S)

 

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Manuel , d. 19-11-16 12:37:

Ich werde ab nächstem Jahr von einem Imkerpaten angelernt und werde dann ab 2018 selber Bienen halten. Dabei fange ich mit 3 bis 4 Völkern an. Freue mich schon darauf :-)

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