- Holzleim oder Holz-Kleber ist eine gute Alternative, wenn beim Verbinden von Holzwerkstoffen keine Nägel und Schrauben eingesetzt werden können oder sollen. Er kann auf natürlicher oder synthetischer Basis hergestellt werden.
- Ein ausschlaggebendes Kriterium beim Holzleim-Kauf ist die sogenannte Beanspruchungsgruppe. Sie gibt Aufschluss über die Wasserfestigkeit und Belastbarkeit eines Holzleims und zeigt an, für welche Einsatzbereiche (z. B. trockene Räume oder witterungsgeschützte Außenbereiche) das Produkt geeignet ist.
- Die Trockenzeit des Holzleims wird laut gängiger Holzleim-Tests maßgeblich durch die Feuchtigkeit und die Umgebungstemperatur beeinflusst. Je trockener und wärmer die Umgebung bzw. die Leimstelle ist, desto schneller kann der Holzleim durchtrocknen. Zudem sollte der Raum möglichst gut belüftet sein, um einen schnellen Feuchtigkeitsaustausch zu gewährleisten.

Wie es der Name schon vermuten lässt, wird Holzleim zum Verbinden von Holz oder Holzwerkstoffen verwendet. Zu Holzleim greift man in der Regel dann, wenn eine mechanische Verbindung mittels Nägel oder Schrauben nicht gewünscht oder möglich ist. Holzleim kann entweder aus natürlichen oder künstlichen Substanzen hergestellt werden, allerdings werden in der Holzverarbeitung aufgrund Ihrer Eigenschaften fast ausschließlich nur noch synthetische Kleber eingesetzt.
In unserer heimwerker.de-Kaufberatung zum Holzleim-Vergleich 2025 stellen wir Ihnen die wichtigsten Holzleim-Typen und Ihre Merkmale vor und verraten, warum neben der Beanspruchungsgruppe auch die Trocknungsdauer und Dosierung zu den entscheidenden Auswahlkriterien beim Kauf zählen.
1. Welche Arten von Holzleim gibt es?

In der Praxis kommen heute fast nur noch synthetische Holzleime zum Einsatz.
Auf Basis ihrer Inhaltsstoffe lassen sich Holzleime grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen:
Holzleime auf natürlicher Basis und synthetische Leime, wobei heutzutage fast ausschließlich Letztere verwendet werden. Dafür sind natürliche Holzleime lebensmittelecht und lassen sich beispielsweise auch zum Verleimen von Schneidebrettern verwenden.
In der nachfolgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Holzleim-Arten und Ihre Eigenschaften noch einmal für Sie zusammengefasst:
| Holzleim-Bezeichnung | Basis | Eigenschaften / Beschreibung |
| Glutinleim | natürlich |
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| Kaseinleim | natürlich |
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| Harnstoff-Formaldehydharzleim (UF-Leim) | synthetisch |
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| Phenol-Formaldehydharzleim (PF-Leim) | synthetisch |
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| Resorzin-Formaldehydharzleim (RF-Leim) | synthetisch |
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| Polyurethan-Holzleim (PU-Leim) | synthetisch |
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2. Worauf kommt es laut gängiger Holzleim-Tests im Internet beim Kauf an?
Haltbarkeit von Holzleim
Wenn der Behälter mit Holzleim nicht richtig zugemacht werden, trocknet Holzleim innerhalb kürzester Zeit ein. Ein luftdicht verschlossener und ordnungsgemäß aufbewahrter Holzleim lässt sich hingegen nach dem Öffnen bis zu einem Jahr oder länger nutzen.
Wenn Sie auf der Suche nach dem richtigen Holzleim für Ihr Projekt sind, ist es wichtig, dass Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken über einige Punkte machen (z. B. wie Sie den Holzleim auftragen und ob Sie den Holzleim auch für außen oder ausschließlich im Innenbereich verwenden möchten). Bei den oben genannten Holzleimarten gibt es nämlich signifikante Unterschiede in Hinblick auf die Wasserbeständigkeit, die Klebekraft, die Farbe und die Verarbeitbarkeit. Abhängig vom geplanten Einsatzzweck und der verwendeten Holzsorte müssen Sie daher zum richtigen Produkt greifen, damit eine langfristige und stabile Verbindung gewährleistet ist.

Natürliche Kleber sind lebensmittelecht. Das bedeutet, dass Sie diese Art Holzleime auch für Schneidebretter oder Ähnliches verwenden können.
In diesem Abschnitt haben wir noch einmal die wichtigsten Kauf-Kriterien bei Holzleim für Sie zusammengetragen.
2.1. Trocknungsdauer
Die Trockenzeit eines Holzleims hängt vom jeweiligen Produkt und Hersteller ab. Während einige Holzleime bereits innerhalb von 15 bis 30 min durchtrocknen, gibt es auch Leime, die erst nach mehreren Tagen Ihre Endfestigkeit erreichen. Wenn Sie möglichst schnell weiterarbeiten möchten, sollten Sie auf einen Holzleim mit einer kurzen Trocknungszeit setzen (z. B. den Express Holzleim von UHU).
heimwerker.de-Info: Handelsübliche Weißleime, wie Sie in den meisten privaten Bauprojekten zum Einsatz kommen, haben zwei Trocknungszeiten. Die Abbindezeit definiert den Zeitraum, den der Leim für den Übergang vom flüssigen in den festen Zustand braucht. Unter der Endtrocknungszeit versteht man den Zeitraum bis zur vollständigen Trocknung respektive dem Feuchtigkeitsausgleich mit dem Material.
2.2. Dosierung und Verstreichbarkeit
Der beste Holzleim sollte sich auch allein mithilfe der ihn umgebenden Verpackung gut dosieren lassen. Aus diesem Grund sind die meisten Holzleim-Flaschen mit einer praktischen Dosierspitze ausgestattet. Holzleim aus dem Eimer oder der Dose sollte in der Konsistenz so sein, dass er sich mit einem Pinsel gut auf dem Holz streichen und verteilen lässt.
Hier noch einmal die Vor- und Nachteile eines Holzleims zum Aufpinseln:
- Vorteile
- für große Flächen geeignet
- hohe Klebekraft
- kurze Trocknungsdauer
- Nachteile
- oftmals sehr dünnflüssig
- hohe Presszeit
heimwerker.de-Tipp: Um die Streichfähigkeit zu erhöhen, lassen sich einige Produkte auch mit Wasser verdünnen. Entsprechende Informationen dazu finden Sie auf der Verpackung. Alternativ können Sie natürlich auch direkt zu einem Zwei-Komponenten-Holzleim greifen und diesen in der gewünschten Konsistenz anrühren.
2.3. Beanspruchungsgruppe
Um den Anwendern die Auswahl des richtigen Produktes für den geplanten Anwendungszweck zu erleichtern, durchlaufen alle Holzleime eine Prüfung nach DIN EN 204 und werden in sogenannte Beanspruchungsgruppen unterteilt. Diese geben Aufschluss über die Wasserfestigkeit und Belastbarkeit eines Holzleims.
| Beanspruchungsgruppe | Anwendungsgebiet / Eigenschaften |
| D1 („trockenfest“) |
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| D2 („feuchtfest“) |
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| D3 („kaltwasserfest“) |
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| D4 („feuchtwasserfest“) |
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2.4. Menge
Holzleim wird in unterschiedlichen Mengen und Verpackungsgrößen angeboten. Für kleinere Projekte reicht meist eine handelsübliche Holzleim-Flasche aus, zum Kleben größerer Flächen gibt es den Kleber aber auch als 5-kg-Holzleim-Dose oder 10-kg-Holzleim-Eimer. In Werkstätten findet man des öfteren auch Holzleim-Spender, die in regelmäßigen Abständen mit dem gewünschten Kleber nachgefüllt werden müssen.

Wenn Sie einen Kleber aus dem Eimer oder einer Dose verwenden, sollte dieser in der Konsistenz so sein, dass er sich mit einem entsprechenden Holzleim-Pinsel gut auftragen und verstreichen lässt.
3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Holzleim-Vergleich
3.1. Von welchen Marken und Herstellern kann man Holzleim kaufen?

Bei der Auswahl eines Holzleims oder Klebers ist nicht nur die Qualität und die Anzahl der Tuben entscheidend, sondern auch, dass er zum geplanten Einsatzzweck passt. Auch günstige Kleber vom Discounter können durchaus mit einer ausgezeichneten Klebekraft punkten.
In den gängigen Holzleim-Test sind fast immer Produkte der folgenden bekannten Marken und Hersteller vertreten:
- Ponal
- Clou
- UHU
- Pattex
- Titebond
- Soudal
Ausschlaggebend für den Kauf sollte aber nicht vorrangig die Marke sein. Wie oben bereits erwähnt, ist nicht nur die Qualität des Holzleimes wichtig, sondern auch, dass er zu dem geplanten Verwendungszweck passt. Auch einige günstige Holzleime von Aldi, Lidl oder Rossmann können in Sachen Klebekraft durchaus mit den extra starken Marken-Holzleimen aus dem Baumarkt (z. B. von Obi, Toom, Bauhaus oder Hornbach) mithalten. Das Design der Tube oder des Eimers sollte Ihre Entscheidung dabei nicht beeinflussen.
» Mehr Informationen3.2. Hat die Stiftung Warentest schon einen Holzleim-Testsieger gekürt?
Bisher haben leider weder die Stiftung Warentest noch Ökotest Ergebnisse zu einem Holzleim-Test veröffentlicht. Ökotest hat aber in einem allgemeinen Kleber-Test aus dem Jahr 2014 auch verschiedenen Holzleime unter die Lupe genommen, darunter beispielsweise den transparenten „Classic Holzleim“ von Ponal. Die Ergebnisse stellen allerdings kein repräsentatives Testergebnis dar.
» Mehr Informationen3.3. Wie lässt sich Holzleim schneller trocknen?
Wie lange ein Holzleim zum Trocknen braucht, wird maßgeblich durch die Feuchtigkeit und die Umgebungstemperatur beeinflusst. Grundsätzlich gilt: Je trockener und wärmer die Umgebung, je saugfähiger der Untergrund und je besser durchlüftet der Raum (respektive die Leimstelle) ist, desto schneller kann der Leim durchtrocknen. Express-Holzleime werden mit zusätzlichen Inhaltsstoffen versehen, die den Trocknungsvorgang beschleunigen sollen. Informationen dazu liefert in der Regel die Aufschrift der Tube.
» Mehr Informationen3.4. Kann ich Holzleim auch selbst machen?

Wie lange ein Holzleim trocknen muss, hängt von der Umgebungstemperatur und der Feuchtigkeit ab. Spezielle Express-Holzleime sind mit Inhaltsstoffen versetzt, die den Trocknungsvorgang beschleunigen sollen.
Mithilfe von Dextrin, einem Abbauprodukt von Stärke, können Sie auch selbst Holzleim herstellen. Zur Gewinnung des Dextrins erhitzen Sie die Stärke (z. B. Maisstärke) für etwa 20 Minuten bei einer Temperatur von 180 °C im Ofen. Anschließend vermischen Sie 4 EL Dextrin mit 5 EL Essig und 5 EL Zucker und erhitzen alles zusammen im Wasserbad. Fertig ist der DIY-Holzleim (nicht wasserfest)!
» Mehr Informationen3.5. Welche Alternativen gibt es zu Holzleim?
Speziell auf Baustellen kommen neben Profi-Holzleim oftmals auch verschiedene Montage- und Schnellkleber zum Einsatz. Sie werden in der Regel aber nur für Reparatur-Arbeiten oder zum Verkleben kleinerer Flächen verwendet, da andernfalls Holzleim die günstigere Variante ist.
» Mehr Informationen












































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