Kaufberatung zum Schlitten Test bzw. Vergleich 2019

  • Es gibt verschiedene Schlittenmodelle, dazu gehören der klassische Holzschlitten, der Lenkbob und der Rodel.
  • Schlitten werden für eine oder mehrere Personen hergestellt. Für Kinder bieten sich spezielle Modelle an.
  • Holzschlitten sind schwerer und pflegeintensiver, dafür aber oft stabiler und langlebiger als Schlitten aus Plastik und Metall.

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Manch einer kann es kaum erwarten, bis im Winter genug Schnee gefallen ist, um einem besonderen Vergnügen der kalten Jahreszeit nachzugehen: dem Schlittenfahren. Mit kleineren Kindern werden Sie vermutlich eher nach einem flachen Hügel Ausschau halten, größere Kinder dürfen dann auf höhere Pisten oder sogar auf eine lange Rodelabfahrt.

Egal, ob ein klassischer Holzschlitten, ein Lenkschlitten oder ein moderner Bob-Schlitten aus Plastik zum Einsatz kommt, beim Kauf sollten Sie auf einige Dinge achten. In unserem Schlitten-Vergleich 2019 erklären Ihnen im Kontext verschiedener Schlitten-Tests die unterschiedlichen Modelle, zeigen Ihnen, welche Materialien Sie finden können und geben Ihnen Tipps für eine sichere Abfahrt.

1. Der Schlitten: vom Transportfahrzeug zum vielfältigen Freizeitvergnügen

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Schlittenfahren – schon lange ein beliebtes Wintervergnügen.

Noch bevor das Rad das Licht der Welt erblickte, nutzten Menschen bereits Ziehschlitten, um schwere Lasten zu transportieren.

Besonders auf Untergründen mit wenig Widerstand, wie auf Schnee und Eis, hat sich diese Transportform bewährt.

In kälteren Breitengraden mit Permafrost und langen Wintern kommen bis heute Schlitten zum Einsatz, die auch schwere Frachten auf Schnee und Eis deutlich leichter in Bewegung setzen als Transportmittel mit Rädern.

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Für Kinder und Erwachsene ein großer Spaß.

 Aber nicht nur als Nutzfahrzeug kommen Schlitten zum Einsatz, sondern auch als Gefährt einer Winterfreizeitsportart, die Kinder und Erwachsene in ihren Bann zieht.

Sobald der erste Schnee fällt, stürzen sich Winterbegeisterte noch auf die kleinsten Abhänge, um dort das winterliche Weiß und die Abfahrt zu genießen.

Wer erinnert sich nicht gerne an den Spaß beim ersten Schlitteln am kleinen Hügel hinterm Haus und auf die Aufregung, wenn es rasant einen höheren Berg hinunterging?

Während es in innerstädtischen Parks vor allem kleinere Hänge sind, die in erster Linie von Kindern und ihren Eltern genutzt werden, gibt es in bergigeren Regionen eine Vielzahl an präparierten Rodelabfahrten.

Meist ist der Ausgangspunkt per Lift oder Gondel erreichbar, sodass die Abfahrt auch schon eine halbe Stunde oder länger dauern kann – wie auf der angeblich längsten Rodelbahn Deutschlands am Wallberg, unweit des bayerischen Tegernsees.

Sicherheitshinweis: Denken Sie insbesondere bei längeren Rodelabfahrten an den Helm für Ihr Kind. Auch auf kürzeren und steilen Pisten kann es wild zugehen. Was für Skifahrer mittlerweile Pflicht ist, empfiehlt sich daher auch bei diesem Sport. Hier finden Sie diese und weitere Sicherheitshinweise für das Schlittenfahren, um gesund und munter den Berg hinunterzukommen.

2. Kaufberatung: Woran Sie beim Schlittenkauf im Jahr 2019 denken sollten

Schlittenhersteller

Es gibt unzählige Hersteller, die sich auf den Bau von Schlitten spezialisiert haben. Beliebte Anbieter und Marken sind AlpenGaudi, Gloco, Graf, KHW, Hudora, Hamax, Ress, Sirch und Stiga. Auch die Rodel von Kathrein sind beliebt und können auf gute Testergebnisse verweisen.

Wenn Sie für sich und/oder Ihre Kinder einen Schlitten kaufen möchten, stehen Sie mittlerweile vor einer unübersichtlichen Anzahl unterschiedlichster Schlittenmodelle. Ein Rodel-Test kann Abhilfe verschaffen, sodass Sie den für sich besten Schlitten finden.

In der Tabelle im nächsten Kapitel finden Sie die Unterschiede zwischen Schlitten, Bob und Rodel genauer erklärt. Zunächst aber stellen sich grundlegende Fragen, zum Beispiel danach, ob das Gefährt nur eine oder mehrere Personen tragen können soll.

Möchten Sie einen Schlitten für Zwillinge kaufen, dann muss er über eine entsprechend lange Sitzfläche verfügen. Auch ist es wichtig zu unterscheiden, ob der Schlitten für Kinder oder Erwachsene gedacht ist. Auch spezielle Babyschlitten sind zu finden.

2.1. Das Material: Holz, Plastik, Metall

Holzschlitten, Bobs und Rodel werden aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Viele bzw. die traditionellsten sind aus Holz gefertigt, das fast immer eine hohe Stabilität und Langlebigkeit verspricht, dafür aber schwer ist und gepflegt werden muss.

Bobs und Rodelschlitten sind häufig aus Plastik gefertigt, was deutlich leichter ist, manchmal aber nicht so stabil wie Holz. Metallfertigungen können eine Alternative sein, die im Fall von Aluminium besonders leicht ist. Das Gewicht wird daher in vielen Fällen den Ausschlag geben.

2.2. Sicherheit und Stabilität

Einer der wichtigsten Aspekte beim Kauf eines Schlittens ist seine Stabilität – schließlich muss er nicht nur das Gewicht mindestens einer Person tragen, sondern auch Stürze aushalten. Achten Sie daher darauf, dass der Schlitten beim Kauf einen soliden Eindruck macht und sauber verarbeitet ist. Die Hersteller geben fast immer eine Belastbarkeitsgrenze in Kilogramm an.

Denn was für einen Kinderschlitten noch nicht relevant sein mag, wird es spätestens, wenn Erwachsene darauf fahren möchten. Bei der Kaufentscheidung können auch Prüfsiegel helfen: Während das CE-Siegel ein Mindestmaß an Sicherheit garantiert und auf dem Schlitten in jedem Fall zu finden sein sollte, können Sie auch Ausschau nach einem GS-Zeichen halten („Geprüfte Sicherheit“).

Das garantiert Ihnen, dass nicht nur dafür Sorge getragen ist, dass keine Holzsplitter vorhanden sind oder Nägel abstehen, sondern der Schlitten unter realistischen Anwendungsbedingungen getestet wurde.

2.3. Fahrqualität

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Ein Schlitten mit Lenker ist bequem zu bedienen.

Nicht zuletzt spielt die Fahrqualität bei der Auswahl des Schlittens eine große Rolle und ist beim Rodel-Test zu berücksichtigen.

 Das Steuern eines klassischen Holzschlittens erfolgt durch Gewichtsverlagerung sowie den Einsatz der Füße und erfordert ein wenig Geschick. Für kleine Kinder eignen sich diese daher am besten in Begleitung eines Erwachsenen.

Lenker oder Lenkstangen im Plastikbob sind intuitiv zu bedienen, funktionieren aber nicht bei allen Modellen einwandfrei -manchmal ist die langfristige Haltbarkeit nicht gewährleistet.

Rennschlitten sind besonders auf Leichtgängigkeit und hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Wie schwerfällig ein Rodel oder Bob ist, hängt unter anderem von dessen Gewicht ab. Gerade auf Rodelbahnen ist es wichtig zu wissen, wie gut die Bremsen funktionieren – wenn es welche gibt.

2.4. Sonderausstattungen

Neben den bisher genannten Kriterien gibt es einige weitere Aspekte, auf die Sie beim Kauf eines Schlittens achten können.

  • Wenn Sie nur wenig Platz im Auto oder in der Wohnung zur Aufbewahrung haben, lohnt sich eventuell die Anschaffung eines klappbaren Schlittens. Die Stabilität ist allerdings nicht so hoch wie die anderer Schlitten.
  • Es gibt Schlitten mit Rückenlehne, die gerade kleinen Kinder das Sitzen erleichtert.
  • Sitze mit Gurtbespannung sorgen für mehr Bequemlichkeit, sind allerdings nicht so stabil wie Holzlatten, wie die Stiftung Warentest 2013 feststellte.
  • Zugleinen oder eine Schiebestange erleichtern den Transport des Schlittens zum Ausgangspunkt.

3. Übersicht: Modelle für unterschiedliche Zwecke

Es gibt viele unterschiedliche Schlittenmodelle, die für verschiedene Zwecke geeignet sind. Während sich Kufenschlitten gut für weichen Schnee und die Piste eignen, sind Bobs und Rodel auf fest präparierten Bahnen die beste Wahl. Nachstehende Tabelle zeigt Ihnen im großen Schlitten-Vergleich die Merkmale der jeweiligen Modelle auf.

Schlittenmodell Eigenschaften

Schlitten

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  • Schlitten haben feste Kufen, werden mit den Füßen gebremst und per Gewichtsverlagerung gelenkt.
  • Hörner-Schlitten haben nach vorne hin und oben hin gebogene Kufen, an denen man sich festhalten kann.
  • Der klassische Schlitten Davoser Bauart ist meist gänzlich aus Holz gefertigt und verfügt über Kufen, die nur bis zum Ende der Sitzfläche reichen.
  • Die Holzschlitten sind meist über Jahrzehnte haltbar, müssen anders als Kunststoffrodel aber auch gepflegt werden.

Bob

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  • Bobs haben oft mehr als zwei Kufen, zum Beispiel einen Ski zum Lenken.
  • Gerade bei wenig Schnee können die leichten Bob-Schlitten mit Lenkrad punkten. Auf lockerem Schnee macht diese Schlitten-Kategorie die beste Figur.
  • Mit einem Zipfelbob lässt sich gut lenken, allerdings sollten Sie über den nassen Hosenboden hinwegsehen können.
  • Der KHW-Schlitten „Snow Future“ hat bei der Stiftung Warentest gut abgeschnitten. Etwas instabil scheint dagegen der Stiga-Schlitten „Snow Runner“ zu sein

Rodel

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  • Rodelschlitten sind mit einem Steuerseil oder tretbaren Kufen lenkbar.
  • Benutzen Sie auf eisigen Bahnen am besten einen lenkbaren Rodel, da sich mit ihm auch gut bremsen lässt.
  • Auch die Stiftung Warentest hat lenkbare Rodel zu den Schlitten-Testsiegern gekürt. Die Modelle Graf Family Flizzer und der Kathrein-Rodel konnten hier überzeugen.

Rutschteller  

rutschteller

  • Für den flachen Hügel hinterm Haus eignen sich Plastikrutschteller gut.
  • Lenken und Bremsen lässt sich damit weniger, daher sind Rutschschlitten nichts für steile Abfahrten.
  • Auch für längere Rodelbahnen eignet sich dieser Schlitten-Typ nicht, da er unbequem ist. Etwas angenehmer sind Modelle, auf die auch die Beine passen.
  • Vorteil: Diese Schlitten sind günstig.

4. Die Vor- und Nachteile des klassischen Davoser Schlittens

Nostalgiker greifen nach wie vor am liebsten zum klassischen Holzschlitten, der nach Davoser Bauart ganz puristisch über zwei Kufen und eine Sitzfläche aus Holzlatten verfügt. Als Holzschlitten mit Lehne eignet er sich gut für kleine Kinder. Weitere Vor- und Nachteile listen wir hier auf.

  • robust und sicher
  • langlebige Materialien
  • für bis zu zwei Personen geeignet
  • schwer
  • Holz und Metallkufen müssen gepflegt werden
  • ungeeignet bei tiefem und nassem Schnee

5. Der große Schlittenvergleich der Stiftung Warentest

2013 hat die Stiftung Warentest zuletzt einen großen Schlitten-Vergleich angestrengt und dafür zwölf Bobs, Rodel und Schlitten (drei lenk­bare, sieben nicht lenk­bare und zwei Kinder­bobs) genauer unter die Lupe genommen. Sechs davon haben gut, einer mangelhaft abgeschnitten. Beurteilungskriterien der Stiftung Warentest waren das Fahrerlebnis, die Sicherheit und Stabilität sowie die Handhabung.

6. Die wichtigsten Fragen im Überblick

6.1. Wie pflege ich einen Holzschlitten?

Vermeiden Sie es, den Schlitten längere Zeit der Sonne und extremer Trockenheit auszusetzen. Das Holz kann sich ansonsten verziehen. Trocknen Sie den Rodel nach der Fahrt gut ab. Die Kufen sollten Sie gelegentlich abschleifen, um den vollen Fahrspaß zu bewahren. In diesem Video finden Sie weitere Hinweise zur Pflege Ihres Holzschlittens, um lange Freude an ihm zu haben.

6.2. Wie lenkt man einen Schlitten?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, da es auf das Schlittenmodell ankommt. Während Rutschteller sich kaum lenken lassen und daher auch nur für kurze Hänge geeignet sind, lenken Sie einen Holzschlitten durch die Gewichtsverlagerung, den Einsatz Ihrer Füße und bremsen ebenfalls mit den Füßen, oder indem Sie den Schlitten vorne anheben. Lenkbobs und Rodel dagegen verfügen manchmal über einen Lenker und lassen sich durch Bremsstangen anhalten.

6.3. Kann man einen Schlitten selbst bauen?

Wer gerne selbst Hand anlegt, kann einen Schlitten natürlich auch selbst bauen. Dazu benötigt es ein wenig Geschick und das richtige Material. Auf verschiedenen Seiten finden Sie eine Übersicht verschiedener Anleitungen.

6.4. Was sind die Besonderheiten von Hundeschlitten?

Schlitten für Hunde haben spezielle Anforderungen an die Ausstattung. Der Hundeführer sollte nicht nur lenken, sondern vor allem auch bremsen können, um den Schlitten nicht in das Tier zu fahren. Entsprechende Schlitten verfügen außerdem über besondere Gurte, in die der Hund bequem eingespannt werden kann. 

Vorsicht: Verzichten Sie darauf, Ihren Hund vor einen normalen Schlitten zu spannen. Ohne entsprechende Gurte kann sich das Tier verletzen und die fehlende Bremsmöglichkeit bei einfachen Holzschlitten führt oft zu Unfällen – für Mensch und Tier.