Kaufberatung zum Nachtsichtgerät Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Nachtsichtgeräte profitieren von der technischen Entwicklung, die dafür sorgt, dass die Bilder schärfer werden und die Geräte für längere Zeit im Einsatz sein können. Dennoch heißt es in diversen Nachtsichtgeräte-Tests im Internet auch: Selbst Modelle der 1. Generation sind gute Einsteigermodelle zum günstigen Preis und mit Infrarot-Technologie.
  • Welche Werte entscheidend sind, wenn Sie ein Nachtsichtgerät kaufen wollen, hängt von der Nutzung ab. Jäger schwören beispielsweise auf ein Sehfeld von 50 bis 100 Metern. Hier kommen meist Nachtsichtgeräte der 2. Generation zum Einsatz.
  • Nachtsichtgeräte unterscheiden sich von sogenannten Wärmebildkameras. Diese erfassen die Wärme von Menschen und Tieren beinahe unbemerkt und ebenfalls bei Nacht, ähnlich wie ein Nachtsichtgerät. Allerdings unterscheiden sich die Bildergebnisse deutlich.

nachtsichtgeraet-test

Mit einem Nachtsichtgerät, auch Nachtsichtbrille genannt, ist es möglich, nachts klar zu sehen. Dabei gibt es monokulare Nachtsichtgeräte (für ein Auge) und binokulare Nachtsichtgeräte (für beide Augen). Im Inneren haben die Nachtsichtgeräte einen sogenannten Restlichtverstärker und einen Bildverstärker, die das schwache Licht verstärken, sodass es möglich ist, etwas zu sehen. Es gibt auch Nachtsichtgeräte mit Infrarot, die die Wärmestrahlung von Menschen oder Tieren wahrnehmen, sodass das Nachtsichtgerät sie besser erkennen kann.

Bei der Jagd kommen Nachtsichtgeräte häufig zum Einsatz, um beispielsweise Wildschweine aufzuspüren. Zudem finden Nachtsichtgeräte beim Militär Verwendung. Darüber hinaus loben vor allem abenteuerlustige Outdoor-Fans und Naturbeobachter in Tests zu Nachsichtgeräten die Nachtsichtbrillen als praktisches Zusatz-Equipment. Neben Stromversorgung, Blickwinkel, Auflösung, max. Beobachtungsdistanz und Vergrößerung verweisen sie in diversen Nachtsichtbrillen-Tests im Internet auch darauf, dass Größe, Gewicht in g, Material und der Preis in Euro zu berücksichtigen sind, wenn Sie ein Nachtsichtgerät kaufen wollen. Diese Hinweise sowie die Informationen der Hersteller hat die Redaktion von Heimwerker.de zur folgenden Kaufberatung 2021 für Sie aufbereitet.

1. Welche Arten von Nachtsichtgeräten sind in Tests im Internet besonders beliebt?

Nachtsichtgeräte lassen sich in mehrere Typen unterscheiden – in Nachtsichtgeräte „Gen 1“ (also der ersten Generation), in Nachtsichtgeräte „Gen 2“ (der zweiten Generation), in Nachtsichtgeräte „Gen 3“ (der dritten Generation) und in die modernsten Modelle, die Nachtsichtgeräte „Gen 4“.

In die Kategorie der günstigsten Nachtsichtgeräte fallen die Modelle der Generation 1, die als gute Einsteigermodelle bezeichnet werden und mit diesen Vor- und Nachteilen aufwarten:

    Vorteile
  • günstiger Preis
  • durch Infrarot-Technologie geeignet bei vollständiger Dunkelheit
    Nachteile
  • nur auf kurze Entfernungen ausgelegt
  • körniges Bild
  • nicht so viele Beobachtungsstunden wie die anderen

Nachtsichtgeräte der 1. Generation grenzen sich damit deutlich von den Folgemodellen ab. Was die typischen Spezifika der unterschiedlichen Modelle sind, zeigt die folgende Tabelle:

Art des Nachtsichtgeräts Merkmale
Nachtsichtgeräte der 1. Generation

nachtsichtgeraet-jagd

  • Elektronenoptik ermöglicht eine Restlichtverstärkung um das 8.000-Fache
  • meist Nachtsichtgerät mit Infrarot
  • gut geeignet, um Haus und Hof zu überwachen
  • für einfache Naturbeobachtungen ausreichende Technik
  • etwa 200 Stunden Betriebsdauer
  • liefern ein körniges Bild (Rauschen)
  • Bilder sind im Grün-Bereich
Nachtsichtgeräte der 2. Generation

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  • liefert schärfere Bilder aufgrund einer anderen Technologie
  • arbeitet mit sogenannten Mikrokanalplatten
  • Nachtsichtgerät mit Restlichtverstärker, verstärkt das Restlicht um das 20.000-Fache
  • Objekte bis ca. 600 m Entfernung erkennbar
  • bis zu 2,5-fache Vergrößerung möglich
  • Nachtsichtgerät mit Kopfhalterung
  • sehr oft bei der Jagd im Einsatz
  • etwa 4.000 Stunden Betriebsdauer
  • liefern Bilder in Schwarz-Weiß
Nachtsichtgeräte der 3. Generation

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  • viel höhere Reichweite
  • bis zu 50.000-fache Restlichtverstärkung
  • liefern sehr helle und sehr scharfe Bilder
  • Nachtsichtgerät mit Infrarot
  • etwa 15.000 Stunden Betriebsdauer
  • die am weitesten entwickelten Nachtsichtgeräte für den professionellen Einsatz, beispielsweise bei Militär und Polizei

Recherche-Ergebnis der Heimwerker.de-Redaktion: Die Entwicklung neuer Technologien ist nicht aufzuhalten. Mit den Nachtsichtgeräten der 4. Generation soll das Bild noch klarer werden. Allerdings werden diese Nachtsichtgeräte für den zivilen Bereich nicht erhältlich sein.

2. Worauf ist beim Kauf eines Nachtsichtgerätes zu achten?

Wenn es darum geht, eine Nachtsichtgerät zu kaufen, wird in diversen Nachtsichtgeräte-Tests im Internet häufig die Frage gestellt, was denn ein Nachtsichtgerät kostet. Pauschal lässt sich die Frage nach den Kosten nur sehr schwer beantworten. Es gibt günstige Nachtsichtgeräte bereits für 50 Euro, aber auch Geräte, die bis zu 4000 Euro kosten. Das hängt davon ab, wie gut das Nachtsichtgerät ist, wie die Bildqualität und die Verarbeitungsqualität sind und welche Zusatzfunktionen das Nachtsichtgerät hat. Für die Kaufentscheidung hilfreich sind Tests zu Nachtsichtbrillen; zum Schnäppchenpreis in Discountern wie Aldi oder Lidl gibt es Nachtsichtgeräte eher nicht.

Für den privaten Gebrauch genügen meistens die einfachen Geräte für 50 bis 70 Euro. Sie haben meistens noch einen kleinen Zoom und eine geringe Reichweite. Wer nachts oder in der Dämmerung zur Jagd geht, sollte etwas mehr Geld in ein Nachtsichtgerät investieren. Ab etwa 300 Euro gibt es hier brauchbare Geräte.

nachtsichtgeraet-restlichtverstaerker

Ein binokulares Nachtsichtgerät wirkt auf den ersten Blick wie ein hochmodernes Fernglas. Darin verbaut ist ein Restlichtverstärker, der Objekte, Tiere und Menschen trotz Dämmerung und Dunkelheit sichtbar macht.

2.1. Wann ist ein Nachtsichtgerät outdoor-tauglich?

Für die Jagd oder einen Ausflug sind kleine, handliche Geräte besonders praktisch. Geräte mit 250 bis 600 Gramm gelten als sehr leicht. Doch es sollte klar sein, dass auch ein geringes Gewicht bei längerem Tragen unangenehm werden kann. Ist ein Nachtsichtgerät zu schwer, wird es auf Dauer belastend.

Auch die Stromversorgung ist im Freien ein wichtiges Kriterium: Normalerweise haben Nachtsichtgeräte entweder Batterien oder Akkus. Akkus haben den Vorteil, dass sie eine längere Laufzeit mit sich bringen und daher nicht ständig getauscht werden müssen. Sie lassen sich einfach mithilfe des mitgelieferten Ladekabels aufladen. Batterien schaffen bis zu 6 Stunden Laufzeit, während einige Akkus 20 bis 30 Stunden durchhalten.

2.2. Welche Reichweite haben Nachtsichtgeräte?

Nachtsichtgerät als Vorsatzgerät

Es gibt spezielle Nachtsichtgeräte, die als Vorsatzgerät vor eine Optik kommen. Das kann ein Kameraobjektiv, ein Fernglas oder eine Zieloptik sein. Bei der Jagd ist ein Nachtsichtgerät für das Zielfernrohr nicht erlaubt.

Die Reichweite ist bei Nachtsichtbrillen ein wichtiges Kriterium. Die Angabe in den gängigen Nachtsichtgeräte-Tests erfolgt immer in Meter. So lassen sich die Werte einfach miteinander vergleichen. Die günstigen Geräte haben eine Reichweite von maximal 100 Metern, während bekannte Marken Werte von mehr als 500 Meter erreichen. In den höheren Preisklassen gibt es Nachtsichtgeräte, die sogar bis zu 1.000 Meter erreichen. Die Reichweite hängt dabei von der Art des Nachtsichtgeräts und vom Restlicht ab. In einer klaren Nacht bei Vollmond ist die Reichweite größer als bei bewölktem Nachthimmel sowie vollkommener Dunkelheit.

Darüber hinaus sind Vergrößerung und Blickwinkel entscheidende Werte:

  • nachtsichtbrille-test

    In einer Vollmondnacht ist die Reichweite größer als bei bewölktem Himmel oder vollkommener Dunkelheit. Sehr gute Geräte kommen bei der Reichweite auf Werte über 350 Meter.

    Vergrößerung: Viele Nachtsichtgeräte holen die Objekte näher ran. Allerdings verkleinert sich mit einem höheren Zoomfaktor das Sehfeld. Zusätzlich zum optischen Zoom haben viele Nachtsichtgeräte einen digitalen Zoom, der Beobachtungsobjekte näher heranholen kann. Das geht allerdings zulasten der Bildqualität: Es werden viele Pixel sichtbar. Hat ein Nachtsichtgerät einen guten optischen Zoom, so ist ein digitaler Zoom nicht notwendig.

  • Blickwinkel: Blickwinkel oder auch Sehfeld sind in Grad angegeben. Dabei lassen sich mehrere Werte unterscheiden. Die Naheinstellgrenze ist die kürzeste Distanz, auf die das Nachtsichtgerät noch ein gut erkennbares, scharfes Bild liefert. Das Sehfeld auf 100 Meter ist das sichtbare Feld angegeben in Metern, das Sie in 100 Meter Entfernung sehen können. Diese Angabe ist nicht so abstrakt wie eine Winkelangabe. Für mehr Transparenz mit Blick auf die Werte sorgen Nachtsichtgeräte mit Entfernungsmesser. Das tatsächliche Sehfeld ist übrigens das Gesichtsfeld, das Sie mit dem Nachtsichtgerät überblicken können. Die Angabe ist immer in Grad.

Recherche-Ergebnis der Heimwerker.de-Redaktion: Ist das Nachtsichtgerät für den Einsatz bei der Jagd gedacht, ist ein großes Sehfeld vorteilhaft. Das Nachtsichtgerät sollte nicht nur eine gute Reichweite, sondern auch einen breiten Ausschnitt darstellen. Die sehr guten Modelle haben ein Sehfeld von bis zu 100 Meter. Für die Jagd sind 50 Meter normalerweise ausreichend. Besonders beliebt sind auch Nachtsichtgeräte mit Entfernungsmesser.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Nachtsichtgeräte-Vergleich

3.1. Was ist besser, ein monokulares oder ein binokulares Nachtsichtgerät?

Ob ein binokulares oder ein monokulares Nachtsichtgerät besser ist, hängt vom Einsatzbereich ab und davon, wie viel Sie dafür ausgeben wollen. Ein Helm mit Nachtsichtgerät erlaubt es, dass die Hände frei bleiben. Diese Modelle fallen in die Kategorie der Nachtsichtgeräte mit Kopfhalterung.

3.2. Ist der Einsatz eines Nachtsichtgerätes legal?

Zur Wildbeobachtung sind Nachtsichtgeräte grundsätzlich erlaubt. Bei der Jagd gelten allerdings Sonderregeln, die im jeweiligen Jagdgebiet zu beachten sind.

3.3. Gibt es Nachtsichtgeräte für Brillenträger?

Nachtsichtgeräte lassen sich mit Brille benutzen. Es gibt einige Modelle mit speziellen, anpassbaren Augenmuscheln.

3.4. Was ist der Unterschied zwischen Nachtsichtgerät und Wärmebild?

nachtsichtgeraet-infrarot

Nachtsichtgerät und Wärmebildkamera unterscheiden sich hinsichtlich Technik und Bildergebnis. Eine Wärmebildkamera erfasst die Wärmeabstrahlung und zeigt diese in vielen Farben im Display. Die Nachtsicht des Nachtsichtgerät kommt durch einen Restlichtverstärker zustande.

Kameras für Wärmebilder können ebenfalls im Dunkeln, im Nebel oder in der Dämmerung eingesetzt werden. Sie benötigen kein Restlicht. Das Bild entsteht nicht durch Lichtreflexion. Im Gegensatz zum Nachtsichtgerät erfasst ein Wärmebild die Wärmeabstrahlung der Objekte. Sie kann die Bewegungen von Lebewesen erkennen. Seitens der Stiftung Warentest gibt es keinen erklärten Nachtsichtgeräte-Testsieger. Die Verbraucherschützer haben zu diesem Produkt keinen Test veröffentlicht, verweisen aber auf eine Spezialfunktion im Smartphone, die die Funktion einer Wärmebildkamera erfüllen könnte.

3.5. Ist es möglich, ein Nachtsichtgerät selber zu bauen?

Ein einfaches Nachtsichtgerät selber zu bauen, ist gar nicht so schwer. Dazu müssen Sie nur wissen, wie ein solches Gerät aufgebaut ist, dann können Sie mit ein paar Haushaltsgegenständen ganz leicht ein Nachtsichtgerät für Kinder bauen und ihnen damit eine Freude machen. Anleitungen dazu finden Sie im Internet. Mit den besten Nachsichtgeräten namhafter Hersteller und Marken ist die Qualität dann natürlich nicht zu vergleichen. Als Bastelei für und mit Kindern ist das Do-it-yourself-Modell sicherlich geeignet. Für professionelle Aufnahmen empfehlen wir Ihnen Nachtsichtgeräte von Bresser, Jahnke, Laserluchs, Newton, Pard, Pulsar, Yukon oder Zeiss.

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