Kaufberatung zum Schwimmweste Test bzw. Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Begriff ?Schwimmweste? wird im allgemeinen Sprachgebrauch oft als Synonym sowohl für Schwimm(lern-)hilfen als auch für Rettungswesten verwendet. Dabei handelt es sich jedoch um grundsätzlich verschiedene Hilfsmittel. Während die Schwimmweste eigentlich nur das Schwimmen erleichtern soll, haben Rettungswesten bei Unfällen im Wasser das Ziel, Leib und Leben bis zu weiteren rettenden Maßnahmen zu erhalten.
  • Welche Art von Weste Sie benötigen, hängt von wichtigen Faktoren wie Ausstattung, Körpergewicht, Körpergröße und vom Einsatzort bzw. Einsatzbereich ab.
  • Neben der Schwimmweste für Erwachsene gibt es im Bereich der Schwimmhilfen verschiedene Westen speziell für Babys, Kinder und sogar für Hunde.

schwimmweste test

Schwimmunterricht ist in der Regel für viele Menschen ein fester Bestandteil ihrer Kindheit. Schließlich ist es für jeden von uns enorm wichtig, sich beim Schwimmen im Notfall stets wieder ans sichere Ufer bringen zu können. Doch selbst gute Schwimmer können z.B. beim Wassersport ohne Sicherheitsmaßnahmen in Gefahr geraten. Laut einer Statistik der DLRG gab es in Deutschland im Jahr 2015 rund 490 Todesfälle durch Ertrinken. Sehr selten passierten diese tragischen Unfälle auf hoher See, sondern hauptsächlich in Flüssen, Bächen, Seen oder Teichen. Dies beweist: In allen Gewässern ist Vorsicht besser als Nachsicht. In unserem Schwimmwesten-Vergleich 2020 haben wir unterschiedliche Marken und Arten von Schwimmwesten für Damen und Herren miteinander verglichen und verraten Ihnen im Rahmen unserer Kaufberatung wie Sie die beste Schwimmweste für sich finden können.

1. Schwimmwesten sind wichtige Helfer im Wasser

Prüfzeichen für Schwimmwesten

pruefzeichen ceSchwimmwesten müssen nach der europäischen Norm DIN EN ISO 12402 1-10 zertifiziert sein, die die technischen Anforderungen an die Schwimmfähigkeit von Rettungs- und Schwimmwesten festlegt. Diese wird in Newton gemessen und bezieht sich stets auf 70 kg Körpergewicht. Schwimmhilfen sollten mindestens 50 N besitzen. Das bedeutet: Eine Person von ca. 70 kg hat mit solch einer Schwimmweste einen Auftrieb von 50 Newton. Achten Sie beim Kauf auf das CE Logo und auf die Angabe dieser Norm.

Eine Schwimmweste ist eine am Körper tragbare Weste, die meist präventiv beim Aufenthalt in Gewässern wie z.B. beim Wassersport zum Einsatz kommt und dem Träger im Wasser Auftrieb verleihen soll. Von ihr abzugrenzen sind Rettungswesten, obwohl die Begriffe häufig synonym verwendet werden. Schwimmwesten sind Hilfsmittel, die das Schwimmen beim Sturz ins Wasser erleichtern sollen. Rettungswesten hingegen kommen meist in akuten Gefahrensituationen zum Einsatz und bieten Schutz vor dem Ertrinken – selbst dann, wenn der Träger ohnmächtig ist. Sie sind relativ sperrig und schränken die Bewegung ein. Primäres Ziel beim Tragen einer Rettungsweste ist es, den Kopf über der Oberfläche zu halten und somit den Eintritt von Wasser in die Atemwege zu verhindern. In unserem Vergleich von Schwimmwesten konzentrieren wir uns primär auf Schwimmhilfen sowie auf Schwimmlernhilfen.

Frühe Vorläufer beider Arten existierten bereits im Mittelalter. Damals kamen jedoch statt der heute verwendeten Stoffe Kork oder mit Luft gefüllte Schläuche aus Tierhäuten zum Einsatz. Eine richtige Rettungsweste, die der heutigen schon sehr ähnelte, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von einem Inspektor der britischen Seenotrettungsgesellschaft entworfen. Die mit Kork verarbeitete, aufblasbare Weste gehörte viele Jahre ebenso wie der Rettungsring zum Standard-Zubehör in der Seefahrt.

2. Diese Kategorien von Schwimmwesten gibt es

Damit Sie besser einordnen und eingrenzen können, welche Art von Schwimmweste für Sie in Frage kommt, möchten wir Ihnen im Folgenden die unterschiedlichen Typen und deren Eigenschaften und Funktionen näher vorstellen:

Typ Beschreibung
Schwimmhilfeschwimmhilfe erwachsene Als Schwimmhilfen werden Schwimmwesten für Erwachsene bezeichnet, die einen Auftrieb von mindestens 50 Newton haben. Selten sind diese Schwimmwesten aufblasbar, sondern bestehen in der Regel aus einem Feststoff wie PVC oder PE. Sie werden häufig im Wassersport wie beim Segeln oder beim Wildwasserpaddeln verwendet, da eine Rettungsweste die Bewegung hier zu stark einschränken würde.

erleichtert das Schwimmen

spendet Wärme

x nicht ohnmachtssicher

x nicht für Kinder unter 30 kg geeignet

x schützt nicht vor Ertrinken

Schwimmlernhilfeschwimmlernhilfe kinder Eine Schwimmweste für Kinder kann auch als Schwimmlernhilfe verwendet werden. Hierbei erleichtert die Weste das Schwimmen durch leichten Auftrieb und ist weniger sperrig als beispielsweise Schwimmflügel.

erleichtert das Erlernen von Schwimmtechniken

spendet Wärme

x nicht ohnmachtssicher

x schützt nicht vor Ertrinken

Rettungswesterettungsweste Eine Rettungsweste ist von den beiden oberen Typen klar abzugrenzen. Es handelt sich meist um eine automatisch aufblasende Schwimmweste mit einem Auftrieb von mindestens 100 Newton. Eine Rettungsweste sollte in der Lage sein, den Träger selbstständig auf den Rücken zu drehen und seinen Kopf über Wasser zu halten. Schwimmen ist durch die Weste eingeschränkt und kaum möglich. wird bei Berührung mit Wasser meist automatisch aufgeblasen

schützt vor Ertrinken

ohnmachtssicher

schützt vor Auskühlung

x nicht zum Schwimmen geeignet

x sehr sperrig

3. Vorteile von Schwimmhilfen für Mensch und Tier

Obgleich Schwimmhilfen nicht der Lebensrettung dienen, bieten sie dennoch ein wichtiges Maß an Sicherheit. Gerade für ungeübte Schwimmer unterstützt und erleichtert sie das eigenständige Schwimmen. Dies kann gerade in unvorhergesehenen Situationen entscheidend sein.

3.1. Schwimmtrainer für Kinder

Mehr als Rettungsmittel im Bereich von Bootszubehör: Schwimmwesten sind auch hervorragende Trainingsmittel für das Schwimmenlernen.
Mehr als bloßes Rettungsmittel oder Bootszubehör: Schwimmwesten sind auch hervorragende Trainingsmittel für das Schwimmen-lernen.

Gerade kleine Kinder benötigen beim Fortbewegen im Wasser und beim Schwimmen-lernen oft Unterstützung. Dabei können klassische Hilfsmittel wie Schwimmflügel, Schwimmreifen und Co. die Kleinen jedoch schnell behindern anstatt ihnen zu helfen. Sie sind sperrig, können drücken bzw. scheuern und behindern das Einnehmen der richtigen Schwimmhaltung, da sie oft zu viel Auftrieb haben. Der Antrieb verhindert, dass die Kinder die notwendigen Schwimmtechniken selbstständig erlernen können.

Eine Schwimmweste für Kinder bietet hier entscheidende Vorteile. Sie ist meist aus Neopren gefertigt, was besonders leicht und angenehm zu tragen ist und zusätzlich Wärme spendet. Viele Modelle erlauben darüber hinaus sogar das Entnehmen und Hinzufügen einer variablen Anzahl an Auftriebskörpern. So kann die Weste an den jeweiligen Lernfortschritt des Kindes beim Schwimmen angepasst werden. Um das Kind jederzeit gut sichtbar im Blick zu haben, hat die Rückseite der Schwimmweste meist eine helle Signalfarbe. Dies erhöht zusätzlich die Sicherheit, da die Kinder im Wasser schnell und gut ausfindig gemacht werden können.

Achtung: Schwimmlernhilfen sind nicht für Bootstouren oder tiefe Gewässer geeignet, da sie nicht vor dem Ertrinken schützen. Auch wenn sie Schwimmwesten tragen, sollten Sie Ihre Kinder stets beaufsichtigen.

3.2. Schwimmhilfen für Erwachsene und Wassersportler

Ob Regattaweste oder Kajakweste: Eine Schwimmweste gehört im im Segel- oder Paddelboot stets zum essentiellen Zubehör.
Ob Regattaweste oder Kajakweste: Eine Schwimmweste gehört im Segel- oder Paddelboot stets zum essentiellen Bootsbedarf.

Ob im Kajak oder auf dem Surfbrett: Wenn Sie einen Sport ausüben, bei dem Sie häufig ins Wasser fallen, raten wir Ihnen, sich eine günstige Schwimmweste zu kaufen – auch dann, wenn Sie sich selbst als durchaus guten Schwimmer bezeichnen würden. Wassersport ist nicht nur für Anfänger enorm kraftraubend. Die Energie, die Sie benötigen, um sich nach einem Sturz ins Wasser selbst wieder herauszuziehen, ist hoch und wird häufig unterschätzt. Gerade dann, wenn Sie etwas weiter vom Strand oder von der Küste entfernt sind, bietet eine Schwimmweste ein hohes Maß an Sicherheit, denn sie unterstützt das Schwimmen, indem sie für den nötigen Auftrieb sorgt. Darüber hinaus schützt eine Neopren-Schwimmweste auch vor Auskühlung des Körpers durch Wind und Wasser und gehört als Zubehör zum Standard einer jeden Segelbekleidung. Durch Reflektoren und Leuchtstreifen an der Weste werden Sie außerdem gut im Wasser gesehen. So kann Ihnen im Ernstfall schneller Hilfe zukommen.

Segler auf dem offenen Meer oder Sportler in rauen Gewässern mit hohen Wellen sollten eher zu einer Rettungsweste greifen, da angenommen werden muss, dass sie es im Zweifelsfall nicht aus eigener Kraft wieder zurück an die Küste schaffen können.

3.3. Schwimmwesten für Hunde

schwimmweste hund
Mit Hundeschwimmweste im Schlauchboot: Auch die Vierbeiner sollten in manchen Fällen mit einer Schwimmweste für Hunde ausgestattet sein.

Hunde sind in der Regel hervorragende Schwimmer. Doch auch für sie kann das Tragen einer Hundeschwimmweste in gewissen Situationen wichtig sein.

Ob Sie beispielsweise mit Ihrem Vierbeiner auf einem Segelboot unterwegs sind oder am Strand baden – gerade ältere und geschwächte Tiere kann längeres Schwimmen im Wasser schnell körperlich überfordern. Hier bietet eine Schwimmweste dem Hund den nötigen Auftrieb, sodass er sich ohne größere Kraftanstrengung stets über dem Wasser halten kann.

Tipp: Achten Sie auch hier auf eine Schwimmweste in ausreichend leuchtenden Farben und mit Reflektoren auf dem Rücken, sodass Sie Ihren Vierbeiner stets gut im Blick haben.

4. Fragen und Antworten zum Thema Schwimmwesten

4.1. Schwimmwesten im Test der Stiftung Warentest

Leider gibt es bislang noch keinen speziellen Schwimmwesten-Test oder Rettungswesten-Test des Prüfungsinstituts. Jedoch untersuchte die Stiftung Warentest in Ihrer Ausgabe 07/2011 Schwimmlernhilfen für Kinder, unter denen sich auch eine Schwimmweste von Grabner befand.

In puncto Sicherheit schnitten die meisten Schwimmhilfen gut ab.

Dafür waren jedoch etliche von ihnen schadstoffbelastet und nur unzureichend mit Prüfzeichen und Warnhinweisen gekennzeichnet. So auch bei der Schwimmweste, deren Sicherheit zwar mit der Note 2,0 bewertet wurde, die aber für den Bereich Schadstoffe eine 3,6 und für die fehlende Kennzeichnung mit Warnhinweisen eine 5,0 bekam.

Einen Schwimmwesten-Testsieger gab es nicht – im Test hatten Schwimmflügel die Nase vorn.

4.2. Welche bekannten Hersteller von Schwimmwesten gibt es?

schwimmweste baby
Schutz für die ganz Kleinen: Auch für sie gibt es spezielle Schwimmwesten.

Besonders bekannt unter Seglern ist die Marke Marinepool. Doch auch Grabner- und Secuma-Schwimmwesten erfreuen sich großer Beliebtheit. Darüber hinaus sind die Schwimmwesten von Konfidence vor allem im Bereich Kinder-Schwimmwesten eine beliebte und sichere Wahl.

4.3. Gibt es Schwimmwesten für Babys?

Auch wenn sie sich hierzulande nur relativ schwer finden lassen, gibt es Baby-Schwimmwesten für ein Gewicht von 3 bis 10 kg.

Diese sind jedoch streng genommen keine Schwimmwesten, sondern Kinderrettungswesten. Je älter und schwerer die Kinder sind, desto größer ist die Auswahl an geeigneten Schwimmwesten und Schwimmlernhilfen.

5. Gefahren beim Schwimmen: Darauf sollten Sie achten!

Sommer, Sonne, Strand… Nach dem Corona-Lockdown freuen wir uns dieses Jahr wohl noch mehr als sonst auf ausgiebiges Sonnen und Abtauchen im kühlen Nass. Doch was Viele dabei nicht bedenken: Der Badespaß ist nicht ganz ungefährlich, jedes Jahr kommt es kommt es wieder zu hunderten tragischen Unfällen.

Die Heimwerker.de-Redaktion klärt daher auf: Welche Gefahren lauern an Meer, See, Fluss und Pool im Besonderen? Und welche allgemeinen Verhaltensregeln sollten Wasserratten beachten?

    • Baden Sie nur dort, wo es eine Aufsicht gibt oder wo zumindest auch andere Menschen sind. Ansonsten sieht Sie niemand im Falle eines Unglücks.
    • Springen Sie nicht in unbekannte Gewässer bzw. Stellen, nicht sichtbare Objekte oder plötzliche Kälte haben schon viele Opfer gefordert!
    • Kühlen Sie Arme und Beine ab, bevor Sie mit dem ganzen Körper ins Wasser gehen, und gehen Sie aus dem Wasser, sobald Sie frieren.
    • Baden Sie nicht in Flüssen! Strömungen und gefährliche Strudel sind oft nicht erkennbar und können selbst einen Erwachsenen leicht mitreißen.
    • Achten Sie auch auf andere Badegäste, gegenseitige Aufmerksamkeit hat bereits Leben gerettet.

Berlin – Laut einer Erhebung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind alleine im letzten Jahr 417 Menschen beim Baden ertrunken. Die meisten Unfallopfer waren dabei zwischen 21 und 55 Jahren alt. Dabei passierte der Großteil der Unfälle in Seen und Flüssen, deren Gefahren oftmals unterschätzt werden.

Damit Sie Ihren nächsten Badeurlaub oder Tag am See möglichst sicher und entspannt genießen können, hat die Redaktion von Heimwerker.de allgemeine Baderegeln und mögliche Gefahren für Sie zusammengetragen.

So verhalten Sie sich richtig beim Schwimmen – allgemeine Regeln

  • Springen Sie niemals in unbekannte Gewässer! Es besteht äußerste Verletzungsgefahr, z.B. durch nicht sichtbare Felsen unter der Wasseroberfläche.
  • Baden Sie nur, wenn es eine Aufsicht gibt – schauen Sie sonst, wo Leute im Wasser sind und fragen Sie, wo es tief wird.
  • Kühlen Sie Ihre Arme und Beine vor dem Betreten des Wassers ab, sonst droht ein Kreislauf-Schock.
  • Schwimmen Sie niemals mit ganz leerem oder sehr vollem Magen! Ein leichter Snack wie ein paar Trockenfrüchte oder ein bisschen Müsli sind am besten.
  • Achten Sie aufmerksam auf Menschen, die nicht schwimmen können. So können Sie im Notfall schnell Hilfe holen.
  • Nichtschwimmer sollten maximal bis zur Brust ins Wasser, im Meer sogar nur bis zu den Knien, da die Unterströmung einen leicht mitreißen kann!
  • Gehen Sie aus dem Wasser, sobald Sie zu frieren beginnen.
  • Gehen Sie nicht angetrunken Baden! Steigender Übermut und sinkende Hemmschwellen sind ebenso gefährlich wie der Alkohol, der den Körper rasch abkühlt.

So verhalten Sie sich richtig – Am See

Obwohl sie ein stehendes Gewässer mit weniger Strömungspotential darstellen, sind auch Seen nicht frei von Gefahren und laut DLRG Schauplatz der meisten Badeunglücke im letzten Jahr. Durch die fehlende Durchmischung der Wasserschichten aufgrund der geringen bis fehlenden Strömung kommt es in Seen sehr oft zu einem plötzlichen Temperaturabfall ab einem bis zwei Metern – man spricht von der so genannten Temperatursprungschicht, die für den Körper sehr anstrengend sein und Kreislaufprobleme bis hin zum Kollaps zur Folge haben kann. Also:

  • Schwimmen Sie nicht zu weit vom Ufer weg.
  • Gerade an Baggerseen fällt der Boden teils steil ab, was vor allem Nichtschwimmer überraschen kann.
  • Temperaturunterschiede bis zu 10 Grad innerhalb stehender Gewässer können gefährliche Kreislaufprobleme verursachen.

So verhalten Sie sich richtig – Am Fluss

Flüsse haben oftmals starke Strömungen, die selbst gute Schwimmer schnell überfordern können. Diese können u.a. an Brückenpfeilern oder Wasserbauwerken entstehen oder generell unter der teils ruhig wirkenden Wasseroberfläche schlummern, wo sie häufig nicht auszumachen sind. Gerät man in eine Strömung, kann sie einen leicht unter Wasser oder auch mit sich ziehen, nicht selten in die Fahrrinne von Schiffen. So mancher ist bei dem Versuch, auf die andere Seite eines Flusses zu schwimmen, ums Leben gekommen.

  • Schwimmen Sie nicht in Flüssen!
  • Unsichtbare Strömungen können selbst Erwachsene locker mitreißen.
  • Durch Schiffe oder Brückenpfeiler droht zusätzliche Gefahr (sowohl indirekt durch hervorgerufene Strömungen oder direkt durch Verletzungsgefahr).

So verhalten Sie sich richtig – Am Meer

Auch am Meer lauern viele Gefahren. Strömungen verändern sehr schnell die Richtung und die Brandung kann einen starken Sog entwickeln, durch den Unvorsichtige im schlimmsten Fall aufs offene Meer hinausgezogen werden können. Hier sollten Sie sich unbedingt an die durch Flaggen signalisierten Gefahreneinschätzungen der DLRG halten. Bereits bei einer gelben Flagge ist das Schwimmen gefährlich, insbesondere für Nichtschwimmer und Kinder. Eine rote Fahne symbolisiert ein absolutes Badeverbot.

  • DLRG-Flaggensignale beachten: Gelb = Gefahr vor allem für Kinder und Nichtschwimmer; Rot = Absolute Lebensgefahr, Badeverbot
  • Beachten Sie an der Nordsee aufgrund von Ebbe und Flut die ausgeschilderten Badezeiten.
  • Richtung und Stärke von Strömungen wechseln rasch
  • Auch in der Brandung und Ufernähe gibt es oft einen starken Sog.
  • Benutzen Sie im Meer nie eine Luftmatratze, Sie und besonders Kinder könnten durch den Wind aufs offene Meer abgetrieben werden.

So verhalten Sie sich richtig – Am Pool

Im Vergleich zu See, Fluss und Meer sind das Schwimmbad oder der heimische Gartenpool natürlich mit deutlich weniger Gefahren verbunden und besser bewacht. Dennoch ertrinken auch hier Menschen. Vor allem auf Kinder muss auch im Freibad sehr gut Acht gegeben werden.

  • Selbst hier gilt: Kinder immer beaufsichtigen! Sie können selbst in sehr flachem Wasser ertrinken, warnt das Deutsche Grüne Kreuz.
  • Beachten Sie ansonsten auch hier die allgemeinen Baderegeln sowie die ausgehängten Regeln im jeweiligen Schwimmbad.

So helfen Sie anderen

  • Ist ein Mensch im Wasser in Not, springen Sie nicht unüberlegt hinterher! Ertrinkende werden schnell panisch und greifen nach jedem erreichbaren Gegenstand oder schlagen unkontrolliert um sich – nicht selten endet das ebenfalls tragisch für die Retter.
  • Rufen Sie laut um Hilfe und machen Sie andere auf die Notlage aufmerksam. Setzen Sie so schnell wie möglich einen Notruf ab und befolgen die Anweisungen der Rettungskräfte am Telefon.
  • Wenn möglich, werfen Sie dem/der Ertrinkenden etwas Schwimmfähiges zu oder – falls in Ufernähe – etwas, an dem die Person sich festhalten oder selbst aus dem Wasser ziehen kann.
  • Bevor ein Unglück passiert, haben Sie ein wachsames Auge auf Nichtschwimmer*innen in Ihrer Umgebung oder jene, die nicht gut schwimmen können. Das trifft auf überraschend viele Menschen zu. Bei Menschen mit Fluchthintergrund kann es z.B. sein, dass sie in ihren Herkunftsländern nicht Schwimmen gelernt haben.