Kaufberatung zum Tiefengrund Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Tiefengrund wird vor dem Verputzen oder zur Vorbereitung für Maler- und Tapezierarbeiten auf mineralischen Untergründen aufgebracht, um deren Saugfähigkeit zu beschränken und die Oberfläche zu verfestigen. Tiefengrund gibt es lösungsmittelfrei (auf Basis von Acrylharz) und mit Lösungsmitteln.
  • Tiefengrund ist als Fertigprodukt oder Tiefengrund-Konzentrat zum selbst anmischen erhältlich. Achten Sie aber bei beiden Varianten darauf, dass der Tiefengrund diffusionsoffen und atmungsaktiv ist und Wasserdampf durchlässt. So trägt er nicht nur zu einer Verbesserung des Raumklimas bei, sondern wirkt auch vorbeugend gegen Schimmel.
  • Gängige Verkaufsmengen für Tiefengrund sind 10 oder 20 Liter, es gibt ihn aber auch in kleineren und größeren Posten. Grundsätzlich gilt: Je größer die Menge (in Litern) ist, desto günstiger ist üblicherweise auch der Preis pro Liter.

tiefengrund-test

Die Renovierung ist voll im Gange und Sie sind schon mit Pinsel und Farbe bewaffnet. Bevor Sie zur Tat schreiten, sollten Sie ihre Wände aber erst mit der richtigen Grundierung auf den neuen Anstrich vorbereiten. Tiefengrund reduziert die Saugfähigkeit von großporigen Untergründen und verfestigt die Oberfläche, sodass Farben und Tapeten optimal daran haften bleiben.

In unserer heimwerker.de-Kaufberatung zum Tiefengrund-Vergleich 2021 erfahren Sie, welche Arten von Tiefengrund es gibt und wofür diese eingesetzt werden. Außerdem verraten wir Ihnen, was Sie laut gängiger Tiefengrund-Tests beim Kauf generell beachten sollten und was die Abkürzungen auf dem Behälter zu bedeuten haben.

1. Was ist Tiefengrund und wofür wird er eingesetzt?

fassade streichen

Tiefengrund lässt sich außen (z. B. als Tiefengrund für Fassaden) und innen verwenden und eignet sich vor allem für großporige, saugfähige Untergründe wie Beton, Putz oder Gips.

Tiefengrund wird als vorbereitende Maßnahme auf mineralische Untergründe (z. B. Wände, Decken oder Böden) aufgetragen, um deren Saugfähigkeit einzuschränken und die Haftfähigkeit von Putz oder Tapeten zu erhöhen. Der Tiefengrund dringt dabei in die Poren des Materials ein und verstopft sie. Auf diese Weise wird der Untergrund gefestigt und die Oberflächen bleiben nahezu staubfrei.

Tiefengrund lässt sich außen (z. B. als Tiefengrund für Fassaden) und innen verwenden und eignet sich vor allem für großporige, saugfähige Untergründe wie Beton, Putz oder Gips. Durch das Auftragen von Tiefengrund benötigen Sie weniger Kleister beim Tapezieren und können beim Streichen auch etwas sparsamer mit der Farbe umgehen. Zudem lassen sich Tapeten bei einer späteren Entfernung leichter vom Untergrund trennen.

Tiefengrund gibt es unter anderem für die folgenden Materialien:

  • Tiefengrund für Beton
  • Tiefengrund für Putz
  • Tiefengrund für Fliesen
  • Tiefengrund für Holz
  • Tiefengrund für Gipskarton

heimwerker.de-Tipp: Wenn Sie Hölzer streichen möchten, die nachharzen, empfehlen wir, diese vorab mit weißem Tiefengrund zu behandeln. Durch diese Maßnahme wird nicht nur der unerwünschte Effekt abgestellt, sondern die Qualität des Anstriches bleibt auch wesentlich länger erhalten und das Holz bleibt besser vor Feuchtigkeit geschützt.

2. Welche Arten von Tiefengrund gibt es?

farbeimer mit pinsel

Giftig oder nicht? Tiefengrund ohne Lösungsmittel ist kostengünstig und zeichnet sich durch eine geringere Schadstoffausdünstung und Geruchsbildung aus.

Bei Tiefengrund unterscheidet man prinzipiell zwischen zwei verschiedenen Arten: Tiefengrund ohne Lösungsmittel ist kostengünstig (bezogen auf die Menge in Litern) und zeichnet sich durch eine geringere Schadstoffausdünstung und Geruchsbildung aus, wodurch er auch problemlos in Innenräumen (z. B. als Tiefengrund für Fliesen oder Tapeten) verwendet werden kann.

Tiefengrund mit Lösungsmittel wird meist im Außenbereich und auf altem oder schlecht verarbeitetem Mauerwerk eingesetzt. Darüber hinaus eignet er sich auch für stark „mehlende“ oder kreidende Untergründe, da er tiefer in das Material eindringt und dadurch für eine effektive Verfestigung sorgt.

heimwerker.de-Tipp: Lösemittelhaltiger Tiefengrund lässt sich bei Bedarf mit Lösungsmittel verdünnen, Tiefengrund auf Acrylharz-Basis mit Wasser. Auch farbig pigmentierter Tiefengrund kann grundsätzlich verdünnt werden, sollte aber speziell bei Oberflächen mit unterschiedlichen Saugeigenschaften unverdünnt aufgetragen werden, um die Oberflächenbeschaffenheit erkennbar zu machen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt beide Kategorien und Ihre Vor- und Nachteile noch einmal im Überblick:

Tiefengrund-Typ Vorteile / Nachteile
Tiefengrund auf Acrylharz-Basis (lösungsmittelfrei)

tiefengrund ohne loesungsmittel

    Vorteile
  • günstig in der Anschaffung (Preis pro Liter)
  • geringere Schadstoffausdünstung und Geruchsbildung
  • zum Ausgleichen unterschiedlich stark saugender Oberflächen geeignet
  • kürzere Trocknungszeit
  • umweltfreundlich
  • lässt sich mit Wasser verdünnen
    Nachteile
  • dringt weniger tief in das Material ein (geringere Verfestigung)
  • Filmbildung möglich (Bindemittel verbleibt an der Oberfläche)
  • lässt sich schwer wieder entfernen
Tiefengrund mit Lösungsmittel

tiefengrund mit loesungsmittel

    Vorteile
  • bessere Haftung zwischen Untergrund und Farbe
  • dringt tiefer in das Material ein und sorgt für eine effektivere Verfestigung
  • erzielt bessere Resultate auf altem, porösem Putz und schlecht verarbeitetem Mauerwerk
  • lässt sich mit Lösemittel verdünnen
    Nachteile
  • längere Trocknungszeit
  • höherer Preis
  • Lösungsmittel können mehrere Wochen ausgasen (gesundheitsschädlich!)
  • unangenehme Geruchsbildung

3. Auf welche Kriterien sollten man laut gängiger Tiefengrund-Tests im Internet beim Kauf achten?

Zu viel des Guten?

Wenn Sie versehentlich zu viel Tiefengrund aufgetragen haben, können Sie die betreffenden Stellen auf der Oberfläche mithilfe eines Langhalsschleifers (einer sogenannte „Schleifgiraffe“) abschleifen. Sollte bei der Verarbeitung Tiefengrund auf Fliesen, Scheiben oder Fensterbänke gelangt sein, können Sie den Klecksen mithilfe eines handelsüblichen Ceranfeldschabers oder einem Radiergummi zu Leibe rücken.

Abhängig von der Art und Größe der zu streichenden Oberfläche gibt es einige wichtige Kriterien, die Sie beachten sollten, wenn Sie Tiefengrund kaufen möchten:

  • Tiefengrund wird meist in Mengen zwischen 10 und 20 Litern verkauft, es gibt ihn aber auch in kleineren (z. B. Tiefengrund im 5-Liter-Eimer) und größeren Dosierungen. Grundsätzlich gilt: Je größer die Menge (in Litern) bzw. das Gewicht des Eimers (in kg) ist, desto günstiger ist der Tiefengrund üblicherweise auch im Preis pro Liter/Kilogramm.
  • Der beste Tiefengrund zeichnet sich durch eine besonders hohe Ergiebigkeit aus, wodurch sich enorme Kosten sparen lassen. Während Sie bei einigen Produkten pro Quadratmeter nur etwa 55 Milliliter benötigen, sind es bei weniger ergiebigen Tiefengründen sogar 250 Milliliter pro Quadratmeter. Um unnötige Kosten zu vermeiden und Zeit zu sparen, sollten Sie daher zu einem möglichst ergiebigen Produkt greifen.
  • Tiefengrund gibt es wahlweise als Fertigprodukt oder Tiefengrund-Konzentrat zum selbst anmischen. Achten Sie aber bei beiden Varianten darauf, dass der Tiefengrund diffusionsoffen und atmungsaktiv ist und Wasserdampf durchlässt. So trägt er nicht nur zu einer Verbesserung des Raumklimas bei, sondern wirkt auch vorbeugend gegen Schimmel.
  • Die durchschnittliche Trocknungszeit von Tiefengrund beträgt zwischen 2 und 6 Stunden und hängt von verschiedenen Faktoren (z. B. der Beschaffenheit des Untergrundes oder der aufgetragenen Menge) ab. Entsprechende Informationen dazu liefert in der Regel die Aufschrift des Behälters.

heimwerker.de-Tipp: Die Menge des benötigten Tiefengrunds richtet sich nach den zu bestreichenden Quadratmetern. Grundsätzlich rechnet man mit 1 Liter pro 10 m² Fläche. Beachten Sie aber, dass besonders poröse oder mehlige Untergründe für eine optimale Vorbereitung oftmals eine zweite Schicht Tiefengrund benötigen.

4. Welche Marken und Hersteller bieten Tiefengrund an?

Nicht nur hierzulande, sondern auch in Österreich und der Schweiz finden Sie im Handel ein breitgefächertes Angebot an Tiefengrund-Produkten. Zu den bekanntesten Vertretern in den gängigen Tiefengrund-Tests im Internet zählen unter anderem die folgenden Marken und Hersteller:

  • Brillux
  • Ceresit
  • Isolbau
  • Claytex
  • Profi Depot
  • Knauf
  • Go On
  • Probau
  • Seboprim
  • Tedox
tiefengrund auftragen

Wie lange muss Tiefengrund trocknen? Wie lange Tiefengrund auf Fliesen und anderen Untergründen trocknen muss, hängt von verschiedenen Faktoren (z. B. der Beschaffenheit des Untergrundes oder der aufgetragenen Menge) ab. Die durchschnittliche Trocknungszeit beträgt zwischen 2 und 6 Stunden.

5. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Tiefengrund-Vergleich

maler bei der arbeit

Abhängig vom Produkt und Hersteller wird die Haltbarkeit von Tiefengrund durchschnittlich mit 6 bis 18 Monaten angegeben. Wird er kühl und dunkel gelagert, ist er aber oftmals auch noch lange danach verwendbar.

5.1. Hat die Stiftung Warentest schon einen Tiefengrund-Testsieger gekürt?

Vonseiten der Stiftung Warentest gibt es keinen aktuellen Tiefengrund-Test. In einer Meldung vom März 2013 empfiehlt die Verbraucherorganisation aber, bei sehr mehligen oder stark saugenden Oberflächen vorab mit Tiefengrund zu streichen.

5.2. Wie lange ist Tiefengrund haltbar?

Abhängig vom Produkt und Hersteller wird die Haltbarkeit von Tiefengrund durchschnittlich mit 6 bis 18 Monaten angegeben. Wird er kühl und dunkel gelagert, ist er aber oftmals auch noch lange danach verwendbar. Bilden sich in der Flüssigkeit Flocken, muss er allerdings entsorgt werden.

heimwerker.de-Info: Tiefengrund muss fachgerecht entsorgt werden. Werfen Sie abgelaufenen Tiefengrund daher unter gar keinen Umständen in den Hausmüll oder kippen Sie ihn in den Abfluss, sondern bringen Sie ihn zur zuständigen Schadstoffsammelstelle oder auf den Wertstoffhof.

5.3. Worin unterscheidet sich Tiefengrund von Haftgrund?

Wie oben bereits erwähnt wird Tiefengrund vorrangig als Grundierung bei sehr saugenden Oberflächen benutzt, um die Poren zu verschließen und das Material zu verfestigen. Im Gegensatz dazu ist Haftgrund für die Verbesserung der Anhaftungskapazität konzipiert. Daher findet er vor allem auf glatten Oberflächen (z. B. Wänden oder Estrichen), Holzuntergründen und schwach bzw. gar nicht saugenden Untergründen Anwendung, bei denen normale Grundierungen wie ein Trennmittel auf die Haftung wirken würden.

5.4. Wo kann man Tiefengrund kaufen?

frau beim streichen

Tiefengrund oder Haftgrund? Tiefengrund wird als Grundierung bei sehr saugenden Oberflächen benutzt, um die Poren zu verschließen und das Material zu verfestigen. Im Gegensatz dazu ist Haftgrund für die Verbesserung der Anhaftungskapazität konzipiert.

Tiefengrund für Putz und andere Materialien bekommen Sie im Fachhandel für Maler und Lackierer oder in Baumärkten wie Obi, Hornbach, Toom oder Bauhaus. Ein deutlich größeres Angebot und meist auch bessere Preise finden Sie allerdings im Internet. Außerdem profitieren Sie beim Online-Kauf von dem Vorteil, dass Sie sich die gewünschte Menge Tiefengrund bequem direkt nach Hause liefern lassen können.

5.5. Was bedeuten die Abkürzungen LF, ELF und VF auf dem Etikett?

Das Design des Behälters und die Kennzeichnungen auf dem Etikett verraten, ob es sich bei dem ausgewählten Tiefengrund um ein lösungsmittel- und weichmacherfreies Produkt oder einen Tiefengrund auf Lösungsmittel-Basis handelt:

  • LF: Tiefengrund ohne Lösungsmittel und Weichmacher
  • ELF: Sehr emissionsarmer Tiefengrund ohne Lösungsmittel und Weichmacher
  • VF: Verarbeitungsfertiger Tiefengrund, muss nur mit Wasser verdünnt werden
  • DIN EN ISO 11890-2: Tiefengrund mit geringem Schadstoffanteil

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