Kaufberatung zum Farbroller Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Rollenbreite und die Florlänge sind die zwei Kriterien, die Ihnen beim Kauf einer Farbrolle sicherlich sofort auffallen. Dabei gilt die Faustregel: Mit einer breiten Rolle über 15 cm geht das Streichen zügig voran. Über die Florlänge entscheidet der zu streichende Untergrund: Je gröber dieser ist, desto länger kann der Flor sein.
  • Über das Farbergebnis entscheiden hingegen Kriterien, die Nutzer in diversen Farbroller-Tests im Internet kundtun. Achten Sie auf die Angaben zur Farbaufnahme, zur Flusenbildung und zum Spritzverhalten, um einen Farbroller zu finden, der sich möglichst komfortabel benutzen lässt.
  • Größe und Struktur der Oberfläche sowie die Konsistenz der Farbe haben einen entscheidenden Einfluss auf die Wahl der Farbrolle: Achten Sie bei den Herstellerangaben darauf, ob die Farbrolle für Wand-, Latex- oder Fassadenfarbe geeignet ist.

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Wenn Zuhause mal wieder ein Tapetenwechsel ansteht, greifen viele selbst zum Werkzeug. Malerarbeiten, insbesondere Streichen und Tapezieren, fallen unter die leichteren Renovierungsarbeiten. Statistiken zufolge erledigen knapp 85 Prozent der Deutschen diese Arbeiten selbst und beauftragen keinen Maler. Wenn Sie neue Farbe im Schlafzimmer, im Wohnzimmer oder in der Küche wünschen, brauchen Sie nicht nur eine schöne neue Wandfarbe, sondern vor allem das richtige Werkzeug.

Für einen gleichmäßigen Anstrich ist es sehr wichtig, dass Sie einen Farbroller verwenden, der auch für den Untergrund geeignet ist. Doch worauf kommt es eigentlich im Detail an, wenn Sie einen Farbroller kaufen wollen? Auf die Größe, also auf Länge, Breite, Dicke und Gewicht. Farbe und Design sind unerheblich. Das Material – ob Plastik- oder Holzgriff – entscheidet hingegen über die Langlebigkeit des Farbrollers. Darüber hinaus heißt es in diversen Farbroller-Tests im Internet, dass im besten Fall weiteres Zubehör mit dabei ist, beispielsweise ein Gitter.

Diese wichtigsten Kaufkriterien seitens der Hersteller sowie praxisrelevante Hinweise der Nutzer zu Farbaufnahme, Flusenbildung, Spritzverhalten und Farbauftrag hat die Redaktion von heimwerker.de in diversen Farbrollen-Tests im Internet recherchiert und zur folgenden Kaufberatung 2021 zusammengefasst.

1. Welche Arten von Farbrollern werden in Tests im Internet unterschieden?

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Farbrollern liegen in der Größe, im Material und in der Florlänge, also der Dicke des Farbrollers.

Typ Merkmale
Langflor-Farbroller

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  • ideal für raue Untergründe geeignet
  • überdeckt Unebenheiten
  • für dünnflüssige Farbe
  • nimmt viel Farbe auf
  • hoher Reinigungsaufwand
Kurzflor-Farbroller

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  • ideal für glatte Untergründe
  • überdeckt Unebenheiten nur schlecht
  • für dickflüssige Farbe
  • nimmt mittelmäßig viel Farbe auf
  • Reinigung einfacher
  • auch für Latexfarbe geeignet
Schaumstoff-Farbroller

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  • für Lacke und Kreidefarben ideal
  • meist kleine Farbroller
  • kann keine Unebenheiten überdecken
  • nimmt nur wenig Farbe auf
  • sehr einfache Reinigung
  • Spezialreiniger erforderlich

2. Was ist beim Kauf eines Farbrollers zu beachten?

Angebote an Farbrollern gibt es im Handel in den unterschiedlichsten Größen, Ausführungen, Qualitäten. Es gibt Farbroller-Sets, die auch gleich ein Abstreifgitter enthalten. Vor allem aber unterscheiden sie sich in ihren Einsatzgebieten:

  • Farbroller für glatte Wände
  • Farbroller für Rauputz
  • Farbroller für Lacke
  • Farbroller für Ecken
  • Farbroller mit Teleskopstange für hohe Decken und Wände

Tipp der heimwerker.de-Redaktion: Für die Arbeit an Decken und hohen Wänden sind Teleskopstiele besonders gut geeignet. Die Farbroller lassen sich einfach aufstecken oder aufschrauben, um auch weiter entfernte Flächen einfach zu erreichen.

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Es gibt einige Parameter, die die Wahl des Farbrollers bedingen: die Farbe sowie Oberflächenstruktur und Fläche der zu streichenden Wand.

2.1. Welche speziellen Farbroller-Modelle gibt es?

Neben der grundsätzlichen Unterscheidung in kurzflorige, langflorige und Schaumstoff-Farbroller gibt es im Handel mittlerweile einige spezielle Modelle in der Kategorie der Farbroller – Farbroller mit Muster, elektrische Farbroller und Farbroller mit Tank.

Typ Merkmale
Farbroller mit Muster

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  • Farbroller mit Muster eignen sich nicht zum Streichen
  • bringen Muster auf die Wand
elektrische Farbroller

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  • innengespeiste Farbroller
  • Farbroller mit Tank oder mit Schlauch- und Pumpsystem, das direkt aus dem Eimer gespeist wird
  • hohes Gewicht
  • spart Zeit
Farbroller mit Tank

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  • Tankvolumen bis zu 500 ml
  • erspart ständiges Eintauchen und Abstreifen im Farbeimer
  • innengespeister Farbroller, Farbe gelangt durch kleine Löcher in den Flor
  • sind reinigungsintensiv

In diversen Farbroller-Tests im Internet werden vor allem die Vor- und Nachteile von Farbrollern mit Tank diskutiert. Die Argumente werden dabei genannt:

    Vorteile
  • Tankfüllung reicht für eine größere Fläche
  • Arbeit geht schneller vonstatten
  • verschiedene Größen zur Auswahl
  • gute Streichergebnisse
    Nachteile
  • je nach Inhalt der Rolle wird das Streichen beschwerlicher
  • darf nicht austrocknen
  • aufwendig zu reinigen

2.2. Welche Größe ist ideal für einen Farbroller?

Je nach zu streichender Fläche wählen Sie die Rollenbreite aus. Für große Flächen über 15 m² eignen sich Farbrollen mit einer Breite von 25 cm. Ein kleiner Farbroller mit einer Rollenbreite zwischen 10 und 15 cm ist gut geeignet, um im Bereich der Decke und in der Nähe von Fenster- und Türnischen zu streichen.

Die Länge des Flors ist auf der Verpackung angegeben. Kaufen Sie den Farbroller immer passend zum Untergrund. Für eine raue Außenfassade eignet sich eine Florlänge von mehr als 20 mm sehr gut. Streichen Sie hingegen den feinen Innenputz, brauchen Sie einen Farbroller mit 15 bis 18 mm langem Flor.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: In diversen Farbroller-Tests im Internet wird immer wieder die Frage danach laut, welcher Farbroller für Raufaser am besten ist. Unseren Recherchen zufolge streichen Sie die leicht strukturierte Fläche der Raufaser am besten mit einer Walze, deren Flor 18 mm lang ist.

2.3. Wie viel darf ein Farbroller wiegen?

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Achtung: Ein langfloriger Farbroller ist per se schwerer als kurzflorige Modelle.

Wie schwer die Farbwalze beim Arbeiten wird, hängt wesentlich davon ab, wie viel Farbe sie aufnehmen kann.

  • Eine dicke Rolle mit langen Fasern ist schwerer als ein kleiner Farbroller mit kurzen Fasern.
  • Die langflorige Rolle ist zwar schwerer beim Arbeiten, deckt jedoch Unebenheiten viel besser ab und die Farbe gelangt in alle Poren.

Farbroller zum Befüllen, wie das EASYMaxx-Streichset oder der Turbo Roll von Wagner mit befüllbarem Teleskopstiel, sind ebenfalls etwas schwerer, allerdings müssen Sie damit nicht ständig die Rolle in den Eimer tauchen und wieder abstreifen, damit Sie weiterstreichen können.

2.4. Worauf ist bei Material und Design zu achten?

Tierschutz

Wenn Sie aus Tierschutzgründen keine Lammfell-Rolle verwenden, gibt es gute Alternativen aus Kunst- und Mikrofasern.

Das Material spielt bei Farbrollen eine sehr wichtige Rolle. Es gibt Kunststoff-Rollen und Lammfell-Rollen. Kunststoff ist günstiger in der Anschaffung und sehr gut für glatte Flächen geeignet. Eine Lammfell-Rolle nimmt die Farbe besser auf, tropft nicht so leicht und ist gut geeignet für raue Flächen. Allerdings ist sie etwas teurer.

Neben den Farbrollen für den reinen Farbauftrag gibt es auch Farbroller mit Muster, mit denen Sie Ihre Wände mit verschiedenen Designs dekorieren können. Diese Rollen sind aus Kunststoff oder Hartgummi.

Die Griffe der Farbroller sind meistens aus Kunststoff. Es gibt auch Angebote an Farbrollern mit Holzgriffen. Diese sind hochwertiger, langlebiger und nachhaltiger als die meisten Kunststoffmodelle.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Sowohl Lammfell als auch Kunstfasern nehmen die Farbe sehr gut auf. Bei hochwertigen Farbrollern kommt es weniger zu Flusenbildung auf der Wand. Deswegen raten wir Ihnen dazu, keine günstigen Farbrollen im Angebot bei Discountern wie Aldi oder Lidl zu kaufen. Sie haben dabei keine Möglichkeit, die Produkteigenschaften zu prüfen, wie es Ihnen in unserem Farbrollen-Vergleich möglich ist.

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Im Idealfall gehört ein Abstreifgitter zum Farbroller-Set. Das ermöglicht Ihnen sauberes Arbeiten.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Farbroller-Vergleich

3.1. Welches Zubehör gibt es für Farbroller?

Farbroller-Sets enthalten neben dem Farbroller-Bügel und der Rolle oft noch nützliches Zubehör, beispielsweise ein Reinigungsgerät für den Farbroller, Pinsel, Farbspritzpistolen, Farbroller-Abstreifer oder Malervlies, um alles abzudecken und vor Farbspritzern zu schützen.

3.2. Wo gibt es Farbroller zu kaufen?

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Achten Sie darauf, dass Bügel und Abstreifer zum Set gehören, wenn Sie einen Farbroller kaufen.

Farbroller finden Sie in Fachgeschäften für Malerbedarf, wo auch die Maler ihr Material kaufen. Auch im Baumarkt, beispielsweise bei Obi, Toom, Bauhaus oder Hornbach finden Sie Farbroller der verschiedensten Hersteller und Marken. Paint Racer und King Color sind dabei nur zwei Beispiele. Auch in vielen SB-Warenhäusern, wie Real, finden Sie Angebote an Farbrollern, auch an elektrischen Farbrollern. Marow, Hynec, Dexter und Pinto Deluxe sind weitere bekannte Markennamen.

Seitens der Stiftung Warentest gibt es übrigens keinen Farbroller-Testsieger. Die Verbraucherschützer haben noch keinen Farbroller-Test durchgeführt. Wir raten Ihnen davon ab, Farbroller im stationären Handel zu kaufen. Sie haben dort keine Möglichkeit, die Produkteigenschaften zu vergleichen.

3.3. Welches ist der beste Farbroller?

Mit welchem Farbroller Sie am besten arbeiten, hängt zum einen vom Untergrund ab, aber auch von der Farbe, die Sie verwenden. Für einen glatten Untergrund benutzen Sie am besten eine kurzflorige Rolle. Bei groben Wandstrukturen sind langflorige Rollen besser geeignet. Für dickflüssige Farben brauchen Sie einen kurzen Flor. Langflorige Rollen nehmen mehr Farbe auf, was beim Ausrollen der Farbe Spritzer verursachen kann. Dünnflüssige Farben lassen sich mit einer langflorigen Farbrolle eher tropffrei verarbeiten als mit einer kurzflorigen.

3.4. Welcher Farbroller ist der Richtige auf Holz?

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Farbroller aus Schaumstoff sind nicht nur tropffrei, sondern auch gut geeignet, um Holz zu streichen.

Wenn Sie Holz lackieren wollen, eignet sich am ehesten ein Pinsel oder ein Farbroller mit kurzem Flor. Holz ist sehr glatt, sodass Sie mit Schaumstoff-Farbrollern die besten Ergebnisse erzielen. Vor einem neuen Farbauftrag müssen Sie den Untergrund immer leicht anschleifen, um ein einheitliches Ergebnis zu erhalten. Achten Sie außerdem darauf, dass keine alten Farbreste mehr auf dem Holz kleben, sonst hält die Farbe nicht so gut und deckt nicht richtig.

3.5. Was ist bei der Reinigung eines Farbrollers zu beachten?

Achten Sie darauf, sauber zu arbeiten und auf jeden Fall ein Abstreifgitter zu benutzen. In der Regel gibt es das Abstreifgitter gleich mit dem Farbroller im Set zu kaufen.

  • Sollten Sie zwischendurch längere Pausen machen müssen, ist es notwendig, den Farbroller in Plastikfolie einzupacken. Damit die Farbrolle nicht eintrocknet, muss die Folie unbedingt luftdicht sein.
  • Wenn Sie mit der Arbeit fertig sind, ist es gut, den Farbroller direkt sauber zu machen. Dann kann die Farbe nicht eintrocknen. Als Erstes streifen Sie die überschüssige Farbe ab. Anschließend reinigen Sie den Farbroller. Dabei kommt es darauf an, welche Farbe Sie verwendet haben. Bei einigen Farben sind Lösungsmittel für die Reinigung notwendig.

Farben und auch Lacke auf Wasserbasis lassen sich mit Wasser auswaschen oder ausspülen. Hier ist ein wenig Geduld gefordert, bis wirklich alle Farbreste entfernt sind. Lösungsmittelbasierte Farben können Sie nicht einfach mit Wasser auswaschen. Hier brauchen Sie Terpentinersatz oder ein anderes Lösungsmittel. Am einfachsten geht das mit einem Farbroller-Reinigungsgerät. Am Ende muss der Farbroller noch gut trocknen, dann ist er für den nächsten Einsatz vorbereitet.

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