Insekten & Spinne

Insektenhotel selbst bauen – Bauanleitungen

Insektenhotel im Garten

Viele Insekten sind für die Gartenbesitzer ausgesprochen nützlich – wie etwa die Wildbienen. Sie lebten früher in hohlen Baumstämmen oder Felsnischen. Im modernen Garten finden sie hingegen nicht unbedingt einen passenden Unterschlupf zum Nisten. Daher bauen wir Insektenhotels. Wir haben die schönsten Baupläne für Insektenhäuser gesammelt.

Neben den Wildbienenhotels gibt es auch Anleitungen für weitere Insektenhäuser z.B. für Marienkäfer und Florfliegen. Auch für Hummeln und Ohrwürmer gibt es passende Anleitungen. Lesen Sie auch unsere folgenden Beiträge: Halten von Bienen im Garten, Honig aus eigener Herstellung und Imker-Bauanleitungen.

Insektenhotel selber machen

Schon ein warmes Plätzchen auf einem Balkon oder einer Terrasse kann ein geeigneter Standort für ein kleines Insektenhotel sein. Es trägt zum Erhalt der wichtigen und friedlichen Wildbienen sowie anderer nützlicher Insekten bei. Dabei macht es Spaß, ein Insektenhotel selber zu bauen und ist auch ein tolles Projekt, um mit Kindern zu basteln.

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Ein Insektenhotel lässt sich gut beobachten.

Wir brauchen uns nicht vor Stichen zu fürchten, aber es ist spannend die kleinen, fleißigen Tierchen zu beobachten. Sie ernähren sich von den Blüten der Bäume, Sträucher und Blumen in der Umgebung.

Ein Insektenhotel ist außerdem ein schöner Blickfang. Mit ein wenig Geschick lässt sich diese Aufgabe meistern. Bei unserem Beispiel haben wir uns für eine alte Schublade als Basis entschieden. Es kann aber auch alles mögliche andere sein. Leicht lässt sich ein passender Rahmen aus vier Brettern und einer Rückwand bauen. Es kommt nur darauf an, den Wildbienen röhrenartige Hohlräume mit einem Durchmessen von 2 – 10 mm zu bieten (die Mehrzahl sollte aber 3 – 6 mm haben).

Für die überaus nützlichen Ohrenkneifer füllen wir Holzwolle in kleine Tontöpfe. Außerdem stellen wir den kleinen Krabblern eine Vielfalt an Material zu Verfügung, damit sie sich die passende Suite aussuchen können. Wenn die ersten Bohrlöcher verschlossen sind, wissen wir, dass sich die ersten Hotelgäste eingefunden haben. Vielleicht baumelt aber auch zuerst ein Kokon an einer geschützten Stelle und Schmetterlinge ziehen noch vor den Wildbienen ein. Wir suchen uns auf jeden Fall eine sonnige Wand in mindestens einem Meter Höhe (Unterkante) als Platz für das Insektenhotel aus.

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Materialbedarf und Werkzeugliste

Materialbedarf – Insektenhotel bauen

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Material zusammenstellen
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Bohrungen für Wildbienen
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Backstein einseitig mit Lehm abdichten
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Insektenhotel mit Bretter aufteilen
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Diverse Unterschlupf-Möglichkeiten
  • Alte Schublade, Flohmarkt ca. 4 €
  • Bambusstängchen, 80 cm je 0,80 Euro ca. 8 €
  • Backstein, Baumarkt ca. 1 € Tontöpfchen klein, 6 Stück ca. 4 €
  • Holzwolle, Tannen- und Kiefernzapfen, Birkenscheit, Holzbretter, Drahtgeflecht Holzleim, Schrauben ca. 2 €

Gesamtkosten ca. 19 €

Werkzeugliste:

1. Schritt: Bambus zuschneiden

Die Bambusstangen werden mit einer Gartenschere so lang zugeschnitten, dass sie in die Tiefe der Schublade passen.

Sollten sie noch nicht völlig hohl sein, kann man die weiche Mitte bei einem Teil der Stäbchen mit einer Stricknadel öffnen.

2. Schritt: Holzscheit vielfach bohren

Mit Holzbohrern in der Größe von 2 bis 10 mm Durchmesser bohren wir vielfach in das Holzscheit.

Die meisten Löcher machen wir mit den Bohrern, die 3 – 6 mm Durchmesser haben.

Für diese Größen gibt es mehr Interessenten.

3. Schritt: Probeaufteilung des Insektenhotels

Wir verteilen unser Material probeweise auf der vorhandenen Fläche und ermitteln, wo wir welche Unterteilungen vornehmen wollen.

Der schwere Backstein und das Holzscheit sollten relativ weit unten sein.

Wir messen aus, wie lang unsere Unterteilungen im Einzelnen sein müssen.

4. Schritt: Backstein von hinten mit Lehm abdichten

Etwas Lehm aus dem Garten oder vom Feld machen wir feucht und schließen damit unseren Backstein von hinten.

Damit erleichtern wir den Insekten den Einzug.

Von vorne stopfen wir später noch Holzwolle, Stroh, Laub oder trockene Pflanzenteile in die Löcher.

5. Schritt: Unterteilung einbauen

Wir nehmen den Inhalt wieder raus und bringen eine Unterteilung aus passend zugesägten Holzbrettern an.

Wir leimen zuerst, bohren dann durch die Schublade und das Holz vor und setzen soweit erforderlich Schrauben ein.

Tipp: für alle Anwendungen draußen nehmen wir auf jeden Fall wasserfesten Holzleim.

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Die Einzelteile sollen nicht herausfallen.

6. Schritt: Insektenhotel füllen

Nun bringen wir den Backstein und das Holzscheit, die Tontöpfchen, die Zapfen, Rindenstückchen und die Bambusstagen in das Insektenhotel ein.

Die Tontöpfchen werden vorher mit Holzwolle vollgestopft.

Besonders lose Pflanzenteile und kleine Zapfen sichern wir mit Drahtgeflecht.

7. Schritt: Dach für das Insektenhotel und Insektenhotel anbringen

Ein Dach aus Teerpappe bildet den notwendigen Schutz gegen Regen. Da wir ein Pultdach machen wollen, brauchen wir kleine Winkel, um ein mit Teerpappe bezogenes Brettchen im richtigen Winkel anzubringen.

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Kleine Dreiecke ermöglichen eine Dachschräge.

Die sägen wir uns einfach zu, schrauben sie an das Dach und alles zusammen auf unsere Schublade.

Anschließend muss das Insektenhotel so fest angebracht werden, dass es notfalls einen Sturm übersteht.

Auf jeden Fall muss es mindestens 1 m hoch vom Boden entfernt sein (Unterkante) und einen sonnigen Standort bekommen.

Das Befestigungsmaterial bitte passend zum Untergrund besorgen.

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Insektenhotel für Wildbienen bauen

Hummelkasten bauen

Hornissenkasten bauen

Ohrwurmhotel / Ohrwurmnistkasten bauen

Insektenhotels für andere Nützlinge bauen

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Video zu Wildbienen im eigenen Garten

Rettet die Bienen: Die Top 10 der bienenfreundlichen Pflanzen!

Am 20. Mai ist Welttag der Biene. Die Heimwerker.de-Redaktion hat die beliebtesten Pflanzen zusammengestellt, die die kleinen Summer in Ihren Garten oder auf Ihren Balkon locken – Ihr Beitrag gegen das Bienensterben! Bonus: Mit Aussaatkalender!

  • Auf Platz 1: Der Rosmarin! Mit 367.110 Google-Suchanfragen schafft es die Gewürzpflanze auf den ersten Platz der beliebtesten bienenfreundlichen Pflanzen!
  • Auf Platz 2: Der Lavendel! Mit 321.700 monatlichen Google-Suchanfragen sichert sich das wohlriechende Provence-Kraut die Silber-Medaille.
  • Auf Platz 3: Der Thymian! Neben Rosmarin ein weiterer zentraler Bestandteil der Kräuter der Provence, wird der Thymian 298.470 Mal pro Monat gegoogelt.
  • Auf Platz 4: Die Sonnenblume! Da geht die Sonne auf: 264.900 Google-Nutzer*innen sind Sonnenblumen-Fans und auch die fleißigen Bienchen freuen sich über die knallgelben Gute-Laune-Macher.
  • Auf Platz 5: Der Salbei! Die aromatische Gewürz- und Heilpflanze landet mit 198.860 Suchanfragen auf dem fünften Platz der bienenfreundlichen Pflanzen.

Berlin – Seit einigen Jahren beobachten Forschende eine überproportionale Sterblichkeit bei Bienenvölkern, die einen großen Einfluss auf das Ökosystem haben. Dabei geht es weniger um die bekannte Honigbiene, sondern eher um Wildbienen-Völker.

Wollen Sie den umtriebigen Immen zum Weltbienentag – und auch sonst – etwas Gutes tun? Dann versuchen Sie es doch einmal mit diesen bienenfreundlichen Pflanzen für Balkon und Garten! Die Redaktion des Haus- und Garten-Portals Heimwerker.de hat die beliebtesten zusammengestellt.

Auf Platz 1: Der Rosmarin!

Das würzige Küchenkraut, dessen aus dem Lateinischen stammender Name übersetzt poetisch “Tau des Meeres” bedeutet, hat sich mit 367.110 monatlichen Google-Suchanfragen den dritten Platz ergattert. Die Blätter des aromatischen Duftstrauchs machen sich bekanntermaßen gut in der Küche, kommen aber auch in der Naturheilkunde bei Kopfschmerzen und Nervenproblemen in Form von Tee oder Tinktur zum Einsatz.

Der Rosmarin möchte als mediterranes Kraut gerne sonnig und warm, aber auch geschützt stehen. Der Boden darf gerne ein wenig sandig sein. Besonders gerne steht er neben anderen südlichen Gewächsen wie Lavendel oder Thymian, insbesondere bei einer Pflanzung in der Kräuterspirale. Im Topf sollte die Pflanze regelmäßig, aber mäßig gegossen werden. Trockenheit verträgt sie problemlos, nur Staunässe sollte auf jeden Fall vermieden werden, denn darauf kann sie sehr empfindlich reagieren.

Auf Platz 2: Der Lavendel!

Die wunderschönen lila Blüten der provencalischen Strauchpflanze lassen noch auf dem kleinsten Balkon mediterranes Flair aufkommen und sind auch bei den fleißigen Bienchen überaus beliebt. Wollen Sie den Bienen besonders entgegenkommen, sollten Sie Echten Lavendel (Lavandula angustifolia bzw. Lavandula officinalis oder Lavandula vera) pflanzen, da dieser besonders viel Nektar bereithält. Noch ein Vorteil: Die im Garten meist weniger gern gesehenen Wespen hält die stark duftende Pflanze fern.

Aufgrund seiner südländischen Heimat hat der Halbstrauch kein Problem mit Trockenheit und gedeiht auch auf sandigem Boden. Der Standort sollte entsprechend auch sonnig und warm sein, der Boden eher nährstoffarm. Gerade im Winter sollte der Boden nicht zu nass sein, da der Lavendel sonst zu Frostempfindlichkeit neigt. Mit 321.700 monatlichen Google-Suchanfragen schafft es der Lavendel auf den zweiten Platz der beliebtesten bienenfreundlichen Pflanzen.

Auf Platz 3: Der Thymian!

Das beliebte Küchenkraut bietet den Bienen mit seinen hübschen rosafarbenen, violetten und weißen Blütenteppichen besonders viel Nektar. Das mediterrane Gewürz kommt auf 298.470 monatliche Google-Suchanfragen. Der Halbstrauch ist nicht pflegeintensiv, sollte aber einmal jährlich zurückgeschnitten werden, da er sonst zu sehr verholzen könnte. Die Aussaatzeit ist im Mai, Pflanzzeit von März bis Juni. Ernten kann man ihn das ganze Jahr.

Als Heilpflanze kann der vielseitige Thymian bei Erkältungen und Atemwegserkrankungen eingesetzt werden, da er schleimlösend und antibakteriell wirkt. Aus den Blättern lässt sich ein wohltuender Tee oder auch Hustensirup bereiten.

Auf Platz 4: Die Sonnenblume!

Die fröhlichen gelben Blüten der Sommerblume schlechthin begeistern 264.900 Google-Nutzende ebenso auch wie die fleißigen Bienchen. Gerade die Gewöhnliche Sonnenblume (Helianthus annuus) bietet den Bienen in ihren riesigen Blüten viel Nektar und Pollen. Die Pflanzen müssen nicht allzu häufig gegossen werden und gedeihen am besten auf lehmigem oder sandigem Boden sowie – na klar – an vollsonnigen Standorten.

Darüber hinaus liefert der Korbblütler im Herbst auch gleich noch seine leckeren Kerne zum Snacken oder zur Herstellung von Öl mit – und gute Laune gleich noch frei Haus dazu. Beachten Sie aber, dass die “klassische” Sonnenblume Helianthus annuus nicht winterhart ist. Staudenförmige Sonnenblumen-Arten wie z.B. Helianthus tuberosus sind mehrjährig. Die Wurzel der Tuberosus ist auch als Topinambur bekannt und bietet einen gesunden und diabetikerfreundlichen Kartoffel-Ersatz.

Auf Platz 5: Der Salbei!

198.860 Menschen googlen jeden Monat nach dem Kraut mit den samtigen Blättern. Auch die Bienen bedienen sich gern am Nektar seiner hübschen lila oder weißen Blüten. Besonders beliebt bei den kleinen Tierchen sind die Sorten Echter Salbei, Schopfsalbei und Muskatellersalbei. Wie seine anderen mediterranen Geschwister liebt auch diese Pflanze es warm und sonnig auf lehmigem oder sandigem Boden. Sie sollte nur mäßig gegossen werden und hält auch kürzere Trockenperioden aus. Staunässe dagegen ist ein No-Go für die Pflanze.

Außerdem ist Salbei eine der bekanntesten Heilpflanzen; ihr lateinischer Name “Salvia” bedeutet wörtlich übersetzt “heilend”. Salbeitee ist von alters her als wirksames Hausmittel bei Rachenschmerzen bekannt und wirkt generell antiseptisch und entzündungshemmend. Gerade Schwangere sollten bei der Dosierung jedoch sehr vorsichtig sein, denn Salbei enthält den bei zu hohen Mengen toxischen Inhaltsstoff Thujon.

Auf Platz 6: Die Margerite!

  • 135.600 monatliche Google-Suchanfragen
  • die Wild- und Wiesenblumen mit den hübschen weißen Blüten sind sehr robust und pflegeleicht und gedeihen auf den allermeisten Böden ohne Probleme
  • sie bevorzugen einen sonnigen Standort, die meisten Sorten kommen aber auch im Halbschatten zurecht

Auf Platz 7: Oregano!

  • 131.690 monatliche Google-Suchanfragen
  • die rosaroten bis weißen Blüten erfreuen die Bienen von Juni bis Oktober mit ihrer nektarreichen Pracht
  • das beliebte Gewürzkraut ist besonders aus der italienischen Küche bekannt und darf auf keiner Pizza fehlen
  • als Heilpflanze kann der im Deutschen auch Dost genannte Oregano auch bei Magenbeschwerden oder Bronchitis zum Einsatz kommen

Auf Platz 8: Koriander!

  • 130.740 monatliche Google-Suchanfragen
  • das würzige, petersilienähnliche Kraut kommt vor allem in der asiatischen Küche zum Einsatz und hat einen sehr intensiven und speziellen Geschmack, der durchaus polarisiert/li>
  • die Blätter und Samen haben eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung, Korianderöl wirkt antibakteriell und fungizid

Auf Platz 9: Die Ringelblume!

  • 116.570 monatliche Google-Suchanfragen
  • die Pflanze sieht mit ihren leuchtend gelb- bis orangefarbenen Blüten wunderbar fröhlich aus und hat auch in der Verwendung als Heilpflanze lange Tradition, z.B. für die Wundheilung in Salben
  • der Dauerblüher steht am liebsten vollsonnig auf leicht lehmigen und nicht zu feuchten Böden, braucht ansonsten aber außer mäßigem Gießen kaum Pflege

Auf Platz 10: Der Dill!

  • 104.390 monatliche Google-Suchanfragen
  • der frisch-würzig schmeckende Doldenblütler wird auch Gurkenkraut genannt und ist in Form von Tee und Samen auch als Heilkraut bei Magenproblemen geschätzt
  • die kleinen gelben Blüten sind in flachen Dolden angeordnet und wirken so quasi wie ein Bienen-Magnet, auf dem sich die Tierchen gerne niederlassen

Bildnachweise: Adobe Stock/ThomBal, 'Bienen: Nestbau mit Plastik in Städten': von Hans / pixabay.comLizenz: [CC0 1.0], 'Bienen: Nestbau mit Plastik in Städten': von Hans / pixabay.comLizenz: [CC0 1.0], VGL/vergleichorg/sonja, VGL/vergleichorg/sonja (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)