Kaufberatung zum Bohrmaschine Test bzw. Vergleich 2019

  • Mit der Bohrmaschine lassen sich Löcher in Holz, Kunststoff, Metall und einige Betonsorten bohren, Regale an der Wohnzimmer-Wand montieren, Spiegel im Badezimmer aufhängen und vieles mehr.
  • Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Schlagbohrmaschine. Durch einen Mechanismus im Innern dreht sich der Bohrer nicht nur, sondern übt gleichzeitig Schläge auf das Material aus, um es zu durchbrechen. So können auch widerspenstige Wände bearbeitet werden.
  • Für besonders harte Materialien (wie etwa Stahlbeton) wird ein anderer Typ Bohrmaschine benötigt: Der Bohrhammer. Haben Sie es im Alltag hingegen nur mit weichen Materialien (wie etwa Holz) zu tun, kann ein Akku-Bohrschrauber die bessere Wahl sein, der sich durch einfachere Handhabung, insbesondere beim Schrauben, auszeichnet.

Bohrmaschine Test

Die Bohrmaschine ist ein wichtiges, wenn nicht sogar das wichtigste Elektrowerkzeug im Haushalt. Das zeigt sich auch in der Statistik: Rund 50 Millionen Deutsche (Quelle: Verbrauchs- und Medienanalyse VuMa) besitzen ein solches Gerät. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Typen: Bohrschrauber, Schlagbohrer, Bohrhämmer und sonstige Geräte, oft wahlweise mit Netzteil oder Akku erhältlich. Die Verwirrung der Verbraucher ist oft groß und viele können die Geräte nur schwer oder gar nicht voneinander unterscheiden.

Ein Gerät mit Geschichte

Die Handbohrmaschine mit Schlagfunktion wurde vom Hersteller Metabo popularisiert. Die Erfindung an sich stammt ursprünglich von Robert Bosch, Namensgeber der recht bekannten Firma Robert Bosch GmbH.

In diesem Bohrmaschinen Vergleich konzentrieren wir uns ausschließlich auf Schlagbohrmaschinen. Damit Sie trotzdem erfahren, ob nun genau diese Art von Bohrmaschine oder nicht doch eine andere für Ihren individuellen Anwendungsbereich am besten geeignet ist, stellen wir im Laufe des Ratgebers auch einige weitere Modelle kurz vor.

1. Funktionsweise des Schlagbohrers

Die Stärke des Schlagbohrers liegt darin, dass er – wie der Name schon sagt – neben der Drehbewegung auch eine Schlagfunktion besitzt. Da er jedoch über kein eigenes Schlagwerk verfügt, bedient er sich eines einfachen Tricks: Im seinem Innern befindet sich eine Scheibe, welche dank einer besonderen Verzahnung die Maschine bei jeder Drehbewegung ein Stück weit nach hinten zieht. Nach kurzer Zeit rutscht die Maschine über die Verzahnung und schnalzt wieder nach vorne. Dieser Schlag wird auf das Bohrfutter und damit den Bohrer übertragen. Durch die Schläge frisst sich die Bohrmaschine leicht in härtere Materialien wie etwa Stein oder Beton.

1.1. In der Drehung liegt die Kraft

Bosch Schlagbohrer Stein
Mit einem kräftigen Schlagbohrer lässt sich auch in eine Steinwand ein Loch schlagen.

Der Schlagbohrer erreicht eine hohe Schlagzahl von mehreren Zehntausend Schlägen pro Minute. Für den Nutzer fühlt sich das wie eine Vibration an. Dabei geben Schlagzahl sowie Drehzahl (also die Umdrehungen, welches das Bohrfutter in einer Minute schafft) nur einen Hinweis auf die tatsächliche Kraft der Bohrmaschine. Auch die Leistungsaufnahme, gemessen in der Einheit Watt, lässt vor allem Schlüsse auf den Verbrauch zu: Lassen Sie ein Gerät mit einer Leistung von 1.000 W eine Stunde lang laufen, ist eine Kilowattstunde (kWh) verbraucht, was bei heutigen Preisen um die 30 Cent entspricht.

Etwas aufschlussreicher ist die Einheit Newtonmeter, welche das Drehmoment angibt und damit die Kraft, welche der Bohrer in der Drehung (und durch die Übertragung auch im Schlag) hat. Gerade die Hersteller von günstigen Bohrmaschinen halten diese Information jedoch gern zurück. Seien Sie aber beruhigt: In gewöhnliche Baustoffe, Holz und Ziegelwände kommt jeder Schlagbohrer gut hinein.

Gute Schlagbohrschrauber haben darüber hinaus zwei Gänge. Kann die Bohrmaschine nämlich nicht nur bohren, sondern auch schrauben, ist die Kraft des Motors oft viel zu stark. Damit Sie nicht versehentlich die Schraube viel zu tief in den Dübel einbringen oder gar das Bit beschädigen, welches im Bohrfutter sitzt, schalten Sie vorher in den niedrigeren Gang.

1.2. Mit dem richtigen Bohrer-Aufsatz ans Werk

Holzspiralbohrer mit Zentrierspitze
Ein Holzspiralbohrer mit Zentrierspitze ist bestens geeignet für Holz-Bohrungen, da er durch die Fasern schneiden kann. Bei einem Steinbohrer würde das Holzstück im schlechtesten Fall zersplittern.

Die für Schlagbohrmaschinen verwendeten Bohrer bestehen aus sogenanntem Schnellarbeitsstahl (HSS, High Speed Steel), einem besonders gut gehärteten Stahl. Sie haben ein Sechskant-Profil und lassen sich sehr leicht auswechseln, wenn der Bohrer über ein Schnellspann-Bohrfutter verfügt. Anders als bei Bohrhämmern werden hier keine SDS-Bohrer, also Bohr-Aufsätze mit dem ikonischen SDS-Profil, verwendet.

Für das jeweilige Material benötigen Sie den richtigen Bohrer. Beschaffen Sie sich am besten ein Set, mit dem Sie alle in Ihrem Haushalt gängigen Arbeitsstoffe perforieren können. Welche Materialien für den Schlagbohrer geeignet, welche zu hart sind und für welche auch eine andere Art von Bohrmaschine eine gute Alternative darstellt, erfahren Sie in Kapitel 3.

2. Verwandte Bohrer mit ähnlichen Funktionen

Die Familie der Bohrmaschinen ist groß und Schlagbohrer bei weitem nicht ihr einziges Mitglied. Abhängig vom Anwendungsbereich ist ein anderer Typ Werkzeug vielleicht besser geeignet. Wir stellen Ihnen in unserer kaufberatung daher einige weitere Kategorien kurz vor, bei denen es sich ebenfalls um Bohrmaschinen handelt:

Wenn Sie bereits sicher sind, dass die Schlagbohrmaschine genau das Richtige für Sie ist, springen Sie einfach weiter zu Kapitel 3.

2.1. Akku-Schlagbohrschrauber

Akku für Makita Akku-Schlagbohrer
Akku-Schlagbohrschrauber benötigen kein Stromkabel. Hier ein entsprechender Akku von Makita mit 1,5 Amperestunden Kapazität.

Wer auf lästige Kabel verzichten möchte, ist mit einem Akkubohrer besser bedient als mit dem herkömmlichen Schlagbohrer. Statt Netzbetrieb übernimmt hier ein Akku die Stromversorgung. Das ist praktisch, da es die Flexibilität erhöht: Mit dem Akku-Schlagbohrer arbeiten Sie auch im Garten, ohne erst mehrere Verlängerungskabel zusammenzusuchen und aneinanderzustecken. Sie können das Gerät sogar dorthin mitnehmen, wo weit und breit keine Steckdose existiert, beispielsweise an den Anlegesteg.

Allerdings hat die Mobilität ihren Preis: Der Akku-Schlagbohrschrauber hat weniger Kraft als sein verkabelter Bruder. Außerdem hält der Akku nur eine begrenzte Zeit, bis er leer ist. Im Falle einer umfangreicheren Arbeit muss ein zweiter Akku beschafft werden. Der reguläre Schlagbohrschrauber läuft hingegen beliebig lange (bzw. so lange, wie Sie Ihre Stromrechnung bezahlen).

Wir haben die Vor- und Nachteile des Akku-Schlagbohrers gegenüber dem Netzgerät kurz zusammengefasst:

  • erhöhte Flexibilität
  • kein Kabelsalat
  • Akku unter Umständen mit anderen Maschinen des Herstellers kompatibel
  • weniger Kraft
  • limitierte Arbeitsdauer

2.2. Bohrschrauber

Ryobi Akku-Bohrschrauber
Kompakt und handlich: Der Akku-Bohrschrauber. Ihm fehlt die Schlagfunktion.

Dieses Gerät wird in der Regel als Akku-Bohrschrauber vertrieben. Ihm fehlt die Schlagfunktion des Schlagbohrers und Bohrhammers, er kann also nur ganz “herkömmlich” bohren und schrauben. Damit eignet er sich hervorragend für kleine und mittelgroße Löcher Holz, Kunststoff und anderen, weichen Materialien. Seine große Qualität ist das Schrauben.

Vor allem ist der Akku-Bohrschrauber kompakt und handlich. Einige Geräte wiegen nur halb so viel wie die schweren Schlagbohrmaschinen. Zudem macht ihn der Akku flexibel in den eigenen vier Wänden und außerhalb einsetzbar. Gerade, wenn Sie schon ein leistungsstarkes Gerät wie etwa einen Bohrhammer besitzen, ist ein handlicher Akku-Bohrschrauber eine bessere Ergänzung zum Werkzeug-Repertoire als ein Mittelklasse-Schlagbohrschrauber.

Die meisten Akku-Bohrschrauber haben zwei Gänge, um die Kraft beim Schrauben zu begrenzen. Zudem verfügen sie über eine Rutschkupplung: Ab einem bestimmten (zuvor manuell eingestellten) Widerstand klinkt sich der Antrieb automatisch aus und der Motor dreht nur noch hohl. Das verhindert, dass die Schraube zu stark angezogen wird, wodurch nicht nur sie, sondern sogar die Bits beschädigt werden könnten. Auch viele andere Bohrmaschinen, die zusätzlich eine Schraub-Funktion besitzen, setzen dabei auf eine Rutschkupplung.

2.3. Bohrhammer

Bohrhammer Kress
Macht keine Kompromisse: Der Bohrhammer. Damit bröckelt bald auch der härteste Beton in Ihren vier Wänden.

Wo die anderen kapitulieren, legt der Bohrhammer erst richtig los. An den tragenden Stahlbetonwänden eines Hauses ist nämlich für die meisten Schlagbohrer, ob Bohrmaschinen Testsieger oder nicht, Schluss. Wenn Sie diese trotzig gegen die Wand drücken, gehen sie irgendwann kaputt, nicht aber die Wand.

Der Bohrhammer unterscheidet sich vom Schlagbohrer darin, dass er ein eigenes Schlagwerk besitzt. Üblich sind hier Federschlagwerke. Die Schlagfunktion wird also nicht durch einen Trick aus der Motor-Drehung geholt. Stattdessen wird ein Kolben eingesetzt, der durch den Elektromotor vor- und zurückgetrieben wird. Bei jeder Vorwärtsbewegung presst er den sogenannten Schläger nach vorn, welcher auf das Schlagwerk und dieses wiederum auf den Bohrer in der Spitze des Geräts schlägt. Voraussetzung für diese Technik ist, dass der Bohrer nicht fest mit dem Bohrfutter verbunden ist.

Bohrhämmer haben eine geringere Schlagzahl als Schlagbohrer – statt um die 50.000 Schläge pro Minute nur etwa 4.000 (abhängig von Marke und Typ des Geräts). Dafür sind diese Schläge an sich deutlich kräftiger. So erreichen sie eine höhere Durchschlagskraft, arbeiten jedoch etwas gröber und nicht ganz so präzise.

Diese Art von Werkzeug ist auch als Akku-Bohrhammer auf dem Markt erhältlich. Allerdings sind die Geräte dann vergleichsweise schwer und brauchen zur Bedienung entsprechend viel Muskelkraft.

3. Materialien und Bohraufsätze

Mit dem Schlagbohrer lässt sich eine Vielzahl von Materialien bearbeiten. Allerdings gibt es auch einige Wände, an denen er sich die Zähne (bzw. den Bohrer) ausbeißt. Wir haben für Sie tabellarisch mehrere Baustoffe aufgelistet. Aus dem nebenstehenden Kasten entnehmen Sie, ob die Schlagbohrmaschine dafür gut geeignet ist oder ob es praktischere oder stärkere Alternativ-Geräte für diesen Einsatz gibt.

Mit Holz hat der Schlagbohrer keine Probleme. Wenn Sie hauptsächlich mit diesem Material arbeiten, können Sie auch einen Akku-Bohrschrauber in Betracht ziehen. Er ist etwas leichter und handlicher. Holz bohren Bohrmaschine
Fliesen bohren Bohrmaschine Auch Fliesen schafft eine Schlagbohrmaschine mühelos. Schalten Sie hier, wie auch beim Holz, auf keinen Fall die Schlagfunktion hinzu. Das reduziert die Präzision und Sie riskieren, die Fliesen zu beschädigen.
Mit Lochziegeln, die oft zur Wärmedämmung verbaut werden, kommt ein Schlagbohrer noch zurecht. Sie sind aufgrund der inneren Perforierung, welche bei der Gebäude-Isolierung hilft, nicht allzu hart. Lochziegel bohren Bohrmaschine
Backstein bohren Bohrmaschine Selbst eine Backstein-Wand ist für gewöhnliche Schlagbohrmaschinen ein bezwingbarer Gegner. Achten Sie auch hier auf den richtigen Bohr-Aufsatz, denn ein falscher könnte beim Einsatz kaputt gehen.
Insbesondere bei Metall kann der Schlagbohrer glänzen – ein echtes Heimspiel für die Maschine. Mit dem richtigen Bohr-Aufsatz löchern Sie problemlos Metallplatten und auch -schienen. Material Metall Bohrmaschine
Stahlbeton bohren Bohrmaschine Hier kommt der Schlagbohrer an seine Grenzen: Bei harten Betonsorten wie etwa Stahlbeton sollte ein Bohrhammer herangezogen werden. Dieser hat ein eigenes Schlagwerk und daher deutlich mehr Kraft.
Stellen Sie sicher, dass Sie für das jeweilige Material auch den richtigen Bohr-Aufsatz verwenden. Ansonsten können schneller Verschleiß oder sogar Beschädigungen an der Bohrmaschine die Folgen sein.

4. Kaufkriterien und Hilfsmittel

Über die Leistung haben Sie bereits in Kapitel 1 einiges erfahren. An dieser Stelle seien weitere Aspekte kurz erwähnt, die für Sie eine Rolle spielen könnten, damit Sie nicht eine ungeeignete Bohrmaschine kaufen.

4.1. Bohrtiefenanschlag

Bohrertiefenanschlag Bohrmaschine
Im Vordergrund leicht zu erkennen: Der Bohrer-Tiefenanschlag. Dieser Metallstab stößt an der Wand an und sorgt dafür, dass jedes Loch gleich tief ist.

Bei diesem pfiffigen Hilfsmittel handelt es sich um einen längeren Metallstab, der parallel zum Bohrer an der Bohrmaschine montiert ist. Er lässt sich auf eine bestimmte Länge einstellen. Wenn Sie das erste Loch in die Wand gebohrt haben, fixieren Sie den Stab so, dass er außen an der Wand ansitzt. Beim zweiten Loch verhindert der Stab, dass Sie zu tief (oder nicht tief genug) bohren. Alle weiteren Löcher sind gleich tief.

4.2. Gewicht

Unterschätzen Sie nicht das Gewicht, welches die Bohrmaschine auf die Waage bringt. Bei mehr als zwei Kilogramm brauchen Sie eine gute Kondition, wenn längere Zeit am Stück gebohrt werden soll. Oben auf der Leiter mit ausgestreckten Armen wird der Schlagbohrer schnell unangenehm schwer. Wenn Sie sich nicht zum sportlichen Typ zählen, kann ein leichteres Arbeitsgerät hier die bessere Wahl sein.

Vergessen Sie nicht, ordentliche Schutzkleidung zu tragen. Neben den richtigen Handschuhen beinhaltet das auch eine Schutzbrille. Jahr für Jahr unterschätzen Heimwerker die Gefahr, welche selbst von einfachen Arbeiten ausgeht, bei denen Splitter und Staubkrümel durch die Luft geschleudert werden..

4.3. Koffer

Selbst günstige Bohrmaschinen werden meist in einem praktischen Koffer geliefert, in welchem auch Netzteil, verschiedene Bohrer und anderes Bohrmaschinen-Zubehör Platz finden. Sie bestehen zumeist aus den Materialien Kunststoff oder Aluminium. Falls kein solcher Koffer beim Kauf inbegriffen ist, sollten Sie sich schon im Voraus überlegen, wo Sie das Gerät langfristig verstauen möchten.

4.4. Bohrständer

Bohrständer Bohrmaschine
Der Bohrständer nimmt Ihnen die Last der Maschine ab und ermöglicht besonders präzises Bohren.

Für bestimmte Arbeiten lohnt sich die Anschaffung eines Bohrmaschinenständers. In diesen etwas klobigen Apparat wird die Maschine eingespannt, sodass sie auf einen bestimmten Punkt fixiert ist. Unter der Konstruktion positioniert der Hand- oder Heimwerker das Material, in welches gebohrt werden soll und drückt dann die Maschine sanft am Bohrständer entlang nach unten. Das so entstandene Loch ist besonders präzise, da durch die metallene Halterung das Zittern der Arme und Hände entfällt.

5. Stiftung Warentest

Der letzte Bohrmaschinen Test von Stiftung Warentest wurde im März-Heft 2015 veröffentlicht. Die vordersten Plätze unter den Schlagbohrern belegten Bohrmaschinen von Bosch, Ryobi und Makita.

Nur die besten Geräte kamen verlässlich durch Stein und Beton. In der Dauerprüfung schnitten hingegen fast alle Modelle gut ab. Schlagbohrmaschinen taten sich im Vergleich zu Bohrschraubern und Bohrhämmern vor allem bei Löchern in Metallplatten sehr leicht.

6. Hersteller auf einen Blick

In unserem Bohrmaschinen Test 2019 haben Sie bereits einige bekannte Marken kennengelernt. Aus Gründen der Vollständigkeit seien hier noch andere Hersteller genannt, die ebenfalls am Markt mitmischen.

  • Black + Decker
  • Bort
  • Bosch
  • DeWalt
  • Einhell
  • Fein
  • Güde
  • Hilti
  • Hitachi
  • Kawasaki
  • Kress
  • Makita
  • Metabo
  • Milwaukee
  • Stanley
  • Westfalia

Bohrmaschien Holz bohren

7. Häufige Fragen

Hat unser Bohrmaschinen Test noch Fragen offen gelassen? Vielleicht finden Sie die passenden Antworten hier.

7.1. Wie funktioniert eine Schlagbohrmaschine?

Wie ein Schlagbohrer funktioniert, ist schnell erklärt: Die Schlagbewegung kommt aus der Drehbewegung. Im Innern ist eine schräg sitzende Schreibe montiert. Dreht sich das Bohrfutter, wird es gleichzeitig nach hinten gezogen und “gespannt”. Rutscht es ab einem gewissen Punkt über die Verzahnung der Scheibe, schnellt es wieder nach vorn und der Bohrer schlägt in die Wand.

7.2. Wie bekomme ich den Bohrer aus der Bohrmaschine?

Schnellspannbohrfutter Schlagbohrer
Das Schnellspanbohrfutter vereinfacht den Wechsel von verschiedenen Bohrern in der Maschine.

Wenn Sie eine Bohrmaschine mit Schnellspannfutter besitzen, ist das nicht weiter schwierig: Einfach das Futter leicht zurückziehen und den Bohrer beziehungsweise Bit herausnehmen. Ältere sowie besonders starke Maschinen besitzen oft noch ein Zahnkranz-Bohrfutter. Hier wird ein kleines Werkzeug benötigt, um das Bohrfutter zu lösen und den Bohrer zu wechseln.

7.3. Wieviel Watt braucht eine Bohrmaschine?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wenn Sie hauptsächliche weiche Materialien wie Holz oder Kunststoff bearbeiten, ist jede Bohrmaschine ausreichend stark. Bei härteren Materialien wie Stein oder Beton ist die Kraft der Maschine wichtig, doch die Watt-Zahl gibt nur an, wie viel Energie das Gerät aufnehmen kann, nicht, wie kräftig es bohrt. Ein Vergleich ist der mit dem Auto: Ein hoher Spritverbrauch deutet zwar auf einen stärkerer Motor hin – doch es gibt auch Autos, die aus wenig Treibstoff relativ viel Leistung ziehen, ebenso wie Benzinschleudern, bei denen trotz enormen Verbrauchs nicht allzu viel herauskommt.

7.4. Was kostet eine Bohrmaschine?

Günstige Bohrmaschinen sind bereits für etwa 30 bis Euro zu haben, ihnen fehlt aber in der Regel die Kraft, um härtere Baustoffe zu durchdringen. Sie eigenen sich vornehmlich für Bohrungen in Holz und ähnlich weichen Materialen. Für vernünftige Allzweck-Maschinen muss der Verbraucher zwischen 70 und 100 Euro hinblättern. Professionelle Geräte gibt es ab 150 Euro aufwärts.