Kaufberatung zum Bohrerschleifgerät Test bzw. Vergleich 2019

  • Ein Bohrerschleifgerät schleift und schärft stumpf gewordene Bohrer und ist vor allem für Metallbohrer entwickelt. Im Gegensatz zum Bohrerschleifgerät können Holzbohrer und Steinbohrer unter anderem stumpf werden.
  • Um ein optimales Schleifergebnis erzielen zu können, braucht es viel Übung. Das volle Potenzial kann nur mit dem richtigen Handling ausgeschöpft werden. Besonders hilfreich ist es, wenn das Bohrerschleifgerät über ein Spannfutter verfügt. Das erleichtert das Schleifen und ermöglicht ein noch präziseres Schärfen.
  • Eine Bandbreite an schleifbaren Winkeln und Bohrerdurchmessern ermöglicht einen vielseitigen Einsatz des Geräts und macht das Bohrerschleifgerät zu einem nützlichen Werkzeug. Doch nicht nur Schleifen von bereits stumpfen Bohrern ist möglich: Der Kreuzschliff verbessert auch neuwertige Bohrer.

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Ob nun auf der Baustelle oder für Haus und Garten, Hobbyhandwerker nutzen gerne Bohrerschleifgerät, Bohrmaschine und Bohrhammer. Ärgerlich, wenn im Eifer des Gefechts der ein oder andere Bohrer stumpf wird und somit nicht mehr genutzt werden kann.

Was nun? Geld in einen neuen Bohrer investieren? Der könnte jedoch in ein paar Jahren dasselbe Problem haben. Den Bohrer professionell schärfen lassen? Kostet viel Geld und Zeit.

Die Lösung ist einfach und spart Geld: selbst schleifen mit einem guten Bohrerschleifgerät. Für das Bohrerschleifgerät gibt es auch Bohrständer. Auf dem Bohrständer wird das Bohrerschleifgerät während der Nichtbenutzung sicher gehalten.

Auf Heimwerker.de fassen wir verschiedene Bohrerschleifgerät-Tests von 2019 zusammen und geben Ihnen eine optimale Kaufberatung, damit Sie in Zukunft noch lange Freude an Ihrem Gerät und Ihren Bohrern haben.

1. Mit Übung Bohrer selber schleifen

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Ein Bohrerschleifgerät schleift und schärft stumpf gewordene Bohrer.

Stumpf gewordener Bohrer und kein Geld oder Lust, sich einen neuen zu holen? Man kann Bohrer auch selbst schleifen, mit einem guten Bohrerschleifgerät. Dieses schärft den Bohrer mit einem motorbetriebenen Schleifstein. Mit ein bisschen Geduld hat auch ein Hobbyhandwerker schnell den Bogen raus und kann ein professionelles Schleifergebnis erzielen.

Die Bohrerschleifgeräte sind insbesondere für Metallbohrer konstruiert. Diese Art stumpft auch am schnellsten und meisten ab. Holzbohrer könnten durch das Bohrerschleifgerät abstumpfen.

Wir auf Heimwerker.de geben den Tipp: Ob die Bohrerschleifmaschine den Bohrer gut geschliffen hat, merkt man an sauberen Spanspiralen.

2. Statt neue Bohrer kaufen, alte Bohrer schleifen

Ob nun Bohrer für Bohrmaschine oder Bohrhammer: Ein Bohrerschleifgerät schärft Metallbohrer und macht sie wieder einsatzbereit. Doch nicht nur das: Ein Universal-Bohrerschleifgerät kann unter anderem Diamantbohrer und Forstnerbohrer bearbeiten sowie als Bohrerschleifgerät für Fliesenbohrer genutzt werden.

Und auch Beile, Äxte, Messer, Scheren und Kreisschneider werden mit einem Bohrerschleifgerät wieder scharf. Einige wenige Modelle können auch Steinbohrer schleifen. Bohrerschleifgeräte, die Fliesenbohrer, Kreisschneider und Co. schleifen, sind besonders praktisch.

Spezielle Bohrerschleifgeräte können auch Gewindebohrer schleifen.

Für die unterschiedlichen Bohrer braucht es geeignete Schleifscheiben beim Bohrerschleifgerät. Außerdem werden sie verschieden geschliffen. Das kann zwar mitunter kompliziert werden und benötigt viel Übung, langfristig lohnt und rentiert es sich aber mit Sicherheit.

3. Das beste Bohrerschleifgerät arbeitet mit vielen Bohrerdurchmessern und Winkeln

3.1. Viele schleifbare Bohrerdurchmesser und Winkel ermöglichen vielseitiges Einsetzen

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Spezielle Bohrerschleifgeräte können auch Gewindebohrer schleifen.

Das Bohrerschleifgerät sollte bestenfalls viele verschiedene Bohrerdurchmesser und Winkel schleifen können. Hier reichen die Durchmesser von 3 mm bis etwa 13 mm meist aus. Bei Bedarf sollte ein Spitzengerät angeschafft werden. Professionelle Maschinen können meist Durchmesser von 2 mm bis 19 mm bearbeiten.

Da Standard-Bohrerspitzen einen 118° Winkel aufweisen, können Bohrerschleifgeräte meist auch diesen Winkel schleifen. Sollen Spiralbohrer vom Bohrerschleifgerät geschärft werden bzw. werden sehr harte Metalle bearbeitet, empfiehlt sich ein 135° Winkel.

Spiralbohrer haben meist eine sehr breite Bohrerspitze, welche sich besonders gut mit diesem Winkel schleifen lässt. Darum sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Bohrerschleifmaschine sowohl 118° als auch 135° schleifen kann.

Gerade auch in einer kleineren Werkstatt kann eine weite Bandbreite sehr nützlich sein. So können Sonderfälle bearbeitet werden, hier gilt: Schmale Bohrerspitzen für weiche Metalle werden mit Winkel zwischen 90° und 120° geschliffen, breite Spitzen für harte Metalle mit Winkel zwischen 120° und 140°. Um Gewindebohrer mit dem Bohrerschleifgerät schärfen zu können, benötigt es Winkel zwischen 5° und 30°.

3.2. Der Kreuzschliff verbessert neue Bohrer

Ein Kreuzschliff kann neue Bohrer verbessern. Der Bohrer erhält zusätzliche Schneidlippen und verschmälert die Spitze. Aus einer leichten Geraden wird eine richtige Spitze geschliffen. Der Kreuzschliff, auch Ausspitzen genannt, macht somit das Vorkörnern der Bohrstelle unnötig.

Der Bohrer zentriert sich selbst, punktiert seinen Arbeitsbereich und schneidet sich ohne Herumrutschen in das Material, was wiederum eine sehr präzise Bohrung ermöglicht.

Bei Fehlschliffen ist der Bohrer jedoch komplett unbrauchbar und muss entsorgt werden.

3.3. Mehr Watt bedeutet mehr Leistung und Kraft

Bei der Wattaufnahme gilt: Mehr Watt ist gleich mehr Kraft. Ein Standardgerät verfügt meist über 80 Watt, für das gelegentliche Schärfen ist dies brauchbar. Bei regelmäßigem Einsatz ist es jedoch ratsam, ein Bohrerschleifgerät zu kaufen, das mit mehr Watt ausgestattet ist. Eine gute Bohrerschleifmaschine hat in etwa 100 Watt, Profigeräte haben unter anderem über 800 Watt, ideal für Hartmetall-Bohrerspitzen.

3.4. Für Anfänger keine zu hohen Geschwindigkeiten

Viele Bohrerschleifgeräte sind für den Hobbyhandwerker zu schnell. Es gilt: Mehr als 7.000 U/min sind für Profis geeignet. Für Anfänger sind 2.000 U/min oder weniger ideal, da somit der Bohrer nicht zu lange an der Schleifscheibe bleiben kann, was wiederum zur Beschädigung des Bohrers führen kann.

Auf Heimwerker.de raten wir: Die optimale Geschwindigkeit liegt zwischen 3.000 und 6.000 U/min, da zu niedrige Geschwindigkeiten die Schärfvorgänge unnötig in die Länge ziehen.

3.5. Maße und Gewicht: keine ausschlaggebenden Qualitätskriterien

Die Maße und das Gewicht spielen eine untergeordnete Rolle. Eine Maschine wiegt etwa 1,5 kg aufwärts und wird ohnehin meist an einem stabilen Arbeitstisch oder einer Werkbank befestigt. Ein Bohrerschleifgerät mit Spannfutter ist meist größer als die Variante ohne Spannfutter. Im Prinzip sollte man nur darauf achten, dass man ausreichend Platz für das Gerät hat.

Die wichtigsten Kaufkriterien für das passende Bohrerschleifgerät:

  • viele schleifbare Bohrerdurchmesser und Winkel
  • Kreuzschliff möglich
  • mindestens 100 Watt
  • optimal: 3.000 bis 6.000 U/min

4. Bohrschleifer ohne Spannfutter vs. mit Spannfutter

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Reinigen Sie Ihr Bohrerschleifgerät für ein bestmögliches Ergebnis regelmäßig.

Zwar gibt es offiziell keine Unterteilung der Bohrerschleifgeräte, jedoch gibt es im Handel zwei unterschiedliche Bauweisen. In einem Bohrschleifer mit speziellem Spannfutter kann man den Bohrer sorgfältig in eben dieses justieren, was eine präzise Schleifung ermöglicht.

Das gleiche Prinzip nutzen professionelle Bohrerschärfgeräte. Durch die einfache Handhabung ist die Maschine mit ein bisschen Übung auch für Hobbyhandwerker gut geeignet: Es wird lediglich das Spannfutter und der Bohrer mit leichten Drehbewegungen in die Schleifmaschine des Bohrerschleifgeräts eingeführt. Bei Ungenauigkeiten kann so leicht nachgebessert werden. Diese Modelle sind für präzise und grobe Bohrungen geeignet, je nach Qualität und Hersteller.

Die Variante ohne Spannfutter hat somit den Nachteil, dass nicht mehr nachträglich nachgebessert werden kann bzw. keine Feinjustierung möglich ist. Dadurch liefern diese Geräte meist ein ungenaueres Ergebnis. Der Bohrschleifer ohne Spannfutter besticht jedoch mit seinem sehr einfachen Handling: Die Bedienung erinnert stark an einen elektrischen Bleistiftanspitzer.

Außerdem sind die Modelle meist die günstigeren Bohrerschleifgeräte und oft auch als Saisonware bei Lidl, Aldi oder anderen Discountern erhältlich. Jedoch eignet sich diese Art Bohrerschleifgerät prinzipiell nur für Bohrer, welche für grobe Bohrungen benutzt werden.

In Bohrerschleifgerät-Tests erreichen die Bohrschleifer mit Spannfutter bessere Platzierungen.

Achtung! Um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen, benötigt es Übung. Darum sollten vorerst alte, unwichtige Bohrer geschliffen werden, um keine teuren zu verschleifen und somit unbrauchbar zu machen.

Die Vor- und Nachteile eines Bohrschleifers mit Spannfutter:

  • ideal für präzise Schleifung
  • Nachjustierung möglich
  • für präzise und grobe Bohrungen geeignet
  • braucht Übung, um Potenzial voll auszuschöpfen
  • höherer Preis

5. Das Bohrschleifgerät mit einem Aufsatz für den Kreuzschliff verbessern

Je nach Bedarf ein anderer Schleifstein

Erhältlich sind Schleifsteine aus unterschiedlichen Materialien. Besonders beliebt sind Diamantschleifscheiben. Diese garantieren einen geringeren Verschleiß und ein optimales Schleifergebnis. Außerdem ist eine solche Schleifscheibe sehr langlebig und spart somit zusätzlich Geld.

Um das volle Potenzial auszuschöpfen, kann eine Erweiterung zum Kreuzschliffbohrer gekauft werden. Je nach Hersteller ist der Aufsatz meist günstig. Die Vorrichtung ermöglicht den Kreuzschliff und somit das Verbessern von Bohrern.

Ein Ersatzschleifset ermöglicht das Austauschen von Schleifscheiben. Ein Diamant-Schleifscheibenabrichter verlängert die Lebensdauer von Schleifscheiben. Auch eine Anschleifvorrichtung kann separat erworben werden. Linksschneidende Bohrer brauchen ein passendes Spannfutter. Somit wird dem Bohrer nicht geschadet.

Eine Sicherheitsbrille schützt die Augen vor Funken und ist deswegen besonders wichtig beim Schärfen.

6. Bohrerschleifgerät-Test: Schleifergebnis, Schleifringwechsel und Staubfang zählen

Bisher wurde von Stiftung Warentest kein Bohrerschleifgerät-Vergleich durchgeführt. Jedoch findet man viele andere hochwertige Tests von Bohrerschärfgeräten in verschiedenen einschlägigen Magazinen und Online-Plattformen, wie zum Beispiel bei Heimwerker Praxis.

Für das Fachmagazin gab es einen ganz klaren Bohrerschleifgerät-Testsieger: Der Drill Doctor 750 X überzeugte besonders beim Schleifergebnis. Auch der einfache Schleifringwechsel und der gute Staubfang bekamen Bestnoten.

Generell gilt Drill Doctor als qualitativ hochwertige Marke mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Modelle sind meist ein wenig teurer, werben jedoch mit Präzision. Sie können flexibel eingesetzt werden und werden mit jeder Generation weiterentwickelt und verbessert.

Weitere Topplatzierungen erzielten auch Hersteller im höheren Preissegment wie Bernardo und Optimum, welche sich unter anderem einen Namen in der Industrie gemacht haben. Die günstigeren Modelle sind jedoch auch für Hobbyhandwerker und kleinere Werkstätten geeignet.

Auch günstigere Modelle schneiden mit einem guten bis sehr guten Ergebnis ab: Proxxon, Güde, Holzmann und Silverline bieten Maschinen, welche vor allem zum Verarbeiten von Standardgrößen konzipiert sind. Die Geräte sind speziell auf den durchschnittlichen Heimwerker zugeschnitten und können schon für weniger als 100 Euro gekauft werden.

Hier eine kurze Übersicht über die verschiedenen Typen von Bohrerschleifgeräten:

Bohrerschleifgerät Typ Kurzbeschreibung

Bohrerschleifer ohne Spannfutter

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  • leichte Bedienung
  • nur für grobe Bohrungen

Bohrerschleifer mit Spannfutter

bohrerschleifgeraet-spannfutter

  • braucht ein wenig Übung
  • größer
  • sehr präzise und professionell
  • kann für besseres Ergebnis nachjustiert werden

7. Häufige Fragen und Antworten zum Bohrerschleifgerät

7.1. Wie funktioniert ein Bohrerschleifgerät?

Die Bohrerschleifmaschine folgt einem einfachen Prinzip: Es wird genug Kraft erreicht, um massive Bohrer schleifen zu können. Diese Kraft wird durch einen Motor, der den Schleifstein mit mehreren tausend Umdrehungen pro Minute (Umdrehungszahl) rotieren lässt, erzeugt. Es steckt quasi eine Schleifmaschine im Bohrerschleifgerät.

Damit die Schärfung von Metall-Spiralbohrer möglich ist, müssen Schleifring, Schleifscheibe oder Schleifstein des Bohrerschleifgeräts sowie der Bohrerschleifgerät-Schleifblock auf zwei Seiten in einem bestimmten Winkel herangeführt werden. Eine vorgefertigte Öffnung führt den Bohrer im korrekten Winkel und erleichtert somit das Schleifen. Um den Motor zu starten, muss das Bohrerschleifgerät unbedingt an einem Stromnetz angehängt sein.

7.2. Wie reinige ich mein Bohrerschleifgerät?

Abgeschliffene Späne sammeln sich gerne in den noch so kleinsten Ritzen und Lücken des Bohrerschleifgeräts. Darum ist eine sorgfältige Reinigung besonders nach mehrfacher Benutzung sinnvoll und auch nötig.

Dafür nimmt man das Gerät vom Strom und lässt es sicherheitshalber mindestens eine halbe Stunde ruhen. Nun wird die Maschine in grobe Einzelteile zerlegt und diese kurz mit dem Mund abgepustet.

Nach der groben Erstreinigung werden die einzelnen Teile mit einem weichen Tuch abgewischt. Das Tuch soll trocken oder bei Bedarf leicht feucht sein. Danach werden die Einzelteile wieder zusammengesetzt und man kann die Bohrschleifmaschine wie gewohnt nutzen.