Kaufberatung zum Bandschleifer Test bzw. Vergleich 2019

  • Bandschleifer sind Schleifmaschienen mit einem bandförmigen Schleifpapier. Wie ein Fließband am Supermarkt, nur mit enorm hoher Geschwindigkeit, rotiert das Schleifband über Rollen. Hierbei wird unterschieden zwischen Handgeräten und stationären Schleifern.
  • Bandschleifmaschinen eignen sich generell für flache Schleifungen: Handbandschleifer sind gut, um Dielen abzuschleifen und stationäre Bandschleifer kommen eher bei Werkstücken zum Einsatz. So lassen sich zum Beispiel grobe Holzklötze mit einem stationären Schleifer feinschleifen.
  • Je nach Körnung des Schleifpapiers können unterschiedliche Materialien bearbeitet werden. Umso härter das Material, desto feiner muss das Schleifpapier sein. So eignen sich Bandschleifer für Metall, Holz und Kunststoff.

bandschleifer test

1. Schleifen wie am Fließband! Aber wie funktioniert es?

Bei Bandschleifmaschinen sitzt das Schleifpapier als ein zusammenhängendes Band auf zwei Rollen. Eine der Rollen wird von einem Elektromotor betrieben (Antriebsrolle) und die andere Rolle dreht sich nur zur Führung mit (Umlenkrolle).

Die Schleiffläche ist der Bereich, in dem geschleift wird. In der Regel befindet sich dieser zwischen den Rollen. Unterhalb des Schleifbereiches ist eine glatte Metallfläche, daher gibt das Schleifband beim Schleifen nur wenig nach.

Das hat zur Folge, dass schnell viel Material abgetragen wird, schneller als bei Schleifgeräten mit weichem Untergrund. Schwing- und Exzenterschleifer haben beispielsweise eine weiche Unterlage, auf der das Schleifpapier aufliegt. Ein harter Schleifuntergrund passt sich nicht dem zu schleifenden Gegenstand an und trägt daher mehr ab.

2. Welche Bandschleifer-Typen gibt es?

Bandschleifer lassen sich in zwei Kategorien aufteilen:

  • stationär
  • Handgebrauch

2.1. Schleift wie eine Bank: Bandschleifer stationär

Bandschleifmaschine stationär
Auf stationären Bandschleifmaschinen lassen sich besonders gut feine Schleifarbeiten erledigen. Im Vordergrund sehen Sie auch eine der Schleifscheiben, die häufig bei stationären Geräten zu finden sind.

Bandschleifmaschinen die stationär sind, haben entweder ein kleines Untergestell oder einen kleinen Werktisch über den das Schleifband verläuft. Das Gerät bleibt, wie der Name schon sagt, stationär und das Werkstück muss mit der Hand über das Schleifband geführt werden.

Zusätzlich haben die meisten Tischschleifmaschinen auch eine Schleifscheibe. Die rotierende Scheibe ist an der Seite angebracht. Dort lassen sich frisch gesägte Holzklötze von abstehenden Splittern schnell befreien und anschließend auf dem Band fein schleifen.

Eine stationäre Bandschleifmaschine eignet sich besonders gut, wenn Sie viele Werkstücke hintereinander bearbeiten möchten. Durch den stationären Aufbau steht das Werkstück besonders stabil und es lassen sich dort bequem lange Schleifsessions zelebrieren.

Vor- und Nachteile eines stationären Bandschleifers:

  • gut für lose Werkstücke
  • steht stabil
  • gut für Langzeiteinsätze
  • kann nicht für große Flächen genutzt werden
  • kaum mobil

Wie Sie einen Bandschleifer selber bauen

Das sehen Sie in dem folgenden Video. Darin wird ohne Worte demonstriert, wie sogar die Elektronik des Bandschleifers montiert wird. Ein ambitioniertes Projekt für jeden Hobby-Tüftler:

2.2. Auf Wanderschaft: der Handbandschleifer

Um große Flächen wie zum Beispiel Holzböden oder Holzpaletten abzuschleifen eignen sich Bandschleifer, die stationär montiert sind weniger. Schließlich können Sie schlecht eine sperrige Holzpalette gleichmäßig über den Werktisch ziehen. Ebenfalls bietet es sich weniger an, den Tischschleifer umgedreht über den Holzfußboden zu schieben. Aus diesem Grund gibt es Handbandschleifer.

Die mobile Bandschleifmaschine hat zwar in der Regel einen kleineren Schleifbereich als ein Tischbandschleifer, doch wird der Handschleifer über die zu schleifende Fläche geschoben. Allerdings gibt es hier Grenzen der Mobilität in Gestalt der Kabellänge, denn Bandschleifer mit Akku gibt es bisher noch nicht.

Vor- und Nachteile eines mobilen Bandschleifers:

  • gut für große Flächen
  • auch als stationärer Schleifer nutzbar
  • besonders mobil
  • kleiner Schleifbereich
  • als stationärer Schleifer mäßig stabil

In diesem Video sehen Sie einen Handbandschleifer in vollem Einsatz und erfahren noch ein paar hilfreiche Tipps zum Schleifen:

3. Für den richtigen Schliff: die wichtigsten Schleifpapier-Typen im Überblick

Micro-mesh

Gelegentlich werden Sie bei der Suche nach dem passenden Schleifpapier auch auf die Abkürzung “MM” stoßen. Dies meint bei Schleifpapier nicht Millimeter (dies wird in der Regel klein geschrieben: “mm”), sondern steht für Micro-mesh. Micro-mesh ist eine Körnung in einem sehr kleinen Maßstab. Die Körnung beginnt hier ab 1.500 Körnern pro Zoll. Micro-mesh-Schleifpapier ist so fein, dass es meist zum Polieren genutzt wird. Dabei ist es universal für alle Materialien nutzbar.

Mit einer Bandschleifmaschine Holz zu schleifen, ist nur eine Möglichkeit von vielen. Prinzipiell lässt sich jedes Schleifpapier für alle Materialien wie Kunststoff, Metall und Stein nutzen. Allerdings erzielen einige Schleifmittel für bestimmte Materialien bessere Ergebnisse als andere. Zur ersten groben Orientierung:

  • braunes/rotes Schleifpapier ist gut für Holz
  • graues Schleifpapier ist gut für Metall

Schleifpapier, auch Schmirgelpapier genannt, besteht aus vier Schichten: Träger, Grundbinder, Schleifkörner und Deckbinder. Die erste Schicht, das Trägermaterial, ist das eigentliche Band, auf das die weiteren Schichten aufgetragen werden. Es besteht entweder aus Papier oder Leinen. Schleifmittel, die auf Leinen aufgetragen sind, halten meist länger als die papierenen und kommen daher häufig bei Maschinenschleifern zum Einsatz.

Die zweite Schicht ist der Klebstoff, der direkt auf den Träger aufgetragen wird. Hierfür wird meist ein Leim oder Kunstharz verwendet. Auf diesen Klebstoff wird die dritte Schicht, die Schleifkörner aufgetragen. Über die Schleifkörner kommt als vierte Schicht ein sogenannter Deckbinder, der die Schleifkörner zusätzlich stabilisiert. Diese Deckschicht wird in der Regel eingefärbt, damit unterschiedliche Schleifpapiersorten unterschieden werden können.

3.1. Korn für Korn

Die Körnung gibt an, wie grob die Oberfläche des Schleifpapiers beschaffen ist. Auf dem Schleifpapier sitzen viele kleine Körner. Früher wurde zum Teil Feuerstein genutzt. Heute sind künstliche Körner aus Silizium oder Aluminiumverbindungen auf dem Papier.

Auf den unterschiedlichen Schleifapier-Sorten sind Zahlen aufgedruckt. Diese geben den Grad der Körnung an, also, wie viele Körner pro Zoll auf dem Papier haften. Je höher die Zahl, desto mehr Körner sind als Schleifmittel aufgetragen und umso feiner ist die Körnung.

Der feine Unterschied: Je höher der Körnungsgrad, desto feiner können Sie schleifen.

Hier eine Auflistung der wichtigsten Körnungsgrößen, die sich an der “Fédération Européenne des Fabricants de Produits Abrasifs” (FEPA) orientieren:

Körnung geeignet für
grob

6 – 30

  • das Entfernen von Leim- und Lackschichten
  • das Entfernen von Rost
mittel

36 – 80

  • das Vorschleifen grober Holzflächen
fein

100 – 180

  • den Feinschliff grober Holzflächen
sehr fein

220 – 1.000

  • das Anrauhen gestrichener Flächen, um einen neue Schicht aufzutragen
  • Metalle

3.2. Von A bis Z

Einige Schleifpapiere sind zudem mit einem Buchstaben versehen wie zum Beispiel P oder F. Steht der Buchstabe vor dem Körnungsgrad, so gibt er an, auf welchen Hersteller-Standards sich die Nummer bezieht:

  • P = Körnung für Schleifpapier nach der “Fédération Européenne des Fabricants de Produits Abrasifs” (FEPA). Dies ist der für Europa gültige Standard.
  • K = ist eine veraltete Bezeichnung für den P-Standard.
  • F = Körnung für Schleifsteine nach der FEPA.
  • JIS = ist der “Japanese Industrial Standard”.
  • ANSI = ist das amerikanische Normeninstitut “American National Standards Institute”.

Für Schleifbänder gelten die P-Standards der FEPA. Steht der Buchstabe jedoch nach dem Körnungsgrad, dann gibt die Zahl den Härtegrad des Schleifmittels an:

Kennzeichnung Härtegrad
A, B, C, D extrem weich
E, F, G sehr weich
H, I, J, K weich
L, M, N, O mittel
P, Q, R, S hart
T, U, V, W sehr hart
X, Y, Z extrem hart

Als grobe Faustregel hilft zur ersten Orientierung: Je härter der zu schleifende Werkstoff, desto härter sollte auch das Schleifmittel sein. Für Metall und Stein bieten sich harte bis sehr harte und für Holz weiche bis mittlere Schleifgrade. Wer sich unsicher ist, kann mit mittelhartem Schleifpapier starten und anhand des Ergebnisses entscheiden, ob er härteres oder weicheres braucht. Bei Holz ist mittlere Härte immer eine gute Wahl.

3.3. Synthetisches oder natürliches Schleifmaterial?

Wenn über das Material für Schleifpapier gesprochen wird, dann wird eigentlich meist über das Material der Schleifkörner gesprochen. Hier lässt sich grob zwischen synthetisch oder natürlich hergestellten Körnern unterscheiden.

Natürliche Schleifmittel sind unter anderem Quarzsand, Flint und Naturkorund. Allerdings sind synthetisch hergestellte Schleifmittel härter und belastbarer als die natürlichen. Dadurch sind sie länger scharf und erzielen die besseren Schleifergebnisse. Unsere Empfehlung lautet daher: Wählen Sie immer Schleifpapier mit synthetischen Schleifkörnern.

Es gibt synthetische Schleifkörner aus:

Material Besonderheiten geeignet für
Aluminiumoxid

(Korund)

  • sehr hart und widerstandsfähig
  • übersteht hohe Hitze
  • am häufigsten als Schleifmittel verwendet
  • weiche Stoffe wie Holz
Siliziumcarbid
  • härter als Aluminiumoxid
  • schmilzt nicht so schnell
  • gibt bei hohen Temperaturen Kohlenstoff ab
  • gut für maschinelles Schleifen
  • weiche Stoffe wie Holz
  • Metalle ohne Eisengehalt und mineralische Werkstoffe
  • den Anschliff von lackierten Oberflächen
Bornitrid
  • fast so hart und fest wie Diamant
  • besonders resistent gegen hohe Temperaturen
  • Präzisionsschleifen von Diamanten oder extrem harten Stahl
Diamant
  • härtester und festester Stoff
  • nur geringe Wärmebeständigkeit
  • besonders harte Materialien wie z.B. Glas, Porzellan, Keramik und Hartmetall

4. Der Feinschliff beim Bandschleifer-Kaufen – Das müssen Sie wissen:

Wir haben Ihnen zwar die besten Bandschleifer, die es online zu kaufen gibt, ausgewählt, doch haben Sie unter Umständen andere Vorstellungen eines Bandschleifer-Testsiegers. In unserer Kaufberatung finden Sie die wichtigsten Kriterien, die Sie beachten sollten, wenn Sie selber ein Bandschleifgerät auswählen wollen.

4.1. Wer ist Ihr Typ: stationärer vs. mobiler Bandschleifer?

Bandschleifmaschine Holz
Einige Handbandschleifer lassen sich auch auf den Tisch montieren und können so als stationärer Schleifer genutzt werden.

Ob das Schleifgerät fest auf einem Tisch montiert oder frei tragbar sein soll, hängt davon ab, für welche Zwecke Sie es einsetzen wollen. Im Kapitel zu den Schleifgeräte-Typen haben wir Ihnen in unserem Bandschleifer-Vergleich 2019 bereits die jeweils wichtigsten Einsatzgebiete für die beiden Kategorien genannt:

  • stationäre Bandschleifer sind gut, um kleine Werkstücke wie Holzklötze zu schleifen
  • mobile Bandschleifer eignen sich für große Flächen wie Türrahmen oder Fußböden

Einige mobile Bandschleifer sind jedoch auch mit Schraubzwingen auf einen Tisch fixierbar. So können sie auch als stationäre Schleifer eingesetzt werden. Wenn Sie nur selten schleifen, dann ist ein Handbandschleifgerät für Sie die erste Wahl: Es ist für beide Einsatzgebiete nutzbar. Dies zwar nur in einem begrenzten Rahmen, aber wenn die Einsätze nur selten sind, dann reicht das vollkommen.

Wissen Sie allerdings, dass Sie regelmäßig kleine Gegenstände glattschleifen werden, dann ist ein stationäres Werkzeug besser. Soll der stationäre Schleiftisch jedoch gelegentlich mit auf Reisen kommen, dann achten Sie auf eine Maschine mit kleinem Untergestell als Tisch. Hierbei lohnt es auch, einen Blick auf das Gewicht zu werfen.

Wenn Sie regelmäßig unterschiedlichste Schleif-Projekte haben, dann sollten Sie überlegen, ob es nicht Sinn macht, sich beide Typen zuzulegen. Falls die heimische Werkstatt den Platz hergibt, steht der Tischbandschleifer so immer bereit und der Handschleifer liegt für den Transport fertig verpackt im Regal.

4.2. Kraftvoll und schnell

Die Leistungsaufnahme (Watt) gibt Aufschluss darüber, wie stark der Motor der Bandschleifmaschine sein kann. Je mehr Watt, desto stärker ist theoretisch der Motor. Ein zu schwacher Motor geht eventuell in die Knie, wenn Sie zum Beispiel ein Werkstück stark auf das Schleifband drücken, um besonders viel herunterzuschleifen. Mehr Watt versprechen demnach leistungsfähigere Schleifarbeiten.

elektrischer Bandschleifer
Besonders komfortabel gestaltet sich das Schleifen mit einem Drehzahlregler.

Um zu feinen Schleifergebnissen zu gelangen, ist die Bandgeschwindigkeit entscheidend: Sie wird in Umdrehungen pro Minute (U/min) angegeben. Gelegentlich wird auch von Leerlaufdrehzahl gesprochen. Hier wird angegeben, wie schnell sich der Motor beziehungsweise hier das Schleifband drehen kann, ohne, dass auf das Band gedrückt wird.

Wenn die neue Schleifmaschine auch noch eine Drehzahlsteuerung mit sich bringt, haben Sie einen Bandschleifer mit Testsieger-Qualitäten in den Händen. Die Drehzahlsteuerung regelt die Geschwindigkeit des Schleifbandes. Zu hohe Geschwindigkeiten können das Werkstück stark erhitzen.

Bei empfindlichen Materialien ist die Chance hoch, dass hohe Geschwindigkeiten das Werkstück beschädigen. Kunststoff würde sich beispielsweise erhitzen und könnte sich beim Bandschleifen verformen oder schmelzen.

Qualität garantiert: Die höchste Qualität erhalten Sie, wenn Watt und Bandgeschwindigkeit hohe Werte haben.

4.3. Viel Fläche für Flächen

Bandschleifen
Die Länge des Schleifbandes ist nicht gleich der Länge der Schleiffläche.

Die Schleiffläche ist der Bereich auf dem Schleifband, mit dem effektiv geschliffen wird. Die Größe der Schleiffläche entspricht nicht gleich der Länge des Schleifbandes. Da das Band über Rollen durch das Werkzeug geführt wird, steht maximal die Hälfte der Länge des Bandes zum Schleifen bereit. Zusätzlich wird in einigen Fällen die Schleiffläche vom Gehäuse des Werkzeuges eingeschränkt. Bei den jeweiligen Bandschleif-Typen hat die Größe der Schleiffläche unterschiedliche Auswirkungen auf die Arbeitsweisen.

Tischschleifer können mit einem kleinen Schleifbereich auch nur kleine Werkstücke schleifen. Umso größer der Bereich hier ist, desto flexibler sind Sie bei Ihren Schleifprojekten. Je länger das Schleifband ist, um so gleichmäßiger können auch lange Leisten geschliffen werden.

Mobile Handbandschleifer sind mit einer kleineren Schleiffläche zwar komfortabler in der Bedienung, allerdings erzielen Sie mit einer großen Schleiffläche eher gleichmäßige Schleifungen. Dies ist besonders bei großen Holzplatten wichtig. Ist die Schleiffläche sehr klein, wird es sehr schwierig, das Werkzeug gleichmäßig über die Arbeitsfläche zu führen und es können Wellen im Holz entstehen.

Da sich viele Handbandschleifer auch zu kleinen Tischschleifern umfunktionieren lassen, ist gerade hier ein großer Schleifbereich vorteilhaft. Tendenziell sind die Schleifflächen von mobilen Schleifern immer kleiner als die von Tischschleifern.

4.4. Kampf dem Staub

Handbandschleifer Holz
Einige Bandschleifmaschinen haben ihren eigenen Auffangbehälter für den Staub.

Der anfallende Staub beim Maschineschleifen ist nicht zu unterschätzen. Wer klassisch per Hand mit einem Holzklotz und losem Schmirgelpapier arbeitet, den wird das bisschen Staub kaum stören. Doch ein elektrischer Bandschleifer löst in kurzer Zeit wesentlich mehr Material ab.

Der Staub ist schädlich für Augen und Lunge. Außerdem ist er so fein, dass er Textilien hartnäckig verschmutzt. Um dem entgegenzutreten, haben viele Werkzeuge eine Staubabsaugung. An diese runde Öffnung können Sie entweder einen herkömmlichen Staubsauger oder einen speziellen Werkzeusauger anschließen.

Durch die hohe Geschwindigkeit der rotierenden Rollen erzeugen die Bandschleifer genügend Strom, um selber einen Teil des Staubes einzufangen. Dafür haben einige Modelle einen eignenen Auffangbehälter. Besonders bei Handbandschleifern erlöst es Sie vom lästigen Staubsaugerrohr und Sie ersparen sich den Energieverbrauch zweier stromhungriger Geräte.

5. Der sichere Schliff – Sicherheitstipps beim Bandschleifen

Da, wie bereits erwähnt, viel Staub anfällt, sollten Sie unbedingt einen Mund- und Augenschutz tragen. Insbesondere wenn Sie lackierte Oberflächen abschleifen, ist der dort anfallende Staub giftig und kann sogar allergische Reaktionen hervorrufen.

Die Sicherheitsexperten von Stiftung Warentest raten dazu, statt einem integrierten Staubfänger immer einen Staubsauger zusätzlich anzuschließen. Sie sind der Meinung, das so besser der Staub abgefangen wird.

Eine Brille schützt Ihre Augen nicht nur vor schädlichem Staub, sondern Sie werden damit in einer Staubwolke auch den Durchblick behalten. Gerade wenn Sie an einem Tischschleifer arbeiten kann es schnell passieren, dass Sie in der Wolke nicht mehr sehen, wie dicht die Finger am Schleifband liegen. Deswegen sind Schutzhandschuhe ebenfalls Pflicht.

Das Schleifband saust mit hoher Kraft und Geschwindgkeit unter Ihren Händen vorbei. Es ist sogar so stark um Metall zu schleifen. Damit ist es ebenfalls stark genug um großen Schaden an Ihren Händen zu verursachen. Gerade, wenn Sie ein Werkstück am Tischschleifer bearbeiten, halten Sie den Klotz mit bloßen Händen über das rotierende Band.

Zum Aus-der-Haut-fahren: Das Schleifband kann nicht nur Verbrennungen auf der Haut verursachen, sondern auch großflächig Haut abreißen. Neben den immensen Schmerzen tragen Sie auch große Narben davon. Arbeiten Sie daher immer mit Handschuhen!

Wie fast jedes leistungsstarkes Werkzeug verursachen auch Bandschleifer Lärm. Gerade Schleifarbeiten sind für längere Arbeits-Sessions prädestiniert, doch wer lange hohen Lautstärken ausgesetzt ist, schädigt seinen Gehörgang. Durch das rotierende Schleifband werden die Materialien zum Schwingen gebracht, so entstehen neben dem eigentlichen Lärm des Motors noch hochfrequente Lärmspitzen. Wenn Sie einem Tinnitus entgehen wollen, sollten Sie beim Schleifen auch einen Gehörschutz tragen.

elektronik Bandschleifer

6. Schleifen wie ein Meister

Egal, ob sie mit einem mobilen oder stationären Bandschleifer arbeiten – wenn Sie Riefen im Material vermeiden möchten, müssen Sie sich von grobem zu feinem Schleifpapier vorarbeiten. Riefen sind tiefe Furchen im Material, die beim langen Schleifen mit der gleichen Schleifpapier-Sorte entstehen.

Diese Furchen gibt es zwar auch bei sehr feinem Schleifpapier, doch sind sie dort nicht mehr zu sehen. Umso länger Sie mit dem gleichen Papier schleifen, desto prägnanter werden die Riefen und schwieriger unsichtbar zu bekommen. Beginnen Sie beim Schleifen mit einem geringen Körnungsgrad und gehen Sie dann nach und nach höher. Wer mit 60er Papier beginnt, sollte danach 100er und dann 120er verwenden. Dies sollte so weit gehen, bis die gewünschte Qualität erreicht ist.

Schleifpapier richtig einsetzen: Beim Schleifband müssen Sie auf die auf der Innenseite aufgedruckte Laufrichtung achten. Setzen Sie es falschherum auf die Rollen, öffnen sich nach kurzer Zeit die Klebestellen des Papiers und das Schleifband fällt herunter.

Wenn Sie Holz schleifen, müssen Sie mit der Maserung gehen. Insbesondere bei weichem Material bietet sich eine grobe Körnung an. Je härter der Werkstoff, desto feiner die Körnung. Allerdings ist dies keine exakte Wissenschaft, daher gehen hier die Expertenmeinungen auch immer wieder auseinander.

Der Experten-Tipp: Um den Zustand des Werkstückes genau im Blick zu haben, lohnt es sich, die zu schleifende Fläche regelmäßig abzusaugen. Außerdem beeinträchtigt festhängender Staub die Schleifqualität. Das Problem ist auch trotz automatischer Staubabsaugung und Auffangbehälter gegeben.

7. Häufige Fragen zum Thema “Bandschleifer”

7.1. Was ist besser: Bandschleifer oder Schwingschleifer?

elektrischer Bandschleifer
Handbandschleifer sind hauptsächlich gut für weite Flächen und kommen nur schlecht in Ecken.

Ein Bandschleifer schleift nicht nur Oberflächen ab, sondern, da sein Schleifband von unten mit einer massiven Platte gestärkt wird, ist er besonders gut darin, Unebenheiten zu begradigen. Mit ihm lassen sich Flächen und Bretter gleichmäßig glatt und flach schleifen. Jedoch ist er sehr groß und passt nicht in beengte Winkel.

Ein Schwingschleifer ist meist kleiner als ein mobiler Bandschleifer. Mit ihm kommen Sie ausgesprochen leicht in kleine Ecken, wenn Sie zum beispiel Holzdielen abschleifen. Jedoch ist seine geringe Größe auch sein Nachteil, wenn große Flächen gleichmäßig geschliffen werden sollen. Eine kleine Schleiffläche ist schwierig zu händeln und kann schnell zu ungleichmäßigen Wellen im Holz führen.

Exzenterschleifer sind zwar nicht ganz so groß wie ein Bandschleifer, haben aber einen etwas größeren Schleifbereich als der Schwingschleifer. Sie bilden daher ein gutes Mittelmaß zwischen Band- und Schwingschleifer und können gegebenenfalls variabel für beide Zwecke eingesetzt werden. In einem Schleifmaschinen-Test lobt die Stiftung Warentest besonders Multischleifer von Bosch.

7.2. Welcher Bandschleifer ist für Messermacher geeignet?

Micro-mesh
Mit dem richtigen Schleifband können Sie auch Metall schleifen. In der Regel ist es grau.

Prinzipiell ist jeder stationäre Bandschleifer geeignet, um Messer zu schleifen. Sie müssen lediglich das richtige Schleifpapier auswählen. Es sollte sehr fein (mindestens 200er Körnung) und die Körnung für sehr harte Stoffe geeignet sein (also die Buchstaben T bis Z). Schleifkörner aus Bornitrid oder Diamant bieten sich an. Details zur Wahl des richtigen Schleifpapiers finden Sie in unserem Bandschleifer-Test weiter oben.

7.3. Was kostet ein Bandschleifer?

Die Preisspanne bei Bandschleifern reicht von 40 bis 400 Euro. Die Preise sind unabhängig davon, ob es sich um einen stationären oder mobilen Bandschleifer handelt. Wenn Sie nur mit einem Handbandschleifer Holz abschmirgeln wollen, reicht auch ein günstiges Modell aus dem Baumarkt.

Wer allerdings andere Materialien schleifen möchte, muss auf viele verschiedene Schleifpapier-Sorten zurückgreifen können. Hier ergibt sich jedoch das Problem, dass es für unbekannte billige Marken meist wenig Auswahl an passenden Schleifbändern gibt. Wer bei namhaften Herstellern kauft, geht damit sicher, dass eine große Palette an Schleifpapier-Sorten vorhanden ist.

Bosch und Makita vertreiben Modelle im mittleren Preissektor zwischen 100 und 200 Euro. Diese sind meistens auch mit einer Staubabsaugung und Auffangbehältern ausgestattet.

7.4. Welche Hersteller und Marken von Bandschleifern gibt es?

Bosch und Makita sind nicht die einzigen prominenten Werkzeughersteller. Scheppach, Einhell, Black & Decker bringen ebenfalls interessante Schleifgeräte auf den Markt.

Hier eine kleine Liste von weiteren Herstellern:

  • Dema
  • Ferm
  • Festool
  • Holzstar
  • JNIH
  • Metabo
  • Parkside
  • Varo