WIG-Schweißgerät Vergleich 2019

Die besten WIG-Schweißgeräte im Vergleich.

Ein WIG-Schweißgerät ist das Werkzeug der Wahl, wenn es darum geht, Metalle und Legierungen sauber zu verbinden. Die Schweißgeräte sind für einen vergleichsweise geringen Preis erhältlich und liefern hochwertige Ergebnisse.

In Tests kommen besonders kompakte Schutzgasschweißgeräte auf den Prüfstand. Diese eignen sich, wenn Sie häufig den Einsatzort des Schweißgeräts wechseln. In unserer Vergleichstabelle finden Sie wichtige Daten zu den verschiedenen Geräten. Sie möchten wissen, worauf es beim Kauf eines Schweißgeräts ankommt? Dann lesen Sie unseren ausführlichen Ratgeber.

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Kaufberatung zum WIG-Schweißgerät Test bzw. Vergleich 2019

  • Mit einem WIG-Schweißgerät erzielen Sie sehr saubere Schweißnähte. Die Geräte eignen sich besonders für feine Arbeiten. Wann immer es um Präzision beim Schweißen geht, ist ein WIG-Schweißgerät das Mittel der Wahl.
  • Gut zu wissen: Das WIG-Schweißen verursacht weniger gesundheitsschädliche Dämpfe als andere Arten des Schweißens. Dennoch sollten Sie stets auf eine gute Belüftung achten, wenn Sie mit einem Schutzgasschweißgerät arbeiten.
  • Schweißgeräte für Gleichstrom (DC) eignen sich zum Schweißen der meisten Legierungen und Metalle. Zum Schweißen von Alu sind AC/DC-WIG-Schweißgeräte die richtigen, die auch für Wechselstrom geeignet sind.

wig-schweissgeraet-test

Wer schon einmal zum Schweißgerät gegriffen oder verschweißte Werkstücke genauer angesehen hat, der weiß um die Bedeutung einer sauberen Schweißnaht. Maßgeblich für die Qualität der Arbeit ist das richtige Werkzeug. WIG-Schweißgeräte sind optimal zum Schweißen vieler Werkstoffe.

Die Auswahl an Geräten ist groß. Teilweise gibt es größere Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten. Damit Sie das passende Schweißgerät für Ihre Zwecke finden, haben wir die wichtigsten Informationen und Kaufkriterien für unseren WIG-Schweißgeräte-Vergleich 2019 auf Heimwerker.de ermittelt.

1. WIG-Schweißgeräte für saubere Schweißnähte

WIG-Schweißgeräte arbeiten mit speziellen Schutzgasen, die ungewollte chemische Reaktionen der Schmelze mit dem Sauerstoff in der Umgebungsluft verhindern. Die am häufigsten verwendeten Schutzgase sind Helium und Argon.

Das Werkstück wird mit einem Lichtbogen geschmolzen. Dieser Lichtbogen entsteht zwischen dem Werkstoff und der Stabelektrode des WIG-Schweißgeräts. Die Elektrode selbst besteht aus Wolfram. Dieser Stoff hat einen besonders hohen Schmelzpunkt, der beim Schweißen nicht erreicht wird. Der Schweißzusatz wird in den Lichtbogen gehalten und schmilzt.

Schutzgas und Schweißzusatz müssen separat gekauft werden. Bei der Wahl der Schweißzusatzes ist zu beachten, dass dieser zum zu schweißenden Werkstoff passt.

Überblick über WIG-Schweißen und MIG-/MAG-Schweißen im Vergleich:

Schweiß-Art Eigenschaften
WIG-Schweißen
  • nicht schmelzende Elektrode
  • Zuführung des Schweißzusatzes per Hand
  • sehr präzise
  • Verfahren recht langsam
MIG-/MAG-Schweißen
  • Elektrode wird geschmolzen
  • Gerät führt Schweißzusatz zu
  • wenig präzise
  • Verfahren schneller als WIG

2. Kaufberatung: worauf es beim Kauf eines WIG-Schweißgerätes ankommt

Schweißer bei der Arbeit.
Verbinden Sie mit einem WIG-Schweißgerät Metalle und Legierungen miteinander.

Zündung, Schlauchpaket und Regelbereich: Auf Heimwerker.de erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, wenn Sie ein WIG-Schweißgerät kaufen.

2.1. Schweißgeräte-Typ: WIG und E-Hand

Das E-Hand-Schweißen, das Lichtbogen-Handschweißen, ist ein altes Schweißverfahren. Viele Geräte in WIG-Schweißgeräte-Tests eignen sich sowohl zum WIG-Schweißen als auch zum E-Hand-Schweißen. Achten Sie beim Kauf auf die Herstellerangaben.

2.2. Netzanschluss und Schweißstrom

In der Regel haben WIG-Schweißgeräte einen 230-Volt-Netzanschluss, mit dem sie an jede Steckdose angeschlossen werden können.

Der maximale Schweißstrom ist maßgeblich für die Dicke der Werkstücke, die bearbeitet werden können. Je dicker das Werkstück ist, desto mehr Leistung ist erforderlich. Je nach Material sind 30 - 40 Ampere pro Millimeter Stärke nötig. Für ein Werkstück, das 5 mm misst, sind also mindestens 150 Ampere Schweißstrom erforderlich.

2.3. Regelbereich des Schweißstroms und stufenlose Regelbarkeit

Je nachdem, welches Material Sie schweißen möchten, ist eine bestimmte Temperatur notwendig. Tabellen zum Einstellen des WIG-Schweißgeräts geben Aufschluss darüber. Je größer der Regelbereich des Schweißgerätes ist, für das Sie sich entscheiden, desto vielseitiger ist das Gerät einsetzbar.

Idealerweise lässt sich der Schweißstrom stufenlos regeln. Die meisten modernen Schweißgeräte auf dem Markt erlauben eine stufenlose Regulierung.

2.4. HF-Zündung und Einschaltdauer bei maximalem Strom

Funken eines Schweißgeräts.
Mit einem WIG-Schweißgerät erzielen Sie sehr saubere Schweißnähte.

Bei einer HF-Zündung handelt es sich um eine Hochfrequenz-Zündung, die einen Lichtbogen erzeugt. Dazu muss die Elektrode das Werkstück nicht berühren. Auf diese Weise werden sowohl das Werkstück als auch die Elektrode geschont.

Schweißgeräte, sei es ein Stahlwerk-WIG-Schweißgerät oder ein Lorch-WIG-Schweißgerät, arbeiten mit hohen Temperaturen. Da das Gerät beim Arbeiten stark erhitzt, muss es immer wieder abgekühlt werden.

Die Einschaltdauer gibt Aufschluss über den Zeitraum, in dem Sie mit dem Schweißgerät arbeiten können. Angegeben wird diese Zeit in Prozent pro Ampere. 100 Prozent entsprechen einem Zeitraum von 10 Minuten. Gibt der Hersteller 30 % an, so können Sie 3 Minuten bei voller Geräteleistung arbeiten.

2.5. Unterstützung von AC-Schweißen

DC und AC stehen für Gleichstrom und Wechselstrom. In der Regel wird mit Gleichstrom (DC) geschweißt. Damit lassen sich die meisten Werkstoffe bearbeiten. Aluminium hingegen kann nur mit Wechselstrom (AC) geschweißt werden. Möchten Sie Aluminium schweißen, sollten Sie also ein Gerät wählen, das sowohl Gleichstrom (DC) als auch Wechselstrom (AC) beherrscht.

2.6. Länge des Schlauchpakets

Die Hersteller geben an, wie lang das beiliegende Schlauchpaket ist. Je länger das Schlauchpaket, desto flexibler sind Sie bei der Arbeit. Einige Schweißgeräte erlauben das Abnehmen und Austauschen des Schlauchpakets. Dies ist durchaus vorteilhaft.

Die Vor- und Nachteile von abnehmbaren Schlauchpaketen:

  • längere Schlauchpakete möglich
  • Austausch defekter Schlauchpakete
  • auch bei einigen Einsteigermodellen
  • keine

2.7. Übersichtlichkeit und Verständlichkeit

Achten Sie beim Kauf eines Schweißgeräts auf ein übersichtliches Bedienfeld. Gerade Einsteiger profitieren von einem übersichtlichen Bedienfeld. Zudem ist es deutlich einfacher, an einem gut strukturierten Bedienfeld Einstellungen vorzunehmen, wenn man Schutzhandschuhe trägt.

Achtung: WIG-Schweißen ist nicht ungefährlich. Schützen Sie unbedingt Ihre Augen und Ihre Hände, wenn Sie mit einem Schweißgerät arbeiten.

3. Übersichtlichkeit und Bedienkomfort zeichnen die besten WIG-Schweißgeräte aus

Für die Arbeit mit einem Schweißgerät ist ein ordentliches und übersichtliches Bedienfeld sehr zuträglich. Einsteigern, aber auch erfahrenen Nutzern, erleichtert dies das Vornehmen der erforderlichen Einstellungen. Die besten Geräte in Tests punkten mit Vielseitigkeit: Sie bieten verschiedene Jobprogramme und können im 2- und 4-Takt-Betrieb arbeiten.

4. Schutzgasschweißgeräte in Tests: Gleichstrom und Wechselstrom

Beachten Sie beim Kauf Ihres WIG-Schweißgeräts, ob es nur Gleichstrom beherrscht oder auch Wechselstrom. Hier gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen. Wechselstrom ist wichtig, wenn Sie Werkstücke aus Aluminium schweißen möchten. Dies ist mit reinen Gleichstrom-Geräten nicht möglich.

5. Was Sie bei der Arbeit mit einem Schweißgerät beachten sollten

Ganz egal, ob Sie ein Alu-WIG-Schweißgerät von Lorch oder ein EWM-WIG-Schweißgerät nutzen: Schweißen ist nicht ungefährlich. Besonders die folgenden Punkte sollten Sie bei der Arbeit mit Schweißgerät, Inverter und Lichtbogen beachten.

  • Arbeitsschutzkleidung schützt Ihren Körper. Tragen Sie am besten geschlossene Schuhe sowie Kleidung, die Ihren Körper komplett bedeckt.
  • Lederhandschuhe sind optimal, um Ihre Hände zu schützen. Gerade die nackte Hand ist bei der Arbeit mit einem Schweißgerät gefährdet.
  • Tragen Sie unbedingt einen Schweißer-Helm oder ein Handschild, um Ihre Augen zu schützen. Es gibt auch spezielle Schweißerbrillen, allerdings bieten die beiden vorgenannten Varianten mehr Schutz für Ihr Gesicht.
  • Beim Schweißen entstehen gesundheitsschädliche Gase. Achten Sie daher auf eine gute Belüftung, wenn Sie mit einem Schweißgerät arbeiten.

6. Wichtige Marken und Hersteller von WIG-Schweißgeräten

Schweißer mit Schutzkleidung.
Das WIG-Schweißen verursacht weniger gesundheitsschädliche Dämpfe als andere Arten des Schweißens.

Im Fachhandel und in Onlineshops finden Sie eine große Auswahl an Schweißgeräten. Zu den bekanntesten WIG-Schweißgeräten aus Tests für Alu und Co. gehören unter anderem Rehm-WIG-Schweißgeräte, ESAB- und Stamos-WIG-Schweißgeräte sowie Fronius- und Kattex-WIG-Schweißgeräte. Auch EWM-WIG-Schweißgeräte, Lorch- und Stahlwerk-WIG-Schweißgeräte sind vielen Heimwerkern ein Begriff.

Die wichtigsten Marken in der Übersicht auf Heimwerker.de:

  • Berlan
  • Gys
  • HST
  • Ipotools
  • Stamos
  • TigMig
  • Welbach
  • Weldinger

7. Häufige Fragen rund um das Thema Schutzgasschweißgeräte

7.1. Was kann man mit einem WIG-Schweißgerät schweißen?

WIG-Schweißgeräte bzw. Schutzgasschweißgeräte eignen sich zum Schweißen vieler Werkstoffe. Dazu gehören austenitische CrNi-Stähle, Kupfer und Kupferlegierungen sowie Nickel-Chrom-Legierungen und Nickel-Kupfer-Legierungen.

Auch Titan und Titanlegierungen können mit einem Schutzgasschweißgerät geschweißt werden. Mit einem AC/DC-WIG-Schweißgerät ist zudem das Schweißen von Aluminium möglich.

7.2. Was ist der Unterschied zwischen Schweißgeräten, Schneidbrennern und Schweißbrennern?

Für alle drei Geräte ist Gas ein unerlässliches Mittel. Der große Unterschied besteht im Einsatz des Gases. Bei Schutzgasschweißgeräten brennt das verwendete Gas nicht, sondern umhüllt das geschmolzene Metall und schirmt es vom Sauerstoff ab, der in der Umgebungsluft enthalten ist.

Bei Schneidbrennern wird das Gas verbrannt. Die Eigenschaften des Gases und die Brenner-Konstruktion sorgen dabei für eine besonders heiße Flamme. Diese vermag auch dickere Metalle zu durchtrennen. Anders als Schweißgeräte dienen Schneidbrenner also nicht dem Zusammenfügen, sondern dem Trennen von Metallen.

Schweißbrenner hingegen verbinden Werkstücke. Dazu werden Schweißstäbe geschmolzen, mit denen die Werkstücke aneinander gefügt werden. Dazu ist eine heiße Flamme erforderlich, die durch das Verbrennen spezieller Gase entsteht.

7.3. Wo kann ich ein WIG-Schweißgerät kaufen?

Vorsicht bei den Begrifflichkeiten
MIG-/MAG-Schweißgeräte unterscheiden sich von WIG-Schweißgeräten. Die Bezeichnung TIG hingegen meint auch WIG-Schweißgeräte: Es ist lediglich die englische Entsprechung des deutschen Kürzels WIG.

WIG-Schweißgeräte und -Komplett-Sets finden Sie unter anderem im Baumarkt vor Ort und auch in vielen Onlineshops. Im Fachhandel können Sie sich individuell beraten lassen und die Geräte in Augenschein nehmen. Dies ist im Internet nicht möglich. Allerdings haben Online-Händler oft eine größere Auswahl und können niedrigere Preise anbieten.

Wenn Sie Einsteiger in das WIG-Schweißen sind, kann ein gebrauchtes WIG-Schweißgerät das richtige für Sie sein. Mit etwas Glück machen Sie ein Schnäppchen und finden ein hochwertiges Gerät zu einem kleinen Preis. Auch gebrauchte WIG-Schweißgeräte finden Sie im Internet. Kleinanzeigen-Portale sind hier die richtige Anlaufstelle.

Der Gang in den Fachhandel ist nicht immer notwendig. Auch Discounter verkaufen schweres Werkzeug. So finden Sie im Onlineshop des Discounters Lidl Zubehör wie Stabelektroden, Fülldraht-Schweißgeräte und sogar Marken-Schweißgeräte.

7.4. Wie viel kostet ein WIG-Schweißgerät?

Ein günstiges WIG-Schweißgerät können Sie für rund 250 Euro kaufen. Vereinzelt gibt es auch Geräte im Angebot, die unter 200 Euro kosten. Höherwertige Geräte finden Sie in der Preisklasse bis etwa 450 Euro. Für ein sehr gutes WIG-Schweißgerät mit Testsieger-Potential können mehr als 600 Euro fällig werden.

7.5. Wie schneiden WIG-Schweißgeräte im Test der Stiftung Warentest ab?

Die Experten der Stiftung Warentest stellen regelmäßig Werkzeug und Elektro-Werkzeug auf den Prüfstand. WIG-Schweißgeräte und Profigeräte waren bisher nicht dabei. Das könnte daran liegen, dass die Verbraucherorganisation sich vornehmlich Werkzeugen und Geräten widmet, die in vielen privaten Haushalten verwendet werden. Da wir Ihnen keinen offiziellen WIG-Schweißgeräte-Testsieger präsentieren können, haben wir umso gründlicher für unseren Ratgeber recherchiert. Auf Heimwerker.de finden Sie Informationen zu den Geräten sowie die wichtigsten Kaufkriterien.

 

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