Plasmaschneider Vergleich 2019

Die besten Plasmabrenner im Vergleich.

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Kaufberatung zum Plasmaschneider Test bzw. Vergleich 2019

  • Der Plasmaschneider schneidet mit hoher Hitze durch verschiedene Metalle, was ihn sowohl im privaten Bereich als auch in der Industrie einsetzbar macht. Deshalb wird der Plasmaschneider auch Plasmabrenner genannt.
  • Plasmaschneideanlagen erlauben einen äußerst exakten Schneidevorgang, der metallische Materialien schnell auf die gewünschten Maße zuschneidet.
  • Da die Spanne bei Plasmaschneidern vom Amateuergerät für etwa 300 € bis zum Profigerät für über 1000 € reicht, variiert auch die Leistung. Die Spitzengeräte schaffen etwa 35 mm Materialdicke.

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Ein Plasmacutter schneidet sogar durch Stahl.

Sollten Sie gerne mit Metallen arbeiten – ob hobbymäßig oder industriell – werden Sie feststellen, dass mit einer Flex und einem Metallbohrer nicht alle Arbeiten (wie beispielsweise das exakte Schneiden von Metallen) gewährleistet werden können.

Da schafft der Plasmaschneider Abhilfe. In unserem Plasmaschneider-Vergleich 2019 erfahren Sie, wie Sie mit dem Schneidegerät metallische Werkstoffe bearbeiten und was den besten Plasmaschneider auszeichnet. Wir wollen Ihnen ebenso eine Kaufberatung an die Hand geben, nach der Sie entscheiden können, worauf man bei einem günstigen Plasmaschneider achten muss.

1. Warum sollte ich einen Plasmaschneider benutzen?

1.1. Der Plasmaschneider: Mit 30.000 Grad gegen das Metall

Plasmabrenner weisen im Gegensatz zu Brennschneidern (autogenes Brennschneiden) eine hohe Flexibilität auf.

Althergebrachte Schneidbrenner erhitzen mit einer Flamme das zu bearbeitende Material auf Zündtemperatur – also diejenige Temperatur, die erreicht werden muss, damit das Material selbstständig durch Luftzufuhr brennt.

Der Plasma-Cutter kann dagegen mehr Werkstoffe schneiden und der Cut ist auch bei härteren Materialien noch möglich.

Deshalb haben wir Ihnen die Vor- und Nachteile des Plasmabrenners aufgeführt:

  • es ist möglich, alle elektrisch leitfähigen Werkstoffe zu schneiden
  • die Schneidgeschwindigkeit ist von der elektrischen Leitfähigkeit des Materials und nicht von der Härte abhängig
  • kaum Wärmeabgabe an Umgebung
  • geringe Lautstärke
  • exakte Schneideleistung
  • höhere Investitionskosten als für Schneidbrenner
  • hoher Stromverbrauch

1.2. Wie funktioniert ein Plasmaschneider?

Was ist Plasma?

Plasma ist ein Gemisch, welches aus geladenen und neutralen Teilchen besteht. Diese können durch elektrische Entladung oder Laserimpuls-Bestrahlung stark erhitzt werden.

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Beim Lichtbogen wird Gas bei der Ionisation elektrisch leitfähig.

Zwei Elektroden, wovon sich eine am Plasmabrenner und die andere am zu bearbeitenden Material selbst befindet, bilden einen Lichtbogen. Der Plasmabrenner ist dabei über eine Wolframelektrode mit der Stromquelle verbunden.

Im Lichtbogen werden Atome oder Moleküle ionisiert. Damit ist gemeint, dass stark erhitztes Plasma durch Stoßionisation entsteht, indem die Elektronen der Atome oder Moleküle entfernt werden.

Über eine Schneiddüse wird einem elektrischen Lichtbogen Druckluft beigemischt, was zur Folge hat, dass ein Gas mit sehr hohem Energiegehalt entsteht, welches wiederum beim Schneidprozess in Hitze umgewandelt werden kann. Damit können Plasmaschneider Temperaturen von etwa 30.000 Grad Celsius erzeugen, die Aluminium, Guss, Kupfer, Stahl und sogar Edelstahl durchtrennen.

Deshalb ist die Plasmaschneide im Rettungswesen unverzichtbar, um Menschen bei Unfällen innerhalb kürzester Zeit aus den Metall-Wracks zu schneiden.

Die Zündung:

Es existieren verschiedene Zündungs-Varianten: Einerseits jene, die kontaktlos zum Material zünden (Hochfrequenz- und Niedrigfrequenz-Zündungen) und andererseits jene, die direkten Kontakt zum Material haben (Kontakt-Zündung).

Eignet sich ein Plasmaschneider für den privaten Gebrauch?
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Auch für Hobbyhandwerker werden Plasmabrenner attraktiv, da die handbetriebenen Plasmaschneidgeräte kein zusätzliches Gas benötigen und mit Druckluft arbeiten. Bei der privaten Nutzung sollten Sie auf eine Flex-Säge verzichten, sofern sie zeitsparend arbeiten und exakte Schneideergebnisse erzielen wollen.

1.3. Wie ist der Plasmaschneider aufgebaut?

Ein Plasmaschneidgerät ist aus einer Vielzahl Bauteilen aufgebaut. Dazu zählen eine Stromzuleitung, ein Massekabel, ein Handstück, eine Stromquelle, eine Druckluftzuleitung und meistens auch ein eingebautes Kühlsystem, um die extrem starke Hitze abzukühlen.

2. Wie viele Plasmaschneider-Arten existieren?

Es gibt verschiedene Typen von Plasmaschneidern, die sich in zwei Kategorien einteilen lassen: maschinenbetriebene- und handbetriebene Plasmaschneider.

Arten von Plasmabrenner Besonderheiten
Plasmabrenner (die mit Hand betrieben werden)
  • relativ leicht
  • einfache Bedienung
  • geringere Schnittqualität beim Schneidevorgang als maschinengeführte Brenner
  • geringe Stromstärke (max. 125 Ampere)
  • kaum Kosten, da Druckluft verwendet wird
Maschinengeführte Plasmaschneider (allgemein)
  • besonders schwer
  • fest montiert
  • hohe Stromstärke (300 - 1.600 Ampere)
  • Plasmaschneider-Anlage in Metallindustrie (z.B. Stahlwerk) eingesetzt
Einfache Druckluftschneider
  • kein exakter Schneidevorgang
  • für nicht anspruchsvolles Material, welches kaum Schnittqualität erfordert
  • Druckluft oder Stickstoff als Plasmagas
  • kaum Kosten, da Druckluft verwendet wird
Misch- oder Dualgasschneider
  • relativ exakter Schneidevorgang
  • für anspruchsvolles Material, welches höhere Schnittqualität erfordert
  • hohe Stromstärke (bis zu 1.600 Ampere)
  • Zwei verschiedene Gase werden je nach Material verwendet, auch um Oxidation zu verhindern
Feinstrahlplasmaschneider (die wegen der hohen Qualität auch Qualitätsplasmabrenner genannt werden)
  • exakter Schneidevorgang
  • für anspruchsvollstes Material, welches hohe Schnittqualität erfordern
  • zwei oder mehr Gase werden je nach Material verwendet
  • Schneidekopf ist anders aufgebaut
  • Verwendung von gemischten Gas-Konsolen

3. Kaufkriterien für Plasmaschneider: Darauf müssen Sie achten

Wir haben Ihnen einige Kaufkriterien zusammengesucht, um Ihnen eine Kaufberatung zu geben.

3.1. Eingangsstrom und Netzspannung

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Übersteigt der Plasmabrenner die Absicherungen des Hauses, kann Ihnen einen Elektriker einen Starkstromanschluss legen.

Die gewünschte Leistung kann ein Plasmaschneider nur erreichen, wenn sowohl Eingangsstrom als auch Netzspannung passend sind. Die benötigte Netzspannung (Schnittspannung) beträgt entweder 230 oder 400 Volt. 400 Volt entsprechen Starkstrom und benötigen eigens einen Starkstromanschluss oder einen Starkstromgenerator.

Normalerweise liegt die Stromstärke bei normalen Wohnhäusern bei 16 Ampere. Falls der Eingangsstrom – also der Strom, der vom Schweißgerät aus der Steckdose gezogen wird – mehr als 16 Ampere beträgt, ist eine zusätzliche Absicherung durch spezielle Kabel nötig.

Wir empfehlen Ihnen daher, sich für Geräte zu entscheiden, die mit 16 Ampere und 230 Volt auskommen. Sollten Sie jedoch mehr Leistung benötigen, wird ein zusätzlicher Generator unabdingbar.

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3.2. MASSE UND GEWICHT

Sofern es Ihnen wichtig ist, das Plasmaschneidegerät einfach zu transportieren oder Sie wenig Platz zur Verfügung haben, ist es wichtig, auf Maße und Gewicht zu achten. Das Gewicht kann dabei von etwa 9 kg bis zu fast 40 kg reichen. Geräte mit annähernd 40 kg sind in der Regel nicht von einer Person über längere Strecken transportierbar. Ähnlich variabel sind die Abmessungen: von 41 x 19 x 31 cm können die Ausmaße bis hin zu 56,5 x 28,5 x 52 cm reichen.

3.3. INVERTER-TECHNOLOGIE

Da Plasmabrenner zur Erzeugung eines Lichtbogens Wechselspannung benötigen, ist es notwendig, einen Transformator zu verwenden, der Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Da diese Transformatoren immer mitgebracht werden müssen und zusätzliche Kosten verursachen, verfügen manche Schneidbrenner über einen Wechselrichter (Inverter), der diese Umwandlung vornimmt. Das minimiert die Kosten und erhöht die Lebensdauer des Geräts.

3.4. KOMPATIBILITÄT VON KOMPRESSOR UND SCHWEISSGERÄt

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Der Telwin Technology Plasma 54 verfügt über einen integrierten Kompressor. Das ist jedoch selten der Fall.

Oft werden die für die Druckluft notwendigen Kompressoren nicht mitgeliefert und müssen daher separat gekauft werden. Dabei sollten Sie darauf achten, wie viel Druckluft der jeweilige Kompressor erzeugen kann und wie viel davon das jeweilige Schweißgerät benötigt.

3.5. Leistung

Schneidbrenner besitzen einen Regelbereich, der vorgibt, wie viel Ampere eingestellt werden dürfen. Je höher die Stromstärke, desto tiefer kann der Schnitt sein. Bei einem Stromfluss von 40 - 50 Ampere können Materialien mit einer Dicke von 10 - 15 mm durchtrennt werden. Bei 100 - 120 Ampere kann sogar eine Dicke von 30 - 35 mm bewältigt werden. Ein Gerät mit einer so hohen Schnittstärke benötigen Sie für den Gebrauch zu Hause in der Regel nicht. Dafür reichen 40 Ampere, um auch Stahl in handelsüblicher Dicke mit einem Plasma-Cutter zu schneiden.

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4. Wie bedient man einen Plasmaschneider?

Tipps für die Inbetriebnahme und den Aufbau eines Plasmabrenners haben wir hier für Sie zusammengetragen. Bevor Sie loslegen, sollten Sie prüfen, ob neben der Bedienungsanleitung auch das Plasmaschneider-Zubehör und notwendige Ersatzteile vorhanden sind.

4.1. Notwendiges Plasmaschneider-Zubehör kaufen

Über welche Kabel und Anschlüsse verfügt ein Plasmaschneider? Die Anschlüsse des Plasmabrenners ähneln sich bei fast allen Geräten und befinden sich entweder auf der Vorder- oder Rückseite.

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Der Plasma-Cutter von Bulkston schneidet Stahl und verfügt über die Möglichkeit, WIG zu schweißen.

Diese Anschlüsse sollte das Schweißgerät aufweisen:

  • Brenneranschluss
  • Masseanschluss
  • Druckluftanschluss
  • Netzanschluss

Diese Schläuche und Kabel sind notwendig, damit Ihr Gerät funktioniert:

    • Stromkabel
    • Massekabel
    • Druckluftschlauch
    • Schlauchpaket

Folgendes Zubehör sollte ebenfalls nicht fehlen:

  • Montagezubehör
  • Masseklemmer
  • Brenner- und Keramikdüsen
  • Druckventil

4.2 Steuerungssystem

Das Bediensystem oder Steuerungssystem besteht zumindest aus einem Knopf zum Aus- und Anschalten. Des Weiteren sollte das System über eine Steuerungsanzeige (um die Stromstärke des Plasmaschneiders einzustellen), eine Warnleuchte (zur Anzeige einer drohenden Überhitzung) und eine Druckluftanzeige verfügen.

4.3 Installation des Gerätes

Es gibt beim Einsatz eines Plasmaschneidegerätes viel zu beachten. Da ein gedankenloser Gebrauch gefährlich sein kann, empfehlen wir Ihnen neben Schweißhelm, Schweißergamaschen, Schutzkleidung und Schutzhandschuhen, die Gebrauchsanweisungen des jeweiligen Herstellers genau zu befolgen.

Dieses Video zeigt Ihnen den Plasmabrenner im Einsatz:

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Plasmaschneider

5.1. Welches Gas für welche Plasmaschneider?

Gas wird normalerweise nur bei maschinenbetriebenen Plasmaschneidern beispielsweise in Form von Schutzgasgemischen aus Argon und Wasserstoff verwendet. Bei handbetriebenen Plasmaschneidern wird normalerweise Druckluft statt Gas verwendet.

5.2. Was kostet ein Plasmaschneider?

Günstige Plasmaschneider können bereits für nicht einmal 300 € erstanden werden. Die Profigeräte, die vor allem in der Industrie eingesetzt werden und eine weit höhere Stromstärke benötigen, können dagegen bis zu 1.000 € kosten. Für den hobbymäßigen Gebrauch sind günstige Plasmaschneider ausreichend.

5.3. KÖNNEN PLASMAGERÄTE WIG SCHWEISSEn?

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Der CT-520 (Plasmaschneider der Marke Sungoldpower) ist ein WIG-Schweißgerät und verfügt über die nötige Schweißtechnik.

Das Wolfram-Inertgasschweißen (WIG) ist mit den meisten Plasmabrennern nicht möglich, da diese sich auf das Plasmaschneiden von Materialien konzentrieren. Inverter-Schweißgeräte, die ebenfalls WIG-Schweißgeräte sind, kosten mitunter sehr viel. Um WIG zu schweißen, sollten Sie sich für ein entsprechendes Gerät entscheiden.

5.4. Gibt es einen Plasmaschneider-Test der Stiftung Warentest?

Sollten Sie sich fragen, welcher Plasmaschneider gut ist und dabei auf die Stiftung Warentest vertrauen, müssen wir Sie enttäuschen: Die Stiftung hat bisher leider keinen Plasmaschneider-Test durchgeführt, weshalb wir Ihnen keinen Plasmaschneider-Testsieger vorstellen können. Die Hersteller Stamos, Berlan und Bulkston haben sich jedoch als qualitativ hochwertig erwiesen, weshalb ihre Produkte zu empfehlen sind.

 

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