Säbelsäge Vergleich 2019

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Kaufberatung zum Säbelsäge Test bzw. Vergleich 2019

  • Säbelsägen zeichnen sich durch hohe Flexibilität im Einsatz aus. Ob Holz oder Metall, ob auf der Werkbank oder direkt am Objekt, dieses Elektrowerkzeug lässt sich fast beliebig einsetzen.
  • Sie haben die Wahl zwischen kabelgebundenen und Akku-Säbelsägen. Kabelgeräte haben mehr Kraft und Ausdauer, ihre Akku-Brüder verzichten auf lästige Kabel und bieten noch mehr Freiheiten beim Arbeiten, sind dafür aber auch deutlich teurer.
  • Mit den Sägeblättern kommen zusätzliche Kosten auf Sie zu. Verschiedene Typen sollten vorhanden sein, um Holz, Metall, Kunststoff und andere Werkstoffe gut bearbeiten zu können. Auch die Investition in Standard-Schutzkleidung lohnt sich.

Säbelsäge Test

1. Mit Akku und mit Netzkabel

Kabel-Säbelsäge Akku-Säbelsäge
Metabo Säbelsäge Metabo Akku-Säbelsäge
Gewissermaßen die klassische Säbelsäge: Sie überzeugt beim Sägen vor allem durch Kraft und Ausdauer.

Mit der Säbelsäge lassen sich überlicherweise auch 20 cm dicke Stämme durchtrennen. Die nackten Zahlen machen zwischen Kabel- und Akkugerät keinen Unterschied, aber die Realität spricht eine andere Sprache: Bei harten Holzsorten und harten Stahlrohren hat die netzgebundene Säbelsäge die besseren Karten. Fast alle Säbelsägen haben eine Leistungsuafnahme von 1.000 Watt oder mehr – das ist viel Kraft, die auch gebraucht wird.

Nachteil: Das Kabel. Es hängt hinter der Säge und darf nicht aus dem Auge gelassen werden, damit es an nichts hängen bleibt – ansonsten ist ein Unfall vorprogrammiert. Manche Anwender kommen damit besser klar als andere und letztlich ist alles eine Frage der Übung. Aber auch das höhere Gewicht, welches die Akku-Säge dank des üblicherweise etwa 300 - 400 Gramm schweren Akkus hat und das eigentlich ein Vorteil für die Kabel-Säge wäre, wird dadurch wieder ausgeglichen.

Die Säbelsäge mit Akku ist ein neueres Produkt, das dank seiner Flexibilität neue Möglichkeiten eröffnet.

Es gibt kein lästiges Kabel, über das Sie stolpern. Dinge können sich darin nicht verheddern, es verknotet nicht, lässt sich nicht versehentlich zersägen, und so weiter. Zudem sind Sie unabhängig von Steckdosen: kein lästiges Gesuche nach Verlängerungskabeln, kein mühsamer Transport von Kabeltrommel oder gar Notstromaggregat. Selbst im tiefsten Wald lassen sich mit der Akku-Säbelsäge ein paar Schnitte am Holzhäuschen vornehmen.

Ein großer Nachteil der Akku-Säbelsägen ist ihr Preis: Der Kunde muss Akku und Ladegerät hinzukaufen. Oft legen die Hersteller zwei Akkus bei (damit einer geladen wird, während der Anwender den anderen benutzt), was allerdings die Kosten zusätzlich in die Höhe treibt. Zwar ist das Ladesystem bei so gut wie allen Marken auch mit anderen Akku-Elektrowerkzeugen kompatibel, sodass Sie für wenig Geld beispielsweise einen Akku-Bohrer oder -Schleifer hinzukaufen können, aber das bindet Sie an das Unternehmen.

In diesem Vergleich der Säbelsägen erhalten Sie ausschließlich über kabelgebundene Säbelsäge einen Überblick.

Übrigens: Die Säbelsäge wird auch Reciprosäge genannt und hat sich im Laufe der Jahre einen Ruf als "Tigersäge" erarbeitet. Funktionell sind alle dasselbe Gerät, also geraten Sie nicht in Verwirrung (oder Furcht), falls Sie im Handel über Reciprosägen und Tigersägen stolpern.

2. Technische Eigenschaften

Viele Verbraucher sind im Zahlendschungel der Elektrogeräte etwas verloren. Wir klären kurz und knapp auf, wofür welche Einheit steht.

Leistungsaufnahme

DeWalt Säbelsäge Metall sägen
Ist der Motor stark genug, sind auch dicke Eisenstangen kein Hindernis.

Sie wird in Watt angegeben und sagt aus, wie viel Strom der Motor verbraucht. Das geht zumeist einher mit einer höheren Motorleistung: Je mehr die Maschinen verbrauchen, desto stärker sind sie auch. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel und ein schlecht konstruierter und wenig entwickelter Motor mag für seine Leistungsaufnahme recht wenig im Holz bewirken.

Hubzahl

Diese Zahl verrät Ihnen, wie viele Vor- und Rück-Bewegungen das Gerät pro Minute schafft. Fast alle Säbelsägen erreichen um die 2.750 Hübe pro Minute. Das entspricht stolzen 45 pro Sekunde. Nicht schlecht – aber auch nur im Leerlauf. Sobald sich das Säbelsägeblatt im Material vergräbt, sinkt auch die Hubzahl. Die Stärke des Motors entscheidet, wie sehr.

Hubhöhe | Hublänge

Beide Begriffe werden synonym verwendet. Mit dieser Angabe ist gemeint, wie weit das Sägeblatt aus dem Kopf des Geräts austritt. Gute Säbelsägen schaffen um die 3 cm oder sogar mehr, kompakte Säbelsägen unter Umständen nur 2 cm. Das sagt allerdings noch nichts darüber aus, wie dick das Brett oder Rohr sein darf, in welches Sie sägen.

Schnitttiefe

Für Sie als Verbraucher die aufschlussreichste Angabe dazu, wie viel Power die Säge hat. Über 20 cm (also 200 mm) ins Holz dürfen es schon sein, gerne auch mehr. Diese Zahl ist natürlich vielmehr eine Orientierung als ein gottgegebenes Maximum. Bei einem besonders weichen Holz ist bedingt auch etwas mehr drin – bei einem harten kommen Sie beim Ausreizen der Schnitttiefe nur langsam vorwärts. Nicht zuletzt muss auch das Säbelsägeblatt lang genug sein.

Pendelhub

Einhell-Säbelsäge mit Pendelhub
Bei dieser Säbelsäge von Einhell sorgt Pendelhub auf Wunsch dafür, dass schneller (aber auch gröber) geschnitten wird.

Beim Pendelhub handelt es sich um eine besondere Technik, die nicht alle Säbelsägen beherrschen. Zusätzlich zur Bewegung vor und zurück bewegt sich das Sägeblatt minimal hinauf und hinunter. Es beißt sich gewissermaßen von oben ins Holz – anstatt nur durch Vor- und Rückbewegungen Material abzutragen. Das beschleunigt den Arbeitsprozess erheblich.

Allerdings wird der Schnitt auch etwas unsauberer und die Kanten können unschön ausfransen. Pendelhub ist daher eine beliebte Technik bei schnellem Vorarbeiten oder in Fällen, wo es am Ende ganz einfach nicht auf makellose Ergebnisse ankommt. Kein absolutes Muss, aber ein netter Bonus und sogar bei einer günstigen Säbelsäge manchmal vorzufinden.

Wekzeugloser Schnellwechsel

Hat sich heute als Standard bei Säbelsägen (wie auch Stichsägen und anderen Elektrogeräten) etabliert: Der schnelle Wechsel der Sägeblätter ohne jegliches Werkzeug. Stattdessen lassen sich Blätter mit einem Handgriff lösen und durch andere ersetzen – Praktisch, wenn für einen andere Art von Material schnell das Blatt ausgetauscht werden muss.

Bosch Säbelsäge Vergleich

3. Sonstiges

Tragekoffer

Werkzeugkoffer Säbelsäge DeWalt
Ein passender Werkzeugkoffer schafft Ordnung in der heimischen Werktstatt: hier ein Modell des Herstellers DeWalt, mit Säbelsäge.

Die Säbelsäge sollte (so wie andere Werkzeuge) nach Gebrauch nicht offen herumliegen. Abhilfe schafft ein einfacher Kunststoff-Koffer, welchen die meisten Hersteller gleich mitliefern. Natürlich können Sie auch auf einen eigenen zurückgreifen, sofern dieser groß genug ist. Leider finden Säbelsägeblätter und anderes Zubehör oft keinen Platz in diesen Koffern.

Zudem bieten namhafte Hersteller von Säbelsägen wie Bosch, Makita und andere keine Werkzeugkoffer an, die mit ihren stabelbaren Box-System kompatibel sind. Grund dafür ist schlicht die enorme Größe der Säbelsägen.

Gewicht

Es wird gern unterschätzt, rächt sich aber mit bösem Muskelkater: das Gewicht des Werkzeugs. Bedenken Sie, dass Sie das Gerät permanent festhalten müssen – nach einigen Stunden geht das gehörig in die Arme. Hier hilft nur gnadenlose Selbsteinschätzung. Wenn Sie Ihre Fitness nicht als "gut" bezeichnen würden, raten wir zu einer Säge, die 3,5 oder weniger Kilogramm wiegt. Der Säbelsägen-Vergleich beweist, dass eine hochwertige Säge nicht viel wiegen muss.

4. Die Wahl des richtigen Sägeblatts

Bosch Säbelsäge-Blatt Set
Verschiedene Säbelsägeblätter für verschiedene Materialien, hauptsächlich Metall (oben) und Holz (Mitte). Gut zu erkennen: die unterschiedlich ausgeprägten Zähne.

Nicht jedes Säbelsägeblatt eignet sich gleichermaßen für jedes Material. Lediglich Universal-Sägeblätter sind für mehrere Arten von Werkstoffen geeignet. Zum Zubehör der Säbelsäge gehört daher ein ganzes Set von Säbelsägeblättern. Die meisten eigenen sich für folgende Stoffe:

  • Metalle
  • Holz grob/fein
  • Gasbeton
  • Kunststoff

Der Hauptunterschied ist bei den Zähnen zu finden. Holz-Grobschnitte benötigen eine großzügige Zahnung mit breiten Spanlücken. Die Zähne sind dort wesentlich größer als bei Sägeblättern, die für Feinschnitte gedacht sind. Noch kleiner (und vor allem dichter) sind sie bei Metallsägeblättern.

Auch die Ausrichtung der Zähne unterscheidet sich erheblich. Nach vorn geneigte (auch als "positiv" bezeichnete) Zähne beißen sich aggressiver ins Holz und ermöglichen einen schnelleren, gröberen Fortschritt. Allerdings können Sie abbrechen, falls Sie auf ein Metallteil im Holz stoßen. Aus diesem Grund sind Zähne an Sägeblättern für Metall-Bearbeitung nach oben gerichtet und die Schnittkanten nach hinten ("negativ") geneigt.

Säbelsäge von Black+Decker

5. Sicherheitshinweise

Dass eine Säbelsäge / Reciprosäge / Tigersäge kein Spielzeug ist, wissen Sie so gut wie wir. Dennoch möchten wir auf bestimmte Schutzkleidung aufmerksam machen, die beim Hantieren mit einem solchen Werkzeug (unabhängig vom Einsatzbereich) unerlässlich ist.

Gebotszeichen Schutz-Typ
Gehörschutz tragen Säbelsägen sind laut. Fast alle bringen es auf einen Schalldruckpegel von 90 dB (Dezibel). Am Arbeitsplatz wird ab 80 dB ein Gehörschutz empfohlen, ab 85 dB wird er vorgeschrieben. Diese Empfehlungen kommen nicht von ungefähr – insbesondere bei Dauerbelastung kann das Ohr ein Schalltrauma davontragen. Zum Schutz Ihres Trommelfells sollten Sie auf entsprechende Kopfhörer nicht verzichten.
Schutzhandschuhe tragen Wo sich die scharfen Zacken der Sägeblätter ins Holz beißen, sind Schutzhandschuhe sehr zu empfehlen. Ein ungeschickter Sturz, ein böser Zufall – und Sie werden diesen Teil der Schutzkleidung nicht bereuen. Auch eine schnittfeste Hohe und passende Arbeitsschuhe sind eine vernünftige Wahl von Kleidung.
Schutzbrille tragen Beim Schutz der Augen hört aller Spaß auf. Verletzungen an diesem Organ sind extrem schwer zu behandeln und der Verlust des Augenlichtes (oder eines Teils davon) nicht rückgängig zu machen. Umherfliegende Späne und sonstiger Abrieb sollten auf keinen Fall unterschätzt werden.

Stiftung Warentest hat noch keinen ausführlichen Säbelsäge Test durchgeführt. Sie kritisierte allerdings eine verdächtig günstige Säbelsäge von Lidl – denn diese versagte nach einigen Stunden Arbeit und empfahl sich nicht gerade als Säbelsäge-Testsieger.

Häufige Fragen zur Säbelsäge

Sie haben noch dringende Fragen, um nicht im Praxis-Test mit der Säbelsäge auf die Nase zu fallen? Vielleicht finden Sie die Antworten hier.

Wie wechselt man das Sägeblatt einer Stichsäge?

Das unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller minimal. Die mitgelieferte Bedienungsanleitung hält Abbildungen parat, an denen Sie sich orientieren können.

Wenn Sie eine moderne (ob teure oder günstige) Säbelsäge kaufen, brauchen Sie kein zusätzliches Werkzeug und müssen nichts an der Maschine aufschrauben oder sonstwie bearbeiten. Mit etwas Übung meistern Sie den Wechsel mit einem Handgriff.

Tragen Sie Schutzhandschuhe beim Sägeblattwechsel. Ziehen Sie den Netzstecker, bevor Sie einen Austausch vornehmen.

Kann ich mit der Säbelsäge auch Stein sägen?

Ja, bedingt. Es gibt spezielle Sägeblätter, mit denen das Gerät zum Beispiel Kalksandstein bezwingt. Für härtere Steinsorten gibt es andere Werkzeuge.

Wo kann ich eine Säbelsäge mieten?

Bei den üblichen Baumarkt-Verdächtigen: Bauhaus, Obi, Toom, etc., sowie bei speziellen Werkzeug-Vermietern. Ganz billig ist das allerdings nicht, pro Tag sind mindestens 15 Euro fällig. Leihen Sie sich nur fünfmal eine Säge, haben Sie den Kaufpreis praktisch drin. Zudem bekommen Sie nicht die beste Säbelsäge, sondern eine gebrauchte, beliebige in die Hand gedrückt. Für eine Einmal-Aktion okay, bei anhaltendem Bedarf keine Option.

 

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