Kaufberatung zum Akku-Fettpresse Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Akku-Fettpressen finden Sie in der Kategorie der Werkzeuge, die nötig sind, um Ihre Gerätschaften zu warten und zu pflegen. Eine Akku-Fettpresse macht das Abschmieren vergleichsweise einfach.
  • Der Akku, der für Komfort und Flexibilität beim Arbeiten sorgt, sollte ein Lithium-Ionen-Akku mit mindestens 18 V und einer Kapazität von 4,0 Ah sein. Im besten Fall gibt es einen Ersatzakku vom Hersteller. Eine Ladestation gehört meist standardmäßig zum Akku-Fettpressen-Set dazu.
  • Weitere wichtige technische Werte sind der maximale Druck, der über 500 bar liegen sollte, sowie die Kompatibilität zu Standard-Kartuschen. Koffer, Tragegurt und eine Schlauchlänge über 100 cm machen die Akku-Fettpresse besonders komfortabel.

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Maschinen und Geräte brauchen in regelmäßigen Abständen Schmierung. Damit bleiben Geräte und Bauteile funktionstüchtig. Das gilt nicht nur für Industrie und Handwerk, sondern auch im privaten Bereich, beispielsweise bei Fahrrädern oder Motorsägen. Die Verkaufszahlen für Akku-Fettpressen sind 2020 auch im privaten Bereich gestiegen.

Schmierfett zu verarbeiten, ist meistens eine sehr schmutzige Angelegenheit, insbesondere bei den meistens schwer zugänglichen Stellen. Mit einer Akku-Fettpresse erleichtern Sie sich diese Arbeit ganz erheblich. Mit einer Akku-Fettpresse lassen sich beispielsweise große Maschinen noch einfacher abschmieren, weil weder ein Druckluftschlauch noch ein Stromkabel im Weg ist und Sie auch keine Muskelkraft aufbringen müssen, um das Fett aus der Kartusche zu pressen.

Doch worauf kommt es an, wenn Sie eine Akku-Fettpresse kaufen möchten? Auf klassische Kaufkriterien, wie etwa Größe, Höhe, Breite, Länge, Design, Farbe, Material und Gewicht sowie auf Zubehör (beispielsweise einen Koffer) und Akkulaufzeit. Darüber hinaus ist in zahlreichen Akku-Fettpresse-Tests im Internet die Rede von Kraft, Spannung, Akkukapazität sowie Funktionsdetails wie LED-Leuchte und Lüftungsventil.

Hinweise von Handwerkern sowie Hinweise von Herstellern zu ihren Marken hat die Redaktion von Heimwerker.de zur folgenden Kaufberatung 2021 zusammengestellt.

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Die Funktionsweise einer manuellen und einer Akku-Fettpresse ist gleich. Jedoch brauchen Sie für das manuelle Modell Muskelkraft und für die Akku-Fettpresse lediglich einen vollgeladenen Akku.

1. Wer braucht eine Akku-Fettpresse?

Mit einer Akku-Fettpresse können Sie die Schmiernippel der unterschiedlichsten Fahrzeuge fetten. Damit ist die reibungslose Funktion gewährleistet. Wenn Sie Maschinen, Geräte oder Fahrzeuge mit zu wenig Fett verwenden, kann das mit der Zeit schwere Schäden verursachen. Schmierfette brauchen beispielsweise Maschinen in der Landwirtschaft, der Industrie und auch im privaten Bereich. Mit einer batteriebetriebenen Fettpresse befördern Sie das Schmierfett direkt und ohne Kraftaufwand an die entsprechenden Stellen.

Unterschieden wird in der Praxis in diese Arten von Fettpressen:

Fettpresse-Typ Merkmale
Manuelle Fettpresse

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  • Bedienung per Muskelkraft
  • anstrengend
  • mitunter langwierig
  • meist nur für kleine Schmiervorgänge
Druckluft-Presse

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  • besonders leistungsstark
  • jeder Winkel einer Maschine erreichbar
  • für große Maschinen geeignet
  • Druckluft-Kompressor notwendig
  • nur für den stationären Einsatz geeignet
Akku-Fettpresse

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  • kann ausreichend Druck aufbauen
  • ist auch für größere Maschinen geeignet
  • kompakt aufgebaut
  • kabellos
  • gut für den mobilen Einsatz geeignet

2. Was ist beim Kauf einer Akku-Fettpresse laut Tests im Internet besonders zu beachten?

Eine Akku-Fettpresse ist eine moderne Schmierpresse, die wesentlich kompakter gebaut ist als die manuellen Geräte. Damit erreichen Sie auch schwer zugängliche Stellen sehr leicht. Sie ist flexibel einsetzbar: zuhause, in der Werkstatt, auf dem Hof oder auch unterwegs.

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Eine Akku-Fettpresse spart die Kraft der Mitarbeiter in einer Werkstatt. Doch auch im Privaten werden immer häufiger Akku-Fettpressen angeschafft.

Wenn Sie darauf achten, dass der Akku stets geladen ist, ist sie sofort einsatzbereit und Sie können sie auch ohne Probleme auf dem Fahrzeug mitführen. Sie brauchen weder Kompressor noch Stromanschluss. Es gibt keine störenden Zuleitungen.

Je nach Hersteller arbeitet die Akku-Fettpresse mit Schraubkartuschen oder sie lässt sich manuell befüllen. Wenn Sie viel mit Fettpressen arbeiten, stellt sich irgendwann die Frage, welche Akku-Fettpresse die richtige für Ihren Gerätepark ist.

Wenn Sie sich für eine Akku-Fettpresse entscheiden, sollten Sie insbesondere auf die folgenden Punkte Ihr Augenmerk richten:

  • Welcher Akku-Typ ist verbaut? Ein Lithium-Ionen-Akku ist die beste Wahl.
  • Welchen maximalen Druck kann die Fettpresse erzeugen? Ein Druck über 500 bar ist ratsam.
  • Wie lange ist der Schlauch? Idealerweise misst er über 100 cm.
  • Lassen sich auch Standard-Kartuschen verwenden? Bei den meisten Herstellern ist dies der Fall. Es lassen sich 400-g-Kartuschen einsetzen.

2.1. Der Arbeitsdruck – wie viel Druck ist erforderlich?

Temperatur beachten

Achten Sie auf die Temperaturhöhe, bis zu der die Akku-Fettpresse genutzt werden darf. Große Maschinen und Fahrzeuge entwickeln teilweise sehr hohe Temperaturen. Das hält nicht jede Akku-Fettpresse aus.

Die Hersteller geben den Arbeitsdruck der Akku-Fettpressen immer in bar an. Erzeugt die Akku-Fettpresse einen hohen Arbeitsdruck (über 500 bar), können Sie damit selbst verstopfte Schmiernippel schmieren.

Ist der Druck zu niedrig, baut die Fettpresse unter Umständen keinen ausreichenden Druck für die Arbeit auf. Ein leistungsstarkes Gerät baut einen hohen Arbeitsdruck auf.

2.2. Die Akkuladung – wie viel ist für den Dauereinsatz nötig?

Wenn Sie eine Akku-Fettpresse wählen, die einen leistungsstarken Akku hat, brauchen Sie keinen Ersatzakku und können dennoch mit der Fettpresse im Dauereinsatz arbeiten. Es gibt die Akku-Fettpresse mit 18-V-Akku und auch Akku-Fettpressen mit 12-V-Akku. Mit einem vollen Akku schaffen die guten, leistungsstarken Geräte mit langer Akkulaufzeit mehr als 8 Kartuschen.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Die Akkus lassen sich auch in anderen Akku-Werkzeugen verwenden. Dabei ist es wichtig, dass Sie darauf achten, dass Hersteller und Spannung der beiden Geräte genau gleich sind. Das funktioniert beispielsweise bei Makita, Würth, Milwaukee, DeWalt, Bosch, Pressol oder Lincoln.

2.3. Was sagt die Durchflussmenge aus?

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Die Durchflussmenge ist ein wichtiges technisches Detail einer Fettpresse. Die besten Modelle kommen auf knapp 150 g/min.

Bei Akku-Fettpressen ist immer die Durchflussmenge in Gramm pro Minute (g/min) angegeben. Je höher der Wert, umso mehr Fett kommt aus der Presse. Das Fett ist damit in viel kürzerer Zeit verteilt. Mit einer hohen Durchflussmenge ist wirtschaftliches Arbeiten möglich.

DeWalt-Akku-Fettpressen kommen beispielsweise auf eine Durchflussmenge von 147 g/min und Makita gibt einen Wert von 145 g/min an. Die Produkte dieser beiden Hersteller werden häufig als Akku-Fettpresse-Testsieger in diversen Online-Tests zu Akku-Fettpressen gehandelt.

Zum Vergleich: Die Akku-Fettpresse von Milwaukee kommt auf eine Durchflussmenge von 74 g/min und liegt damit deutlich unter den besten Akku-Fettpressen.

2.4. Wie schwer sind Akku-Fettpressen?

Wenn Sie schon Erfahrung mit einer Akku-Fettpresse haben, wissen Sie, dass ein hohes Gewicht der Akku-Fettpresse bei längerem Arbeiten unkomfortabel ist. Mit der Zeit stört das Gerät, das Arbeiten fällt schwerer. Deshalb sollte das Gewicht der Akku-Fettpresse so gering wie möglich sein. Sie arbeiten damit leichter und konzentrierter, ermüden nicht so schnell.

Das Gewicht hängt in erster Linie mit der Größe des Gerätes zusammen und auch mit den verwendeten Materialien. Eine Akku-Fettpresse für 500-g-Kartuschen wiegt natürlich schwerer als eine Akku-Fettpresse für 400-g-Kartuschen. Die meisten Modelle wiegen zwischen 3 und 4,5 kg.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion Länge, Breite und Höhe liegen meistens so um 50 x 10 x 25 cm. Wichtig ist ein ergonomisches und ausbalanciertes Design. Die Schlauchlänge variiert meist zwischen 70 und 120 cm.

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In puncto Sauberkeit unterscheiden sich manuelle Fettpressen von Akku-Fettpressen kaum. Das Schmierfett befindet sich in einer Kartusche und kann punktgenau dosiert werden. Die Akku-Fettpresse ist jedoch deutlich komfortabler als das manuelle Modell.

2.5. Welche Vor- und Nachteile haben Akku-Fettpressen mit Lube-Shuttle-System?

In diversen Tests zu Akku-Fettpressen im Internet werden besonders Akku-Fettpressen mit Lube-Shuttle-System gelobt. Das sind die Vor- und Nachteile dieser Geräte:

    Vorteile
  • Handhabung einfach, schnell und sauber
  • Füllstandkontrolle von außen
  • von außen erkennbar, welche Fettsorte gerade in Gebrauch ist
  • sehr umweltfreundlich, da optimale Restentleerung
  • Kartuschen wiederbefüllbar, macht sie wirtschaftlicher
  • Entlüften nicht notwendig
  • Kartuschen für 400-g-Akku-Fettpresse
    Nachteile
  • an dieses System gebunden
  • teurer

2.6. Was gibt es in an Extras und Zubehör im Handel?

Sehr praktisch ist eine Akku-Fettpresse mit Beleuchtung. Damit leuchten Sie schwer einsehbare Arbeitsbereiche aus, um die Schmiernippel besser erkennen zu können. Das erhöht den Komfort bei der Arbeit erheblich und ist außerdem auch sicherer.

Für optimales Arbeiten mit der Akku-Fettpresse gibt es zudem dieses sinnvolle Zubehör:

  • Transportkoffer
  • Ersatzakku, denn mit zwei Akkus arbeiten Sie unterbrechungsfrei
  • Tragegurt
  • Ladegeräte
  • extra langer Schlauch, um auch schwer zugängliche Schmiernippel zu erreichen.

In einem praktischen Akku-Fettpresse-Set ist einiges an Zubehör enthalten. Teilweise gibt es die Akku-Fettpresse-Sets mit allem, was notwendig ist, und darüber hinaus noch Ersatzkartuschen oder Fett zum Nachfüllen für Akku-Fettpressen ohne Kartusche.

Mit einem Akku-Fettpresse-Adapter lässt sich Ihre Fettpresse von einer Akku-Fettpresse mit Pull-off-Kartusche ganz einfach auf eine Akku-Fettpresse mit Schraubkartusche umrüsten. Für die Akku-Fettpresse mit 400-g-Kartuschen und die Akku-Fettpresse mit 500 g gibt es jeweils einen eigenen Adapter pro Akku-Fettpresse. Lithium-Ionen-Akkus sind besonders leistungsfähig.

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Schmierfett ist wichtig für Geräte, um deren Funktionsfähigkeit zu erhalten. Mit einer Akku-Fettpresse ist das Abschmieren zudem eine saubere Sache.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Akku-Fettpressen-Vergleich

3.1. Lohnt sich eine Akku-Fettpresse ohne Kartuschen?

Für welche Fettpresse Sie sich letztendlich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Fettpressen, die Sie manuell nachfüllen müssen, sind günstiger. Wer schon Erfahrung mit Akku-Fettpressen gemacht hat, weiß, wie aufwendig das manuelle Nachfüllen sein kann.

3.2. Welches Schmierfett eignet sich für die Akku-Fettpresse?

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Welches Schmierfett das richtige ist, hängt vom Gerät und von der Fettpresse ab. Meist werden Mehrzweck- oder Langzeitfette empfohlen.

Das richtige Schmierfett hängt vom Modell der Akku-Fettpresse und dem Einsatzzweck ab. Empfehlenswert sind Mehrzweck- oder Langzeitfette. Neben dem richtigen Fett ist auch das richtige Befüllen wichtig. Am einfachsten und schnellsten funktioniert das mit fertig gefüllten Kartuschen. Ist das Fett nicht für den Anwendungsfall geeignet, kann dies schwere Schäden an den Bauteilen verursachen. Die Farbe der Schmierfette hilft dabei, sie leichter zu unterscheiden.

3.3. Wo gibt es Akku-Fettpressen zu kaufen?

Üblicherweise finden Sie Akku-Fettpressen in gut sortierten Werkzeuggeschäften oder Baumärkten. Bei Discountern wie Aldi oder Lidl gibt es eher selten Akku-Fettpressen. Auch online gibt es ein großes Angebot an Akku-Fettpressen beispielsweise bei Lagerhaus. Darüber hinaus können Sie auch gebrauchte Akku-Fettpressen suchen. Wir raten Ihnen dazu, einen Blick in unseren Vergleich der Akku-Fettpressen zu werfen, um dort die günstigste Akku-Fettpresse zu finden, die in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Ein Vergleich der technischen Parameter ist im Handel in dieser Form nicht möglich.

3.4. Was ist das Akku-Fettpresse-System Reiner?

Dieses System ist vom deutschen Hersteller Mato. Dabei handelt es sich um eine 500-g-Handhebelfettpresse. Sie können diese Fettpresse wahlweise mit 500-g-Schraubkartuschen oder mit nachfüllbaren Schraubkartuschen laden. Das patentierte Reiner-System erzeugt auch bei geringem Kraftaufwand einen sehr hohen Druck und ist damit eine enorme Arbeitserleichterung.

3.5. Aus welchem Material sollte eine Akku-Fettpresse hergestellt sein?

Eine Akku-Fettpresse muss sehr robust sein, damit sie den max. Druck aushalten kann, für den sie ausgelegt ist. Besonders wichtig ist dabei der Schlauch. Es sollte ein Panzerschlauch sein.

Kein Tipp der Stiftung Warentest: Die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest bleiben einen Akku-Fettpressen-Test schuldig.

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