Kappsäge Vergleich 2019

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Kaufberatung zum Kappsäge Test bzw. Vergleich 2019

  • Kappsägen kommen meistens beim Kappen von Brettern, Pfosten und Laminat zum Einsatz. Sie arbeiten schnell und präzise.
  • Die meisten Modelle lassen sich im Winkel verstellen und können so auch Gehrungen sägen, daher sind die meisten auch Kapp- und Gehrungssägen.
  • Sie sind nicht nur auf das Material Holz beschänkt, sondern können, je nach Wahl des Sägeblattes, auch unterschiedliche Metalle und Kunststoff schneiden.

Wer einmal Laminat oder Parkett in seinem Leben verlegt hat, der weiß um den unschlagbaren Vorteil der Kreissägen am Hebel zum Kippen. Zumindest mehr als drei Millionen Deutsche (Quelle: IfD Allensbach) haben 2015 geplant, ihre Fußböden zu renovieren, daher werden viele sich mit dem Material und dem passenden Werkzeug dazu auseinandergesetzt haben.

Parkett lag im Jahr 2009 auf Platz eins der am meisten verlegten Böden (Quelle: GfK). In 32,2 Prozent der befragten Haushalte ist Parkett verlegt, dicht gefolgt von Laminat mit 20 Prozent. Fliesen sind auf Platz drei und zieren 18,5 Prozent der deutschen Fußböden.

Doch Holzbalken und Laminat sind nicht das einzige, was Sie mit einer Kappsäge schneiden können. Weitere Einsatzmöglichkeiten und Sicherheitstipps erfahren Sie in unserem Kappsägen-Vergleich 2019.

Kappsäge Test

1. Was ist eine Kappsäge?

Laminat

Laminat bezeichnet eigentlich ein Produkt, das aus mehreren Schichten besteht. Diese übereinander gelagerten Flächen können dabei aus unterschiedlichen Materialien sein. Sie werden zudem miteinander verklebt. Im Heimwerkerbereich meint Laminat aber meist Laminat als Bodenbelag mit Holzschichten, die von einer Kunststoffschicht überzogen sind. Es wird unterschieden zwischen Laminaten:

  • als Bodenbelag
  • aus faserverstärkten Kunststoffen

Eine Kappsäge ist in erster Linie, nomen est omen, eine Säge zum Kappen. Die bekannteste Form ist die einer Kreissäge an einem Hebel. Der Hebel ist fest am Sägetisch mit einem Scharnier verankert. Eine Feder sorgt dafür, dass der Hebel immer wieder von alleine nach oben geht. So kann in schneller Folge das sich drehende Sägeblatt nach unten gezogen werden, um viele Holzblöcke hintereinander zu schneiden.

In Sägewerken oder auf Rundholzplätzen werden die dort verwendeten Sägen ebenfalls Kappsägen genannt. Dabei handelt es sich jedoch um Kettensägen beziehungsweise Schwertsägen. Mit ihnen werden Baumstämme in nahezu gleichgroße Blöcke zurechtgeschnitten.

Für den Heimwerkerbereich reichen die “Kreissägen am Hebel” aus und sind auch am verbreitetsten. Wenn im Folgenden von “Kappsägen” die Rede ist, sind diese gemeint.

Eine Frage des richtigen Blattes: Die Wahl des Sägeblattes entscheidet darüber, welche Materialien, wie zum Beispiel Holz, Metall oder Kunststoff, geschnitten werden können.

2. Welche Kappsäge-Typen gibt es?

Unter den Heimwerker-Kappsägen lassen sich keine eindeutigen Typen definieren, da sie durch den Wechsel des Sägeblattes bereits unterschiedliche Materialien schneiden können. Außerdem haben einige Kappsägen auch mehrere Funktionen verbaut, sodass sie vielseitig verwendbar sind.

Anhand ihrer Funktionen haben wir die Kappsägen in Kategorien aufgeteilt:

  • klassische Kappsäge
  • Kappsäge mit Zugfunktion
  • Kappsäge mit Gehrungsfunktion

2.1. Klassische Kappsäge

Die klassische Kappsäge ist lediglich eine Kreissäge an einem Hebel zum Schneiden dicker Blöcke oder Rohre. Das einfache Modell schneidet immer im gleichen Winkel und ist eher für grobe Sägearbeiten gut. Das Scharnier ist sehr robust und die Säge kann daher besonders intensiv beansprucht werden.

Es eignet sich besonders zum Feuerholz schneiden, wenn dicke Äste auf die passende Länge für den Kamin getrimmt werden sollen. Für diese Aufgaben kann eine Tischkreissäge auch ausreichen. Allergings lässt sich eine Kappsäge leichter als eine Tischkreissäge transportieren.

2.2. Kappsäge mit Gehrungsfunktion

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Einige Paneelsägen lassen sich auch neigen.

Die meisten erhältlichen Kappsägen haben zudem auch eine Gehrungsfunktion. So lässt sich entweder die Säge selbst oder die Halterung des Sägetisches in verschiedene Winkel verstellen. Die Führungsschiene, an die das Werkstück gelegt wird, ist der Kappsägen-Anschlag. Bei klassischen Gehrungssägen übernimmt das die Gehrungslade. Im Prinzip ist dies eine rechtwinkelige Kante, an der das Werkstück zum Sägeblatt geführt wird.

Einstellbare Winkel sind besonders praktisch, wenn Sie Rahmen oder Wandpaneele zurechtschneiden wollen, daher wird die Kapp- und Gehrungssäge gelegentlich auch Paneelsäge genannt.

Mit Paneelsägen sind vertikale Schnitte im 45°- bis 90°-Winkel möglich. Der 45°-Winkel ist nicht auf links oder rechts beschränkt, sondern geht zu beiden Seiten. Bei einigen Modellen lässt sich der Sägekopf auch 45° im horizontalen Winkel neigen.

Besonders filigrane Gehrungen lassen sich am besten mit einer klassischen Gehrungssäge herstellen. Hier handelt es sich um eine handbetriebene Bügelsäge, die durch eine sogenannte Gehrungslade geschoben wird. Mit diesen Gehrungssägen lässt sich sehr genau arbeiten.

Eine Kappsäge für den Modellbau sägt zwar auch sehr präzise, doch wenn Sie mit Holz arbeiten, sind handbetriebene Werkzeuge bei Feinarbeiten die erste Wahl. Mit handbetriebenen Werkzeugen haben Sie wortwörtlich mehr Gefühl beim Arbeiten.

2.3. Kappsäge mit Zugfunktion

Kappsäge Zugfunktion
Kinderleicht lassen sich mit der Zugfunktion besonders breite Leisten schneiden.

Trotz verstellbarem Winkel bleiben die Sägen auf bestimmte Schnittgrößen beschränkt. Kappsägen mit Zugfunktion sind an einem ausziehbaren Hebel befestigt und können so wesentlich größere beziehungsweise breitere Werkstücke kappen. Der Hebel dieser Zugsäge besteht meist aus einem Doppelrohr auf einem Kugellager.

So lassen sich maximale Schnittbreiten von ungefähr 80 Millimeter zum Teil auf bis zu 300 Millimeter erweitern. Der ausgezogene Hebel, an dem die Kappsäge sitzt, ist nicht starr und die Säge lässt sich auf diesem rein- und rausziehen. Dadurch kann die Zugsäge besonders breite Werkstücke zertrennen, die größer als ihr Sägeblattdurchmesser sind.

2.4. Das Schweizer taschenmesser: Die Zug-, Kapp- und Gehrungssäge

Eine Paneelsäge, die sich auch noch ausziehen lässt, ist mittlerweile kein Unikat mehr. Zug-, Kapp- und Gehrungssägen sind vielseitig einsetzbar, bewegen sich dafür in der Regel im hochpreisigen Sektor. Diese Multifunktions-Kappsägen können meist auch im 45°-Winkel geneigt werden, wohingegen sich einige Gehrungs-Kappsägen nur im 45°-Winkel schwenken lassen.

Vor- und Nachteile der Kappsäge:

  • ermöglicht schnelles Arbeiten
  • sägt auch Metall
  • sehr stark
  • vielseitig einsetzbar (Gehrungen, schnelle Zuschnitte)
  • kaum mobil
  • ungeeignet für Feinarbeiten

3. Kaufberatung für die beste Kappsäge

Wer sich eine Kappsäge kaufen will, sollte nicht nur auf einen günstigen Preis achten. Grundlegende Kategorien wie Wattleistung, Schnitttiefe und Sägeblattdurchmesser sind ebenfalls relevant.

3.1. Leistung ist alles

Stark soll sie sein, die neue Kappsäge. Wer nach diesem Werkzeug sucht, der will breite Holzklötze, dicke Äste oder sogar Metallrohre schnell und präzise zerschneiden. Das geht am leichtesten, wenn die Säge auch stark genug ist. Eine leistungsfähige Kappsäge, die auch Metall schneiden soll, braucht mindestens 1.200 Watt.

Sägepower: Die Sägeleistung spiegelt sich in der Regel in der Motorleistung wieder. Achten Sie daher auf eine möglichst hohe Wattzahl. Je mehr Watt die Säge hat, desto stärker ist sie.

Für Präzision ist aber auch die Drehgeschwindigkeit relevant. Diese wird mit Umdrehung pro Minute angegeben (U/min). Mit hoher Geschwindigkeit und entsprechend dünnen Sägeblättern lassen sich feine Schnitte machen. Wer also nicht nur grobe Pfähle zerteilen will, sondern auch mal einen Bilderrahmen zurechtschneidet, der sollte auf die Leerlaufzahl der Kappsäge achten.

3.2. Schnitttiefe

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Für unterschiedliche Schnittgrößen sollten Sie stets verschieden große Sägeblätter für die Kappsäge zur Hand haben.

Wenn das Sägeblatt der Kappsäge hochkant steht (90°-Winkel), erreicht es seine maximale Schnitttiefe. Wird der Sägekopf jedoch in 45° geneigt oder geschwenkt, dann verringert sich die Schnitttiefe, daher ist immer die Schnitttiefe beider Winkel interessant, sofern die Kappsäge eine Gehrungsfunktion hat. Umso größer die Schnitttiefe ist, desto größer können die zu sägenden Werkstücke sein.

3.3. Ein gutes Blatt zum Sägen

Die Größe des Sägeblattes nimmt ebenfalls Einfluss auf die Größe der sägbaren Werkstücke: Je größer der Durchmesser ist, desto größer können auch beispielsweise die Äste oder Rohre sein. Der Sägeblattdurchmesser wird in der Regel in Millimetern (mm) angegeben.

3.4. Das richtige Maß

Wer eine heimische Werkstatt betreibt, sollte im Blick haben, ob das neue Gerät noch Platz auf der Arbeitsfläche findet. Besonders Zugsägen können ein wenig ausladender werden.

Falls Sie die Kappsäge häufig zum Schneiden von Feuerholz im Garten nutzen, ist ein leichteres Modell eventuell praktikabler, da Sie es nach getaner Arbeit regelmäßig in den Keller oder in die Garage tragen müssen.

Im Folgenden sehen Sie eine Bosch Kappsäge im Test:

4. Welches Sägeblatt für welche Aufgaben?

Die meisten Kappsägen werden mit einem Universalsägeblatt ausgeliefert. Es ist zwar für viele Sägearbeiten mit grobem Holz gut geeignet, doch sobald Sie härtere oder dünnere Materialien schneiden wollen, brauchen sie entsprechende Sägeblätter, da reicht es nicht aus, den Kappsäge-Testsieger zu haben.

Prinzipiell ist jede Kappsäge günstig für Holz und Metall, Sie müssen nur das richtige Blatt wählen. Die Anzahl der Zähne definieren den Sägeblatt-Typ. Das gilt unter anderem auch für Kreissägen und Tischkreissägen.

Hier haben wir Ihnen die wichtigsten Sägeblatt-Typen zusammengestellt:

Sägeblatt-Typen gut für:
16 bis 24 Zähne grobe Holzsägearbeiten
36 bis 48 Zähne saubere Schnitte
60 bis 70 Zähne sehr feine Schnitte und harte Materialien wie Metall und Kunststoff

Die Anordnung und Form der Sägezähne entscheidet darüber, welche Qualität der Schnitt bekommt, das heißt, ob die Zähne besonders viel Material abtragen, oder eher wenig. Wenn die Zähne nach vorne gerichtet (positive Ausrichtung) sind, greifen sie gut bei weichen Hölzern. Sind die Zähne nach hinten gerichtet (negative Ausrichtung), reißen sie weniger stark, sägen dafür aber genauer und feiner. Sägeblätter mit nach hinten gerichteten Sägezähnen werden an Kappsägen für Metall, Kunststoff oder sehr hartes Holz verwendet.

5. Pflege und Reinigungstipps

Wird mit der Säge regelmäßig junges Holz geschnitten, so sollte sie immer nach dem Arbeiten gereinigt und geölt werden, da sonst Feuchtigkeit das Metall rosten lässt und das Harz die Maschine verklebt. Ein alter Putzlappen und eine Spülbürste reichen vollkommen.

Experten-Tipp: Um altes Öl, Harz oder hartnäckigen Dreck von der Säge zu bekommen, benutzen Profis Backofenspray. Damit lassen sich kinderleicht die hartnäckigsten Verschmutzungen lösen. Dieser "Hausfrauen-Trick" wird in den Heimwerker-Foren immer wieder bestätigt.

6. Darauf sollte man bei der Nutzung von Kappsägen achten

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Beim Metallsägen fliegen immer Funken.

Die beste Kappsäge bewahrt vor Schaden nicht, daher gilt es Sicherheitsregeln zu beachten: Auch wenn Sie nur mal eben kurz mit ihrer Kappsäge ein Aluminium-Rohr zertrennen wollen, sollten Sie immer eine Schutzbrille und -handschuhe tragen. Die Metallspäne sind sehr fein und scharfkantig.

Jedes Mal, wenn mit der Kappsäge Metall geschnitten wird, fliegen die Funken, daher sollte im Arbeitsbereich auch nicht mit Öl oder Gas gearbeitet werden. Einige Kompressor-Werkzeuge beispielsweise versprühen kleine Ölnebel, die sich schnell entzünden können.

Die Handschuhe und die Schutzbrille können Sie außerdem auch gleich auflassen, wenn Sie Holz schneiden. Dort fliegen ebenfalls Späne, und harzlastiges Holz kann unangenehm an der Haut kleben. Für besonders sicheres Heimwerken empfiehlt die Stiftung Warentest das Buch “Samstag ist das erledigt, versprochen”.

Bei längeren Säge-Sessions empfiehlt es sich, Ohrschützer zu tragen, da Sie sonst Ihre Gehörgänge langfristig schädigen. Die Atemwege können durch den anfallenden Sägestaub auch belastet werden. Dieses Risiko tritt sogar auf, wenn Sie lange unter freiem Himmel sägen. Ein Mundschutz ist beim Langzeitsägen also Pflicht.

Sauger Kappsäge
Ein integrierter Sauger nimmt den Staib und die Späne beim Sägen direkt auf.

Der Mundschutz wird akut notwendig, wenn Sie lackiertes Holz sägen. Beim Schneiden lösen sich zum Teil Chemikalien vom Holz und können so in die Lunge geraten.

Wenn Ihnen als Allergiker dieser Aspekt Kopfzerbrechen bereitet, dann achten Sie auf eine Vorrichtung für Staubabsaugung bei der neuen Kappsäge. Dort lässt sich ein Staubsauger anschließen, der einen großen Teil des Staubs vorab einfängt.

7. Fragen und Antworten rund um das Thema Kappsäge

7.1. Welche Sägeblätter passen zur Kappsäge?

Wenn Sie für Ihre Säge nachträglich Sägeblätter kaufen, sollten Sie darauf achten, dass die Bohrlöcher im Blatt kompatibel mit Ihrem Modell sind. So hat eine Bosch Kappsäge unter Umständen andere Sägeblätter als eine von Einhell. Die gängigsten Bohrungen sind 22 und 30 Millimeter im Durchmesser groß.

7.2. Was ist besser: Kapp- oder Tischkreissäge?

Sägeblatt Set
Mit einem Set aus verschiedenen Sägeblättern sind Sie bestens auf verschiedenste Aufgaben vorbereitet.

Beide Säge-Typen eignen sich gut, um dicke Blöcke zu kappen. Doch die Tischkreissäge ist besonders gut, um Platten zu zertrennen und die Kappsäge ist besser, wenn es darum geht Bretter oder Blöcke hintereinander zu kappen.

Sobald Sie Gehrungen schneiden müssen, ist eine Kappsäge für Laminat besser als eine Tischkreissäge, da das Sägeblatt bei der Tischkreissäge nicht schwenkbar ist. Außerdem werden die Schnitte präziser, wenn das Werkstück an den Anschlag der Kappsäge befestigt wird. Hierfür bieten sich Schraubzwingen an.

7.3. Welche Marken und Hersteller gibt es?

Black & Decker sowie Bosch sind prominente Hersteller von Kappsägen in vielen Variationen. Besonders Bosch mit seiner Marke "Bosch Professionell" ist in vielen Online-Shops präsent. Atika und Einhell haben eher günstigere Modelle im Repertoire.

Hier eine kurze Übersicht weiterer Hersteller und Marken:

  • Atika
  • Black & Decker
  • Bosch
  • Einhell
  • Festool
  • Makita
  • Metabo

7.4. Was kostet eine Kappsäge?

In den Online-Shops gibt es zwar schon Kapp- und Gehrungssägen ab 60 Euro, doch bieten diese nur mäßige Qualität. Wer präzise Schnitte, einen hochwertig verarbeiteten Sägetisch und viele Einstellungsmöglichkeiten sucht, der findet im Preisniveau erst ab 150 Euro brauchbare Geräte. Multifunktions-Kappsägen, die Zug, Kapp- und Gehrungssägen, gehören in der Regel zu den hochpreisigen Modellen.

 

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