Kettensäge Vergleich 2019

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Kaufberatung zum Kettensäge Vergleich bzw. Test 2019

  • Kettensägen sind ein ideales Arbeitswerkzeug für das Fällen oder Zersägen von Bäumen. Unabhängig davon, ob Sie professionell im Wald arbeiten, lediglich im eigenen Garten Brennholz sägen oder ein paar Äste stutzen wollen, gibt es für jeden eine passende Säge auf dem Markt.
  • Viele Motorsägen unterscheiden sich bei der Antriebsart. Benzinbetriebene Kettensägen können gut im Wald eingesetzt werden und entsprechen aufgrund ihrer hohen Leistung meist Profiansprüchen. Elektrische Motorsägen und solche mit Akku sind für den Betrieb im heimischen Garten oft ausreichend.
  • Da der Umgang mit der Kettensäge nicht ganz ungefährlich ist, sollten Sie, bevor Sie diese einsetzen, unbedingt einige Sicherheitsmaßnahmen treffen und sich mit den gängigsten Sicherheitsregeln vertraut machen.

Kettensäge Test

Viele Menschen träumen von einem schönen Garten, aber nicht jeder kann sich diesen Traum erfüllen. Wer allerdings zu den Glücklichen gehört, die in idyllischer Atmosphäre draußen hinterm Haus der Ruhe der Natur lauschen oder dort Grillpartys mit Freunden veranstalten können, der weiß, dass man zur Bewahrung des schönen Grüns an der regelmäßigen Gartenarbeit nicht vorbeikommt. Rasenmähen, Hecke schneiden, Unkraut jäten und Blumen gießen. Aber als wäre das nicht schon genug, so müssen von Zeit zu Zeit auch Bäume gestutzt oder bei Besitz eines eigenen Ofens Feuerholz gesägt werden.

Wer diese Arbeiten gerne selbst erledigen möchte oder wer sogar im Wald sein Brennholz beschaffen möchte (Genehmigung der Forstverwaltung oder des Waldbesitzers vorausgesetzt), der benötigt eine Motorsäge. Um im Dschungel der zahlreichen Angebote aber kühlen Kopf zu bewahren und sich letztlich für das richtige Modell zu entscheiden, sollten Sie sich vor dem Kauf umfassend informieren, welches Modell das richtige für Sie ist. Um Ihnen bei dieser Entscheidung zu helfen, bieten wir in unserem Kettensägen Test 2018 / 2019 eine umfassende Kaufberatung mit wichtigen Hinweisen, die Sie beim Kauf unbedingt beachten sollten.

1. Was ist eine Kettensäge?

Die Kettensäge, häufig einfach auch als Motorsäge bezeichnet, ist eine Säge, die mit einer scharfen Kette ausgestattet ist, die um eine Schiene läuft. In der Regel wird sie mit einem Benzin- oder Elektromotor betrieben, wodurch sie sich von einer Handkettensäge, die mit reiner Muskelkraft angetrieben wird, unterscheidet. Moderne Varianten nutzen auch Öldruck (hydraulisch) oder Druckluft (pneumatisch) für den Antrieb. Haupteinsatzgebiet ist in erster Linie die Forstwirtschaft. Aber auch bei Rettungseinsätzen, auf Baustellen oder im Freizeitbereich (Garten- und Baumpflege, Kunst) kommen Motorsägen zum Einsatz.

1.1. Einsatzgebiete der Kettensäge

Kettensägen und Kunst

Selbst im Freizeitbereich hat die Kettensäge in der Zwischenzeit Einzug gefunden. So gibt es Künstler, die kleine, besonders feine Motorsägen für die Holzbildhauerei oder Eisbildhauerei einsetzen.

Kettensäge bedienen
Waldarbeiter beim Zersägen eines Baumstammes.

Um eine effektive Forstarbeit zu gewährleisten, werden in der Forstwirtschaft seit den 1920er Jahren Kettensägen zum Fällen und Zerkleinern von Bäumen eingesetzt. Sie bildet das Haupteinsatzgebiet, für welches Motorsägen ursprünglich erfunden wurden und für das sie nach wie vor am häufigsten eingesetzt werden.

Auch im Bereich der Baumpflege finden Kettensägen Verwendung. Für das Entasten der Bäume reicht in der Regel eine kleine Kettensäge mit kompaktem Aufbau und geringer Schwertlänge aus. Im Gegensatz zur Forstarbeit wird diese Arbeit aber längst nicht mehr nur durch professionelle Facharbeiter verrichtet. Insbesondere im privaten Bereich nehmen viele Menschen die Baum- und Gartenpflege in der Zwischenzeit selbst in die Hand.

Darüber hinaus verwenden Feuerwehr und technisches Hilfswerk Motorsägen bei Rettungseinsätzen, bspw. um Menschen zu befreien, die aufgrund umgestürzter Bäume eingeklemmt sind (z. B. im Auto).

1.2. Wie ist eine Kettensäge aufgebaut und wie funktioniert sie?

Sowohl Aufbau als auch Funktionsweise einer Kettensäge sind, unabhängig davon, ob ein Verbrennungsmotor oder Elektromotor verbaut ist, normalerweise immer gleich. Sie setzt sich aus einem Motorengehäuse mit Griffen und dem Sägeblatt zusammen. Im Inneren des Motorengehäuses ist der Motor verbaut, der (bei Benzinmotoren) mit einem Seilzug gestartet wird. Aus dem Gehäuse ragt das Sägeblatt hervor, das von einer Sägekette mit scharfkantigen Sägezähnen umschlossen ist.

Die Kette wird mittels einer sogenannten Fliehkraftkupplung angetrieben. Sie läuft um das Sägeblatt in einer Nut (Vertiefung im Material in Form einer schmalen Rinne). An der Spitze des Sägeblattes befindet sich eine drehbare Rolle, die auch als Umlenkstern bezeichnet wird. Sie ist neben der Verwendung von Kettenschmieröl für die Verringerung des Verschleißes verantwortlich.

2. Welche Kettensägen-Typen gibt es?

Was ist ein Hochentaster?

Ein Hochentaster, auch Astkettensäge oder Teleskop-Kettensäge genannt, ist eine spezielle Form der Kettensäge, mit der Sie hoch in den Bäumen Äste schneiden können. Zu diesem Zweck besitzt der Hochentaster einen langen ausfahrbaren Teleskopstiel. Im Gegensatz zu konventionellen Motorsägen ist eine solche Astkettensäge allerdings recht klein. Dies ist bezogen auf ihr Verwendungsgebiet aber kein Nachteil, sondern ein Vorteil, da sie bei geringem Gewicht wendig und flexibel einsetzbar sein sollte.

Es existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Kettensägen, die z. T. als Sonderformen (z. B. Hochentaster) nur für sehr spezielle Einsätze geeignet sind. Sie werden meist weniger durch ihre Antriebsart als vielmehr durch ihre besondere Verwendungsweise unterschieden. Für den professionellen Einsatz in Wald und Garten, auf Baustellen oder für den Privatgebrauch werden eher konventionelle Geräte verwendet, die sich nach Art ihres Antriebs unterscheiden lassen:

  • Benzin-Kettensägen
  • Elektro-Kettensägen

Elektro-Kettensägen können noch weiter unterteilt werden in:

  • elektrische Kettensägen mit Kabel
  • elektrische Kettensägen mit Akku

Da Akku-Kettensägen sich in der Leistung von anders angetriebenen Typen unterscheiden und im Gegensatz zu elektrischen Motorsägen mit Kabel unabhängig von einer Stromquelle eingesetzt werden, sollen sie im Kettensägen Vergleich Ratgeber in einer eigenen Kategorie vorgestellt werden.

2.1. Benzin-Kettensäge

Kettensäge einstellen
Benzinbetriebene Kettensäge von Dolmar.

Benzinbetriebene Motorsägen besitzen in der Regel einen Zwei-Takt-Verbrennungsmotor, der mit einem Benzin-Öl-Gemisch betrieben wird und über einen Seilzug gestartet wird. Während das Benzin für den ordnungsgemäßen Betrieb der Benzin-Motorsäge verantwortlich ist, übernimmt das Schmieröl in diesem Gemisch die Aufgabe, alle beweglichen Bauteile des Motors ausreichend zu schmieren. Die Verwendung von Zwei-Takt-Motoren bietet sich vor allem für kleinere benzinbetriebene Gartengeräte an, wie bspw. Rasentrimmer, Rasenmäher oder Motorsensen.

Benzin-Motorsägen können aufgrund ihrer Kraftstoffversorgung ortsunabhängig und mobil eingesetzt werden. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn Sie einen großen verwinkelten Garten haben oder Ihr Brennholz direkt im Wald sägen wollen. Auch was die Leistungsfähigkeit angeht, ist die Benzin-Kettensäge bisher noch unerreicht. Allerdings sind sie sehr laut und durch den Ausstoß von Abgasen nicht sonderlich umweltfreundlich.

Da benzinbetriebene Kettensägen sehr hohe Leistungen erzielen können, eignen sie sich vor allem für schwere Holz- und intensive Sägearbeiten. Viele Benzin-Motorsägen sind für den Profigebrauch geeignet und kommen beim Fällen und Rückschnitt großer Bäume zum Einsatz. Doch auch für das Zersägen von Brennholz eignen sich Benzin-Motorsägen. Wer bspw. Holz in einer Größenordnung von etwa 30 Raummetern bearbeiten will, könnte dafür eine mittelstarke Benzin-Motorsäge mit einer Leistung von 2,5 bis 3,5 Kilowatt einsetzen.

  • hohe Leistung
  • geringer Verbrauch
  • mobil und ortsunabhängig einsetzbar
  • lange Einsatzzeiten möglich
  • für den Profigebrauch geeignet
  • meist hohes Gewicht
  • sehr laut
  • erzeugt Abgase

2.2. Elektro-Kettensäge

Kettensäge Schwert
Günstige Kettensäge von Makita mit Elektromotor und Kabel.

Elektro-Kettensägen werden mit einem Elektromotor angetrieben. Im Gegensatz zu Benzin-Motorsägen sind elektrische Motorsägen von einer Stromquelle abhängig, so dass sie weit weniger flexibel einsetzbar sind. Was die Kraft angeht, so ist eine Elektro-Kettensäge aber durchaus in der Lage, zumindest mit einfachen Benzin-Kettensägen mitzuhalten.

Elektrosägen sind in der Regel leichter und deutlich leiser. Obgleich die Handhabung aufgrund des vorhandenen Kabels nicht ideal ist, zeichnen sich elektrische Geräte durch Handlichkeit und dadurch verbundene Benutzerfreundlichkeit aus. Außerdem sind sie sehr umweltfreundlich, da sie für den Betrieb kein Benzin, sondern lediglich Kettensägenöl zum Schmieren der Kette benötigen. Somit fallen bei Verwendung keine Emissionen und Abgase an.

Eingesetzt werden kann eine elektrische Kettensäge vor allem bei leichten oder mittelschweren Sägearbeiten. Die Anschaffung einer elektrischen Kettensäge lohnt sich insbesondere, wenn es um die Bearbeitung privater Gärten geht. Das Schneiden von Bäumen oder Ästen mit bis zu 30 Zentimeter Durchmesser ist mit Geräten mit einer Leistung von ca. 1.800 Watt problemlos möglich.

  • handlich
  • umweltfreundlich und emissionslos
  • leise
  • unbegrenzte Einsatzzeit
  • recht leicht
  • Stromkabel und dadurch ortsgebundener Einsatz
  • weniger leistungsstark

2.3. Akku-Kettensäge

Kettensägenöl
Akku-Kettensäge von Bosch mit 36-Volt-Lithium-Ionen-Akku.

Dank hochwertiger 36-Volt-Lithium-Ionen-Akkus wird die elektrische Kettensäge zunehmend mobil. Der Einsatz von Akkus erlaubt einen flexibleren und ortsunabhängigeren Einsatz elektrischer Sägen. Allerdings besitzt die Akku-Kettensäge eine deutlich geringere Leistungsfähigkeit als Elektro-Sägen mit Kabel oder Benzin-Motorsägen.

Insbesondere die Haltbarkeit der Akkus spielt dabei eine entscheidende Rolle. Häufig ist diese stark begrenzt, so dass Sie mit Ihrer Kettensäge nur Äste schneiden können, die einen Durchmesser von ca. 20 Zentimeter nicht wesentlich überschreiten. Auch beim Sägen von Bäumen muss darauf geachtet werden, dass diese keinen allzu großen Durchmesser aufweisen, da viele Akkus gerade einmal zehn Minuten Dauersägen durchhalten. Für die professionelle Anwendung spielen Akku-Kettensägen daher keine herausragende Rolle.

Für einfache Sägearbeiten im Garten ist das Gerät aber gut geeignet, insbesondere dann, wenn Sie durch die Anschaffung eines Zweitakkus die Einsatzzeit auf 20 Minuten steigern.

  • flexibel und ortsunabhängig einsetzbar
  • sehr leicht
  • handlich
  • umweltfreundlich und emissionslos
  • geringe Leistung
  • Akkulaufzeit stark begrenzt
  • nicht für den Profigebrauch geeignet

3. Kaufkriterien für Kettensägen: Darauf müssen Sie achten

3.1. Einsatzzweck

Kettensäge Äste schneiden
Mit der Motorsäge gesägtes Brennholz für den hauseigenen Ofen.

Wenn Sie sich eine Kettensäge kaufen wollen, sollten Sie sich vorab unbedingt überlegen, für welchen Zweck Sie eine solche Anschaffung tätigen. Denn abhängig davon, wofür Sie Ihre Motorsäge einsetzen wollen, empfehlen sich unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Antriebsarten. Wollen Sie mit Ihrer Säge bspw. Bäume im Wald sägen, lohnt sich in jedem Fall die Anschaffung einer Benzin-Kettensäge, da Sie mit ihr ortsunabhängig über einen längeren Zeitraum arbeiten können. Auch Harthölzer wie Buche oder Eiche können mit benzinbetriebenen Motorsägen problemlos gesägt werden.

Haben Sie hingegen überwiegend oder ausschließlich Arbeiten im Garten zu erledigen, können Sie auch auf Elektro- oder Akku-Motorsägen zurückgreifen. Diese sind von der Leistung her meist schwächer als Benzinsägen, allerdings reichen sie für das Schneiden von Ästen oder Bäumen mit einem Durchmesser von ca. 30 Zentimeter vollkommen aus. Auch beim Brennholzsägen reicht in der Regel eine Elektro-Kettensäge. Bei großen Mengen (z. B. 30 Raummetern) sollten Sie allein aus Zeitgründen aber lieber auf eine Benzinsäge zurückgreifen.

3.2. Leistung und Schwertlänge

Die Leistung von Motorsägen wird in Watt, veraltet manchmal auch noch in PS (Pferdestärken) angegeben. Prinzipiell können Sie sich zur Orientierung merken, dass 1.000 Watt (ein Kilowatt) in etwa 1,3 PS entsprechen. Generell gilt: Je mehr Watt ein Gerät hat, umso leistungsstärker ist es auch.

Tipp: Machen Sie bei Ihren Kauf nicht zu sehr von der Leistung abhängig. Die Leistungsfähigkeit einer motorisierten Säge muss nicht massiv über den Anforderungen, die an das Gerät gestellt werden, liegen. Das bedeutet, dass Sie bspw. für kleinere Gartenarbeiten keine Profi-Benzin-Säge mit 6.000 Watt Leistung benötigen.

Gleiches gilt auch für die Schwertlänge. Für den privaten Gebrauch im Garten reicht in der Regel eine Schwertlänge von 30-40 Zentimeter bei einer Leistung von 1.500-2.500 Watt aus. Für das Sägen von Bäumen empfiehlt sich hingegen eine Leistung von ca. 3.000 Watt und eine entsprechend größere Schwertlänge. Profigeräte für das Fällen sehr dicker Bäume im Wald erreichen z. T. bis zu 7.000 Watt mit Schwertlängen von bis zu 75 Zentimeter.

3.3. Kettengeschwindigkeit

Die Kettengeschwindigkeit gibt an, wie schnell die Sägekette sich um das Schwert der Kettensäge bewegt. Je mehr Meter die Sekunde die Kette dabei zurücklegt, desto schneller kann die Säge das Holz zersägen. Die Angaben der Hersteller sind dabei auf den Leerlauf bezogen, so dass abhängig von der Holzart die Sägegeschwindigkeit variieren kann.

3.4. Gewicht und Handhabung

Auf diese beiden Punkte sollten Sie in jedem Fall genau achten. Ist die Kettensäge für Sie nämlich zu schwer, begeben Sie sich bei der Arbeit in unnötige Gefahr, da ein ordnungsgemäßes Führen der Säge kaum mehr möglich ist.

Prinzipiell gelten Modelle mit mehr als fünf Kilogramm Gewicht als eher schwer. Wenn Sie die Arbeit mit einem solchen Gewicht nicht gewohnt sind und Sie nicht täglich Gebrauch von ihr machen, sollten Sie sich eher eine leichte Kettensäge mit geringerem Gewicht (drei bis vier Kilogramm) anschaffen.

Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Motorsäge leicht zu warten ist. Im Idealfall sollte vor allem ein werkzeugloses Spannen der Kette möglich sein. Dies erleichtert den Arbeitsprozess erheblich.

3.5. Zubehör und Ersatzteile

Sägebock für Kettensäge
Ein Sägebock dient der Ruhigstellung des zu bearbeitenden Sägegutes.

Sie erhalten für Ihre Kettensäge Ersatzteile und Zubehör zu den meisten gängigen Modellen entweder direkt beim Hersteller oder in verschiedenen Online-Shops.

Als Zubehör könnten Sie sich für bequemes und komfortables Brennholzsägen außerdem einen Sägebock für Ihre Kettensäge anschaffen. Dies ist aber nur sinnvoll, wenn das Sägen von Brennholz eine der prioritären Aufgaben ist, die Sie mit Ihrer Motorsäge angehen wollen.

professionelle-baumpflege-mit-einer-kettensage

4. Schutzvorrichtungen und Sicherheitsmaßnahmen

Kettensägen haben ein hohes Gewicht und enorm viel Kraft. In Verbindung mit ihrer Arbeitsgeschwindigkeit und der Tatsache, dass Motorsägen in kürzester Zeit Äste und Bäume zersägen können, stellen sie ein großes Gefahrenpotenzial dar, besonders, wenn man sie nicht korrekt oder ungeschult einsetzt. Neben bestimmten Verhaltensregeln und Sicherheitsmaßnahmen, die Sie vor und während des Gebrauchs dringend beachten sollten, sind moderne Motorsägen mit unterschiedlichen Schutzvorrichtungen ausgerüstet. Die wichtigsten haben wir im Kettensäge Test für Sie zusammengefasst.

4.1. Technische Schutzvorrichtungen moderner Kettensägen

Art der Schutzvorrichtung Funktion
Kettenbremse Direkt vor dem vorderen Handgriff liegt der vordere Handschutz, der gleichzeitig als Kettenschutz konstruiert ist. Schlägt die Motorsäge schlagartig zurück, wird durch Kontakt der vorderen Hand mit dem Handschutzhebel der Kettenschutz in Sekundenbruchteilen ausgelöst. Die Kette bleibt dann schlagartig stehen. Selbst bei Vollgas kann eine laufende Säge unmittelbar gestoppt werden, da die Bremsleistung die Motorleistung übersteigt.
Kettenfangbolzen Der Kettenfangbolzen ist für den Fall eines Kettenrisses verbaut worden. Tritt dieses Ereignis ein, so soll er ein Umschlagen der Kette unter dem Motorblock hindurch zum Bediener und damit verbundene mögliche Verletzungen verhindern.
Gashebelsperre Die Gashebelsperre ist eine Schutzvorrichtung, ohne die der Gashebel nicht betätigt werden kann. Sie befindet sich auf der Oberseite des hinteren Handgriffes, während sich der eigentliche Gasschalter auf der Unterseite befindet. Diese Schutzeinrichtung soll unbeabsichtigtes Gasgeben verhindern und dafür sorgen, dass ohne Gasbetätigung der Motor im Leerlauf verbleibt und die Kette entsprechend stillsteht.
Griffheizung Es gibt Modelle, die eine Griffheizung verbaut haben. Sie bewirkt, dass die Säge auch bei sehr niedrigen Temperaturen sicher geführt werden kann. Zusätzlich zum Vibrationsdämpfer ist die Griffheizung ein wichtiges Element, das wesentlich zum Gesundheitsschutz der Maschinenführer beiträgt.
Vibrationsdämpfer Vibrationsdämpfende und -absorbierende Bauteile werden bei modernen Kettensägen zum Schutz vor Durchblutungsstörungen eingesetzt. Der Einsatz solcher Bauelemente ist notwendig geworden, weil ältere Modelle, bei denen noch keine Vibrationsdämpfer verbaut wurden, bei Forstarbeitern immer wieder zu anhaltenden Durchblutungsstörungen, unter Umständen sogar zu dauerhafter Taubheit in den Fingern, geführt haben.
Handschutz Motorsägen besitzen einen doppelten Handschutz:

  • Der vordere Handschutz soll die Finger vor Kettenkontakt und damit verbundenen Verletzungen schützen. Zusätzlich löst er die Kettenbremse aus, wodurch die Kette unmittelbar in den Stillstand versetzt wird.
  • Der hintere Handschutz schützt die Hand vor allem gegen äußere Einflussfaktoren wie eine raue Stammoberfläche beim Entasten oder Äste, die von unten bei der Durchführung der Sägearbeiten stören. Außerdem bietet er ebenso wie der Kettenfang einen effektiven Schutz vor Verletzungen bei Kettenriss.
Krallenanschlag Der Krallenanschlag ist eine spitz gezackte Vorrichtung am Gehäuse des Motorblocks, der eine sichere Führung bei Fäll- und Ablängsschnitten gewährleistet. Mit seiner Hilfe kann die laufende Säge am Holz fixiert werden, was wiederum ein unkontrolliertes Ausschlagen der Säge verhindern soll.
Fliehkraftkupplung Durch den Einsatz einer Fliehkraftkupplung wird gewährleistet, dass die Sägekette erst ab einer höheren Motordrehzahl startet. Das bedeutet, dass die Kette im Standgas stillsteht.

4.2. Eigene Sicherheitsmaßnahmen

Schnittschutzhose
Eine Schutzhose sollten Sie immer tragen, wenn Sie mit Ihrer Motorsäge arbeiten wollen.

Zusätzlich zu den Schutzmechanismen, die in modernen Kettensägen verbaut sind, sollten Sie unbedingt einige Sicherheits- und Verhaltensregeln beachten, wenn Sie Ihre Kettensäge bedienen wollen. Unerlässlich ist in jedem Fall das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung. Für Waldarbeiter gilt sogar die PSA-Forst-Vorschrift (Persönliche Schutzausrüstung für Forstwirte), die aus Schnittschutzhose, Schnittschutzjacke, Sicherheitsschuhen, Schutzhandschuhen und Schutzhelm mit Visier und Gehörschutz besteht.

Darüber hinaus sollten Sie folgende Sicherheitsregeln beachten:

  • Spannung der Sägekette einstellen: Bevor Sie an die Arbeit gehen, sollten Sie Ihre Kettensäge einstellen bzw. die alten Einstellungen überprüfen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang vor allem die richtige Spannung der Sägekette. Achten Sie darauf, dass die Kette immer so gespannt ist, dass sie im kalten Zustand direkt am Schwert anliegt, aber trotzdem gerade noch weitergezogen werden kann. Da sich die Kette infolge der Wärmeentwicklung beim Sägen ausdehnt, kann ein Nachspannen erforderlich sein.
  • Korrekte Leerlaufdrehzahl einstellen: Die Einstellung der Leerlaufdrehzahl muss ebenfalls beachtet werden. Stellen Sie die Drehzahl so ein, dass Ihre Motorsäge im Standgas verbleibt (nicht ausgeht), ohne ein Mitdrehen der Kette zu verursachen.
  • Motorsäge anstellen: Motorsägen sollten immer nur vom Boden aus und bei eingelegter Kettenbremse gestartet werden.
  • Motorsäge halten: Zur richtigen Kontrolle halten und führen Sie die Motorsäge immer mit beiden Händen. Die linke Hand ist dabei am vorderen Haltegriff so positioniert, dass die Kettenbremse sauber auslösen kann.
  • Nutzung der Kettenbremse: Wichtig ist, dass Sie nach jedem Schnitt die Kettenbremse einlegen, um die Gefahr von Verletzungen zu minimieren. Erst wenn Sie die Säge entsprechend neu positioniert haben, sollten Sie die Kettenbremse lösen und Ihren nächsten Schnitt machen.
  • Freier Gefahrenbereich und sichere Arbeitshöhe: Achten Sie darauf, dass sich im Umkreis von zwei Metern um Sie herum niemand aufhält. Dieser Bereich wird auch als Schwenkbereich der Kettensäge bezeichnet. Darüber hinaus sollte keinesfalls über Schulterhöhe gesägt werden, da das sichere Führen des Arbeitsgerätes nicht mehr uneingeschränkt möglich ist.

Achtung: Beachten Sie unbedingt, dass sich Sägeketten nach Benutzung und während des Abkühlungsprozesses zusammenziehen. Um einen Riss zu vermeiden, sollten Sie die Kette nach dem Gebrauch wieder etwas entspannen.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Kettensägen

5.1. Seit wann gibt es Kettensägen?

Das Prinzip der Kettensäge geht bis in das 19. Jahrhundert zurück. Zwar wurden die ersten Motorsägen zum Fällen von Bäumen im Wald erst in den 1920er Jahren gebaut, allerdings nutzte bereits der deutsche Arzt Bernhard Heine 1830 die Idee einer um eine Schiene laufenden Sägekette für seine handbetriebenen Knochensägen (Osteotome).

Ende der 1920er Jahre wurden die ersten Motorkettensägen mit Benzinantrieb für die Arbeit im Wald gebaut. Die damalige Technik erlaubte allerdings vorerst lediglich die Entwicklung riesiger Geräte, die sehr schwer waren und von zwei Männern bedient werden mussten. Wog das erste Zweimannmodell noch über 60 Kilogramm, war in den Folgejahren die Entwicklung hin zu verbesserten und leichteren Maschinen das primäre Ziel. Mit dem Bau der ersten im Wald einsetzbaren Motorsäge hatte sich ein Prozess in Gang gesetzt, der nicht mehr aufzuhalten war.

Im Jahr 1950 wurde schließlich die erste Einmann-Motorsäge hergestellt. Auch sie war zu Beginn sehr schwer. Noch 1959, nach einigen Jahren der Weiterentwicklung, lag ihr Gewicht bei ca. zwölf Kilogramm. Heute sind Motorsägen hingegen meist deutlich leichter. Eine kleine Motorsäge wiegt mittlerweile zwischen vier und fünf Kilogramm. Starkholzsägen erreichen ein Gewicht zwischen sieben und neun Kilogramm.

5.2. Welche Kettensägenhersteller gibt es und welche Kettensäge ist die beste?

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Kettensägenhersteller und Produkte. Zu den besten und bekanntesten gehören Marken wie Stihl, Bosch, Dolmar, Husqvarna, Einhell, Makita, McCulloch, Makita oder Ryobi. Viele dieser Hersteller bieten unterschiedliche Modelle an, die in unterschiedliche Preissegmente fallen und für verschiedene Einsatzzwecke vorgesehen sind. Welches die beste Kettensäge ist, lässt sich daher pauschal nicht beantworten.

Zunächst müssen Sie sich über den Einsatzzweck im Klaren sein, bevor Sie anhand der oben aufgestellten Kriterien Ihre Kaufentscheidung treffen. Suchen Sie besonders leistungsstarke Geräte, mit denen Sie im Wald professionell arbeiten wollen, sollten Sie nach Benzin-Kettensägen mit Leistungen von über drei Kilowatt und Schwertlängen von über 40 Zentimeter Ausschau halten. Wollen Sie hingegen hauptsächlich im Garten arbeiten, reichen Elektro- oder Akku-Motorsägen mit ca. zwei Kilowatt und einer Schwertlänge von 30-40 Zentimeter vollkommen aus.

5.3. Wurden Kettensägen bei der Stiftung Warentest getestet?

Die Stiftung Warentest hat in ihrem Kettensägen Test der Ausgabe 09/2013 insgesamt zwölf Kettensägen getestet. Fünf Exemplare davon waren mit Benzinmotor ausgestattet, vier mit Elektromotor (und Kabel) und drei liefen über den Akkubetrieb. Bei allen Antriebsarten gab es gute Geräte, aber einige wiesen relevante Sicherheitsmängel auf. Kettensägen Testsieger wurde die Benzin-Kettensäge Husqvarna 435, die bei den getesteten Kriterien Sägen, Handhabung, Sicherheit, Umwelt und Gesundheit mit der Gesamtnote 1,9 abschloss.

Generell lagen im Kettensägen Test der Stiftung Warentest im Bereich Sägeleistung vor allem die Benzin-Sägen vorne. Auch bei der Sicherheit konnten die meisten Benzin-Modelle punkten. Elektro- und Akkusägen schnitten im Bereich Umwelt und Gesundheit überwiegend gut ab. Als Fazit werden für die Arbeit im Wald ausschließlich Benzinmodelle empfohlen. Im eigenen Garten können auch Elektro- und Akku-Motorsägen eingesetzt werden, wobei Akku-Modelle aufgrund ihrer geringen Kraft und einer Akkulaufzeit von nur sechs bis zehn Minuten als kaum lohnenswert bewertet wurden.

5.4. Wann darf man eine Kettensäge benutzen?

Sehr häufig gibt es Verwirrung darüber, ob man als Privatperson eine Kettensäge ohne spezielle Ausbildung einfach einsetzen darf. Generell lässt sich dazu sagen, dass jeder, der auf seinem eigenen Grundstück oder Waldstück eine Kettensäge einsetzen will, keinen speziellen Schein oder Ähnliches dafür benötigt.

Anders verhält es sich aber, wenn eine Kettensäge in öffentlichen Wäldern, für den beruflichen Gebrauch oder auf Grundstücken Dritter eingesetzt werden soll. Dann ist ein Kettensägenschein absolute Voraussetzung. Generell kann jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und sich bei guter Gesundheit befindet, einen entsprechenden Kurs absolvieren.

Tipp: In einem Kettensägenscheinkurs lernt man wichtige Details und Sicherheitsregeln für den richtigen Umgang mit der eigenen Säge. Vor diesem Hintergrund ist er jedem Nutzer zu empfehlen, da dadurch das Unfallrisiko massiv gemindert wird. Der Besuch entsprechender Kurse ist je nach Anbieter unterschiedlich kostenintensiv. In vielen Fällen belaufen sich die Kosten auf etwas über 100 Euro.

5.5. Wie schärfe ich meine Kettensäge richtig?

Um die einwandfreie Funktion Ihrer Motorsäge zu gewährleisten, sollten Sie von Zeit zu Zeit die Sägekette schärfen. Dazu benötigen Sie eine Schärfhilfe, eine Flachfeile und eine Rundfeile. Zunächst spannen Sie Ihre Kettensäge mit einem Maschinenschraubstock ein, dann legen Sie die Schärfhilfe auf einen der Sägezähne. Achten Sie dabei darauf, dass diese korrekt einrastet. Anschließend können Sie die Rundfeile auf die Schärfhilfe legen und anfangen die Sägezähne zu schärfen. Dabei bewegen Sie die Feile immer nur von der Innenseite des Schneidezahns zur Außenseite (beim Zurücksetzen die Feile anheben). Nachdem Sie die Schneidzähne geschärft haben, müssen Sie unter Zuhilfenahme der Schärfhilfe mit der Flachfeile anschließend die Tiefenbegrenzer überprüfen und ggf. abfeilen.

Wie Sie die Kette Ihrer Kettensäge richtig schärfen, können Sie ausführlich nochmals in nachfolgendem Video sehen:

 

 

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