Kaufberatung zum Elektro-Kettensäge Test bzw. Vergleich 2019

  • Eine Elektro-Kettensäge besticht durch ihre umweltfreundliche Betriebsart und geringe Lautstärkeentwicklung. Sie kann zudem auch mehr leisten als eine Akku-Kettensäge, ist der kraftvollen Benzin-Motorsäge aber natürlich unterlegen.
  • Für das Zerkleinern von Brennholz und nicht allzu großen Baumstämmen ist die Elektro-Kettensäge genauso geeignet wie für das Beschneiden von Hecken und Bäumen. Die Bewegungsfreiheit wird durch das Kabel für die ständige Stromversorgung eingeschränkt.
  • Da sie keinen Benzintank oder Akku integriert hat, ist die Elektro-Kettensäge im Vergleich besonders leicht, was für die Handhabung sehr angenehm ist. Trotzdem ist beim Gebrauch das Tragen von Schutzkleidung dringend anzuraten.

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Mit der Kettensäge wird oft schwere Arbeit verbunden, bei der vorzugsweise im Wald Bäume gefällt und dann zersägt werden. In Horrorfilmen ist sie zudem eine öfters genutzte Waffe, die dem dortigen Meuchelmörder durch ihren ratternden, durchdringenden Klang eine noch gruseligere Aura gibt. Doch dabei wird manchmal verkannt, dass sie auch in der Gartenarbeit für weitaus banalere Aufgaben verwendet wird, ohne dass Sie gleich zum Förster oder Killer werden müssten.

Allein zwischen Januar und April 2010 wurden in Deutschland Kettensägen im Wert von fast 68 Mio. Euro gekauft (Quelle: GfK). Dabei gibt es in puncto Bauweise die Auswahl zwischen drei Energieversorgungen. Neben Benzin- und Akku-Kettensägen können Sie auch stromkabelgeführte Elektro-Kettensägen kaufen. Außer der Kraftquelle spielen auch noch weitere Kategorien wie etwa Leistung und Handhabung eine Rolle, die wir in der Kaufberatung unseres Elektro-Kettensägen-Vergleichs 2019 für Sie in Relation mit Ihren Anforderungen setzen.

1. Strom statt Benzin – Vorteil bei der Handhabung, Nachteil bei der Power

Kettensägenschein

Ja, Sie können, wenn Sie volljährig sind, auch einen Führerschein für die Kettensäge (auch Brennholz-Führerschein) machen. Sie müssen es sogar, wenn Sie in öffentlichen Wäldern oder auf Grundstücken außerhalb Ihres eigenen die Säge schwingen wollen. In einem zugehörigen Seminar lernen Sie den richtigen Umgang mit dem Werkzeug, wie Sie richtig sägen und was beim Schutz zu beachten ist. Je nach Umfang der Kurse kostet das ab 100 Euro aufwärts.

Vorab sei gesagt: Vom Aufbau her unterscheidet sich der Elektro-Kettensägen-Testsieger nicht von seinen Benzin- oder Akku-Gegenstücken. Ganz grundsätzlich verfügt auch die strombetriebene Motorkettensäge über ein metallisches Blatt (auch Schwert oder Schiene genannt), das rundherum an der Außenkante eine Nut hat.

Diese Nut ist das Element am Metallblatt, auf das die Sägekette gelegt wird. Sie ist das eigentliche Schneidewerkzeug jeder Motorsäge. Sie ist kein starrer Ring, sondern besteht aus mehreren Gliedern, die sich durch das Material schneiden. Die Schwertlänge bestimmt auch, welche Maße die Kette haben muss.

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Mittelgroße Baumstämme sind für die Elektro-Kettensäge kein Problem.

Die Antriebsspule, die die Sägekette zum schnellen Rotieren bringt, ist – wie der Rest des Motors – im Gehäuse der Kettensäge aufgehoben. Dort befindet sich auch die Sicherheitsbremse, die die Kette innerhalb kürzester Zeit nach der Abschaltung stoppt. An der Außenseite finden Sie Griffe, damit Sie das Gerät händisch präzise steuern können.

Meistens gibt es einen größeren Griffbogen, in dem gleichzeitig auch der Starterknopf per Handdruck betätigt werden muss, sowie einen Griff auf dem Gehäusedach. Am hinteren Ende ragt dann noch das Stromkabel aus der Elektro-Kettensäge heraus. Da sie permanent auf Strom angewiesen ist, müssen Sie immer eine Quelle für die Elektrizität in Reichweite haben. So wird Ihr Aktionsradius mitunter etwas beschränkt und die Gefahr, auf das Kabel zu treten, ist auch ein steter Begleiter.

Das Gewicht erweist sich bei einer Elektro-Kettensäge als günstig, wenn Sie damit stundenlang Holzstämme kürzen und zu Kaminholz zerkleinern oder kleinere Bäume beschneiden müssen. Da sie keinen Benzintank oder Akku tragen muss, kann sie leicht und handlich gebaut werden, was Ihrer Ausdauer beim Arbeiten zugutekommt.

Zudem liefert die Elektro-Kettensäge beste Voraussetzungen für eine harmonische Nachbarschaft, da sie in Sachen Lautstärke deutlich weniger lärmt als Benziner-Sägen. Deren Verbrennungsmotor ist zwar leistungsfähiger und alternativlos, wenn Sie besonders dicke Hölzer bearbeiten müssen, doch wenn Sie diese Ansprüche nicht haben, schonen Sie die Umwelt mit dem Elektrowerkzeug deutlich mehr. Elektro-Kettensägen gibt es außerdem gelegentlich bei Discountern wie Lidl oder Aldi im Angebot.

Gut geölt: Damit das Gartengerät den Baumstamm durchsägen kann, braucht es nicht nur ordentlich Watt. Die Kette benötigt zum Schneiden spezielles Kettenöl als Schmiermittel. Dafür hat die Elektro-Kettensäge einen Behälter verbaut. Das Tankvolumen bewegt sich meist zwischen 100 und 200 ml und der Füllstand muss regelmäßig kontrolliert werden. Der Natur zuliebe sollten Sie ein Kettenöl mit Umweltzeichen wie dem „Blauen Engel“ verwenden, das biologisch abbaubar, ungiftig und ungefährlich für Gewässer ist.

2. Akku für Kurzeinsätze, Benzin für schwere Missionen – diese Alternativen gibt es

Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 09/2013 einen genaueren Blick auf die verschiedenen Kettensägen-Arten diverser Marken und Hersteller geworfen und dabei auch einen Elektro-Kettensägen-Test durchgeführt und eine beste Elektro-Kettensäge gekürt. Dabei bot das Gros der Produkte eine nur durchschnittliche Sägeleistung, punktete aber mit geringem Lärm und dem Fehlen von Abgasen. In unserer Tabelle erklären wir Ihnen die Argumente für und gegen Motorsägen mit Benzinmotor und Akkubetrieb.

Kettensägentyp Beschreibung
Benzin

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Wie schon angedeutet, können Elektro-Kettensägen den Test gegen allzu massive Baumstämme nur schwerlich bestehen. Eine Benzin-Kettensäge ist der kräftigste Vertreter seiner Zunft und bietet Ihnen die größte Mobilität, wenn Sie etwa im Wald arbeiten. Es braucht kein Kabel und keinen Stromanschluss, um den Akku aufzuladen, stattdessen nur genug Benzin und Öl.

Neben dem weit höheren Lärmpegel erkaufen Sie sich diese Vorteile allerdings auch durch ein höheres Gewicht, das gerade bei längerer Anwendung ordentlich auf die Muskeln geht. Zudem sind die ausgestoßenen Abgase ungesund für die Umwelt und Sie selbst.

Akku

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Wollen Sie kleine Bäume und Hecken stutzen oder kleinere Sägearbeiten durchführen, eignet sich die Akku-Kettensäge. Sie punktet ebenfalls durch ihr geringes Gewicht und eine milde Geräuschentwicklung. Der Akku hat allerdings auch zur Folge, dass die Leistung und die damit verbundene Schnittstärke nicht so hoch sind wie bei den anderen Typen.

Im Dauerbetrieb hält der Akku etwa 1,5 Stunden bzw. 100 – 150 Schnitte. Danach ist eine ein- bis zweistündige Ladezeit erforderlich. Diese können Sie mit einem Ersatzakku umgehen. Dieser erfordert aber meist einen Zusatzkauf.

Safety first: Die Kettengeschwindigkeit bei Elektrokettensägen kann gut und gerne 18 Meter pro Sekunde betragen. Nicht auszudenken, wenn sie in vollem Lauf mit Ihren Beinen in Berührung kommt. Um das Verletzungsrisiko zu verringern, ist das Tragen von Schutzkleidung anzuraten:

Neben Sicherheitsschuhen und Handschuhen ist auch eine Schnittschutzhose wichtig für Ihr körperliches Wohl. Zu empfehlen ist auch das Tragen eines Forsthelms gegen herabstürzende Äste und das Aufsetzen von Gehörschutz und Schutzbrille gegen Lärm und umherfliegende Späne. Sind diese besonders fein oder ist Staubentwicklung zu erwarten, bietet sich auch eine Atemschutzmaske an. Letztere ist ein unbedingtes Muss, wenn Sie Buchen- oder Eichenholz zersägen, da deren Stäube als krebserregend gelten.