Kaufberatung zum Backofen Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Moderne Backöfen zeichnen sich durch eine hohe Energieeffizienz aus und bieten eine Vielzahl hilfreicher Zusatzfunktionen.
  • Selbstreinigungsfunktionen wie Pyrolyse, Katalyse und Hydrolyse übernehmen das Reinigen des Backofens nach dem Kochen. Am effektivsten ist dabei die Pyrolyse, bei der verbleibende Speisereste bei hoher Temperatur zu Asche verbrannt werden.
  • Besonders für Familien mit Kindern spielt beim Backofen auch die Sicherheit eine essenzielle Rolle. Achten Sie daher beim Kauf eines neuen Geräts auf eine Kindersicherung und eine spezielle Sicherheitsverglasung.

Backofen-Test

Ein Backofen darf neben Kühlschrank und Geschirrspüler in keiner Küche fehlen, denn damit lassen sich Speisen individuell und auf den Punkt zubereiten. Dank moderner Technik beherrschen die Geräte heutzutage schonende Brat- und Garverfahren, Grillen auf Zeit und ersetzen sogar den Dampfgarer. Ein besonders praktisches Extra bei vielen Backöfen ist zudem die Selbstreinigungsfunktion, die Ihnen ein langwieriges Putzen nach dem Kochen erspart.

Wer sich einen neuen Backofen kaufen möchte, steht angesichts der vielen Hersteller und Auswahlkriterien jedoch häufig vor einer schwierigen Wahl. In unserer heimwerker.de-Kaufberatung zum Backofen-Vergleich 2021 erklären wir Ihnen die Unterschiede zwischen den einzelnen Backofen-Kategorien und zeigen, über welche Basis-Funktionen ein guter Backofen verfügen sollte. Außerdem beantworten wir in der FAQ am Ende des Artikels die wichtigsten Fragen rund um das Thema Backofen.

1. Welche Arten von Backöfen gibt es?

Elektrobackofen

Elektrobacköfen finden sich in den meisten Küchen und sind die am häufigsten benutzte Backofenart.

Wenn Sie vorhaben, einen Backofen zu kaufen, sollten Sie sich vorab Gedanken machen, welchen Typ (z. B. einen autarken Backofen oder ein Modell zum Einbauen) Sie bevorzugen. Denn Backofen ist nicht gleich Backofen und die einzelnen Arten gehen mit verschiedenen Funktionen einher und ermöglichen außerdem unterschiedliche Garergebnisse. Daneben richtet sich die Entscheidung auch immer nach den Gegebenheiten in Ihrer Küche, denn nicht immer ist für den gewünschten Backofen auch der entsprechende Platz vorhanden.

1.1. Elektrobackofen

Elektrobacköfen sind die am meisten verbreitete Backofenart und in den meisten Wohnungen und Häusern anzutreffen. Sie werden an eine Starkstrom-Leitung angeschlossen und besitzen meist eine ganze Reihe verschiedener Garstufen. Backöfen mit Umluftfunktion heizen den Garraum gleichmäßig auf und lassen sich exakt regulieren.

    Vorteile
  • günstig in der Anschaffung
  • in jeder Küche nutzbar
  • leicht zu reinigen
  • zum Warmhalten von Speisen geeignet
    Nachteile
  • lange Aufheizzeit
  • hohe (Strom)-Kosten

1.2. Gasbackofen

Gasbacköfen werden, wie es der Name schon vermuten lässt, mit Gas betrieben, welches zum Zwecke der Hitzeentwicklung verbrannt wird. Hierzulande muss ein Gasbackofen in der Regel an eine Gassteckdose angeschlossen werden, in anderen Ländern ist allerdings auch der Betrieb mithilfe einer Gasflasche gebräuchlich. Aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz und den niedrigen Gaspreisen entstehen bei Gasbacköfen vergleichsweise geringe Folgekosten.

    Vorteile
  • kein Vorheizen notwendig
  • schnelles Aufheizen
  • geringe Energiekosten
  • günstig im Unterhalt
    Nachteile
  • schwierige Temperaturregulierung
  • teuer in der Anschaffung
  • kein Warmhalten von Speisen möglich
  • Sicherheitsrisiko durch offenes Feuer

1.3. Induktions-Backofen

Induktions-Backöfen erzeugen im Gegensatz zu anderen Backofenarten die Wärme direkt im Geschirr, so dass die Hitze nicht nur von außen auf das Gargut einwirkt. Für die Umsetzung der Technik wurde die Heizspirale mit einem Induktionseinsatz kombiniert, der auf die mitgelieferte Bratenform gesetzt oder an der Backofenrückwand eingerastet wird. Das Gerät schaltet automatisch in den Induktionsmodus und erzeugt ein oszillierendes Magnetfeld, das ohne Energieverlust die Glaskeramikplatte durchdringt und auf diese Weise in der Bratenform Wärme erzeugt.

Heimwerker.de-Hinweis: Für die Nutzung von Induktionsbacköfen benötigen Sie Geschirr mit ferromagnetischen Eigenschaften, welches mit einem entsprechenden Symbol versehen ist. Sie können die Induktionseignung aber auch leicht selbst überprüfen, indem Sie einen Magneten an die Unterseite des Geschirrs halten. Bleibt er haften, ist das Geschirr ferromagnetisch und damit induktionsgeeignet.

    Vorteile
  • schnelles Auf- und Vorheizen
  • gleichmäßige Wärmeverteilung
  • geringe Hitzeabgabe an die Umgebung
    Nachteile
  • hohe Anschaffungskosten
  • spezielles Kochgeschirr erforderlich

1.4. Mini-Backofen

Kleine Mini-Backöfen zeichnen sich in erster Linie durch ihre geringe Größe aus und stellen damit vor allem in kleinen Küchen eine gute Alternative zum herkömmlichen Backofen dar. Das Garraumvolumen liegt meist zwischen 25 und 60 Litern. Mini-Backöfen besitzen zwar meist weniger Features als ihre großen Brüder, bieten aber dennoch alle wichtigen Grundfunktionen, wie beispielsweise Ober- und Unterhitze oder Umluft.

    Vorteile
  • günstig in der Anschaffung
  • platzsparend
  • geringer Stromverbrauch
    Nachteile
  • geringer Funktionsumfang
  • begrenztes Garraum-Volumen

2. Die besten Backöfen im Vergleich: Welche Funktionen benötigt ein Backofen?

Moderne Backöfen bieten heutzutage weitaus mehr als nur Grundfunktionen wie Ober- und Unterhitze. Inzwischen gehören bei den meisten Geräten neben einer Heißluft- und eine Grill-Funktion auch zahlreiche weitere Beheizungsarten zur Standard-Ausstattung. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Beheizungsarten und ihre Eigenschaften bzw. Funktionsweise sowie die zugehörigen Symbole auf dem Backofen im Überblick.

Beheizungsart / Symbole auf Backofen Eigenschaften / Funktionsweise
Ober-/Unterhitze

Ober-/Unterhitze

  • für die Zubereitung der meisten Speisen geeignet (Oberhitze z. B. zum Backen und Gratinieren, Unterhitze z. B. für Blechkuchen)
  • gleichmäßige Hitzeverteilung im Garraum
  • keine Luftzirkulation, daher trocknen Gerichte nicht aus
  • Backblech für die Nutzung erforderlich
  • bei mehreren Backblechen unregelmäßige Hitzeverteilung
Umluft

Umluft

  • Dank Ventilator gleichmäßiges Garen mehrerer Bleche möglich
  • Luftstrom kann Speisen austrocknen, daher sollten z. B. Braten möglichst nicht mit Umluft gegart werden
  • benötigt geringere Temperatur als Ober- und Unterhitze (in der Regel abzüglich 20° C bei der Backtemperatur)
Grill

Grill

  • Hitze kommt ausschließlich von oben, ist aber intensiver als bei Oberhitze
  • erzeugt leckere Röstaromen
  • Speisen können leicht verbrennen, daher sollte die Funktion nicht zum eigentlichen Garen verwendet werden
Heißluft

Heißluft

  • schonendes Garen durch Ventilator am Heizelement
  • gleichmäßige Hitzeverteilung
  • kein Vorheizen notwendig (spart Energiekosten)
Dampf

Dampf

  • gezielte Bräunung durch gleichmäßige Dampfstöße
  • Gargut wird saftig und locker, Braten bekommen eine schöne Kruste und Brotteig geht besser auf
  • Backofen mit integriertem Dampfgarer erspart die Anschaffung eines separaten Dampfgarers
Mikrowelle

Mikrowelle

  • ein Backofen mit Mikrowelle ermöglicht die Zubereitung von Convenience-Produkten
  • zum Auftauen von Speisen geeignet

3. Worauf sollte man laut gängiger Tests im Internet beim Kauf eines Backofens achten?

Kochtopf auf Ceranfeld

Backofen mit Herd und Ceranfeld: Viele Hersteller bieten ihren Backofen im Set mit Kochfeld an.

Neben der Art des Backofens und der Anzahl vorhandener Heizfunktionen gibt es noch eine Reihe weiterer Kriterien, auf die Sie achten sollten, wenn Sie sich einen Backofen zulegen wollen.

  • Das Volumen des Garraumes richtet sich nach der Menge und Größe der Speisen, die Sie in Ihrem Backofen zubereiten möchten. Während für einen Single-Haushalt oftmals schon ein Mini-Backofen völlig ausreichend ist, eignen sich für Paare Backöfen mit einem größeren Garraum von 60 bis 70 Litern. Für Familien dürfen es abhängig von der Mitgliederzahl aber durchaus auch 75 Liter oder mehr sein.
  • Die Energieeffizienzklasse kennzeichnet den Stromverbrauch von Elektrogeräten und gibt Aufschluss über deren Effizienz. Bei Elektro-Backöfen gibt es bei den Energieeffizienzklassen insgesamt sieben Stufen, von denen A+++ der beste und D der schlechteste Wert ist. Ältere Geräte werden noch nach den Stufen A bis G klassifiziert. Der konventionelle Energieverbrauch bei Backöfen mit Energieeffizienzklasse A liegt in der Regel zwischen 0,8 und 0,9 KWh (pro Backzyklus).
  • Bei den meisten Backöfen gehören standardmäßig zwei Backbleche, eine Fettpfanne und ein Grillrost zum Lieferumfang. Üblich ist auch der Verkauf eines Backofen im Set Ceranfeld und Herd. Weiteres Zubehör wie Drehspieße, Teleskopauszüge oder Dampfeinsätze können fast immer optional dazu erworben werden.
  • Die Sicherheit eines Backofens ist vor allem in Haushalten mit Kindern ein großes Thema. Die besten Backöfen sind mit einer Türverriegelung ausgestattet, die das Öffnen der Backofentür unterbindet. Zudem besitzen viele Geräte eine spezielle Verglasung, die auch bei hohen Temperaturen nicht heiß wird. Ein Einschaltschutz sorgt außerdem dafür, dass Ihr Nachwuchs den Backofen nicht versehentlich einschalten kann.

heimwerker.de-Hinweis: Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen sollten sich Kinder und Haustiere niemals unbeaufsichtigt in der Nähe des Backofens aufhalten.

4. Welche Marken und Hersteller bieten Backöfen an?

Backöfen in verschiedenster Qualität und mit unterschiedlichem Funktionsumfang (z. B. Backofen mit Mikrowelle oder Backofen mit Dampfgarer) gibt es von zahlreichen namhaften Unternehmen. Zu den bekanntesten zählen:

  • AEG
  • Neff
  • Bosch
  • Bauknecht
  • Siemens
  • Beko

5. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Backofen-Vergleich

5.1. Muss man einen neuen Backofen einbrennen?

Laut diverser Backofen-Tests im Internet sollten neue Geräte vor der ersten Benutzung eingebrannt werden, um unangenehme Gerüche und eventuelle Produktionsrückstände zu entfernen. Reinigen Sie dazu den Garraum mit lauwarmen Wasser und etwas Spülmittel und heizen Sie Ihn anschließend auf 250 Grad (Ober- und Unterhitze) auf. Halten Sie die Ofentür mindestens eine Stunde lang geschlossen und schalten Sie den Ofen dann aus. Lassen Sie das Gerät bei geöffneter Tür auskühlen und wischen Sie es abschließend noch einmal mit Wasser und Spülmittel aus.

5.2. Wie funktioniert die Selbstreinigung bei einem Backofen?

Frau reinigt Backofen

Idealerweise sollten Sie direkt nach dem Kochen den Backofen reinigen. Bei Modellen mit Selbstreinigungsfunktion nehmen Ihnen Pyrolyse, Hydrolyse und Katalyse diese Aufgabe ab

Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Backofen haben, müssen Sie diesen in regelmäßigen Abständen reinigen. Bei Modellen mit Selbstreinigungsfunktion (z. B. den Backöfen von Siemens und Neff) nehmen Ihnen Pyrolyse, Hydrolyse und Katalyse diese Aufgabe ab, wobei erstere am effektivsten ist.

  • Bei der Pyrolyse wird der Backofen auf 500 Grad erhitzt und sämtliche Speisereste zu Asche verbrannt, die Sie dann einfach herauskehren oder -wischen können. Der Nachteil dieser Methode ist allerdings der hohe Energieverbrauch.
  • Bei der Katalyse wird das Geräten während des Brat- oder Backvorganges bei 200 Grad gereinigt. Eine spezielle Beschichtung sorgt dabei dafür, dass fetthaltige Rückstände an der Garraumwand automatisch zersetzt werden. Bei zucker- oder säurehaltigen Rückständen kommt die Methode allerdings an ihre Grenzen.
  • Bei der Hydrolyse wird ein Liter Wasser zusammen mit einem Tropfen Spülmittel in die Bodenwanne des Backofens gegeben und das Selbstreinigungsprogramm gestartet. Das Wasser verdampft und erleichtert Ihnen so die anschließende händische Reinigung des Backofens.

5.3. Wo kann ich einen Backofen kaufen?

Beim Kauf im Internet ist meistens die Auswahl größer und Sie haben die Möglichkeit, einzelne Modelle direkt miteinander zu vergleichen. Rezessionen anderer Kunden geben überdies Aufschluss über die Qualität oder potenzielle Schwachstellen des Backofens.

Backöfen verschiedener Hersteller und Marken können Sie in Elektrofachmärkten, Einrichtungshäusern, bei den einschlägigen Online-Shopping-Portalen im Internet oder als Aktionsware bei den lokalen Discountern (z. B. Aldi oder Lidl) erwerben. Der Kauf im Fachgeschäft hat allerdings den Vorteil, dass Sie sich persönlich beraten lassen und zusammen mit dem Verkäufer das für Ihre individuellen Bedürfnisse passende Modell auswählen können. Das Anschließen Ihres neues Backofens sollte aber generell immer durch einen Elektriker erfolgen.

5.4. Was kostet ein Backofen?

Elektriker kniet vor Backofen

Das Anschließen eines Backofen sollte man immer einem fachmännischen Elektriker überlassen.

Der Preis eines Backofens richtet sich immer nach der Energieeffizienzklasse und dem Funktionsumfang, aber auch die Abmessungen und der Hersteller nehmen direkten Einfluss auf die Kosten. Einen günstigen Einbau-Backofen mit Ober- und Unterhitze gibt es bereits ab etwa 200 Euro, allerdings liegt die Energieeffizienzklasse bei derartigen Geräte nur bei A oder sogar darunter. Ein guter Mittelklasse-Backofen eines namhaften Herstellers kostet rund 500 Euro. Dafür bekommen Sie aber z. B. schon einen Backofen mit Backwagen, versenkbarer Tür, mehreren verschiedenen Heizprogrammen, einer Selbstreinigungsfunktion und einer Energieeffizienzklasse von mindestens A+.

5.5. Hat die Stiftung Warentest schon einen Testsieger im Backofen-Test gekürt?

Die Stiftung Warentest hat zuletzt Ende August 2019 im Rahmen eines Backofen-Tests insgesamt 13 Geräte auf Herz und Nieren überprüft, darunter Backöfen von Siemens, Bosch, Miele und Ikea. Im Fokus der Tester standen dabei vor allem die Back- und Grillfunktionen. Die detaillierten Testergebnisse und der Backofen-Testsieger sind auf den Seiten der Verbraucherorganisation abrufbar.

Kochlust sagt zu unserem Vergleichssieger