Kaufberatung zum Subwoofer Test bzw. Vergleich 2019

  • Schall ist für alles verantwortlich, was wir hören. Er breitet sich wellenförmig aus. Dieses Prinzip nutzt ein Lautsprecher per Gehäuse, Spule, Magnet und Membran zur Übertragung von Audiosignalen.
  • Subwoofer bedienen die niedrigen Frequenzen. Aktive Subwoofer verfügen zudem über einen integrierten Verstärker. Der Bassdruck kann in Frontfire oder Downfire-Bauweise ausgegeben werden.
  • Für Audiophile bieten sich Einstellungsmöglichkeiten wie regelbare Grenzfrequenzen und Phasenverschiebung. Dies verbessert den Klang und verhindert konkurrierende Bässe.

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Schon der Hamburger Hip Hop-Musiker Das Bo wusste: “Bass! Bass! Wir brauchen Bass!”. Die beste Geburtstagsfeier, die lustigste Grillparty und der actiongeladenste Hollywood-Blockbuster – sie alle sind jeweils nur halb so gut, wenn die Audioqualität schwächelt und die Bässe flach daherkommen. Das bestätigt auch Stiftung Warentest.

Guter Ton ist wichtig, um Atmosphäre zu vermitteln. Dem Bass kommt dabei eine besondere Rolle zu, denn er dringt nicht nur ins Ohr, er geht durch Mark und Bein. Sie kennen das vielleicht von hochwertigen Kopfhörern: Bass gibt dem Klang Tiefe und Dimension. Wir erklären Ihnen daher in den Kategorien unserer Kaufberatung 2019, was es mit den tiefen Tönen auf sich hat, worauf Sie beim Kauf eines Subwoofers achten müssen und welche unterschiedlichen Modelle es gibt.

1. Was ist ein Subwoofer?

Ein Subwoofer ist ein speziell auf tiefe Frequenzen ausgerichteter Lautsprecher, aber was heißt das genau? Und wie funktioniert ein Lautsprecher eigentlich?

1.1. Das Lautsprecherprinzip: Schall ermöglicht Töne

Schall kurz erklärt

Jeder Ton, der unser Ohr erreicht, entsteht durch mechanische Wellen. Diese Wellen – oder auch Schwingungen – breiten sich durch ein Übertragungsmedium (Luft, Wasser, etc.) aus. So können per periodischen Druckschwankungen akustische Signale übermittelt werden.

Das Wirkungsprinzip eines Lautsprechers ist gleichermaßen simpel wie physikalisch komplex. Wir möchten jedoch den Rahmen nicht sprengen und versuchen daher, Ihnen eine möglichst einfache Erklärung zu geben.

Lautsprecher bestehen im Wesentlichen aus vier Komponenten: einem Gehäuse, einer Spule, einem Magneten und einer Membran. Deren Aufgabe ist es, Schall zu erzeugen, denn durch Schall werden Töne übertragen.

Durch Stromzufuhr wird mit der Spule ein Magnetfeld erzeugt. Dieses steht vereinfacht ausgedrückt in Konkurrenz zum Magneten. Das bedeutet, dass sich Spule und Magnet je nach ankommendem Signal abstoßen oder anziehen.

Die Schwingungen, die aus dem Anziehen bzw. Abstoßen entstehen, werden von der Membran aufgenommen und durch verdichtete Luft als Schall abgegeben. Die Töne, die Sie vor dem Fernseher hören, sind das Ergebnis dieses Prozesses.

1.2. Man unterscheidet Lautsprecher nach Höhen, Mitten und Tiefen

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In der Grafik sind die Bestandteile Spule, Magnet und Membran gut zu erkennen.

Das soeben erklärte Wirkungsprinzip eines Lautsprechers (auch Lautsprecherprinzip) dient zum Grundverständnis. Lautsprecher unterscheidet man zudem in Hoch-, Mitten- und Tieftöner. Letztere Lautsprecher werden auch Subwoofer genannt.

Der Unterschied zwischen den Lautsprechern liegt im jeweiligen Frequenzbereich, den sie bedienen. Hinzu kommt, dass es zur Erzeugung von tiefen Bässen ein gewisses Volumen bzw. eine gewisse Lautsprechergröße braucht. Daher rühren die optischen Unterschiede wie beispielsweise Größe oder Resonanzkörper, wobei auch Mini-Subwoofer erhältlich sind. Bekannte Marken wie Subwoofer von Klipsch oder SVS-Subwoofer müssen ebenfalls nicht groß sein.

Hier ein Überblick über die Eigenschaften und Frequenzbereiche der Lautsprechertypen:

Lautsprechertyp Eigenschaften
Hochtöner
  • Frequenzbereich von 2 Hz bis 100 Hz
  • kleinster Lautsprecher einer Lautsprechereinheit
  • hohe Töne klingen am besten, wenn sie direkt auf Sie gerichtet sind
Mitteltöner
  • Frequenzbereich von 10 Hz bis 450 Hz
  • umfasst die meisten für Menschen wahrnehmbaren akustischen Signale
  • können besonders hohe und und niedrige Frequenzen nicht wiedergeben
Tieftöner
  • Frequenzbereich von unter 250 Hz
  • auch Subwoofer oder Bassbox genannt
  • sitzen meist in eigenem, separatem Gehäuse
  • Frequenzen teilweise nicht hörbar, nur spürbar

1.3. Aktive Subwoofer kommen ohne zusätzlichen Verstärker aus

Nachdem wir nun bereits einiges über die Wirkungsweise von Lautsprechern und den Unterschieden zwischen Mitten-, Hoch- und Tieftönern erfahren haben, wollen wir den Subwoofer genauer unter die Lupe nehmen.

Dem technischen Fortschritt ist es zu verdanken, dass Subwoofer stets weiterentwickelt wurden und die heutige Leistungsfähigkeit erreichen konnten. Zu den wichtigen Eigenschaften moderner Subwoofer gehört die Einteilung in passive oder aktive Subwoofer.

Der Unterschied besteht darin, dass passive Subwoofer gegenüber einem aktiven Subwoofer keiner Verstärker mitbringen. Beim aktiven Subwoofer ist der Verstärker bereits integriert. Welches die bessere Variante ist, lässt sich nicht einwandfrei sagen. Wir haben Ihnen daher einige Vor und Nachteile zusammengetragen.

1.3.1. Die Vor- und Nachteile eines passiven Subwoofers:
  • kommt ohne eigene Stromquelle aus
  • weniger anfällig für Störgeräusche
  • andere Boxen/Lautsprecher werden durch externe Subwoofer-Endstufe entlastet
  • benötigt externen Verstärker, Sound muss den Subwoofer bereits verstärkt erreichen
  • zwar billiger als aktiver Subwoofer, jedoch wird eventuell ein zusätzliches Gerät benötigt
1.3.2. Die Vor- und Nachteile eines aktiven Subwoofers:
  • Verstärker bereits im Subwoofer-Gehäuse integriert
  • benötigt nur das reine Audiosignal (ohne vorherige Verstärkung)
  • Übernahme- und Grenzfrequenzen sind besser zu regeln
  • höherer Anschaffungspreis
  • weniger Spielraum in der individuellen Klangsteuerung
  • verfügt über eigenes Netzteil, dieses kann den Klang stören oder ein Brummen erzeugen
  • Subwoofer-Aktivmodul auch als Ergänzung zu anderen Lautsprechern möglich

1.4. Die Frontfire-Bauweise bietet besseren Klang, Downfire verspricht mehr Druck

Des Weiteren unterscheiden sich Subwoofer in der Bauweise. Es wird unterteilt in Frontfire-Subwoofer und Downfire-Subwoofer.

Wie die Begriffe “Frontfire” und “Downfire” bereits andeuten, unterscheidet sich die Bauweise in der Ausgaberichtung des Audiosignals. Der Differenz besteht also darin, ob der Bass frontal (Frontfire) oder zum Boden hin (Downfire) ausgestoßen wird.

Die Frontfire-Bauweise bringt den Vorteil mit sich, dass der Bass direkt in den Raum abgegeben wird. Das ist nicht nur verträglicher für das nachbarschaftliche Verhältnis, sondern auch der Klang ist klarer. Dazu sollten Sie den Subwoofer so aufstellen, dass er auf die Hörer ausgerichtet ist.

Die Downfire-Bauweise hingegen verspricht mehr Wumms, wie man umgangssprachlich sagen würde. Der Bass kommt spürbar druckvoller daher, was nicht immer von Vorteil ist. Die Subwoofer-Tests zeigen zudem, dass diese Bauweise deutlich seltener ist.

Unterschätzen Sie nicht die Macht des Basses! Anders als hohe oder mittlere Töne sind tiefe Basstöne in der Lage, sich radial und durch Wände hindurch zu verbreiten. Bei Bässen mit hoher Leistung wird also auch Ihr Nachbar die Vibrationen spüren.

2. Weitere Leistungsmerkmale von Subwoofern

Neben Bau- und Funktionsweise bringen Subwoofer noch einige Eigenschaften mit, die Ihnen helfen, sich für das richtige Modell zu entscheiden.

2.1. Die Nennleistung wird in Watt angegeben

Wofür steht Watt eigentlich?

Watt ist eine physikalische Einheit. Sie wird als Maßeinheit für die Leistung herangezogen. Watt wird dabei mit dem Großbuchstaben W abgekürzt.

Jeder ist in Bezug auf Lautsprecher schon einmal den Watt-Angaben begegnet. Was genau diese aussagen, wissen viele vermutlich nicht.

Letztlich steht die Watt-Angabe dafür, welche Leistung die Box, in diesem Fall der Subwoofer, zu leisten in der Lage ist. Um die Watt-Leistung eines Subwoofers zu ermitteln, zieht man das sogenannte RMS-Verfahren heran.

RMS steht für Root Mean Square, was nichts anderes als die englische Begrifflichkeit für den quadratischen Mittelwert einer Größe darstellt, die sich über einen gewissen Beobachtungszeitraum verändert. Man spricht auch von Effektivwert.

In Bezug auf Lautsprecher spricht man im Ergebnis von der Nennleistung. Diese ergibt sich aus Messungen der für Menschen wahrnehmbaren Frequenzen über einer längeren Zeitraum. Die Angabe soll dabei helfen, die Leistung eines Verstärkers besser einordnen zu können.

2.2. Der Übertragungsbereich lässt sich per Grenzfrequenzregler genauer definieren

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Mit ausreichend Leistung lässt sich ein gewaltiger Bassdruck erreichen.

Wie bereits erwähnt, bedienen Subwoofer die niedrigen Audiofrequenzen, also die sogenannten Tiefen. Der genaue Frequenzbereich bzw. Übertragungsbereich kann jedoch je nach Lautsprechermodell variieren.

Im Subwoofer-Vergleich lagen die höchsten Frequenzen bei 19 und die tiefsten Frequenzen bei 200 Hertz. Der Subwoofer-Testsieger von Dali erreichte beispielsweise Werte von 37 bis 200 Hz. Ideal ist, wenn Sie die Klangbereiche am Subwoofer zusätzlich einstellen können.

Nahezu allen aktiven Lautsprecher im Subwoofer-Test boten zudem die Möglichkeit innerhalb des Übertragungsbereiches die Frequenzen individuell genauer zu bestimmen. Möglich macht dies ein Grenzfrequenzregler, welcher nach oben wie unten den Frequenzbereich begrenzt. Regelbare Grenzfrequenzen können den Sound noch einmal verbessern.

Regelbare Phase: Lässt sich die Phase einstellen, bedeutet das, dass Sie die Klangwelle auf der Sinuskurve verschieben können, meist in einem Bereich von 0° bis 180°. Anpassungen dieser Art machen vor allem dann Sinn, wenn Sie den Bass auf andere Lautsprecher einstellen und verhindern wollen, dass sich Bässe gegenseitig eliminieren.

3. Vielfältige Hersteller und Einsatzmöglichkeiten

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Beim Korrigieren der Phaseneinstellungen verlassen Sie sich am besten auf Ihr Gehör.

Subwoofer sind von einer Vielzahl Hersteller erhältlich. Darunter sind bekannte Marken wie Sony, Bose oder Subwoofer von Teufel. Zudem sind Subwoofer von SVS oder Subwoofer der Marke Klipsch sehr beliebt. Einige weitere Hersteller sind:

  • JBL
  • Canton
  • Yamaha
  • Magnat
  • Dali

Ebenso sind Subwoofer als Set in Kombination mit anderen HiFi-Geräten erhältlich, zum Beispiel als Teil einer Stereo-Anlage oder als unverzichtbares Element für satten 5.1. Sound. Auch nicht fehlen darf ein Subwoofer im Sonos-System, welches in einer wachsenden Zahl von Wohnräumen Einzug hält. Der Sonos-Subwoofer zählt zu den besten WLAN-Subwoofern auf dem Markt.

Nutzer, deren Platz begrenzt ist und die eine einfache aber vom Klang her hochwertige Audio-Lösung suchen, setzen auf eine Soundbar. Diese besteht meist nur aus einem kompakten Gehäuse, in welchem alle Lautsprecher verbaut sind. Sie lässt sich per Bluetooth oder per Kabel mit der Audioquelle verbinden.

In der Soundbar ist der Subwoofer ebenfalls integriert. Jedoch in kompakter Ausführung mit beschränktem Klangspektrum der Tiefen.

Bass und PS: Gerade jungen Menschen ist ein Subwoofer im Auto meist wichtiger als satter Sound Zuhause. In getunten Boliden ist der Subwoofer ein Muss. Ein Subwoofer wird im Auto gewöhnlich im Kofferraum verbaut, da er viel Platz einnimmt.

Wollen Sie einen Subwoofer kaufen, finden Sie eine große Auswahl im Internet, in Audio-Fachgeschäften, Elektronikfachmärkten wie Media Markt oder Saturn und gelegentlich sogar im Einzelhandel als Angebot bei Aldi oder Real. Gerade bei letzteren, können Sie mit etwas Glück auch einen günstigen Subwoofer erstehen.

Übrigens sind Subwoofer schon längst Designobjekte geworden. So muss das Subwoofer-Gehäuse längst nicht immer schwarz sein. gerade Mini-Subwoofer gibt es in unterschiedlichsten Designs von futuristisch bis elegant. Zubehör wie beispielsweise Subwoofer-Kabel sind ebenfalls erhältlich. 

Hertz kurz erklärt

Hertz, kurz Hz, ist die physikalische Einheit, mit welcher Frequenzen angegeben werden. Eine Frequenz beschreibt die Menge sich wiederholender Schwingungen innerhalb einer Sekunde.

Welcher der beste Subwoofer für Ihre Anforderungen ist, sollten Sie nach dem Lesen dieser Kaufberatung und nach einem Blick auf die Subwoofer-Vergleich-Tests nun besser beurteilen können.

4. Häufig gestellte Fragen zum Thema Subwoofer

Wir hoffen also, dass wir Ihnen mit unserer Kaufberatung 2019 bis hierher bereits weiterhelfen konnten. Sollten doch noch Fragen offen sein, haben wir Ihnen im Folgenden die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen aus dem Internet zusammengetragen:

4.1. Wie funktioniert ein Subwoofer?

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Blick in den Kofferraum eines getunten Autos mit Subwoofer-Einbau.

Ein Subwoofer funktioniert im Prinzip wie jeder andere Lautsprecher auch. Das heißt, dass in einem Gehäuse eine Spule und ein Magnet über eine Membran Schall erzeugen. Die Besonderheit eines Subwoofers liegt darin, dass dieser ausschließlich für die Tiefen, also Töne im niedrigen Frequenzbereich, zuständig ist.

Da sich Bass in alle Richtungen gleichmäßig ausbreitet, kann man – ganz unabhängig vom Standort der restlichen Lautsprecher – den Subwoofer aufstellen, wo immer es einem in dem zu bespielenden Raum passt.

4.2. Wie wird ein Subwoofer angeschlossen?

Das hängt meist davon ab, ob es sich um einen aktiven oder passiven Subwoofer handelt. Bei aktiven Subwoofern reicht gewöhnlich die Verkabelung per kleinem oder großem Klinkekabel.

Verfügt der Subwoofer nicht über einen eingebauten Verstärker, muss der Subwoofer per Kabel zunächst mit einem Verstärker verbunden werden. In diesem Fall sind eher Cinch-Kabel üblich.

4.3. Warum brummt mein Subwoofer?

Für das Brummen eines Subwoofers kommen verschiedene Ursachen in Frage. So kann der Subwoofer sich unter Umständen Störsignale von anderen ihn umgebenen Geräten einfachen und diese als Störgeräusch ausgeben.

Genauso ist es nicht auszuschließen, dass das Brummen durch das angeschlossene Netzteil entsteht. Sie sollten daher versuchen durch simple Handgriffe wie Lauter- und Leiserdrehen sowie durch An- und Ausschalten die Fehlerquelle zu lokalisieren. So könnte das Brummen auch durch ein defektes Kabel oder Netzteil entstehen.

In den meisten Fällen jedoch, ist das Brummen auf die sogennante Masseschleife zurückzuführen. Diese ist auch als Brummschleife bekannt. Dabei handelt es sich letztlich um Spannungsdifferenzen. Auch hier empfiehlt es sich, die Fehlerquelle per Ausschlussverfahren ausfindig zu machen.