Kaufberatung zum Sägebock Test bzw. Vergleich 2019

  • Mit einem Sägebock lassen sich große Mengen an Holz bequem zurechtschneiden – je nach Modell kleine Äste oder auch dicke Baumstämme. Der Einsatz lohnt sich insbesondere, wenn Sie Ihren Kamin regelmäßig mit Feuerholz versorgen wollen.
  • Man unterscheidet prinzipiell zwischen dem klassischen Sägebock (nur bedingt für Kettensägen geeignet, aber faltbar), einem Selbstklemmbock (ebenfalls faltbar, aber nur bedingt für Handsägen geeignet) sowie einem Sägegestell (nicht faltbar, aber für verschiedene Arten von Sägen geeignet).
  • Achten Sie beim Kauf insbesondere auf die Tragkraft: Bei einem professionellen Einsatz sollten Sie ein Modell wählen, das mit mindestens 100 kg Gewicht an Holz auskommt.

saegebock-test

Laut einem Bericht des Bundesverbraucherschutzministeriums wurden im Jahr 2007 mehr als 52 Millionen m³ Holz in Deutschland zum Verbrennen und zur Wärmeerzeugung genutzt (siehe auch: ein Artikel der Stiftung Warentest) – knapp wird es damit aber noch lange nicht: Das Verfeuern von Holz in der Bundesrepublik ist nach wie vor ohne schlechtes Gewissen möglich.

Falls Sie also zu den Glücklichen gehören, die Ihren Kamin mit Brennholz füttern und dafür Holz klein sägen müssen, ist ein Holzsägebock vermutlich genau das Richtige für Sie. In unserem Sägebock-Vergleich 2019 haben wir uns daher die besten Modelle auf dem Markt genau angesehen. Im folgenden Ratgeber erklären wir Ihnen die verschiedenen Typen und natürlich auf welche Kriterien Sie beim Kauf genau achten sollten.

1. Mit einem Sägebock wird es professionell

Entscheidend: Die Holzqualität

Neben einem guten Holzsägebock ist das Wichtigste am Brennholz natürlich das Holz selbst. Grundlegend gilt: Je trockener das Holz, desto besser. Denn: Zu feuchtes Brennholz im Kamin sorgt für viel unnötigen Qualm und Rauch.

Bestenfalls sollten Sie frisch geschlagenes Holz mindestens 20 Monate trocken lagern, ehe Sie es im heimischen Kamin verfeuern. So garantieren Sie, dass sich im Feuerholz weder Feuchtigkeit noch Harz befindet.

Ein Sägebock ist eine sehr praktische Erfindung und dennoch eignet er sich nicht für jeden. Falls Sie bspw. nur einen kleinen Kamin besitzen und diesen zudem nur sporadisch nutzen, bedarf es zum Schneiden von Brennholz nicht gleich eines Holzsägebocks – möglicherweise reicht Ihnen hier eine improvisierte Fläche zum Sägen.

Wer seinen Kamin im kalten Herbst und Winter hingegen oft oder gar regelmäßig nutzt, dem sei die Anschaffung eines guten Holzsägebocks definitiv empfohlen. Gerade falls Sie vorhaben, über einen längeren Zeitraum zu heizen, können Sie sich mit dem Einsatz eines Sägebocks viel Zeit beim Zuschneiden des Brennholzes sparen.

Je nach Sägebock-Typ eignet sich dabei entweder eine Hand- oder gar eine Kettensäge besser zum Beschneiden. Mehr dazu erfahren Sie im folgenden Kapitel.

Vielseitig nutzbar: Ein Sägebock eignet sich übrigens nicht nur zum Schneiden von Brennholz. Falls Sie über einen großen Garten mit vielen Bäumen verfügen und beschnittene Äste zu groß zum Transportieren sind, lohnt sich auch hier die Verwendung eines Sägebocks.

2. Welche Sägebock-Arten gibt es?

Sägeböcke sind umgangssprachlich auch als Schragen bekannt – dies stammt von der so genannten Schragen-Stellung der Stützbeine. Die verschiedenen Typen von Sägeböcken haben mittlerweile nur noch genau das gemein: schräge, stützende Beine. In der folgenden Übersicht erklären wir Ihnen die wichtigsten Unterschiede zwischen klassischem Sägebock, dem Sägegestell sowie dem so genannten Selbstklemmbock bzw. Klemmständer.

Sägebock-Typ Beschreibung
klassischer Sägebock

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Der klassische Sägebock besteht aus vergleichsweise kurzen Haltestreben und die Stützstreben kreuzen sich, bilden also ein X. Der große Vorteil dieses Typs: er ist zusammenklappbar.

gut geeignet für Handsägen
x nur bedingt für Kettensägen geeignet

Sägegestell

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Das Sägegestell zeichnet sich durch hohe Seitenstreben und eine deutlich breitere Auflagefläche aus, was es ideal für viele (kleinere) Äste macht.

gut geeignet für Ketten- und Handsägen

Selbstklemmbock

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Beim Selbstklemmbock bzw. Klemmständer hält sich der Holzblock durch dessen Eigengewicht – dieses Modell ist daher ideal für mittlere bis große Baumstämme geeignet.

bestens geeignet für Kettensägen
x nur bedingt für Handsägen geeignet

Im Folgenden haben wir die Vor- und Nachteile eines Sägegestells (im Vergleich zu den anderen Typen) für Sie herausgehoben:

  • sehr standfest
  • hohe Tragkraft
  • erfasst viel Holz
  • gut geeignet für Hand- und Kettensägen
  • normalerweise nicht zusammenklappbar

3. Endlich wieder Bock auf Sägen: Unsere Kaufberatung

3.1. Welcher Bock passt zu mir?

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Dieser metallene Sägebock von Atika hat trotz eines vergleichsweise niedrigen Eigengewichts von 6 kg eine Tragkraft von 150 kg.

Je nachdem, ob Sie regelmäßig im Wald oder gar als Förster arbeiten oder auch privat im Garten mit Bäumen und dicken Ästen hantieren, lohnt sich die Verwendung eines Selbstklemmbocks (bzw. Klemmständers). Dieser Typ Sägebock ist optimal zum Zersägen und Zerkleinern von Stämmen geeignet. Für sehr kleine Äste ist ein Selbstklemmständer in der Regel nicht geeignet.

Variiert die Stärke der von Ihnen zu bearbeitenden Äste generell stark, empfehlen wir Ihnen jedoch eher ein Sägegestell. Hiermit lassen sich leicht Äste verschiedener Größen und kleinere Stämme durchschneiden – zudem ist der Einsatz von Hand- wie auch Kettensägen möglich. Der große Vorteil dieses Modells ist, dass die Äste hier besonders sicher in der so genannten Sägelade platziert werden können.

Der klassische Sägeblock schließlich ähnelt dem Selbstklemmständer insofern, dass er sich üblicherweise leicht zusammenklappen lässt – dies gilt insbesondere für Metall-Sägeböcke.

3.2. Flexibilität und Gewicht

saegebock-zusammenklappbar
Dieser Sägebock des Herstellers Tec Take ist zusammenklappbar und kann damit einfach verstaut werden.

Die Flexibilität ist ein bedeutendes Kriterium für jeden Sägebock-Test. Klassische Sägeböcke und Klemmständer lassen sich normalerweise effizient zusammenklappen. Dies ist nicht nur praktisch, weil es mitunter für mehr Platz bei der Lagerung des Sägebocks sorgt, sondern auch effizient beim Transport des Werkzeugs – bspw. wenn Sie nicht nur im eigenen Garten, sondern auch im nahen Wald, auf der Weide oder bei Bekannten und Kollegen im Garten Bäume kürzen oder Brennholz schneiden wollen.

Achtung: Der Nachteil bei einem zu flexiblen Holzsägebock ist allerdings, dass er nicht zu leicht sein darf, da der Bock beim Sägen ansonsten nach vorne überkippt. Wir empfehlen bei schwerem Gehölz ein Sägebock-Gewicht von über 10 kg.

3.3. Tragkraft und Standfestigkeit

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Dieses Sägegestell von Maxstore verfügt nicht nur über eine Tragkraft von etwa 400 kg, sondern ist zudem noch abbau- und damit leicht verstaubar, bspw. für den Transport im Auto.

Nicht nur der beste Sägebock muss fähig sein, eine ganze Menge Gewicht an Brennholz tragen zu können – die Tragkraft ist also ein ungemein wichtiger Faktor. Gerade wenn Sie vorhaben sollten, regelmäßig besonders massive Äste und Baumstämme zu zerschneiden, ist es wichtig, genau auf die vom Hersteller angegebenen Zahlen zu achten.

Wir empfehlen einen Sägebock mit einer Tragkraft von mindestens 100 kg. Bei über 150 kg sollten Sie auf der sicheren Seite stehen. Manche Produkte aus unserem Sägebock-Vergleich kommen sogar auf Tragkraft-Werte von 400 kg.

3.4. Hersteller und Marken

Neben wohl bekannten Baumarkt-Marken wie Bauhaus, Hornbach, Hellweg oder Obi werden Sie vor allem im Internet auf Ihren persönlichen Sägebock-Testsieger stoßen. Als besonders bekannte Hersteller gelten hierbei Stihl und Wolfcraft. Folgende bisher noch weniger bekannte Anbieter können Sie dieser Liste entnehmen:

  • Atika Vay
  • Brennenholz
  • TecTake
  • Dema
  • Maxstore
  • Monzana
  • Forest Maker
  • Maxstore
  • Gillitzer
  • Ladenburger
  • Grube
  • Kramp
  • Holzmichel
  • Käfer

4. Fragen und Antworten rund um den Sägebock

4.1. Worauf sollte ich beim Brennholzsägen achten?

Die Arbeit mit einem Sägebock muss gut geübt sein. Worauf Sie beim Sägen alles achten sollten, haben wir Ihnen an dieser Stelle zusammengestellt:

  • saegebock-schutzbrille
    Tragen Sie bei der Arbeit mit einem Sägebock immer auch eine Schutzbrille.

    Stellen Sie vor Beginn des Sägens sicher, dass das Sägegestell bzw. der Bock stabilen Halt auf dem Boden hat. Keines der Füße des Sägebocks sollte dabei frei in die Luft ragen.

  • Falls Sie eine Kettensäge einsetzen, sollte das zu bearbeitende Holz mit einer Schraubzwinge oder einer speziellen Holzsicherung sicher fixiert sein. Bei der Nutzung einer Handsäge darf eine Hand zur Stabilisierung auf dem Holzklotz ruhen.
  • Tragen Sie in jedem Fall Handschuhe! Diese schützen Sie nicht nur vor potenziellen Verletzungen beim Sägen, sondern auch vor unangenehm klebrigem Harz.
  • Tragen Sie eine Schutzbrille, um nicht von umherfliegenden Holzsplittern verletzt zu werden.
  • Denken Sie daran, dass nicht jede Säge für jede Art Sägetyp geeignet ist und werfen Sie hierzu nochmal einen Blick auf unser Kapitel 2 zu den Sägebock-Typen. Kurz: Klassische Sägeböcke sind nur bedingt für Kettensägen geeignet; bei einem Selbstklemmbock lohnt sich der Einsatz einer Handsäge nicht.
  • Beim Brennholzsägen eignen sich jene Sägen am besten, welche das Holz von oben nach unten zerschneiden.
  • Achten Sie auf einen sicheren Stand – mit einem leichten Ausfallschritt verhindern Sie, beim Sägen dem abgeschnittenen Holzstück hinterherzufallen.

Hinweis: Um möglichst lange etwas von Ihrem Sägebock zu haben, sollten Sie ihn wetterfest behandeln. Bei einem Sägebock aus Holz bietet sich eine Holzlasur an, bei einem Sägegestell aus Metall eine Lackschicht.

4.2. Wie baue ich mir einen Sägebock selber?

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Falls Sie über Holzlatten in der richtigen Größe verfügen, ist der Sägebock-Eigenbau für den geübten Handwerker gar nicht so schwer.

Für den Eigenbau eines Sägebocks benötigen Sie keine elaborate Bauanleitung. Während wir den Bau eines möglichst sicheren und stabilen Sägebocks nur erfahrenen Handwerkern nahe legen, ist die Konstruktion eines solchen verhältnismäßig simpel:

Verschrauben Sie sechs möglichst gleich große und robuste Holzbalken über Kreuz. Den Winkel können Sie dabei selbst bestimmen, beachten Sie aber: Je breiter er oben wird, desto breitere Holzstücke können Sie später auch bearbeiten.

Schließlich fehlt noch die Anbringung einer Querlatte direkt unter den drei Holzkreuzen und zur größeren Festigkeit auch am unteren Ende bzw. Fußende der Balken. Um Ihren hölzernen Sägebock möglichst wetterfest zu konstruieren, lohnt sich auch bei einem Sägebock der Kategorie Eigenbau der Einsatz einer Holzlasur.

4.3. Gibt es Sägeböcke speziell für Kettensägen?

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Dieser Sägebock von Fuxtec verfügt über eine Halterung für Ketten- und andere Elektrosägen.

Von den drei Haupttypen des Sägebocks eignen sich insbesondere das Sägegestell sowie der Klemmständer bzw. Selbstklemmbock für den Einsatz einer Kettensäge. Kettensägen-Liebhaber werden sich insbesondere an Modellen mit einer speziellen Kettensägen-Halterung erfreuen – hierdurch gelingt sogar einhändiges Sägen. Für normale Handsägen ist dies allerdings nicht geeignet.

Wie das genau funktioniert? Die Kettensäge wird durch eine spezielle Halterung an den Sägebock montiert und zum Schneiden weit genug abgesenkt. Die Säge ist dabei durch ein Kippscharnier besonders sicher am Bock verschraubt. Ein weiter Vorteil ist: Auf diese Weise lassen sich auch extrem dünne Holzscheiben von Baumstämmen, Ästen und Klötzen zurecht schneiden.