Trittschalldämmung Vergleich 2019

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Kaufberatung zum Trittschalldämmung Test bzw. Vergleich 2019

Wenn das Auftreten der Schuhe auf dem Fußboden auch im Stockwerk darunter deutlich hörbar ist, spricht man vom Trittschall. Verhindern (oder zumindest abschwächen) lässt sich dieses Geräusch durch eine Trittschalldämmung unter Laminat, Parkett oder sonstigem Fußboden-Belag.

Sie ist auch gesetzlich vorgeschrieben und kann bei Umbauten anfallen. Stiftung Warentest rät: Machen Sie sich genau mit den aktuellen baurechtlichen Vorgaben vertraut. (Einen Trittschalldämmungs-Test hat sie allerdings noch nicht durchgeführt.)

Dämmunterlagen gibt es in unterschiedlichen Materialien, Ausführungen und Preisklassen. Wir stellen Ihnen in unserer Kaufberatung die wichtigsten vor. Zudem erhalten Sie einen Überblick über die technischen Begrifflichkeiten, damit Sie sich in der Produkttabelle am Kopf des Ratgebers zurechtfinden können.

Eine Trittschalldämmung unter Laminat

1. Materialien

Die Eigenheiten der verschiedenen Dämm-Materialien unterscheiden sich teils deutlich. Der besseren Übersicht halber haben wir die beliebtesten kurz für Sie aufgelistet:

Kork ist ein Naturprodukt, welches aus der Rinde der Korkeiche gewonnen wird. Er ist vor allem sehr belastbar, weswegen sich die Kork-Trittschalldämmung großer Beliebtheit erfreut. Auch die Haltbarkeit ist hoch. Und alter Kork (aus Trittschalldämmungen, Weinflaschen und anderem) wird dank Recycling wiederverwertet. Rolle Kork als Dämmung
Rollenwellpappe als Dämmung Rollenwellpappe bzw. Rippenpappe ist eine ausgesprochen günstige Trittschalldämmung. Hier können Sie viel sparen – allerdings isoliert das Material nicht sehr stark. Damit empfiehlt es sich als Trittschalldämmung für Fußbodenheizungen (siehe auch Kapitel 4).
Schaumfolie bzw. Schaumvlies ist immer noch der verbreitetste Dämmstoff. Wie die Pappe ist dieser Kunststoff sehr billig herzustellen und damit auch für den Verbraucher günstig zu erwerben. Die Dämm-Eigenschaften innerhalb dieser Produktkategorie variieren teils stark. Schaumfolie als Dämmung
Trittschalldämmung aus Styropor Auch Styropor kann als Trittschalldämmung eingesetzt werden. Sie finden es auch unter dem etwas kryptischen Begriff "EPS-Trittschalldämmung". Styropor kann Wärme sehr gut isolieren, zeigt aber deutliche Schwächen beim Dämpfen von Trittschall.
Unabhängig vom Material kann jede Trittschalldämmung unter Laminat, Parkett und allen anderen Böden ausgelegt werden. Sie haben die freie Wahl.

In einigen Fällen ist die Dämmung bereits Teil der Bodenplatten. So lässt sich beispielsweise Laminat mit Trittschalldämmung als Fertigprodukt erwerben. Das klingt erstmal gut, da es einen Arbeitsschritt beim Verlegen zu sparen scheint.

Allerdings sind diese Dämmungen am Laminat häufig sehr dünn, sodass fast keine Trittschalldämpfung erfolgt. Zudem sind Sie an die Auswahl des Herstellers gebunden. Die Lösung: unter dem Laminatboden trotzdem eine Schicht Trittschalldämmung verlegen.

2. Technische Unterschiede

Sechs Faktoren gilt es zu beachten, von denen die ersten drei besonders wichtig sind:

  1. Trittschall-Minderung
  2. Dampfbremse
  3. Wärme-Durchlassung
  4. Verarbeitungs-Typ
  5. Druck-Stabilität
  6. Dicke
Trittschallschutz ist Pflicht

Der Gesetzgeber macht klare Vorschriften, was Trittschallschutz angeht. Bei modernen Bauten darf der Lärm 48 Dezibel nicht übertreten. Wesentlich laxer sind die Regelungen bei Altbauten. Hier können Sie auch entsprechend günstige Trittschalldämmung kaufen – wobei auf einem anderen Blatt steht, ob Sie Ihren Nachbarn damit eine Freude machen.

Wichtigster Faktor ist die Minderung des Trittschalls. Der Wert gibt an, um wie viele Dezibel (dB) sich der Schall reduziert, welchen Sie durch Auftreten auf dem Boden verursachen. Ist der Trittschallschutz zu schwach, verdient die Trittschalldämmung ihren Namen nicht. Es gilt: große Zahl = gute Dämmung. Sehr schwache Dämmungen haben wir nicht in unseren Trittschalldämmungs-Vergleich 2019 aufgenommen.

SelitStop Dampfbremsfolie
Für Spezial-Anwendungen gibt es auch eigens Dampfbremsfolie.

Zweiter, wichtiger Aspekt ist die Dampfbremse. Sie gibt an, ob wenig Wasser durch die Dämmung gelangt. Falls Sie in diesem Rahmen über den Begriff der Dampfsperre stoßen: Sie bezeichnet eine vollkommene Abschirmung vor Wasser. Hier geht es nicht darum, ob verschüttetes Wasser in die Nachbarwohnung unter Ihnen sickert, sondern, ob Feuchtigkeit von unten vordringt und den teuren Parkettboden beschädigt.

Etwas kniffliger wird es beim Wärmedurchlasswiderstand, angegeben in der etwas kryptischen Einheit Quadratmeter mal Kelvin durch Watt. Wir machen es kurz: Große Zahl, starke Isolation durch die Dämmunterlage und guter Erhalt der Wärme in der Wohnung.

Ein hoher Wärmedurchlasswiderstand ist vorteilhaft, wenn Sie Heizkosten sparen und die Wohnung vorm schnellen Auskühlen bewahren möchten.

Katastrophal wirkt sich das System aus, wenn eine Fußbodenheizung verbaut ist. Da die Dämmverstärkung zwischen der Heizung und dem Laminat (oder Parkett oder sonstigem Bodenbelag) liegt, hält sie effektiv die Wärme der Heizung davon ab, in den Wohnraum vorzudringen. Hier benötigen Sie eine Trittschalldämmung mit geringem Wärmedurchlasswiderstand (siehe Kapitel 4).

Format und Stabilität

Trittschalldämmplatte schneiden mit Messer
Sowohl Trittschalldämmplatten als auch Schaumfolie-Rollen lassen sich sehr leicht zurechtschneiden.

Dämmunterlagen werden in zwei Formen angeboten: als Rolle und als Platten. Sie verhalten sich etwas unterschiedlich beim Einbau, unterscheiden sich ansonsten aber nicht wesentlich. Wählen Sie eine Dämmung anhand der anderen Kriterien aus.

Die Druckstabilität verrät Ihnen, wie stark eine Dämmung belastet werden kann. Die allermeisten Trittschalldämmungen halten mehrere Tonnen pro Quadratmeter aus, sodass bedenkenlos jegliches Inventar auf dem Boden abgestellt werden kann.

Eigentlich ein vielsagendes Kriterium und dennoch bewusst von uns zuletzt genannt ist die Dicke der Dämmung. Ob die Trittschalldämmung 2mm, 5mm oder 10mm stark ist, hat Auswirkungen auf Wärme- und Schalldämmung. Eine dicke Trittschalldämmung isoliert grundsätzlich besser als eine dünne – aber Ausnahmen begleiten die Regel. Die präzisen Daten zur Isolation finden Sie in unserer Tabelle, sodass Sie nicht anhand der Dicke erraten, welche Trittschalldämmung was leistet.

3. Das Verlegen der Dämmung: auch für Heimwerker machbar

Bevor Trittschalldämmung auf Estrich verlegt wird, muss dieser vollständig getrocknet sein. Danach müssen restlos alle Krümel und Staub entfernt werden. Diese sind sonst große Störfaktoren und bewirken, dass die Dämmung Laminat und Parkett nach oben wölbt. Verlassen Sie sich nicht auf die Angabe mancher Hersteller, ihr Produkt würde solche Hügelchen einfach ausgleichen.

Die Trittschalldämmung wird nicht verklebt.

Soll die Trittschalldämmung unter dem Estrich verlegt werden statt darüber, ist ein Spezialprodukt notwendig.

Rollen oder Platten?

Zwei Typen von Trittschalldämmungen haben sich durchgesetzt: Trittschalldämmplatten und Rollen aus Kunststoff, Kork und anderen Materialien. Beide Arten haben Vor- und Nachteile: Die Trittschalldämmplatte kann beim Verlegen leicht zerbrechen und staubt damit den Rest der Fläche ein. Sie muss mit Vorsicht gehandhabt werden. Dafür lässt sie sich schnell auf die richtige Größe bringen. Die Rolle neigt dazu, sich in ihre gerollte Form zurückzubiegen und muss permanent flachgedrückt werden.

Beide Dämm-Typen lassen sich relativ einfach und ohne großes Werkzeug verlegen. Auch für begabte Amateure ist diese Aufgabe gut zu bewältigen.

Trittschalldämmplatten unter Laminat

4. Trittschalldämmung und Fußbodenheizung – bedingt kompatibel

Eine Fußbodenheizung ohne Trittschalldämmung
Eine Fußbodenheizung besteht aus Rohren, die heißes Wasser führen. Auch einige der besten  Trittschalldämmungen isolieren zu stark und können nicht darüber zum Einsatz kommen.

Die Reihenfolge: Laminat, Trittschalldämmung, Estrich bleibt grundsätzlich gleich, wenn eine Fußbodenheizung verlegt ist. Allerdings müssen Sie in diesem Fall genau darauf achten, dass die Dämmvbei 4erstärkung für den Einsatz unter einer solchen Heizanlage ausgerichtet ist. In der Regel machen die Hersteller hierzu eine Angabe. Zudem findet sich die Information in der Tabelle am Anfang des Ratgebers.

Abhängig ist das davon, wie hoch der Wärmedurchlasswiderstand der Trittschalldämmung ist, was bei Testsieger und Billigprodukt ganz unterschiedlich ausfallen kann. Kurz gesagt: Je höher, desto schlechter für die Fußbodenheizung. Die erzeugte Hitze kann kaum mehr nach oben steigen und Ihr Wohnzimmer erwärmen. Einige Dämmungen sind zwar prinzipiell noch kompatibel, mindern aber die Leistung dieser besonderen Heizung dennoch um einziges. So verschwenden Sie letztlich nur Energie. Halten Sie also im Trittschalldämmungs-Vergleich Ausschau nach einer Trittschalldämmung mit geringem Widerstand und denken Sie gegebenenfalls auch den Kauf eher dünnen Laminats an.

 

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