Kaufberatung zum Elektrische Fußbodenheizung Test bzw. Vergleich 2019

  • Sie können eine elektrische Fußbodenheizung als Vollheizung einsetzen oder zusätzlich zu einer weiteren Heizungsanlage. Als bedarfsabhängige Direktheizung kann eine elektrische Fußbodenheizung Energie sparen.
  • Sie können eine elektrische Fußbodenheizung unter Holzboden oder Korkboden verlegen. Auch unter Fliesen, Laminat und Teppich können die Heizmatten verlegt werden.
  • Elektrische Fußbodenheizungen haben eine geringe Aufbauhöhe und eignen sich daher sehr gut zum Nachrüsten. Das Verlegen können Sie mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst erledigen.

Elektrische Fußbodenheizung Test

Fußbodenheizungen sind aus verschiedenen Gründen sehr beliebt. Zum einen ist es sehr angenehm, barfuß durch die Wohnung gehen zu können, ohne kalte Füße zu bekommen oder zu frösteln. Gerade eine elektrische Fußbodenheizung im Badezimmer ist komfortabel.

Die Kombination von elektrischer Fußbodenheizung und Badheizkörper, der Ihre Badetücher wärmt, macht aus einem gewöhnlichen Bad eine Wellness-Oase. Elektrische Fußbodenheizungen mit Trockenbau-System lassen sich recht einfach nachrüsten, etwa bei Altbau-Wohnungen.

Welche Heizleistung sollte eine Fußbodenheizung haben? Was hat es mit Aufbauhöhe und Unterboden-Dämmung auf sich? Wir haben eine Reihe von Tests elektrischer Fußbodenheizungen studiert, um Ihnen auf Heimwerker.de eine fundierte Kaufberatung zu bieten.

Die Elektrischen Fußbodenheizungen im Test ermöglichen es Ihnen, anhand der verschiedenen Kategorien die wirklich beste Elektrische Fußbodenheizung für Ihre Zwecke zu finden.

1. Elektrische Fußbodenheizungen sind ideal zum Nachrüsten

Anders als eine Warmwasser-Fußbodenheizung, die schon beim Bau einer Wohnung oder eines Hauses verlegt wird, da sie im Estrich des Bodens verlegt wird, können Sie eine Elektrische Fußbodenheizung  im Vergleich ziemlich unkompliziert nachrüsten.

Dabei sind elektrische Fußbodenheizungen mit Trockenbau-System aufgrund ihrer geringeren Aufbauhöhe weniger raumverändernd als Warmwasser-Fußbodenheizungen, die auf dem Estrich verlegt werden.

Wohlige Wärme auch beim Camping im Winter

Wenn Sie häufiger und auch bei niedrigeren Temperaturen in Ihrem Wohnmobil übernachten, kann eine geschickt platzierte Heizfolie als elektrische Fußbodenheizung fungieren. Diese kann abends schnell für wohlige Wärme sorgen und dann für die Nacht wieder abgeschaltet werden.

Elektrische Heizungen sind Direktheizungen. Sie liefern Wärme, sobald Sie sie einschalten. Dadurch eignen sie sich als Ergänzung zu herkömmlichen Heizungen. Wenn Sie nur punktuell heizen möchten, etwa während einer Dusche oder eines Bades, kann eine elektrische Fußbodenheizung im Badezimmer sogar Energie sparen.

Im Dauerbetrieb hingegen verbrauchen elektrische Heizungen zu viel Energie als dass sie eine sinnvolle Alternative zu anderen Heizsystemen sein könnten. Hier sollten Sie schon aus ökologischen Gründen eine Warmwasserheizung wählen.

Die Vorlauftemperatur einer elektrischen Fußbodenheizung sollte nicht über 55° liegen. Temperaturen, die deutlich darüber liegen, können sich unter Umständen auf verwendete Baustoffe im Boden auswirken. Nicht nur die Vorlauftemperatur der elektrischen Fußbodenheizung muss beachtet werden. Die Oberflächentemperatur des Bodens sollte nicht mehr als 29° in Wohnräumen und 33° in Badezimmern betragen. Mehr als 9° Unterschied zur Raumtemperatur fühlen sich nicht angenehm an.

Die Vor- und Nachteile einer nachträglich installierten elektrischen Fußbodenheizung im Überblick:

  • Direktheizung, die sehr schnell Wärme liefert
  • unkomplizierte Nachrüstung
  • kompatibel mit den meisten Bodenbelägen
  • effiziente Nutzung nur in Kombination mit herkömmlichen Heizsystemen

2. Kaufberatung: Wie Sie eine geeignete Elektro-Fußbodenheizung finden

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Eine elektrische Fußbodenheizung sorgt für warme Böden im Badezimmer, in der Küche oder in anderen Räumen.

Sie möchten eine elektrische Fußbodenheizung kaufen? Bei uns auf Heimwerker.de finden Sie die wichtigsten Kaufkriterien. Im folgenden Kapitel verraten wir Ihnen, worauf Sie beim Kauf Ihrer Fußbodenheizung achten sollten.

2.1. Thermostat-Typ

Thermostate gibt es in einer analogen und einer digitalen Variante mit Display. Besonderen Bedienkomfort bieten aber Thermostate mit Touchscreen. Die digitalen Versionen sind meist mit einem größeren Funktionsumfang ausgestattet.

Hier können Sie Zeitschaltungen für einzelne Wochentage vornehmen. Sie können zum Beispiel dafür sorgen, dass statt des Badheizkörpers die elektrische Fußbodenheizung das Badezimmer erwärmt, ehe Sie morgens unter die Dusche steigen.

2.2. Heizleistung und Eignung für Fußböden

Die maximale Heizleistung der meisten elektrischen Fußbodenheizungen in Tests liegt zwischen 100 und 200 Watt.

Welche Heizleistung eine elektrische Fußbodenheizung bieten sollte, ist maßgeblich vom Bodenbelag abhängig, unter dem sie verlegt wird. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über die Anforderungen der verschiedenen Bodenbeläge.

Boden Empfohlene Heizleistung
Kork, Laminat, Parkett
  • Beläge sind recht hitzeanfällig
  • niedrige Heizleistung ideal
  • maximal 130 Watt/m²
Fliesen, Granit, Marmor
  • nicht wärmeempfindlich
  • oft weniger wärmedurchlässig
  • höhere Heizleistung empfehlenswert
  • mindestens 160 W/m²
Teppich
  • viele Teppiche sind nicht geeignet
  • spezielle Teppichböden für Fußbodenheizungen im Handel erhältlich
  • Hersteller geben maximale Heizleistung für ihre Produkte an

Achten Sie darauf, Bodenbelag, elektrische Fußbodenheizung und Trittschalldämmung optimal zu kombinieren.

2.3. Wasserschutz und Staubschutz

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Sie können eine elektrische Fußbodenheizung als Vollheizung einsetzen oder zusätzlich zu einer weiteren Heizungsanlage.

Die Schutzklasse wird mit einem bestimmten Code angegeben. Dieser hat die Form IPXX. An der Stelle des ersten X steht – sofern ein Schutz vorhanden ist – eine entsprechende Ziffer für den Staubschutz. Ziffer 1 steht hier für einen Schutz gegen feste Körper mit mehr als 50 mm Durchmesser, Ziffer 6 bedeutet, dass das Objekt staubdicht ist. Da ein Staubschutz bei elektrischen Fußbodenheizungen nicht erforderlich ist, steht hier meist ein X.

Die wichtigere Angabe ist die an der Stelle des zweiten X. Diese gibt den Wasserschutz an. Ziffer 1 steht für Schutz gegen Tropfwasser, Ziffer 9 kennzeichnet Produkte, die gegen Hochdruckwasser bzw. Dampfstrahlreinigung geschützt sind. Die meisten elektrischen Fußbodenheizungen haben die Schutzklasse IPX7. Sie sind gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt.

2.4. Aufbauhöhe

Je niedriger die Aufbauhöhe ist, desto weniger wird sich das Raumgefühl verändern. Zudem entstehen keine Stufen, wenn der Bodenbelag nur wenige Millimeter erhöht wird. In der Regel haben elektrische Fußbodenheizungen eine Aufbauhöhe von 3 mm.

2.5. Preis und Herstellergarantie

Der Preis liegt zwischen günstigen 50 Euro pro Quadratmeter und etwa 150 Euro pro Quadratmeter. Teurere Produkte sind in der Regel qualitativ hochwertiger. Zudem sind in teureren Sets mehr Bestandteile enthalten, so dass Sie wenig separat dazu kaufen müssen.

Die Herstellergarantie beträgt bei den einzelnen Modellen zwischen 10 und 20 Jahre. Die Dauer der Garantie ist unabhängig von der Höhe des Preises.

3. Die besten elektrischen Fußbodenheizungen punkten mit Leistung und Ausstattung

Die beste elektrische Fußbodenheizung, die sich in Tests von anderen abheben, sind häufig teurere Modelle. Allerdings haben sie auch einen größeren Lieferumfang und überzeugen zudem mit einer sehr guten Leistung.

4. Elektrische Fußbodenheizungen im Test: Nicht jedes Modell eignet sich für jeden Boden

Achten Sie beim Kauf Ihrer elektrischen Fußbodenheizung darauf, dass Sie für den von Ihnen gewünschten Bodenbelag geeignet ist. Nicht jeder Bodenbelag verträgt dieselbe Heizleistung.

So sollte die maximale Heizleistung bei Laminat oder Parkett deutlich geringer sein als bei Fliesen oder Granit.

5. Gut zu wissen: So verlegen Sie eine elektrische Fußbodenheizung

Ob bei der Renovierung und Nachrüstung der elektrischen Fußbodenheizung oder auf der Baustelle beim Hausbau: Beim Verlegen Ihrer Fußbodenheizung können Sie selbst Hand anlegen.

Bei uns auf Heimwerker.de erfahren Sie, wie Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung mit einer elektrischen Fußbodenheizung ausstatten. Entfernen Sie zunächst – sofern vorhanden – den alten Fußbodenbelag. Reinigen Sie dann den Untergrund. Nun können Sie die Heizmatte der elektrischen Fußbodenheizung ausrollen. Hier müssen Sie gegebenenfalls das Netz der Matte einschneiden, um eine Wende zu ermöglichen und die Matte in der Gegenrichtung weiterverlegen zu können.

Je größer die Mattenbreite der elektrischen Fußbodenheizung ist, desto seltener ist eine solche Wende erforderlich. Platzieren Sie im Anschluss daran den Bodenfühler der elektrischen Fußbodenheizung. Die Heizmatte kann dann mit Fliesenkleber verspachtelt werden.

Überlassen Sie das Anschließen der elektrischen Fußbodenheizung einem Elektriker. Verursachen Sie einen Kurzschluss oder beschädigen das Produkt anderweitig, besteht das Risiko, dass weder Versicherung noch Garantie greifen.

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Sie können eine elektrische Fußbodenheizung unter Holz, Kork, Fliesen, Laminat und Teppich verlegen.

Wichtig: die Unterboden-Dämmung. Die korrekte Dämmung des Bodens ist von zentraler Bedeutung beim Verlegen und der Nachrüstung einer elektrischen Fußbodenheizung. Vernachlässigen Sie diese Dämmung, kann das Ihre Stromrechnung in die Höhe jagen.

Haben Sie eine elektrische Fußbodenheizung unter Fliesen oder Holzboden und dämmen den Boden unter der Heizmatte nicht richtig, geht ein – mitunter sehr großer – Teil der Heizleistung verloren.

Die dämmende Schicht kann mehrere Millimeter dick sein, so dass es zu einer Stufe kommen kann. Auch wenn dies optisch wenig ansprechend ist, sollten Sie keinesfalls auf die Dämmung verzichten. Ideal unter einer elektrischen Fußbodenheizung ist Trockenestrich, da dieser selbst weniger dick ist als Betonestrich.

Entscheiden Sie sich beim Bau für eine elektrische Fußbodenheizung auf Trockenestrich, sparen Sie einige Zentimeter Höhe gegenüber schwimmendem Estrich. Diese können Sie für die Dämmschicht nutzen.

6. Häufige Fragen rund um das Thema Elektro-Fußbodenheizungen

6.1. Was kostet eine elektrische Fußbodenheizung?

Pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden. Wenn Sie Ihr Zuhause mit einer Fußbodenheizung ausstatten oder nachrüsten möchten, kommen gewisse Kosten auf Sie zu. Zum einen sind das die Anschaffungskosten für das notwendige Material, zum anderen Kosten für die Verlegung, wenn Sie diese vom Fachmann übernehmen lassen. Schließlich müssen Sie mit Stromkosten rechnen, die durch den Betrieb verursacht werden.

Eine günstige elektrische Fußbodenheizung kriegen Sie schon zu einem Quadratmeterpreis von etwa 50 Euro. Setzen Sie allerdings auf ein hochwertiges Markenprodukt, etwa von AEG oder Vilstein, kommen Preise ab 150 Euro pro Quadratmeter auf Sie zu.

6.2. Was muss ich bei Teppichboden auf der Fußbodenheizung beachten?

Grundsätzlich kann eine elektrische Fußbodenheizung auch unter Teppichboden verlegt werden. Hier müssen Sie allerdings dafür Sorge tragen, dass sich keine spitzen Gegenstände durch den Teppich drücken, die die Heizmatte der elektrischen Fußbodenheizung beschädigen können.

Anders als bei einer elektrischen Fußbodenheizung unter Laminat benötigen Sie daher eine zusätzliche feste Schicht zum Schutz der Heizfolie. Diese Schicht muss zugleich die Wärme effektiv an den Bodenbelag weitergeben. Im Fachhandel finden Sie passende Produkte.

6.3. Wie viel Strom verbraucht eine elektrische Fußbodenheizung?

Eine Elektro-Fußbodenheizung sorgt für eine besonders angenehme Wärme. Dazu benötigt sie Energie. Je nach Jahreszeit, Bodenbelag, Dämmung und Vorlauftemperatur der elektrischen Fußbodenheizung variiert der Stromverbrauch. Kalkulieren können Sie den Stromverbrauch Ihrer elektrischen Fußbodenheizung mit dieser Formel: Fläche in m2 x Leistung pro m2 x Zeit in Stdn. = Energieverbrauch.

Tipp: Haben Sie mehrere Wärmequellen im Haus? Dann benötigen Sie für Ihre elektrische Fußbodenheizung einen Fußbodenheizungsverteiler, der die Wärme aus den unterschiedlichen Wärmequellen gleichmäßig verteilt.

6.4. Welche Marken und Hersteller gibt es?

Der Markt für Fußbodenheizungen ist vergleichsweise überschaubar. Dennoch gibt es eine Vielzahl an Produkten. Elektrische Fußbodenheizungen, Fußbodenheizungsverteiler, Heizmatten für elektrische Fußbodenheizungen, Sets sowie Zubehör-Teile finden Sie im Fachhandel und in vielen Onlineshops. Zu den bekanntesten Herstellern gehören die folgenden:

  • AEG
  • Foxyshop 24
  • Bodenheizung 24
  • Vilstein
  • Veria

6.5. Wie schneidet die beste elektrische Fußbodenheizung im Test der Stiftung Warentest ab?

Wir wissen, wie wichtig das Urteil der Stiftung Warentest für viele Verbraucher ist. Deswegen recherchieren wir stets möglichst aktuelle Testergebnisse und Tipps der Verbraucherorganisation. Leider haben die Experten der Stiftung Warentest noch keinen Testsieger elektrischer Fußbodenheizungen gekürt.

Wir haben für unseren Vergleich elektrischer Fußbodenheizungen 2019 auf Heimwerker.de die wichtigsten Informationen und Kaufkriterien ermittelt, um Ihnen eine fundierte Kaufberatung geben zu können.

Für weitere Informationen, auch zu anderen Arten von Fußbodenheizungen, finden Sie beim Magazin Ökotest einen ausführlichen Ratgeber rund um das Thema Fußbodenheizung.