Kaufberatung zum Petroleumofen Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Petroleumöfen kommen als Ergänzung zur Zentralheizung im Innenbereich zum Einsatz sowie im Außenbereich, wie etwa beim Camping oder im Garten.
  • Über die Leistung des Petroleumofens entscheidet die Heizleistung in Watt, die im besten Fall über 3.000 Watt liegt. Auch die Brenndauer ist releveant – idealerweise beträgt diese über 60 Stunden.
  • Ein CO2-Sensor, eine Kippsicherung sowie ein Anzeigedisplay sorgen für Komfort und Sicherheit.

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Ein Blick auf die monatlichen Rechnungen kann immer wieder für Verärgerung sorgen: Energiekosten steigen und steigen, allen voran die Kosten für Gas und Mineralöl. Dabei macht die Zentralheizung etwa drei Viertel des gesamten Gasverbrauchs aus. Die Zentralheizung, die es in den meisten Häusern heute gibt, heizt das gesamte Haus. Doch das ist gerade in der Übergangszeit gar nicht notwendig. Ein Petroleumofen für Innenräume heizt nur da, wo Sie es behaglich haben wollen. Wenn Sie ganz gezielt mit einem Petroleumofen den Innenraum dort heizen, wo Sie sich aufhalten, können Sie die Zentralheizung früher im Jahr abschalten und auch später einschalten. Im Winter können Sie sie etwas niedriger einstellen und haben es dennoch gemütlich warm.

Damit ist der Einsatzbereich schnell klar: Der Petroleumofen kann beim Energiesparen helfen und punktuell für wohlige Wärme sorgen. Doch worauf kommt es an, wenn Sie einen Petroleumofen kaufen wollen? Unsere Recherchen zeigen: Wichtig sind zunächst klassische Produkteigenschaften, wie etwa Maße (Größe, Höhe, Breite, Länge, Durchmesser), Design, Farbe und Material sowie die maximale Temperatur und das Fassungsvermögen. Informationen zu diesen wichtigen Entscheidungskriterien hat die Redaktion von Heimwerker.de in zahlreichen Petroleumofen-Tests im Internet recherchiert. Auch Berichte in Petroleumheizungs-Tests und Petroleumheizgeräte-Tests sowie die Hinweise diverser Hersteller zu ihren Marken sind Grundlage der folgenden Kaufberatung 2021.

1. Welche Arten von Petroleumöfen gibt es?

Petroleumöfen lassen sich nach ihrem Funktionsprinzip in zwei Kategorien unterteilen: in Laserofen-Petroleumöfen und Petroleumöfen mit Dochtbrenner. Das unterscheidet die beiden Modelle:

Ofen-Typ Merkmale
Petroleumofen mit Dochtbrenner

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  • hat einen Docht, meist aus Glasfaser
  • Docht nimmt das Petroleum auf und verbrennt es
  • ein Reflektor gibt die Hitze besser an die Umgebungsluft ab
  • alte Petroleumöfen haben eine Brennkammer, moderne Öfen ein Doppelkammersystem
  • verbrennt das Petroleum sehr effizient
  • Docht und Reflektor befinden sich in der ersten Brennkammer
  • zweite Brennkammer befindet sich über der Hauptkammer
  • verbrennt auch den letzten Rest Brennstoff für eine optimale Energienutzung
Laserofen-Petroleumöfen

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  • elektronisch regulierte Einspritzanlage führt den Brennstoff kontrolliert der Verbrennung zu
  • Energieeffizienz deutlich höher
  • kontrolliert die Raumtemperatur selbstständig
  • reguliert die Brennstoffzufuhr nach Bedarf, um voreingestellte Temperatur zu erreichen und zu halten
  • Petroleumofen mit Gebläse verteilt die warme Luft besser im Raum
  • schnelles und gleichmäßiges Aufwärmen des Raumes
  • allerdings funktioniert der Petroleumofen nicht ohne Strom
  • Anzeigedisplay, um spezifische Einstellungen vornehmen zu können

Eine Spezialität der Laseröfen ist das sogenannte Anzeigendisplay, welches Ihnen die folgende Vor- und Nachteile bietet:

    Vorteile
  • spezifische Einstellungen möglich
  • Timerfunktion
  • Einstellung eines Zeitplans für den Betrieb möglich
  • Gerät kann starten, bevor die Bewohner nach Hause kommen
    Nachteile
  • funktioniert nur mit Stromanschluss

2. Was sollten Sie beim Kauf eines Petroleumofens laut Tests im Internet beachten?

Alte, antike Petroleumöfen sahen aus wie ein Petroleumofen-Turm. Das hat sich mittlerweile geändert. Denn Petroleumöfen haben heutzutage ein zeitgenössisches Design und fügen sich nahtlos in das Gesamtbild moderner Wohnungen ein.

Sicherheitshinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Wenn Sie einen Petroleumofen für Innenräume kaufen, sollte er unbedingt über eine Kippsicherung verfügen. Falls das Gerät umkippt, schaltet es sich automatisch ab. Damit lassen sich Brandschäden verhindern.

2.1. Wie groß ist eine Petroleumheizung?

Fassungsvermögen

Das Fassungsvermögen der verschiedenen Tanks liegt bei 4 bis 5 Litern.

Bei den Abmessungen unterscheiden sich die Innenraum-Petroleumöfen nur sehr geringfügig.

Die meisten Petroleumheizungen sind zwischen 37 und 45 cm hoch, 30 bis 35 cm tief und zwischen 30 und 45 cm breit.

Darüber hinaus gibt es auch Mini-Petroleumöfen, die sich fürs Camping eignen oder auch als Frostschutz für kleine Gewächshäuser.

2.2. Muss der Docht ausgetauscht werden?

petroleumofen-antik

Ursprünglich hatten Petroleumöfen diese Turmform. Mittlerweile haben sie ein modernes Design.

Jeder Dochtbrenner ist mit einem Docht ausgestattet, wenn er geliefert wird. Je nach Hersteller sind die Dochte aus Baumwollgemisch und Glaskeramikfäden.

Da der Docht durch die Nutzung mit der Zeit hart wird, ist es empfehlenswert, ihn jedes Jahr auszutauschen. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, den zum Petroleumofen passenden Docht zu verwenden.

Je nach Hersteller haben die Dochte einen anderen Durchmesser.

2.3. Wie hoch ist der Brennstoffverbrauch pro Stunde?

Der Verbrauch eines Petroleumofens hängt zum einen von der Qualität des Geräts und dessen Energieeffizienz ab. Er ist jedoch auch von der eingestellten Heizstufe und der Qualität des Brennstoffs abhängig. Sehr energiesparende Geräte verbrauchen nur etwa 80 ml Petroleum pro Stunde, während die weniger effizienten Geräte bis zu einem halben Liter pro Stunde verbrennen.

Mit einem geringen Verbrauch können Sie richtig Geld sparen. Je nach Qualität des Petroleums kostet der Liter etwa fünf Euro im Baumarkt – oder einem Onlineshop.

Hintergrundinfo der Heimwerker.de-Redaktion: Petroleum entsteht durch Destillation aus Erdöl. Es findet Verwendung als Kraftstoff für Modellflugzeuge und kommt als Schmiermittel und Bestandteil in Reinigungsmitteln zum Einsatz. Heizpetroleum hat im 20. Jahrhundert immer weiter an Bedeutung verloren, da elektrischer Strom diesen Energieträger nach und nach abgelöst hat.

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Petroleum entsteht durch die Destillation von Erdöl. Energiesparende Petroleumöfen verbrauchen nur etwa 80 ml Petroleum pro Stunde, während andere Modelle bis zu 500 ml pro Stunde verbrennen.

2.4. Inwiefern sind Petroleumöfen eine Ergänzung zur Heizung?

Die Heizleistung der meisten Petroleumheizgeräte reicht nicht aus, um eine Wohnung komplett zu heizen. Aber sie eignet sich gut als Unterstützung für die eigentliche Heizung, um beispielsweise die kalte Wohnung schnell aufzuheizen. Zudem ist ein Petroleumofen als Notheizung gut geeignet. Die meisten Petroleumöfen sind für den Indoor- und Outdoor-Einsatz geeignet.

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    Ein modernes Design zeichnet Petroleumöfen für den Innenraum aus. Petroleumöfen, die zum Camping oder im Gartenhaus zum Einsatz kommen, sollten ohne Strom auskommen.

    Ein mobiles Petroleumheizgerät hat den Vorteil, dass Sie es auch in Räumen außerhalb des Hauses verwenden können, beispielsweise in der Garage oder im Gartenhaus.

  • Zudem ist der Petroleumofen fürs Camping der ideale Begleiter. Hier genügt häufig ein Mini-Petroleumofen. Der Petroleumofen kann etwa das Vorzelt heizen.
  • Es gibt multifunktionale Petroleumöfen mit Kochfunktion.
  • Zudem eignet sich der Petroleumofen als Notheizung, wenn der Strom ausgefallen ist oder aus einem anderen Grund die Zentralheizung nicht funktioniert.

Die Heizleistung der Petroleumöfen wird stets in Watt angegeben. Damit Sie den richtigen Ofen auswählen, müssen Sie wissen, wie groß der Raum ist, den Sie beheizen wollen.

Ein Petroleumofen mit 3 kW eignet sich beispielsweise zum Heizen eines Raumes mit 60 m2 in einem Neubau. In einem Altbau reicht dieser nur für etwa 25 m2. Das hängt damit zusammen, dass Altbauten meist nicht so gut wärmeisoliert sind.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Petroleumofen-Vergleich

3.1. Ist ein Petroleumofen mit Abgasrohr sinnvoll?

Viele der Petroleumheizgeräte haben ein geschlossenes Gehäuse und geben die Wärme mithilfe eines Gebläses nach außen. Damit die Abgase sicher nach außen geleitet werden, empfiehlt sich ein Abgasrohr. Es gibt Modelle mit einer speziellen Lüftungstechnik und einem Rohr-in-Rohr-Prinzip. Der Petroleumofen mit Abluft-Rohr leitet die Abgase nach draußen und bringt gleichzeitig frische Luft für die Verbrennung nach drinnen.

Sicherheitshinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Beim Heizen mit einem Petroleumofen entsteht Kohlenmonoxid. Damit es nicht zu einer gesundheitlichen Gefährdung kommt, ist Frischluftzufuhr unbedingt notwendig.

3.2. Wo gibt es Petroleumöfen zu kaufen?

Petroleumöfen gibt es in Onlineshops und in Baumärkten, beispielsweise bei Obi oder Bauhaus, in großer Auswahl zu kaufen. Petroleumöfen gibt es jedoch nicht Discounterware bei Aldi oder Lidl. Zu den bekannten Marken gehören Zibro von Toyotomi und Mademsa von Electrolux. Weitere Hersteller sind Well Straler, Aladdin und Valor. Seitens der Stiftung Warentest gibt es keinen Petroleumofen-Test und demzufolge auch keinen Petroleumofen-Testsieger. Wir raten Ihnen dazu, in einem Petroleumofen-Vergleich die technischen Daten zu prüfen – und so den günstigsten Petroleumofen zu finden.

3.3. Funktioniert ein Petroleumofen auch ohne Strom?

Petroleumöfen ohne Strom sind ideal für kleine Räume oder als Petroleumofen fürs Camping. Allerdings geht bei diesen Geräten die Wärmeverteilung sehr langsam vonstatten. Deshalb sind elektrische Petroleumöfen beliebter. Ein Inverter-Petroleumofen verhindert Schäden am Gerät oder den Totalausfall. Ein Inverter-Petroleumofen hat innen zusätzlich ein kleines Gerät, einen Inverter, das Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt, sodass der Betrieb sowohl mit Strom aus der Steckdose wie auch mit einer Batterie erfolgen kann.

3.4. Wie gefährlich sind Petroleumöfen?

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Alte Petroleumöfen galten häufig als gefährlich. Allerdings haben moderne Technik und reineres Öl die Risiken deutlich vermindert. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen sind dennoch zu berücksichtigen.

Lange Zeit galten Petroleumöfen als gefährlich. Doch durch die modernen Materialien und sehr sauberen Kraftstoff entstehen kaum noch schädliche Abgase bei der Verbrennung. Wichtig ist, das Heizgerät nur in gut belüfteten Räumen zu verwenden oder ein Abgasrohr anzuschließen.

Infrarotgesteuerte CO2-Sensoren geben zusätzliche Sicherheit. Sie messen ständig den Kohlendioxidgehalt der Luft und stellen so die Luftqualität und das einwandfreie Funktionieren des Petroleumofens sicher. Hier haben Laseröfen gegenüber Petroleumöfen mit Dochtbrenner einen klaren Vorteil. Sie lassen sich spezifisch einstellen und beispielsweise auch mit einem Timer so programmieren, dass sie sich nach einer gewissen Zeit einfach abschalten.

3.5. Was sagt die Brenndauer aus?

Die Brenndauer der Petroleumöfen gibt Auskunft darüber, wie lange der Ofen mit einer Tankfüllung in Betrieb bleiben kann. Das ist dann besonders wichtig, wenn das Gerät längere Zeit am Stück in Betrieb ist. Je höher die Brenndauer, umso seltener müssen Sie den Tank nachfüllen. Die bei den Geräten angegebenen Werte sind nur Durchschnittswerte. Heizstufe oder Luftfeuchtigkeit können sich negativ auf die Brenndauer auswirken. In diversen Petroleumofen-Tests im Internet zeigt sich jedoch: Die besten Petroleumöfen kommen auf eine maximale Brenndauer von über 60 Stunden. Wenn Sie das Gerät nur gelegentlich in Ihrer Werkstatt oder im Garten nutzen, ist die Brenndauer nicht so wichtig.

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