Kaufberatung zum Elektroheizung Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
    • Elektroheizungen lassen sich auch nachträglich in Häuser und Wohnungen einbauen. Sie benötigen keine Heizungsrohre, sondern können überall dort aufgestellt oder montiert werden, wo es eine Steckdose gibt.
    • Elektroheizungen werden in Konvektoren und Radiatoren eingeteilt. Konvektor-Heizungen erwärmen die Luft, Radiatoren (Infrarot-Heizungen) erwärmen hingegen nur Gegenstände.
  • Elektroheizungen mit Thermostat ermöglichen eine besonders einfache Wärmeregulierung. Geräte ohne Thermostat sollten immer mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet sein.

elektroheizung-test

Damit Sie es auch an kalten Tagen drinnen schön warm haben, bedarf es nicht immer einer Gas- oder Ölzentralheizung. Elektroheizungen erzeugen Wärme mithilfe von elektrischem Strom und können daher unabhängig von Heizungsrohren überall dort aufgestellt oder montiert werden, wo es eine Steckdose gibt. Sogar Fußbodenheizungen sind damit realisierbar und auch beim Camping oder im Wohnwagen leisten mobile Elektroheizungen ausgezeichnete Dienste.

Das Angebot an Herstellern und Modellen ist groß. So gibt es beispielsweise sparsame Elektroheizungen fürs Haus und sogar spezielle Elektroheizungen für den Räucherofen. Die einzelnen Geräte unterscheiden sich hinsichtlich des Stromverbrauchs, der Leistung und Ihrer Ausstattungsmerkmale. In unserer heimwerker.de-Kaufberatung zum Elektroheizungs-Vergleich 2021 erhalten Sie nützliche Informationen darüber, welche Arten von Elektroheizungen es gibt, für welche Räume sie geeignet sind und was Sie beim Kauf einer Elektroheizung grundsätzlich beachten sollten.

1. Welche Arten von Elektroheizungen gibt es?

Elektroheizungen lassen sich generell in drei Typen einteilen: Elektroheizungen mit Konvektor, Infrarot-Elektroheizungen (auch Radiatoren genannt) und Heizlüfter. Die nachfolgenden Tabelle zeigt alle drei Kategorien und Ihre Eigenschaften bzw. Funktionsweise noch einmal im Überblick.

Elektroheizungs-Typ Eigenschaften / Funktionsweise
Elektroheizung mit Konvektor

elektroheizung mit konvektor

  • erwärmt die Luft und eignet sich daher sehr gut für verwinkelte Räume
  • mobile Heizkörper, die teilweise auch an der Wand installiert werden können
  • für Schlafzimmer und Allergiker eher nicht geeignet (trocknet die Luft aus)
  • Heizleistung zwischen 500 und 2.000 Watt
  • in der Regel mehrstufig oder stufenlos regulierbar
  • geringere Wärmestrahlung als Infrarotheizungen
Infrarot-Elektroheizung (Radiator)

infrarotheizung

  • erwärmt nicht die Luft, sondern Gegenstände, und gibt die Wärme über Ihre Strahlung ab
  • meist in Form von flachen Platten, die an der Wand installiert werden können
  • Heizleistung zwischen 500 und 2.000 Watt
  • Regulierung erfolgt über Thermostat oder einen einfachen Ein-/Aus-Schalter
  • auch Parallelbetrieb mehrerer Infrarot-Heizungen möglich
  • wirbelt kaum Staub oder Schmutz auf, daher auch gut für Allergiker geeignet
Heizlüfter

heizluefter

  • sehr klein und kompakt
  • Raumluft wird mittels Heizdraht erwärmt und über einen Ventilator abgegeben
  • eignet sich sehr gut für verwinkelte Räume
  • Heizleistung zwischen 500 und 2.000 Watt
  • in der Regel mehrstufig regulierbar

Gut zu wissen: Eine besondere Form von Elektroheizungen sind Ölradiatoren. Diese sind üblicherweise als Rippenheizkörper konstruiert und aus Mobilitätsgründen mit Rädern ausgestattet. Durch die Rippen-Konstruktion ist die Abstrahlungsoberfläche eines Ölradiators größer als bei einer Elektroheizung in flacher Bauweise, wodurch das Heizen insgesamt effektiver wird.

1.1. Die Vor- und Nachteile einer Elektroheizung

oelradiator

Eine besondere Form von Elektroheizungen sind Ölradiatoren, die Dank Ihrer Rippenkonstruktion eine größere Abstrahlungsoberfläche besitzen.

Einer der größten Vorteile von Elektroheizungen ist sicherlich die flexible Einsatzmöglichkeit. Neben weiteren Vorteilen bringen elektrische Heizungen allerdings auch einige Nachteile mit sich:

    Vorteile
  • einfache und schnelle Installation
  • keine aufwändigen Montagearbeiten erforderlich
  • benötigt nur einen Stromanschluss
  • wartungsarm, kaum Wartungskosten
  • günstig in der Anschaffung
  • keine Brennstoffbevorratung
  • große Modellvielfalt
    Nachteile
  • teilweise sehr hoher Stromverbrauch (hohe Betriebskosten)
  • vergleichsweise schlechter Gesamtwirkungsgrad
  • hohe Umweltbelastung bei Stromerzeugung

2. Worauf sollte man laut gängiger Elektroheizung-Tests beim Kauf achten?

2.1. Heizleistung und Heizungstyp

Grundsätzlich gilt: Je größer der Raum ist, desto mehr Heizleistung brauchen Sie auch. Um einen Raum gut zu beheizen, sollten Sie mit 50 Watt pro Quadratmeter kalkulieren. Das bedeutet, dass Sie für ein Zimmer mit 30 qm einen Elektroheizkörper mit einer Leistung von 1.500 Watt benötigen. Für kleinere Räume (z.B. das Bad) reichen oftmals aber schon 500 bis 900 Watt aus.

Gut zu wissen: In Neubauten mit gut isolierten Wänden brauchen Sie generell weniger Leistung, als in Altbauten mit mehreren Außenwänden. Hier kann sich der Bedarf unter Umständen sogar verdoppeln.

2.2. Abmessungen und Gewicht

Speziell in kleinen Räumen können die Maße des Elektroheizkörpers von essenzieller Bedeutung sein. Messen Sie den vorgesehene Einsatzort unbedingt vor dem Kauf aus, damit das Gerät an dort später auch ausreichen Platz findet. Elektroheizkörper, die sich sowohl für die Wand-Montage als auch für den freistehenden Einsatz eignen, bieten dabei besondere Flexibilität.

heimwerker.de-Tipp: Bei Elektroheizungen für die Wand-Montage, die sich auch als Standmodell einsetzen lassen (z. B. die Elektroheizungen von Stiebel Eltron), müssen die Standfüße in den meisten Fällen separat dazugekauft werden.

Das Gewicht bei Elektroheizungen variiert abhängig von der Größe und kann sich zwischen 10 und 80 kg bewegen. Kleine Geräte wiegen hingegen oft unter 5 kg.

2.3. Heizstufen und Thermostat

elektroheizung mit thermostat

Elektroheizungen inkl. Thermostat erlauben eine stufenlose Regulierung der Temperatur.

Die Temperaturregelung erfolgt bei elektrischen Heizungen entweder über Tasten, Kipp- bzw. Drehschalter oder ein Thermostat, wobei nur Elektroheizungen mit Thermostat eine stufenlose Regulierung erlauben. Elektroheizkörper ohne Thermostat heizen durchgehend, bis sie (falls vorhanden) durch den Überhitzungsschutz ausgeschaltet werden.

2.4. Überhitzungs-/Frostschutz

Der Elektroheizkörper Ihrer Wahl sollte immer mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet sein, der das Gerät beim Erreichen einer bestimmten Temperatur selbständig ausschaltet.

Ein Frostschutz oder Frostwächter behält die Raumtemperatur im Auge und schaltet die Elektroheizung ein, sobald eine bestimmte Temperatur unterschritten wird. Das ist beispielsweise in kalten Winternächten und in Räumen, die nicht regelmäßig betreten werden, äußerst praktisch.

2.5. Wärmespeicherung

Elektroheizung mit Nachtspeicher

Elektroheizungen mit Nachtspeicher müssen mit einem speziellen Stromzähler ausgestattet werden, der sowohl den Normal- als auch den Niedertarifstrom erfasst. Die Elektroheizung zieht dann ausschließlich Strom zum Niedertarif und wärmt den Speicher auf, der dann passiv den Raum wärmt.

Elektroheizungen mit integriertem Wärmespeicher sind besonders sparsam, denn Sie speichern die erzeugte Wärme und geben sie auch nach dem Ausschalten noch an den Raum ab. Wird die Heizung wieder eingeschaltet, greift sie auf die eventuell noch vorhandene Restwärme zurück und wird dadurch schneller wieder aufgeheizt. Auf diese Weise sparen Sie Zeit und Energie.

2.6. Montage und Design

Abhängig vom Platzangebot vor Ort und den räumlichen Gegebenheiten sind Elektroheizkörper zur Wand-Montage eine sinnvolle Wahl. Bei den meisten Modellen lassen sich die Standfüße einfach abnehmen, so dass Sie das Gerät problemlos an der gewünschten Wand anbringen können. Auf diese Weise steht der Heizkörper nicht störend im Raum herum.

Für viele Käufer stellt auch das Design ein wichtiges Auswahlkriterium dar. Das haben auch die Hersteller erkannt und entsprechend reagiert. So zählen zu den Neuheiten beispielsweise Elektroheizungen, die als Gemälde oder Kamin „getarnt“ sind, oder Modelle in moderner, reduzierter Optik (z. B. den Glaskonvektor von Einhell oder die Elektroheizungen von Evo und Stiebel Eltron).

heimwerker.de-Tipp: Wenn Sie Ihre Elektroheizung im Badezimmer anbringen möchten, müssen Sie auf jeden Fall ein Modell kaufen, das spritzwassergeschützt (IPx4) ist, da es ansonsten aufgrund der Feuchtigkeit und Nässe zu Kurzschlüssen kommen kann.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Elektroheizung-Vergleich

frau vor elektrischem kamin

Elektroheizungen, die als Kamin oder Bild „getarnt“ sind, erfreuen sich derzeit besonders großer Beliebtheit.

3.1. Welche Marken und Hersteller von Elektroheizungen gibt es?

Wer eine Elektroheizung kaufen möchte, sieht sich im Handel einer großen Auswahl an Geräten der unterschiedlichsten Kategorien gegenüber. Während spezielle Elektroheizungen fürs Bad für wohlige Wärme nach dem Baden oder Duschen sorgen, versprechen sparsame Elektroheizungen geringe Kosten beim Heizen. Die wichtigsten Hersteller für hochwertige und günstige Elektroheizungen sind:

  • Schnatterer
  • AeroFlow
  • Klarstein
  • Deuba
  • Einhell
  • Heidenfeld
  • DeLonghi
  • Arcotec
  • Stiebel Eltron
  • Könighaus
  • Honeywell

3.2. Wie viel Strom verbraucht eine Elektroheizung?

Geht man von einem durchschnittlichen 40-qm-Zimmer in einem Neubau und einem Strompreis von 0,25 Cent pro kWh aus, verbraucht eine 2.000 Watt Elektroheizung bei einer Laufzeit von 8 Stunden am Tag Kosten von ungefähr 50,40 Euro im Monat.

3.3. Was kostet eine Elektroheizung?

katze vor elektroheizung

Tests zeigen: Bei Elektroheizungen ist der Stromverbrauch höher als bei einer herkömmlichen Öl- oder Gasheizung. Setzt man die geringen Anschaffungskosten einer Elektroheizung in Relation mit den Stromkosten, gewinnen innerhalb kürzester Zeit die Stromkosten die Oberhand.

Die Frage nach den Kosten kann bei Elektroheizungen nicht pauschal beantwortet werden, denn der Preis hängt von der Bauart, vom Heiztyp und der Leistung ab. Während einzelne Elektroheizkörper (z. B. fürs Gästezimmer oder den Partykeller) oftmals schon ab 100 Euro zu haben sind, kostet eine Elektro-Zentralheizung für das ganze Haus mehrere Tausend Euro.

Wenn der komplette Wärmebedarf in Wohnungen gedeckt werden soll, müssen diese zusätzlich zu den Heizkörpern auch noch mit einem Warmwasser-Elektroboiler für Küche, Bad etc. ausgestattet werden. Bei einer Vier-Zimmer-Wohnung können Sie hier mit Kosten ab etwa 2.500 Euro rechnen.

3.4. Welches Zubehör für Elektroheizungen gibt es?

Die besten Elektroheizungen zur Wand-Montage lassen sich nachträglich mit Standfüßen zum Aufstellen ausstatten, die Sie nachträglich direkt über den Hersteller oder im Fachhandel ordern können. Für einige Modelle gibt es auch Sitzbänke, die an der Oberseite des Heizkörpers montiert werden, so dass dieser einer warme Sitzgelegenheit bietet.

3.5. Wird eine Elektroheizung an der Oberfläche nicht zu heiß?

Elektroheizungen aus Naturstein oder vergleichbaren Materialien erreichen meist Außentemperaturen von etwa 60 bis 70 Grad. Ausgenommen hiervon sind Infrarotheizungen, die direkt an der Oberfläche höhere Temperaturen erreichen und möglichst nicht berührt werden sollten, da ansonsten Verbrennungen drohen.

3.6. Hat die Stiftung Warentest schon einen Elektroheizung-Testsieger gekürt?

Weder die Stiftung Warentest noch Öko-Test haben bislang einen Elektroheizung-Test durchgeführt, daher gibt es auch keinen Testsieger. Das Verbraucherportal weist allerdings darauf hin, dass das Heizen mit Strom generell teurer ist als das Heizen mit Öl oder Gas.

Setzt man die geringen Anschaffungskosten einer elektrischen Heizung in Relation mit den Stromkosten, würden innerhalb kürzester Zeit die Stromkosten die Oberhand gewinnen. Die komplette Meldung zu Elektroheizungen können Sie auf der Internetseite von Stiftung Warentest nachlesen. Sollte es Neuheiten zum Thema Elektroheizungen geben, werden wir Sie an dieser Stelle darüber informierten.

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