Kaufberatung zum Konvektor Test bzw. Vergleich 2019

  • Konvektoren sind kleine Heizgeräte, die mit Luftzirkulation arbeiten. Sie saugen kühle Luftmassen ein, erhitzen diese im Innern und pusten die warme Luft wieder hinaus. Anders als bei Radiatoren oder Heizstrahler wird hierbei aber nicht nur mit reiner Strahlungswärme geheizt, sondern die Luftzirkulation ermöglicht zusätzlich die sogenannte Konvektionswärme.
  • Konvektoren zählen zu den Direktheizungen. Allerdings sind sie nicht dafür geschaffen, große Zimmer zu erwärmen. Sie sind z. B. als Zusatz-Heizung in fensternahen Bereichen gedacht, um die Kälte, die dort hineindringt, abzuhalten.
  • Falls Sie sich einen Konvektor kaufen möchten, sollten Sie besonders auf Kriterien wie Leistung, Art der Montage und besondere Schutzfunktionen achten.

Konvektor Test

Neubauten sind heutzutage oft mit großzügigen Fensterfronten ausgestattet. Doch wenn die Tage kälter und trübe werden, wird es auch an den Fensterscheiben immer unangenehmer, da die Raumluft dort abkühlt. Dadurch kann es zu kalten Luftströmungen im Bereich der Beine und Füße im Inneren des Zimmers kommen, die für ein unbehagliches Kälte-Gefühl sorgen.

Konvektion

Konvektion leitet sich von dem lateinischen Wort “convectum” ab und bedeutet “mitgetragen”. Ein Konvektor erhitzt den Raum also durch Wärmemitführung.

Um dieses zu kompensieren, wird schnell die Heizung noch ein Stückchen höher gedreht. Dadurch steigen die Heizkosten, obwohl es gar nicht nötig wäre. Hier kann beispielsweise eine Konvektorenheizung helfen. Diese verhindert, dass die kalte Luft in Fenster-Nähe zu Ihnen gelangt und Sie sich noch wärmer anziehen müssen.

In unserem Konvektor-Vergleich 2019 möchten wir Ihnen erklären, wie eine Konvektorenheizung funktioniert und geben Tipps, auf welche Kategorien Sie achten sollten, wenn Sie sich den besten Konvektor kaufen möchten.

1. Wie funktioniert ein Konvektor?

Konvektoren erhitzen das Zimmer durch Luftzirkulation und hindern so die kalte Luft nahe am Fenster, sich zu verbreiten. Quelle: Heimwerker.de
Konvektoren erhitzen das Zimmer durch Luftzirkulation und hindern so die kalte Luft nahe dem Fenster, sich zu verbreiten. Quelle: Heimwerker.de

Das ist schnell erklärt:

  • An der Oberfläche der Fensterscheiben wird die Raumluft durch die kalte Außenluft heruntergekühlt. Diese kalte Luftmassen sinken Richtung Boden und kühlen gleichzeitig das Zimmer in diesem Bereich.
  • Stellt man nun eine Konvektorenheizung vor das Fenster, wird die kalte Luft von unten in den Konvektor eingesogen und im Innenraum an Lamellen vorbeigeleitet.
  • Diese Lamellen in der Konvektorenheizung werden per Strom oder heißem Wasser beheizt, sodass die Lamellen die kühle Luftmassen erwärmen.
  • Anschließend wird die erwärmte Luft aus der Konvektorenheizung herausgeblasen und strömt Richtung Decke, da warme Luft nach oben steigt.
  • Dadurch erwärmt sich das Zimmer nach und nach.
  • Wie im Bild zu sehen wird dabei gleichzeitig eine Art Schutzwall aufgebaut, da die kalte Luft daran gehindert wird, zu zirkulieren.

Konvektoren erwärmen den Raum nicht nur mit reiner Strahlungswärme, wie es beispielsweise Heizstrahler oder Radiatoren machen. Da bei einer Konvektorenheizung bewusst eine Luftzirkulation hervorgerufen wird, spricht man hier unter anderem von Konvektionswärme.

Unter Konvektion versteht man im Allgemeinen eine vertikale Strömungsbewegung in Flüssigkeiten oder Gasen.

Grundsätzlich ist eine Konvektorenheizung bei folgenden Szenarien für den Einsatz geeignet:

  1. als Zusatzheizung an kalten Tagen
  2. um kleine Räume bis 12 m² aufzuheizen
  3. um Bereiche vor großen Glasfronten warm zu halten

2. Konvektoren-Arten

Einen Konvektor-Heizkörper gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und von vielen Marken und Herstellern. Hauptsächlich lassen sie sich dabei in einem Punkt unterscheiden: ihrer Montage. Folgend haben wir die drei Typen für Sie gegenübergestellt:

Heizkörper-Konvektor Wandkonvektor Unterflurkonvektor
heizkoerper-konvektor wandkonvektor unterflurkonvektor
Unter Konvektor-Heizkörper versteht man Standkonvektoren, die Rollen oder Standfüße besitzen und dadurch im Zimmer beliebig ausgerichtet werden können. Gerade mit Verlängerungskabeln sind sie flexibel einsetzbar. Diese elektrischen Konvektoren-Heizkörper werden an der Wand befestigt und sind somit nicht mehr flexibel verstellbar. Weiterhin müssen sie nah an einer Steckdose platziert werden, da auch sie per Netzkabel betrieben werden. Unterflurkonvektoren werden in den Untergrund eingearbeitet, sodass sie mit dem Fußboden abschließen – sie sind also eine Art von Fußbodenheizung. In unserem Vergleich haben wir sie nicht mit einbezogen, da sie von einem Fachmann installiert werden sollten.
Im Allgemeinen sollten elektrische Konvektor-Heizkörper immer nur zusätzlich zu einer richtigen Zentralheizung eingesetzt werden!

3. Vor- und Nachteile eines Konvektors

  • Konvektoren sind günstig in der Anschaffung
  • Heizkörper-Konvektoren geben schnell Wärme ab
  • Heizgeräte können schnell installiert werden
  • elektrische Konvektor-Heizkörper können nahezu überall platziert werden
  • Konvektoren sind in vielen Größen und Varianten verfügbar
  • Konvektoren haben einen relativ hohen Stromverbrauch
  • Luftzirkulation wird von einigen als unangenehm empfunden
  • hat der Konvektor ein Gebläse, könnte dieses auf Dauer stören
  • Konvektor-Heizkörper können Staub aufwirbeln – für Hausstaub-Allergiker evtl. ungeeignet

4. Kaufkriterien bei Konvektoren

Auf welche Aspekte hin Sie Ihr Wunsch-Heizgerät überprüfen sollten und was es alles zu beachten gilt, klären wir in der nachfolgenden Kaufberatung.

4.1. Abmessungen und Montage

Konvektoren aus Glas sehen besonder edel aus.
Konvektoren aus Glas sehen besonder edel aus.

Größe und Montage-Art entscheiden darüber, wie flexibel Sie mit der Elektroheizung sind. Vor allem, wenn der Konvektor an einem bestimmten Ort Platz finden soll, ist es wichtig, die größtmöglichen Abmessungen zu kennen. Achten Sie dabei besonders auch auf die Breite der Geräte, wenn Sie eine Wandmontage in Betracht ziehen. Messen Sie vor dem Kauf am besten die Stelle aus, die für das Heizgerät reserviert ist und entscheiden Sie daraufhin, welche Abmessungen der Apparat haben darf.

Grundsätzlich ist klar: Möchten Sie den Konvektor bewegen können und flexibel sein, bietet sich nur ein Exemplar mit Rollen oder Standfüßen an. Suchen Sie allerdings ein Konvektor für einen festen Platz, ist ein Wandkonvektor sinnvoll.

4.2. Heizstufen und Thermostat

Konvektoren-Tests zeigen: Je mehr Heizstufen ein Heizgerät aufweist, desto feiner können Sie die Wärmezufuhr einstellen. Des Weiteren ist ein Thermostat sehr nützlich, wenn es Ihnen darauf ankommt, eine genaue Temperatur in Ihren Räumlichkeiten zu erzielen.

4.3. Überhitzungsschutz und Frostschutz

Konvektor mit Zeitschaltuhren sind besonders stromsparend.
Konvektor mit Zeitschaltuhren sind besonders stromsparend.

Ein eingebauter Überhitzungsschutz bewahrt den Konvektor bei zu großer Hitzeentwicklung davor, durchzubrennen. Der Heizkörper schaltet sic vorher ab. Insbesondere bei Wandkonvektoren erweist sich der Schutz als Hilfe, da die Gefahr einer verfärbten Tapete oder gar eines Brandes reduziert wird.

Ein eingebauter Frostschutz ist eine Must-Have-Funktion, wenn Sie das Gerät z. B. in einem Wintergarten stellen. Ist diese Funktion in einem Glas-Konvektor eingebaut, aktiviert sich dieser, wenn die Raumtemperatur gegen Null grad sinkt. So wird verhindert, dass der Bereich komplett auskühlt.

5. Der Unterschied zwischen Konvektoren, Radiatoren & Heizungen

Der größte Unterschied liegt darin, wie die einzelnen Heizgeräte die Wärme transportieren – ob sie also mit Strahlungswärme oder Konvektionswärme arbeiten:

Strahlungswärme: Als Strahlungswärme wird jene Wärme bezeichnet, die von jedem Körper abstrahlt, wie z. B. bei einem Heizstrahler. Dort erwärmen die Heizelemente nur die Luft, die sich direkt drumherum befindet.

Besonders große Vertreter dieser Art von Heizung stellen die Wärmewellenheizungen (wie beispielsweise eine Infrarotheizung) dar. Da sie durch das Auftreffen ihrer Strahlen dauerhaft Gegenstände erwärmen, wird das Zimmer dadurch aufgeheizt, dass die erwärmten Möbel Strahlungswärme abgeben. Solche Heizgeräte sind insbesondere für viele Quadratmeter gedacht.

konvektor

Konvektionswärme: Hier wird die Wärme von der Luft oder einer Flüssigkeit aufgenommen und durch eine vertikale Strömungsbewegung, genannt Konvektion, an einen anderen Ort gebracht. Die Luft oder die Flüssigkeit sind in diesem Fall Träger der Wärme.

Wie der Name schon verrät, verbreiten Konvektoren also ihre Wärme also durch Konvektionswärme. Radiatoren benutzen ebenfalls die Konvektion. Sie transportieren die Wärme nicht via Luft sondern über Wasser oder Öl.

Maßnahmen gegen hohe Heizkosten

Laut TNS Infratest vermeiden 62 % der Deutschen dauerhaftes Lüften, um Heizkosten zu sparen. 58 % setzten darauf, erst möglichst spät im Jahr mit dem Heizen zu beginnen.

Gewöhnliche Heizkörper produzieren hingegen eine Kombination aus Strahlungswärme und Konvektionswärme, da die Wärme in der Heizung durch Wasser oder Gas transportiert wird und die Heizung dann per Strahlungswärme die Stube aufheizt. Auch Heizlüfter funktionieren nach diesem Prinzip. Sie sind allerdings für kleinere Räume und Bereiche gedacht als Konvektoren.

6. Nicht für empfindliche Hausstaub-Allergiker geeignet

Weil die Heizgeräte bei Ihrer Tätigkeit Luft zirkulieren und somit Staub aufwirbeln, könnten sie für Hausstaub-Allergiker eine Belastung darstellen. Deswegen empfehlen wir, sich vor dem Kauf eines Konvektors einmal ein paar Stunden in einem Zimmer mit einem solchem Gerät aufzuhalten. Ebenfalls ist es ratsam, eine Elektroheizung ohne Gebläse zu erwerben, wenn Sie nachts auf jeden Fall ungestört durchschlafen möchten. Nicht jeder reagiert gleich empfindlich auf die Geräusche.

Wartung: Damit Ihr persönlicher Konvektor-Testsieger lange gut in Schuss bleibt, ist es nötig, dass Sie diesen mindestens einmal im Jahr warten lassen, um zusätzliche Reparatur-Kosten zu vermeiden und das Gefahrenrisiko zu senken.

7. Konvektoren bei der Stiftung Warentest

Einen Konvektoren-Test hat die Stiftung Warentest noch nicht durchgeführt, doch gibt Sie hilfreiche Tipps in Sachen Energie sparen:

“Es müssen aber nicht alle Räume gleich beheizt sein. Als Orientierung für Wohl­fühl­temperaturen gelten folgende Werte: im Wohn­raum 20 bis 22 Grad, in der Küche 18 bis 20, im Bad 23 Grad, im Schlaf­zimmer 16 bis 18.

Senken Sie die Temperatur in einem Raum um 1 Grad, mindert das die Heiz­kosten um etwa 6 Prozent. Senken Sie die Temperatur in einer schlecht gedämmten 150-Quadrat­meter-Wohnung von 22 auf 21 Grad, kann dies eine Ersparnis von annähernd 100 Euro jähr­lich bringen.”

Stiftung Warentest Ausgabe 10/2014