Kaufberatung zum Zeitschaltuhr Test bzw. Vergleich 2019

  • Zeitschaltuhren helfen dabei, Strom zu sparen, da sie angeschlossene Geräte erst zu der eingestellten Zeitspanne mit Energie versorgen. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern ist auch gut für die Umwelt.
  • Grundsätzlich lassen sich Zeitschaltuhren – genau wie normale Armbanduhren – in analoge und digitale Zeitschaltuhren unterteilen.
  • Zeitschaltuhren kommen sowohl drinnen als auch draußen zur Anwendung.  Je nach Verwendungszweck sollten Sie auf die ausgewiesene Schutzklasse der Uhr achten: Eine Zeitschaltuhr, die außen angebracht wird, sollte mindestens die Schutzklasse IP44 (Schutz gegen Staub und Spritzwasser) aufweisen, während eine Indoor-Uhr mit einem einfachen Staubschutz auskommt (IP20).

zeitschaltuhr-test
Überall dort, wo in regelmäßigen Abständen Geräte ein- und ausgeschaltet werden sollen, kann eine Zeitschaltuhr Ihren Alltag erleichtern. Egal ob für die Weihnachtsbeleuchtung im Garten oder das Licht im Aquarium: Die Schaltuhr garantiert ein pünktliches Aktivieren des Stroms, ohne dass Sie selbst daran denken müssen.

In welchen Szenarien digitale und analoge Schaltuhren noch eingesetzt werden können und worauf Sie beim Kauf Acht geben sollten, erfahren Sie in unserem Zeitschaltuhr-Vergleich 2019.  Mit Hilfe unserer Kaufberatung können Sie sich schnell informieren und so Ihren persönlichen Zeitschaltuhr-Testsieger finden.

1. Punktgenaues (De-)Aktivieren von Geräten dank einer Zeitschaltuhr

zeitschaltuhrEgal, ob eine Zeitschaltuhr von Brennenstuhl oder von Busch-Jäger: Eine Zeitschaltuhr schaltet zu vorher festgesetzten Zeiten das an die Uhr angeschlossene Gerät ein- oder aus. Die Schaltzeiten sind variabel einstellbar. Je nach Art der Uhr können so beispielsweise im Tages-, Wochen- oder Jahresrhythmus angeschlossene Apparate gesteuert werden.

Dafür wird der Zeitschalter einfach in die Steckdose gesteckt und das zu steuernde Gerät anschließend in die Steckdose der Zeitschaltuhr. So erspart Ihnen die Zeituhr täglich lästiges Ein- und Ausschalten von Apparaten. Besonders beliebt sind Zeitschaltuhren im Außenbereich, da Sie nicht extra das Haus verlassen müssen, um einen Schalter umzulegen.

Des Weiteren finden Zeitschaltuhren häufig Anwendung bei:

  • Aquarien, Terrarien und Teichanlagen (für Licht und/oder Pumpe)
  • Lampen
  • Rollladen
  • Heizungen
  • Außenbeleuchtung, die tagsüber unnötig ist (z.B. Lichterdekoration im Garten)
  • WLAN-Router

Grundsätzlich bietet sich eine Zeituhr immer dann an, wenn Geräte zeitabhängig in Betrieb genommen werden sollen.

Mit einer digitalen Wochenzeitschaltuhr lässt sich z.B. das Anschalten der Aquariumslampe für die ganze Woche organisieren.

Hier die Vor- und Nachteile von Zeitschaltuhren auf einen Blick:

  • steuern verlässlich die Stromversorgung des angeschlossenen Geräts
  • helfen beim Sparen von Strom und Stromkosten
  • flexible Einstellungen möglich
  • drinnen und draußen einsetzbar
  • analoge Zeitschaltuhren immer nur in 15-Minuten-Takten einstellbar
  • wenig intuitive Handhabung einiger digitaler Zeitschaltuhren
  • verbrauchen selbst ca. ein Watt Strom pro Stunde

2. Zeitschaltuhr-Typen

Die gängigsten Arten, die beim Einsatz von Zeituhren verwendet werden, erklären wir Ihnen in folgender Tabelle:

Schaltuhren-Typ Eigenschaften
Tageszeitschaltuhr

 

tageszeitschaltuhr

  • Intervall von 24 Stunden planbar
  • oft als mechanische Zeitschaltuhr gebaut
  • Zeitschaltuhr meistens nicht batteriebetrieben
Wochenzeitschaltuhr

 

wochenzeitschaltuhr

 

  • Intervall von einer Woche planbar
  • unterschiedliche Programmierung der Wochentage möglich
  • häufig als elektronische Zeitschaltuhr gebaut, mit Display ausgestattet
  • oft batteriebetrieben

Neben diesen zwei Typen gibt es noch spezifischere Uhren. Diese sind zwar nicht ganz so oft im Einsatz sind und dadurch weniger verbreitet, doch trotzdem nicht weniger praktisch:

  • Jahresschaltuhr: Mit dieser elektronischen Zeitschaltuhr kann jeder Tag im Jahr anders programmiert werden. So können z.B. für Feiertage besondere Bedingungen geschaffen werden, oder wenn Sie im Sommer zwei Wochen in den Urlaub fahren. Insbesondere in der Industrie kommen solche Zeitschalter zum Einsatz.
  • kurzzeit-schaltuhrKurzzeit-Schaltuhr: Diese Zeitschaltuhren sind wohl besser bekannt als “Timer” oder “Countdown”. Sie orientieren sich nicht an der absoluten Zeit, sondern es wird eine gewisse Zeitdauer eingestellt, nach der dann eine Aktion ausgelöst wird. Besonders günstige Zeitschaltuhren benutzen hier immer noch ein Federwerk für das Initiieren eines Vorgangs.

3. Digital vs. analog

Der Unterschied zwischen einer analogen und digitalen Schaltuhr macht sich nicht nur bei der Bedienung bemerkbar:

Schaltuhren-Typ Einstellung vornehmen
Digitale Zeitschaltuhr

 

minutengenaue und komplizierte Einstellungen möglich

einfach per Display und Tasten zu programmieren

 gelegentlich mit Zufallsfunktion, um im Urlaub Anwesenheit vorzutäuschen

x verbraucht mehr Strom als mechanische Variante

x benötigt Batterien, um die Einstellungen zu speichern

Anders als bei der analogen Variante gibt es bei einer digitalen Zeitschaltuhr kein Rädchen mit Zähnen, sondern die Steuerung erfolgt über ein LCD-Display und Tasten. Somit kann eine minutengenaue Einstellung vorgenommen werden und Sie sind nicht an 15-min.-Takte gebunden, wie bei der analogen Schaltuhr.

 

digitale-zeitschaltuhr

 Analoge Zeitschaltuhranaloge zeitschaltuhr

 

 einfache, schnelle Bedienbarkeit

 wenig Strombedarf

x  nur in 15-Minuten-Slots einstellbar

Eine analoge, mechanische Zeitschaltuhr besitzt ein schmales Rädchen, welches mit vielen einzelnen Stiften bestückt ist. Diese Stifte sind genauen 15 min-Einheiten zugeordnet. Durch Drücken oder Herausziehen dieser kann nun die Zeit eingestellt werden. In der Zeitspanne, in der die Stifte heruntergedrückt wurden, wird der Strom eingeschaltet.

 

Denn der integrierte Motor dreht das Rad, in das die Zähne gesteckt wurden und die Stifte betätigen dann direkt den Kontakt, sodass Strom anliegt.

In unserem Beispielbild wäre also der Strom an von 19.15 bis 22.30 Uhr und 06:00 bis 09.30 Uhr.

Auch WLAN-Steckdosen können eine Zeitschaltuhr integriert haben. Somit können Sie Zuhause die Steckdosen vom Handy aus per Zeitschaltuhr und App einrichten.

funksteckdoseHaben Sie Geräte, die nicht in einem regelmäßigen Rhythmus ein- und ausgeschaltet werden sollen, können Sie als Alternative auch über eine Funk-Steckdose nachdenken. Diese Steckdose wird per Fernbedienung aktiviert und ist daher besonders für Steckdosen zu empfehlen, die Sie nicht so einfach erreichen können, weil sie bspw. hinter einem Schrank liegen.

 4. Worauf Sie beim Kaufen einer Zeitschaltuhr achten sollten

4.1. Art der Zeitschaltuhr nach Verwendungszweck wählen

Vorrangig sollten Sie beim Kaufen einer Zeitschaltuhr danach gehen, was Sie mit der Uhr steuern möchten. Soll jeden Tag um die selbe Zeit die Aquarium-Lampe angeschalten werden, ist eine analoge Tageszeitschaltuhr das Richtige.

Hier empfehlen wir, eine analoge Zeitschaltuhr zu wählen, da sich diese besonders schnell einstellen lässt und weniger Strom im Betrieb benötigt als die digitale Variante. Falls aber die elektrischen Rollläden zu unterschiedlichen Zeiten jeden Morgen hochfahren sollen, bietet sich hier als Rollladen-Zeitschaltuhr eher eine Wochenzeitschaltuhr an.

4.2. Funktionsumfang

zeitschaltuhr für draussen
Zeitschaltuhr mit der Schutzklasse IP44.

Hier können sich die einzelnen Zeitschaltuhren mit Steckdose in der Anzahl ihrer Schaltsegmente unterscheiden – also wie viele und wie fein sich die Einstellungen machen lassen. Bei mechanischen Uhren finden Sie meistens 96 Stifte (4 x 24), also Schaltsegmente, da die 24 Stunden nur in Viertelstunden ausgewählt werden können.

Digital-Zeitschaltuhren haben einen größeren Funktionsumfang: Dort können Sie häufig 16 verschiedene Einstellungen für einen Tag vornehmen. Manche Hersteller und Marken werben damit, dass sich bei ihren Uhren bis zu 140 Einstellungen pro Woche speichern lassen. So sind Sie maximal flexibel.

4.3. Anbringung

Beim Großteil der Schaltuhren kann man nicht von einer richtigen Montage sprechen, denn die Zeitschaltuhren werden einfach in die Steckdose gesteckt.

Doch z.B. für Rollladen-Zeitschaltuhren werden gerne sogenannte Unterputz-Zeitschaltuhren verwendet, da diese sich – ähnlich wie ein Lichtschalter – in der Wand integrieren lassen und nicht unnötig herausstehen. Die Unterputz-Zeitschaltuhren sollten in eine Unterputz-Dose von mindestens 60 mm Durchmesser platziert werden. Der Einbau dieser Zeitschaltuhren ist mitunter ein wenig knifflig, doch die Arbeit lohnt sich, wenn die Uhr optisch nicht auffallen soll.

Schutzklassen

Die Bezeichnung der jeweiligen Schutzklasse besteht aus zwei Ziffern. Je höher diese sind, desto besser geschützt ist das Produkt gegen äußere Einflüsse wie Staub oder Wasser. Die erste Ziffer beschreibt dabei den Schutz gegen Fremdkörper und Berührungen, die zweite den Schutz gegen Wasser.

Weiterhin gibt es auch Aufputz-Zeitschaltuhren. Diese werden mit Schrauben an die Wand befestigt und sind daher eher unbeliebt, da sie Spuren beim Abmontieren hinterlassen. Auch in unserem Zeitschaltuhr-Vergleich sind sie nicht aufgeführt.

 4.4. Schutzart

Im Prinzip gibt es bei Zeitschaltuhren für den heimischen Gebrauch nur zwei Schutzklassen, die das Gerät haben kann: IP20 oder IP44.

Beispielsweise sind Unterputz-Zeitschaltuhren der Klasse IP20 gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser von 12,5 mm gewappnet. Gleichzeitig haben diese Zeitschaltuhren eine Kindersicherung, die verhindert, dass der Nachwuchs ohne weitere in die Steckdose greifen kann.

Die beste Zeitschaltuhr für Außen sollte die Schutzklasse IP44 aufweisen. Diese sind so gebaut, dass Fremdkörper ab einem Durchmesser von 1,0 mm nicht hineingelangen und sie sind zusätzlich von jeder Seite gegen Spritzwasser geschützt.

 5. Fragen und Antworten rund um das Thema Zeitschaltuhr

5.1. Was sagt die Stiftung Warentest zum Thema?

stiftung-warentestBisher hat das Prüfungsinstitut noch keinen Zeitschaltuhr-Test durchgeführt, sodass wir Ihnen auch keinen Zeitschaltuhr-Testsieger vorstellen können.

Doch falls Sie Ihre Geräte auch oft über Steckdosenleisten organisieren, könnte Sie der Steckdosenleisten-Test aus Ausgabe 07/2011 vielleicht interessieren. Das Fazit: Interne Absicherung und der Überspannungsschutz sind wichtige Kaufkriterien, daher überzeugen Modelle von APC und Belkin. Der Preisunterschied beider Geräte liegt bei ungefähr 3 Euro.

5.2. Wie funktioniert eine Zeitschaltuhr?

Eine elektronische Zeitschaltuhr funktioniert genauso wie eine normale Digitaluhr oder ein Radiowecker: Ist eine bestimmte Zeit erreicht, wird eine Aktion ausgeführt. Beim Radiowecker springt das Radio an, die Zeitschaltuhr schaltet ein System ein oder aus. Da dort ein kleiner PC-ähnlicher Prozessor eingebaut ist, lassen sich auf die Minute genau Einstellungen vornehmen und Wochentage werden beispielsweise erkannt.

Eine WLAN-Steckdose mit Zeitschaltuhr kann leicht per App eingestellt werden.
Eine WLAN-Steckdose mit Zeitschaltuhr kann leicht per App eingestellt werden.

Bei der mechanischen Zeitschaltuhr ist eine analoge Uhr verbaut. Der integrierte Motor bewegt das Schaltrad entsprechend der Uhr, sodass jeder Viertelstunde ein anderer Stift in die ausschlaggebende Position gerückt wird.

5.3. Wie viel Strom verbraucht eine Zeitschaltuhr?

Da die Uhren ihre ganze Lebenszeit über am Stromnetz angeschlossen sind, haben auch diese eine Art Standby-Stromverbrauch. Dazu lässt sich grundsätzlich sagen, dass eine analoge Schaltuhr weniger Strom verbraucht als eine digitale Zeitschaltuhr, da bei der digitalen Variante das LCD-Display mit Strom versorgt werden muss.

Während analoge Uhren ungefähr ein Watt Strom benötigen, ziehen die digitalen ca. zwei Watt pro Stunde aus der Steckdose.

Doch wie Zeitschaltuhr-Tests zeigen: Auf das Jahr hochgerechnet ergibt sich so nur ein Kostenunterschied von ca. zwei Euro auf der Stromrechnung.

5.4. Gibt es wasserdichte Zeitschaltuhren?

Eine völlig wasserdichte Zeitschaltuhr gibt es nicht, da der Umgang mit Strom im Wasser viel zu gefährlich ist. Doch werden Bewässerungscomputer in Gärten eingesetzt. Das sind ebenfalls Zeitschaltuhren, die über einen Wasseranschluss verfügen und zwischen Schlauch und Wasserhahn geschaltet werden können.

Weiterhin gibt es spritzwassergeschützte Zeitschaltuhren. Diese sind mit der Schutzklasse IP44 ausgezeichnet und mit Schutzklappen versehen, sodass kein Regen ins Innere gelangen kann. Somit sind diese Zeitschaltuhren für außen geeignet, um beispielsweise die Weihnachtsbeleuchtung im Garten zu regeln.